Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Bhutan auf dem Weg zur Demokratie (?)

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Bhutan auf dem Weg zur Demokratie (?)

    Im Himalaya-Staat Bhutan wird heute erstmals ein Parlament gewählt. Der König des Landes hatte die Abstimmung angeordnet. Nach seinem Willen soll die Zeit der absoluten Monarchie in der Region zwischen Indien und China ein Ende haben. Die Aufforderung zum Urnengang löste in der Bevölkerung zunächst wenig Begeisterung aus. Laut Medienberichten ist die Wahlbeteilung jetzt jedoch recht lebhaft.

    Was soll man davon halten? Wirklich der gute, demokratieliebende König, als der er in dem Artikel dargestellt wird, oder haben wir auch hier nur einen faschistischen Nationalisten, der Wahlen nur zulässt, damit das Volk Ruhe gibt? Oder wie so oft irgendwas dazwischen?
    "The only thing we have to fear is fear itself!"

  • #2
    Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
    ... damit das Volk Ruhe gibt?...
    So wie ich das mitbekommen habe ist das Volk sogar skeptisch was die neue Möglichkeit von Wahlen betrifft.
    Von "Aufruhr" habe ich nichts gehört.

    Was in den Nachrichten gesagt wurde, wir Bhutan eine "konstiutionelle Monarchie" nach dem Vorbild Englands. Ob wohl der König? mehr Einfluss haben soll, als es vielleicht die Queen hätte.

    Ich finde es tut gut mal solche News zu hören!
    Just because it is the truth doesn't mean anyone wants to know about it.
    Alle vier Jahre machen die Wähler ihr Kreuz. Und hinterher müssen sie's dann tragen. - Ingrit Berg-Khoshnavaz
    Statt 'Gier' sagen wir 'Profitmaximierung', und schon wird aus der Sünde eine Tugend. - Ulrich Wickert

    Kommentar


    • #3
      Ist auf jeden Fall eine gute, wenn auch ungewöhnliche Nachricht, dass der Monarch selber seine absolute Herrschaft beenden will. Wahrscheinlich ist seine Entscheidung auch beeinflusst worden, dadurch dass die Monarchie in Nepal nach langem Bürgerkrieg abgeschafft wurde, gut für Bhutan dass es da zu keinem Aufstand gekommen ist. Gut dass es jetzt ein Parlament gibt, dass schnell handeln kann, falls dem Monarchen etwas zustößt. Und wenn man bedenkt, dass politische Parteien erst seit dem letzten Jahr zugelassen sind, kann man hoffen dass in den nächsten Jahren auch sozialdemokratische Ströme auftauchen.
      Aber man muss auch berücksichtigen, dass im Land die nepalesische Minderheit noch stark unterdrückt wird, und ihnen praktisch keine Rechte zustehen.

      Aber kurz gesagt, ich finde es toll, dass der Monarch ohne inneren Druck diesen Schritt gewagt hat.
      Völker hört die Signale, auf zum letzten Gefecht,
      die Internationale erkämpft das Menschenrecht


      das geht aber auch so

      Kommentar


      • #4
        Zitat von Mr.Viola Beitrag anzeigen
        Aber kurz gesagt, ich finde es toll, dass der Monarch ohne inneren Druck diesen Schritt gewagt hat.
        Stimme ich zu.

        In Zeiten wie diesen, erscheint ein solches Vorgehen schon wie eine Fata Morgana. Ich hoffe jedenfalls, dass dieser Versuch nicht gleich in den Interessen strippenziehender Hintermänner gleich erstickt wird.
        "Education is the most powerful weapon which you can use to change the world."Nelson Mandela
        DEUTSCHE AIDS-HILFE-DRK
        ÄRZTE OHNE GRENZEN-AMNESTY INTERNATIONAL DEUTSCHLAND

        Kommentar


        • #5
          Immer ruhig mit den jungen Pferden...

          Von 47 Abgeordneten sind 44 Royalisten, die dem König treu und hörig sind. Es geht hier hauptsächlich um einen PR-Gag für das Ausland, denn Bhutan ist auf ausländische Hilfe angewiesen. Das tatsächlich Demokratie in Bhutan ausbricht ist dann doch eher unwahrscheinlich. Es wird sich noch über Jahrzehnte hinziehen, bis wirklich über eine Demokratie im Sinne einer Volkssouveränität gesprochen werden kann.
          Möp!

          Kommentar


          • #6
            Es geht hier hauptsächlich um einen PR-Gag für das Ausland, denn Bhutan ist auf ausländische Hilfe angewiesen.
            Das ist natürlich richtig, aber es zeigt auch, dass dem Herrscher die Lebensbedingungen seines Volkes nicht völlig egal sind.
            Und das ist heute leider nicht sebstverständlich.
            Ein Gramm Wissen wiegt mehr als ein Kilogramm Meinung.

            Kommentar

            Lädt...
            X