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Vatikan spricht die Tempelritter frei

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  • Vatikan spricht die Tempelritter frei

    Nach 700 Jahren wird der Vatikan die Tempelritter von den 1307 durch König Phillip IV. und Papst Clemens V. erhobenen Anklagen die zur völligen Vernichtung des Ordens führte freisprechen.

    Knights Templar win heresy reprieve after 700 years | U.S. | Reuters
    Knights Templar win heresy reprieve after 700 years - washingtonpost.com
    Vatican reveals Templar secrets -Times Online

  • #2
    Da kommt mir doch die Galle hoch... Erst nach 700 Jahren kann sich die römisch-katholische Kirche dazu entschliessen, ein schreckliches Verbrechen und den Mord und die Folterung an unschuldigen Menschen, als Unrecht zu erklären. Wegen angeblicher Häresie wurden sie gefoltert, und falls sie nicht gestanden, zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Was die kath. Kirche in den folgenden Jahrhunderten angerichtet hat, davon brauche ich wohl nicht zu sprechen...

    Als Beispiel, auch der italienische Dichter und Philosoph Giordano Bruno wurde im Jahr 1600 wegen angeblich häretischer Schriften zum Tode auf dem Scheiterhaufen verurteilt und von der katholischen Kirche erst im Jahre 2000 rehabilitiert... Ein Armutszeugnis für eine veraltete, absolut nicht mehr zeitgemässe Institution die eine blutige Vergangenheit hinter sich hat, und diese augenscheinlich nicht bereut...
    Ferengi-Erwerbsregel Nr. 192:
    Betrüge niemals einen Klingonen, es sei denn, du bist sicher, er erwischt Dich nicht.

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    • #3
      @DerGrosseNagus

      Tja, in der Kat. Kirche dauert alles etwas länger, ausser man ist mal mit den Kirchenbeiträgen im Rückstand. Das geht bei uns in Österreich dann verdammt schnell.

      Lg. Army01

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      • #4
        *lächel*

        Die katholische Kirche gibt Unrecht zu - und das wird hier als Zeichen dafür genommen, dass die Kirche kein Unrecht zugibt.

        Zumal ich es wirklich lachaft finde, einer Institution ihre 700 Jahre alten Verbrechen vorzuwerfen.

        Die allermeisten Deutschen haben schon nach 60 Jahren die Nase gestrichen voll von immer wieder gleichen Pauschalverurteilungen aufgrund von Vorkommnissen, mit denen die überwältigende Mehrheit aller lebenden Deutschen absolut nichts zu tun gehabt haben.

        Aber die Kirche soll immer in Sack und Asche kriechen für 700 jahre alte Verbrechen?

        Ist doch lächerlich...

        Zumal Kirche oftmals auch von anderen für ihre Verbrechen misbraucht wurde. Nicht immer war sie autark, oftmals war sie auch einfach Spielball der wirklich Mächtigen. Die allermeisten Hexenverbrennungen beispielsweise dürften kaum im genuinen Interesse der Kirche gewesen sein, sondern im Interesse der Denunzianten und anderer Interssenten (Landesherren, die sich Besitz aneignen konnten).

        Weshalb - von der Inquisition(!!!) - mit der Zeit auch weltweit erstmals "rechtsstaatliche Prinzipien" eingeführt wurden: Trennung zwischen Kläger und Richter, Recht auf Verteidigung. Wenngleich man sicherlich noch meilenweit von "fairen" Prozessen entfernt war, haben wesentliche Entwicklungen modernen Gerichtsverständnisses hier stattgefunden.

        Also wirklich, wenn die Kirche Fehler der Vergangenheit zugibt, ist das ein Beweis für ihre Rückständigkeit, was ist denn das für eine Logik?

        (Wobei sie in der Tat rückständig ist - aber eben nicht aufgrund der Tatsache, dass sie das Verbrechen an den Tempelrittern zugibt).
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        • #5
          Wenn die röm. kath. Kirche rückständig sein soll was ist dann der Islam???

          Die KIrche haltet sich so gut es möglich aus der Politik raus der Islam bzw. die Menschen die den Isalm als Staatsreligion einsetztenund dann mit ihm alles rechtfertigen.

          Und Lucky Guy hat recht, wenn man der kirche 700 jahre alte verbrechen vorwirfft muss dann auch nicht jeden deutschen die NS-Verbrechen vorwerfen????

          Die Kirche mag ind er Vergangenheit viele Fehler begangen haben aber zu sagen sie sei altmodisch so stellt man Sie mit dem Islam in Iran und Co gleich. Oder würdet ihr bevorzugen das es uns eine shariya gibt.
          4 MORE YEARS - WE CAN DO IT

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          • #6
            Zitat von Sedlik Beitrag anzeigen
            Die KIrche haltet sich so gut es möglich aus der Politik raus
            Was? Raushalten sieht für mich aber anders aus, hast schon mal gehört was Ratze Fratze und Co ständig von sich geben? Abtreibung oder Homo-Ehe sind da nur die Spitze des Eisberges, die ganzen kirchlichen Führer versuchen doch ständig, Einfluss auf Politik und Gesellschaft zu nehmen.


