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Die Caesaren Roms

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  • Die Caesaren Roms

    Hi Leute!

    Nachdem ich mal das Forum nach römischer Geschichte durchsucht und dabei nichts gefunden habe, werde ich dies mal ändern.

    Ich hoffe nichts übersehen zu haben und wenn doch dann bitte ich vielmals um Entschuldigung.

    Also, meine Frage an euch lautet, wie glaubt ihr war das Leben zur Zeiten der Römer und welcher der römischen Cäesaren war der Beste?

    Ich habe gleich zwei Favoriten und den römischen Kaisern, da wäre zum einen Gaius Julius Cäeser - der wohl berühmteste aller - und, auch wenn er ein wenig wahnsinnig war Nero, wahrscheinlich der Namensgeber für die Brennsoftware .

    Was haltet ihr von dieser Zeit und den Kaisern?

    So long

    Lg. Army01

  • #2
    Ich habe den Titel mal geändert. Nicht jeder Titel muss die Attribute "bester", "größter", "schlimmster" etc. tragen.
    When I was a boy we had a dog. One day, we took it to the park. Our dad had warned us how fast that dog was, but... we couldn't resist.So, my brother took off the leash, and in that instant, the dog spotted a cat. Well, he just sat down, bored. Guess cats weren't his thing.

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    • #3
      Nur so am Rande, nach meinem wahnsinnig ausgebrägten Verständnis der deutschen Sprache heißt es entweder "Caesaren" oder meinetwegen "Cäsaren". "Cäesaren" ist irgendwie doppelt gemoppelt.
      Vielleicht sollte man zumindest das Thread-Thema entsprechend anpassen.

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      • #4
        Mal ganz abgesehen davon war Caius Julius Caesar kein römischer Kaiser. Der Begriff des Caesaren (von dem sich unser Wort Kaiser ableitet) entstand erst später (ich meine mich richtig zu erinnern, wenn ich Trajan als den ersten Caesaren nenne?).

        Ansonsten würd eich als die wichtigsten Kaiser Trajan und Hadrian nennen. Und natürlich Octavianus Augustus, wenngleich er selbst sich nicht als Kaiser verstand, sondern seine Herrschaft in republikaischer Tradition führte (er nahm z.B. den republikanischen Titel "princeps", d.h. "Erster unter Gleichen", an).
        Zuletzt geändert von Cu Chulainn; 23.10.2007, 13:17.
        Möp!

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        • #5
          nominiere Flavius Valerius Constantinus

          Selbst als Atheist muss ich ja sagen das seine Entscheidungen auch heute noch voll zu uns durchschlagen (konstantinische Wende - Wikipedia ), die Geschichte wäre sonst wohl vollkommen anders verlaufen.

          Außerdem komm ich aus Trier, ein wenig Touristenwerbung muss ja erlaubt sein
          "Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht ist zu Recht ein Sklave"
          (Aristoteles 384 v.Chr. - 322 v.Chr.)

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          • #6
            @ Cu: Wahrscheinlich zeichnet sich Augustinus Größe gerade auch dadurch ab, dass er sich nicht ale Kaiser zählt

            Von der Geschichtsschreibung wird er wohl als der erste angesehen und für mich ist er auch noch mit der sympathischte.

            Wer hat eigentlich diese Serie, "Rom" angeschaut, die vor einigen Monaten lief? Ich hab sie damals zwar nicht gesehen, hab aber inzwischen die Staffelbox erworben und finde die Darstellungen zwar nicht immer korrekt, einiges ist schlichtweg falsch (der genaue Hergang von Catos Selbstmord, das Kind von Titus Pollo ), aber man bekommt einen ganz netten Überblick über die Verhältnisse damals
            Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
            endars Katze sagt: “nur geradeaus” Rover Over
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            • #7
              Ein interessantes Thema für uns Laienhistoriker.

              Vom "besten" Kaiser zu sprechen, find ich allerdings schwer. Woran misst sich das?

              Ich denke, maßgebend wäre wohl einzig und allein der politische EInfluss, den seine Amtszeit entfaltet - in jeglicher Extreme.

              Insofern führe ich neben Augustus folgende Kaiser auf:

              Trajan, er hat den vom Senat verliehenen Ehrentitel "Optimus" wohl nicht ganz umsonst.
              Er achtete Staat und Senat, verstand sich wohl auch als "oberster Diener" - und war natürlich auch militärisch sehr erfolgreich.

