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Koksnase Ronald Schill - Sieger PANORAMA und Loser BILD

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  • Koksnase Ronald Schill - Sieger PANORAMA und Loser BILD

    Vorweg eins: Persönlich denke ich, dass das Privatleben eines Politikers zweit- oder sogar drittrangig ist, wenn es seine Arbeit nicht unmittelbar beeinflusst und er gute Arbeit leistet. Meinetwegen können sich Politiker in ihrer Freizeit leisten, was immer sie wollen - solange es nie nicht erpressbar o. ä. macht!

    Angesichts der rundumschlagenden Dementi seitens Herrn Schill vor 6 Jahren, als er auf seine "Leidenschaft für weißen Schnee" angesprochen wurde und die neuerliche Enttarnung (6 Jahre später), dass alles doch wahr war (und ist), enthüllt ihn als Heuchler. Darf man den Konsum von illegalen Rauschmitteln bei Poltikern tolerieren? Meines Erachtens keinesfalls. Nicht nur aus moralischen Gründen, sondern auch weil sich ein Staatsmann nicht mit "maffiatösen Kreisen" einlassen darf. Letzteres ist natürlich Wunschdenken, doch das will ich mal so stehen lassen.

    Letzten Endes war für mich diese neuerliche Enthüllung von Herrn Schills Gewohnheiten ein Glanzpunkt von ehrlichem Journalismus. "Panorama" (ARD) hatte Schill seinerzeit beschuldigt, Schill hatte drastisch alle Vorwürfe zurückgewiesen. Wie mittlerweile jedoch feststeht, hatte er eine zensierte Version seines Haartests vorgelegt.

    Nun, 6 Jahre später, steht "Panorama" nicht mehr als Loser, sondern als Gewinner da. Für mich eine Sternstunde des ehrlichen Journalismus und zugleich eine Abfuhr an den Sensations-Journalismus Marke BILD, die ihr Lager immer dort aufschlägt, aus der die beste Schlagzeile zu schreiben ist. Als Panorama Schill diskreditierte, sprang BILD postwendend mit auf und diskreditierte mit. Als Schill mit seinem "angepassten" Haartest zurückschlug, sprang BILD auch wieder auf und diskreditierte Panorama.

    Nun, ich will hier zu keinem Boykott der BILD-Zeitung aufrufen, denn das bringt ohnehin nichts, da die BILD wohl auch weiterhin sowohl von den Sensationsgeilen wie auch von seinen schärfsten Kritikern gelesen wird, um am Läster-Ball zu bleiben. Doch es beglückt mich, dass es neben BILD auch noch toughe Magazine gibt, die dem journalistischen Ideal treu bleiben (den BILD wahrscheinlich nie so richtig gehabt hat).

    Und nochmal zu Herrn Schill: Wisst ihr, was mich an der Affäre am meisten ängstigt: Dass Herr Schill vor 6 Jahren tatsächlich seine eigene Haarprobe VERFÄLSCHEN und ZENSIEREN konnte, um sein Gesicht zu wahren! Er konnte ein ganzes Volk TÄUSCHEN! Fragt sich, wieviel in der großen Welt der Politik unter den Teppich gekehrt wird. Ich weiß der Vergleich hinkt, aber das Volk von China wird massiv getäuscht. Wir nur ein kleines Bisschen, aber es genügt, um mich (und hoffentlich noch ein paar andere) zu beunruhigen.

  • #2
    Schill hat da gar nichts verfälscht oder zensiert. Er hat halt einfach nur eine Haarprode an ein Institut geschickt, das damals nicht die bestmöglichen Mittel zum Nachweis zur Verfügung hatte. Weiter lässt sich in Haarproden nur schwer ein Gelegenheitskonsum nachweisen.
    Schill hatte damals schließlich auch bewusst die Forderung abgelehnt, eine Haarprode an ein besser ausgerüstetes Labor zu schicken. Dazu zwingen konnte man ihn ebenso nicht.
    »Ich habe nie eine Chance hastig vergeben, sondern lieber gemütlich vertändelt.« - Willi »Ente« Lippens

    Läuft!
    Member der No - Connection

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    • #3
      Wie auch immer. Er hatte die Macht zur Vertuschung. Und sämtliche Medien + 80 Mio. Deutsche mussten ihm glauben.

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      • #4
        Zitat von Sinclair_ Beitrag anzeigen
        Wie auch immer. Er hatte die Macht zur Vertuschung. Und sämtliche Medien + 80 Mio. Deutsche mussten ihm glauben.
        Niemmand musste ihm glauben.

        Schill hatte damals schließlich auch bewusst die Forderung abgelehnt, eine Haarprode an ein besser ausgerüstetes Labor zu schicken. Dazu zwingen konnte man ihn ebenso nicht.
        Wenn es solche Forderungen gegeben hat beweisst es ja das ihm
        wahrscheinlich nicht alle geglaubt haben.

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