            Zitat von Sedlik Beitrag anzeigen
            Und Lucky Guy hat recht, wenn man der kirche 700 jahre alte verbrechen vorwirfft muss dann auch nicht jeden deutschen die NS-Verbrechen vorwerfen????
            Nein, dass kann man ganz und gar nicht vergleichen, oder hast du schon mal gesehen, dass jeder CHRIST für die von der Kirche begangenen Gräueltaten angeklagt wird? Ich noch nicht, man klagt nur die Kirche als Institution an. Und das ist durchaus legitim.

            Zitat von Sedlik Beitrag anzeigen
            Die Kirche mag ind er Vergangenheit viele Fehler begangen haben aber zu sagen sie sei altmodisch so stellt man Sie mit dem Islam in Iran und Co gleich. Oder würdet ihr bevorzugen das es uns eine shariya gibt.
            Jetzt die Kirche mit dem Islam vergleichen bringt nichts, das ist Not gegen Elend. Klar, in den islamischen Ländern hat Religion noch einen viel größeren Einfluss auf die Gesellschaft, wir können nur froh sein, dass bei uns religiöse Spinner keine Macht mehr haben, aber ich bin mir sicher, viele der hohen Pfaffen würden wieder einen christl. Gottesstaat wollen, zum Glück ist unsere Gesellschaft reif genug, um nicht auf solche Scharlatane reinzufallen.
            Völker hört die Signale, auf zum letzten Gefecht,
            die Internationale erkämpft das Menschenrecht


            das geht aber auch so

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            • #7
              Was? Raushalten sieht für mich aber anders aus, hast schon mal gehört was Ratze Fratze und Co ständig von sich geben? Abtreibung oder Homo-Ehe sind da nur die Spitze des Eisberges, die ganzen kirchlichen Führer versuchen doch ständig, Einfluss auf Politik und Gesellschaft zu nehmen.
              Ich sehe keinen Nuntius der zur Bundeskanlzer/In geht und sagt tun Sie dies und jenes. Oder siehst du das, denn das wäre einfluß auf die politik.

              Jetzt die Kirche mit dem Islam vergleichen bringt nichts, das ist Not gegen Elend. Klar, in den islamischen Ländern hat Religion noch einen viel größeren Einfluss auf die Gesellschaft, wir können nur froh sein, dass bei uns religiöse Spinner keine Macht mehr haben, aber ich bin mir sicher, viele der hohen Pfaffen würden wieder einen christl. Gottesstaat wollen, zum Glück ist unsere Gesellschaft reif genug, um nicht auf solche Scharlatane reinzufallen.
              Glaubst auch nur du. Wenn man genügend Macht hat kann man jedes europäische Land in einem Gottesstaat verwandeln, denn anders ist es im IRAN auch nicht gelaufen.
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              • #8
                Zitat von Sedlik Beitrag anzeigen
                Ich sehe keinen Nuntius der zur Bundeskanlzer/In geht und sagt tun Sie dies und jenes. Oder siehst du das, denn das wäre einfluß auf die politik.
                Wofür steht eigentlich das C in CDU? Für Chaos......könnte man manchmal meinen. Sorry, aber der ganze schwarze Parteiverein ist doch kirchlich geprägt und verfolgt kirchliche Interessen.

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                • #9
                  Zumal ich es wirklich lachaft finde, einer Institution ihre 700 Jahre alten Verbrechen vorzuwerfen.

                  Die allermeisten Deutschen haben schon nach 60 Jahren die Nase gestrichen voll von immer wieder gleichen Pauschalverurteilungen aufgrund von Vorkommnissen, mit denen die überwältigende Mehrheit aller lebenden Deutschen absolut nichts zu tun gehabt haben.
                  Da gibt es aber einen entscheidenden Unterschied: Der heutige deutsche Staat ist nicht mehr die selbe Institution wie der NS-Staat. Die katholische Kirche dagegen betrachtet sich heute immer noch als dieselbe Organisation, die vor Jahrhunderten gegen Heiden, Ketzer, Juden usw. vorgegangen ist.

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                  • #10
                    Wofür steht eigentlich das C in CDU? Für Chaos......könnte man manchmal meinen. Sorry, aber der ganze schwarze Parteiverein ist doch kirchlich geprägt und verfolgt kirchliche Interessen.
                    Mitnichten. Das "C" ist das Deckmäntelchen, mit dem ZDF-Guckerinnen im Altersheim geködert werden. Die praktische Politik der Unionsparteien hat mit christlicher Anschauung schon lange nichts mehr zu tun. Ansonsten müssten sie z.B. den Atomausstieg forcieren anstatt zu versuchen, ihn zu relativieren. Auch der soziale Raubbau ist alles andere als christlich.
                    Ach, die Liste ist endlos.