              Diocletian wegen seiner Reformpolitik, und weil er freiwillig von seinem Amt als Augusuts zurückgetreten ist. g

              Konstantin für seinen politischen Mut, das Christentum als Religion anzuerkennen und mit Konstantinopel ein neues Machtzentrum zu etablieren.

              Theodosius wegen der Ernennung des Christentums zur Staatsreligion und der nun auch formalen politischen Teilung des römischen Reichs in Ost - und Westrom.

              Justinian wegen seiner "Reconquista", aber vor allem natürlich wegen der von ihm veranlassten Sammlung des Rechts im Codex.

              Heraklios/Herakleios als letzter "römischer Kaiser" überhaupt, auch in Angedenken seiner militärischen Brillianz.

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              • #8
                Zitat von Seether Beitrag anzeigen
                Konstantin für seinen politischen Mut, das Christentum als Religion anzuerkennen und mit Konstantinopel ein neues Machtzentrum zu etablieren.
                Das hatte nichts mit Mut zu tun, sondern war ein politischer Schachzug. Viele seiner Soldaten waren zu dem Zeitpunkt bereits Christen. Er selbst betete wohl eher den Sonnengott Sol an. Ihm ist es deshalb auch zu verdanken, dass heute bei uns nicht mehr der Sabbat geheiligt wird, wie bei den Urchristen, sondern der Sonntag.
                Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
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                • #9
                  Zitat von Spocky Beitrag anzeigen
                  Das hatte nichts mit Mut zu tun, sondern war ein politischer Schachzug. Viele seiner Soldaten waren zu dem Zeitpunkt bereits Christen. Er selbst betete wohl eher den Sonnengott Sol an. Ihm ist es deshalb auch zu verdanken, dass heute bei uns nicht mehr der Sabbat geheiligt wird, wie bei den Urchristen, sondern der Sonntag.
                  Ich wusste, dass mir irgendwer die lapidare Formulierung vorhalten würde.

                  Natürlich war es Strategie, verzeih dir ungenaue Ausdrucksweise in der Kürze des Textes. -.-

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                  • #10
                    Zitat von Cu Chulainn Beitrag anzeigen
                    Mal ganz abgesehen davon war Caius Julius Caesar kein römischer Kaiser. Der Begriff des Caesaren (von dem sich unser Wort Kaiser ableitet) entstand erst später (ich meine mich richtig zu erinnern, wenn ich Trajan als den ersten Caesaren nenne?).
                    Sich Cäsar genannt haben sich eigentlich schon vor Trajan viele.
                    In der Julianisch-Claudischen Line sowieso und Vespanian, der schon die nachfolge der J-C-Line antratt, hat sich ebenfalls so gennant.

                    Ich meine er trug das sogar als Titel, aber so sicher bin ich mir da nicht...Allerdings sagt Wiki auch, dass der Titel in fraglichen Zeitraum entstand.(Vgl. Hier)
                    "Unterdrücke nie mit Gewalt Überzeugungen, die du für verderblich hälst, sonst unterdrücken diese Überzeugungen dich. " - B. Russell, 10 Gebote eines Liberalen.

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                    • #11
                      Als Anhänger der ehrwürdigen römischen Republik möchte hier gar keinen Caesar nennen, sondern den Diktator Quinctius Cincinnatus, der seine Macht nach getaner Arbeit zurückgab um auf den heimischen Acker zurückzukehren.

                      Bewundernswert wo einem doch in schöner Regelmäßigkeit von demokratischen wie nichdemokratischen Politikern vor Augen geführt wird, wie schwer es ist zum richtigen Zeitpunkt abzutreten.
                      I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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                      • #12
                        Zitat von Army01 Beitrag anzeigen
                        Was haltet ihr von dieser Zeit und den Kaisern?
                        Die Position des Imperators oder Cäsaren war immer inoffiziell, weil die Römer sich vor der Verwendung des Titels "König" scheuten. Letzten Endes bekamen sie damit aber genau das, wovor sie sich fürchteten, nämlich ein instabiles Unrechtssystem. Die Nachfolge auf diese Position war immer ungeregelt, so dass jeder Heerführer mit genügend Männern unter Waffen den Titel beanspruchen konnte. Es sollte einen nachdenklich stimmen, wenn das kaiserliche Rom im Durchschnitt etwa alle sieben Jahre von Krieg erschüttert wurde und sich in den allermeisten Konflikten Römer und Römer gegenüber standen.

