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Castro zieht sich zurück - was wird nun aus Kuba?

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  • Castro zieht sich zurück - was wird nun aus Kuba?

    Fidel Castro: Väterchen Kuba tritt ab - Politik - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

    Ich hoffe für Kuba, dass jetzt freie Wahlen stattfinden werden und die USA Kuba nicht mehr mit einer Blockade belasten muss. Kuba könnte jetzt ein wahres Touristenland werden, eventuell sogar ein Finanzplatz, da ja Lichtenstein gerade schweren Schaden genommen hat
    Just because it is the truth doesn't mean anyone wants to know about it.
    Alle vier Jahre machen die Wähler ihr Kreuz. Und hinterher müssen sie's dann tragen. - Ingrit Berg-Khoshnavaz
    Statt 'Gier' sagen wir 'Profitmaximierung', und schon wird aus der Sünde eine Tugend. - Ulrich Wickert

  • #2
    Ich hoffe für Kuba, dass jetzt freie Wahlen stattfinden werden
    Das hoffe ich auch, aber ich bin nicht sehr zuversichtlich. Gefestigte Machtstrukturen (Raul Castro...) tendieren ja leider dazu, nicht besonders Freiheits- und Demokratiefördernd zu sein...
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    • #3
      Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
      Das hoffe ich auch, aber ich bin nicht sehr zuversichtlich. Gefestigte Machtstrukturen (Raul Castro...) tendieren ja leider dazu, nicht besonders Freiheits- und Demokratiefördernd zu sein...
      Ja aber es wird ja schon davon gesprochen, dass Raul Castro gar nicht mehr so groß in die Regierung einsteigen wird. Er ist auch schon 76 Jahre alt. Derzeit wird der Außenminister hoch gehandelt, welcher wesentlich offener ist.

      Ich glaube es steht und fällt mit den USA. Wenn sie das Embargo, zumindest im Hinblick auf Tourismus lockern, kann Kuba sich gut erholen.
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      • #4
        War ja zu erwarten, dass sich das letzte große Relikt aus dem Kalten Krieg jetzt aus der Politik zurückzieht. Mit Fidel tritt ein ganz großer der Weltbühne ab. Gilt es eigentlich als sicher, dass Raul als sein Nachfolger gewählt wird?

        Zitat von matrix089 Beitrag anzeigen
        Ja aber es wird ja schon davon gesprochen, dass Raul Castro gar nicht mehr so groß in die Regierung einsteigen wird. Er ist auch schon 76 Jahre alt. Derzeit wird der Außenminister hoch gehandelt, welcher wesentlich offener ist.
        Ich denke schon, dass Raul noch ein paar Jahre fähig sein wird, die Regierung zu übernehmen, und wie bisher weitermachen wird. Kann mir nicht vorstellen, dass er freiwillig auf die Macht verzichtet. Interessant wird, wie sich die Generation von Politikern verhält, die die Revolution nicht aktiv miterlebt haben, ich hab ja gelesen, dass der Außenminister (Felipe Perez Roque) auch eher ein Vertreter der jetzigen Politik ist.


        Zitat von matrix089 Beitrag anzeigen
        Ich glaube es steht und fällt mit den USA. Wenn sie das Embargo, zumindest im Hinblick auf Tourismus lockern, kann Kuba sich gut erholen.
        Glaube ich auch, wenn sich die Amis in Sachen Handelsembargo weiterhin so stur stellen wie momentan, werden die Unterstützer der Demokratie auf Kuba sicher keinen besonderen Rückhalt haben in der Bevölkerung. Immerhin haben die kommunistischen Machthaber, seit 50 Jahren das Maximum an Lebensqualität unter den gegebenen Umständen für die Bevölkerung rausgeholt. Außerdem hat man ja in Russland gesehen, was ein übereilter Übergang zum Kapitalismus der Normalbevölkerung bringt, das sollte ein abschreckendes Beispiel sein.
        Völker hört die Signale, auf zum letzten Gefecht,
        die Internationale erkämpft das Menschenrecht


        das geht aber auch so

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        • #5
          Zitat von Mr.Viola Beitrag anzeigen
          Glaube ich auch, wenn sich die Amis in Sachen Handelsembargo weiterhin so stur stellen wie momentan, werden die Unterstützer der Demokratie auf Kuba sicher keinen besonderen Rückhalt haben in der Bevölkerung. Immerhin haben die kommunistischen Machthaber, seit 50 Jahren das Maximum an Lebensqualität unter den gegebenen Umständen für die Bevölkerung rausgeholt. Außerdem hat man ja in Russland gesehen, was ein übereilter Übergang zum Kapitalismus der Normalbevölkerung bringt, das sollte ein abschreckendes Beispiel sein.
          Ich meine das wäre das Beste was jetzt die USA tun könnten, oder? Das Touristenembargo aufheben. Das bringt Devisen und Arbeit. Ganz nebenbei bringt es die Leute näher und sicher auch den Wunsch ein paar (nicht alle) Sachen von den Amis übernehmen zu wollen, wie z.B. freie Wahlen. Wobei sie ja solche Dinge sicher schon von europäischen Touristen kennen.
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          • #6
            Der Mann (Castro) ist ja ne Wucht:

            Nach seiner Erkrankung sei es seine Aufgabe gewesen, das Volk "psychologisch und politisch" auf seine Abwesenheit vorzubereiten.
            "Leute, ihr müßt jetzt stark sein. Papa kann auch nicht für immer für euch sorgen." Wer glaubt deutsche Politiker seien anmaßend... .
            I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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            • #7
              Ja klar ist es das beste, wenn die Amis das Embargo fallen lassen würden. Jetzt wäre eine wunderbare Gelegenheit dafür, immerhin ist ihr langlebigstes politisches Feindbild abgedankt, egal wie die neuen Machtverhältnisse auf Kuba nun aussehen werden, die Amis können einen Schritt auf Kuba zugehen. Spätestens, bis der unterbelichtete Cowboy ausm Weißen Haus rausgeworfen wurde, sollte dies geschehen.
              Nur meine Sorgen sind eben, dass bei einem politischen Wandel die ganzen sozialen Errungenschaften, wo sich jeder Staat der Welt was von Kuba abschauen kann, verloren gehen. Wenn zB ein paar reiche Exil Kubaner die Wirtschaft übernehmen, und nur auf Gewinnmaximierung aus sind.
              Völker hört die Signale, auf zum letzten Gefecht,
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              das geht aber auch so

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              • #8
                Selbst wenn sein jüngerer Bruder nicht übernimmt wird das alles noch viele Jahre brauchen. Der Weg vom Sozialismus zum Kapitalismus ist noch sehr lang, auch wenn sich das verhältnis zu den USA schon mit der Zeit sehr entspannen wird.

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                • #9
                  Ja klar ist es das beste, wenn die Amis das Embargo fallen lassen würden. Jetzt wäre eine wunderbare Gelegenheit dafür, immerhin ist ihr langlebigstes politisches Feindbild abgedankt, egal wie die neuen Machtverhältnisse auf Kuba nun aussehen werden, die Amis können einen Schritt auf Kuba zugehen.
                  Ich glaube nicht, dass das die USA unilateral tun werden. Dazu braucht es wohl erst eine offizielle Ankündigung freier Wahlen sowie Verhandlungen. Ich kann mir aber vorstellen, dass das Embargo darauf bis zu den Wahlen erst gelockert wird und, falls diese demokratischen Standards genügen, schliesslich auch aufgehoben wird.
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                  • #10
                    Zitat von Marvek Beitrag anzeigen
                    Selbst wenn sein jüngerer Bruder nicht übernimmt wird das alles noch viele Jahre brauchen. Der Weg vom Sozialismus zum Kapitalismus ist noch sehr lang, auch wenn sich das Verhältnis zu den USA schon mit der Zeit sehr entspannen wird.
                    Hoffentlich wird es genauso passieren, langsam und Schritt für Schritt. Demokratie und Marktwirtschaft kann man einem Volk nicht über Nacht verordnen, das geht im Regelfall nicht gut. Aber mit einer Amnestie für politische Häftlinge, Schrittweise Verbesserungen bei den Menschenrechten (Folter und Todesstrafe für den Anfang) und einem Gesprächsangebot an die USA wäre ja schon mal ein Weg in die Richtige Richtung eingeschlagen. Insgesamt bin ich aber vorsichtig optimistisch das der kalte Krieg auch auf Kuba endlich beendet wird, das Volk hat definitiv schon viel unter der Kommunistischen Diktatur leiden müssen.

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                    • #11
                      Ich kann mir gut vorstellen, dass Kuba sich nun doch mehr öffnen wird. So gesehen hat es sich doch eh schon geöffnet. Denke da an den Tourismus.

                      Das Ganze hat für mich eher so eine Art "Das Gesicht wahren dabei"-Haltung.

                      Frage mich grade, in welchen dunklen CIA Kellern nun endgültig die Lichter ausgehen und verstaubte Akten bei Seite gelegt werden?
                      "Education is the most powerful weapon which you can use to change the world."Nelson Mandela
                      DEUTSCHE AIDS-HILFE-DRK
                      ÄRZTE OHNE GRENZEN-AMNESTY INTERNATIONAL DEUTSCHLAND

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                      • #12
                        Warum sollten die kubanischen Genossen nach Castros Rückzug aus der aktiven Politik, sich plötzlich dem Kapitalismus verkaufen?

                        Ich würde eher damit rechnen, dass es bald zu einem Generationenwechsel kommen wird, die Partei jedoch im Sattel bleibt.

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                        • #13
                          Du meinst es wird ähnlich wie in China laufen? Öffnung zum Turbokapitalismus, aber mit den diktatorischen Restriktionen?

                          Naja auch eine Möglichkeit. Die Welt hat ja bei China auch schon zugesehen. So ein kleiner Staat fällt dann auch nicht mehr ins Gewicht.
                          Just because it is the truth doesn't mean anyone wants to know about it.
                          Alle vier Jahre machen die Wähler ihr Kreuz. Und hinterher müssen sie's dann tragen. - Ingrit Berg-Khoshnavaz
                          Statt 'Gier' sagen wir 'Profitmaximierung', und schon wird aus der Sünde eine Tugend. - Ulrich Wickert

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                          • #14
                            Schade das Castro zurück tritt, ich dachte immer der würde noch in locker 50 Jahren dort regieren.

                            Auch wenn er seinem Land nicht die Demokrati gebracht, so wurde es dennoch von eine üblen Diktator gerettet. Und das Gesundheits und Schulsystem ist das beste in ganz Lateinamerika. Teilweise sogar besser als bei Kuba's unwichtigen nördlichen Nachbarn wie heißt der noch mal? Das unwichtige Land was Südlich an Kanada grenzt *g*
                            Klimaerwärmung einmal positiv
                            Der deutsche Rechtsstaat in Aktion.

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                            • #15
                              Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass sie in Kuba einfach mit dem Sozialismus weitermachen. Das Volk steht schließlich, im Gegensatz zum Ostblock, hinter dem System.

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