                    Da gibt es aber einen entscheidenden Unterschied: Der heutige deutsche Staat ist nicht mehr die selbe Institution wie der NS-Staat. Die katholische Kirche dagegen betrachtet sich heute immer noch als dieselbe Organisation, die vor Jahrhunderten gegen Heiden, Ketzer, Juden usw. vorgegangen ist.
                    Die Bundesrepublik begreift sich aber auch als der Rechtsnachfolger der Dritten Reiches.
                    Und zudem hat die Kirche doch zugegeben, dass das mit Tempelritttern Unrecht war. Rechtsnachfolger der Tempelritter, die Anspruch auf Entschädigung hätten, gibt es nicht. Wo also ist Dein Problem?
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                    • #11
                      Die Bundesrepublik begreift sich aber auch als der Rechtsnachfolger der Dritten Reiches.
                      Als Rechtsnachfolger schon, aber nicht als dieselbe Organisation. Die BRD solidarisiert und identifiziert sich nicht mit dem NS-System.

                      Die heutige Kirche identifiziert sich dagegen immer noch mit der Kirche des Mittelalters: Menschen, die damals heilig gesprochen wurden, werden heute immer noch als heilig verehrt, Dogmen, die damals erlassen wurden, gelten heute immer noch, der jetzige Papst betrachtet sich als Nachfolger von Innozenz III. bzw der Renaissance-Päpsten usw. usw. Es handelt sich also in jeder Hinsicht um den selben Laden. Und deshalb kann man es mit einigem Recht als armselig bezeichnen, dass es erst in den 90er Jahren zu einer Entschuldigung für die kirchlichen Untaten gekommen ist, und dass z.B. erst vor gut zehn Jahren Galilei rehabilitiert wurde.

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                      • #12
                        Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
                        Es handelt sich also in jeder Hinsicht um den selben Laden.
                        Es ist dir natürlich klar, dass das eine sehr verkürzende und vereinfachende Sichtweise ist. Sicherlich steht der Vatikan in Kontinuität, aber er übt deswegen nicht zwingend dieselbe Politik aus. Es werden heute nicht zwingend dieselben Leute heilig gesprochen wie vor 1000 oder 500 Jahren. Es ist insofern nicht mehr derselbe "Laden", genausowenig wie Großbritannien nicht das England Heinrichs VIII. ist, nur weil zwischen dessen Reich und dem heutigen Staat eine Kontinuitätslinie besteht.
                        Man kann der Kirche bei ihrer aktuellen Politik sicherlich moralisches und ehtisches Versagen vorwerfen, so z.B. bei ihrer Stellung zu HIV. Es gibt auch sonst allerhand zu kritisieren.
                        Aber eine Gleichstellung mit mittelalterlichen Inquisitoren ist nicht gerechtfertigt. Auch wenn man es nicht als ausreichend bezeichnen mag, mit diesen Justizkorrekturen (oder wie immer man sie nennen möchte), gehört der Vatikan immerhin zu den wenigen Staaten der Welt, die ihre Vergangenheit von offizieller Seite aufarbeiten. Und das sind eben nicht viele.
                        When I was a boy we had a dog. One day, we took it to the park. Our dad had warned us how fast that dog was, but... we couldn't resist.So, my brother took off the leash, and in that instant, the dog spotted a cat. Well, he just sat down, bored. Guess cats weren't his thing.

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                        • #13
                          Es ist dir natürlich klar, dass das eine sehr verkürzende und vereinfachende Sichtweise ist. Sicherlich steht der Vatikan in Kontinuität, aber er übt deswegen nicht zwingend dieselbe Politik aus.
                          Ja, das ist mir wohl klar, dass auch die katholische Kirche kein Fels in der Brandung des Zeitgeistes ist (obwohl Fundi-Katholiken gerne so tun), und dass die katholische Kirche in den letzten 300 Jahren eine starke (wenn auch vollkommen unfreiwillige) Anpassung an die sich verändernden moralischen und politischen Verhältnisse vollzogen hat.

                          Dennoch behaupte ich, dass es hier eine stärkere Kontinuität als etwa zwischen dem britischen Staat des Mittelalters und dem heutigen Großbritannien gibt. Der Papst betrachtet alle früheren Päpste (vom Gegenpäpsten mal abgesehen) als seine legitimen, vom heiligen Geist eingesetzten Vorgänger und als Nachfolger Petri. Auch Innozenz VII., der die Hexenbulle erlassen hat. Auch Innozenz III., einer der Hauptorganisatoren der Inquisition. Die mittelalterliche Kirche, die die Ketzer verfolgt und zu Glaubenskriegen aufgerufen hat, gilt der heutigen katholischen Kirche trotz all ihrer Verfehlungen als die von Jesus gestiftete Heilige Kirche, weshalb ja auch fragwürdige Heiligsprechungen und Dogmen aus der damaligen Zeit nicht revidiert werden.

                          Das Verhältnis ist also ein vollkommen anderes und notwendigerweise unkritischeres, als das zwischen dem heutigen Deutschland und dem NS-Staat.

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