                        Als Folge war das Leben als römischer Kaiser äußerst unsicher und bedroht. In einer Aufstellung war mal zu lesen, dass von den ca. 500 Personen, die diese Position wenigstens für ein paar Tage beanspruchten, nur 16 im Bett gestorben seien; und selbst bei denen sei man sich nur bei vieren sicher, dass niemand nachgeholfen habe. Wichtige Positionen innerhalb der Armee wurden oft mit inkompetenten Personen besetzt, aus Furcht, diese würden ansonsten beim Volk beliebt und damit dem Herrscher gefährlich werden. An der germanischen Grenze waren sieben Legionen stationiert, die höchste Militärkonzentration im gesamten Reich. Jeder Kaiser musste darauf achten, dass die einzelnen Kommandeure sich nicht ausstehen konnten und somit möglichst nicht zusammen arbeiten wollten, denn taten sie dies, war es immer eine Bedrohung für Rom. Aufstände wurden schon mal laufen gelassen aus Sorge, ein siegreicher General würde zu berühmt werden.

                        Einschränkungen galten auch für die Wirtschaft. Ein Zusammenschluss von Kaufleuten zur gegenseitigen Absicherung war zu fast allen Zeiten verboten, weil man den Machtanspruch gefährdet sah.

                        Manche Kaiser lebten in so permanenter Angst vor Attentätern, dass sie alle Böden und Säulen in ihren Palästen spiegelblank polieren ließen, um Mörder rechtzeitig sehen zu können. Einige ließen sich Vollbärte wachsen um keinem Barbier die Gelegenheit zu bieten, ihnen die Kehle durchzuschneiden.

                        Wenn Du nach den "besten" Kaisern fragst - und die Frage verstehe ich dahin gehend, dass unter ihrer Herrschaft das Reich gut funktionierte - dann würde ich z.B. Augustus und Hadrian anführen.
                        "En trollmand! Den har en trollmand!"

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                        • #13
                          Auch wenn der Thread schon 6 Jahre alt ist kann man ihn ja wieder aufleben lassen

                          Zitat von Army01 Beitrag anzeigen
                          Was haltet ihr von dieser Zeit und den Kaisern?
                          Die Zeit ansich finde ich interessant aber darin Leben würde ich nicht wollen.

                          Zu den Kaiesern kann ich Liopleurodon nur zustimmen. Jeder Kaiser hat versucht seine Familie nach seinem Tod an der Macht zu halten, z.B. der älteste Sohn. Funktioniert hat das nur in den seltesten Fällen, meisst wurde nach dem Tod des Kaisers auch dessen Nachfolger umgebracht oder der Nachfolger hat sich aus Furcht einem Rivalen angeschlossen. Der eigentliche Nachfolger wurde machmal auch vom Rivalen adoptiert um ihm als Kaiser eine gewisse "Legitimität" zu verleihen.
                          Die Römer sahen sich selbst immer als Republik, deswegen wollten sie keinen Kaiser oder König an der Spitze sehen. Theoretisch hatte der Senat genauso viel Macht wie ein Caesar und hätte geschlossen gegen ihn bzw. seinen Entscheidungen vorgehen können. In der Realität sah das natürlich ganz anderst aus. Viele Senatsmitglieder gehörten, wenn auch nur über 5 Ecken verwand, zur Familie des Kaiser und standen somit in seiner Gunst. Andere Senatoren wurden "gekauft" damit sie keinen Einspruch erheben bzw. immer dem zustimmten was der Kaiser sagte.
                          Aber meisst drehte jeder Senator sein Fähnchen nach dem Wind, je nachdem wer grade die Macht hatte bzw. dabei war sie zu übernehmen.

                          Wer sich gegen den Kaiser offen auflehnte, konnte schnell einen "Unfall" haben oder er wurde, im besten Fall, "befördert". Meisst zum Präfekten einer weit entfernten "primitiven" Provinz und somit auch weit weg von Rom und seinen ganzen Annehmlichkeiten.
                          "noH QapmeH wo' Qaw'lu'chugh yay chavbe'lu' 'ej wo' choqmeH may' DoHlu'chugh lujbe'lu'!"

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