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    Durch meinen Thread bzgl. Mittelalter geht mir gerade eine Frage durch den Kopf.

    Soviel ich weis waren Ritter im Grunde Adelige also sozusagen die oberen Zehntausend.
    Gab es früher bei den Rittern auch so eine Art Elitetruppe, also speziell ausgebildete Ritter die besser waren als die *Normalen*?
    Wenn ich mich nicht irre waren zumindest mal die Tempel-Ritter sowas.

  • #2
    Zitat von Atahualpa Beitrag anzeigen
    Gab es früher bei den Rittern auch so eine Art Elitetruppe, also speziell ausgebildete Ritter die besser waren als die *Normalen*?
    Die Ritter waren schon die Elitetruppe. Du musst dir das mal vorstellen: Die hatten Pferde, und manche sogar Rüstungen!

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    • #3
      Zitat von Pyromancer Beitrag anzeigen
      Die Ritter waren schon die Elitetruppe. Du musst dir das mal vorstellen: Die hatten Pferde, und manche sogar Rüstungen!
      Da hat wohl einer einen Clown verschluckt.
      Mir ist schon klar das die Ritter schon mal das bessere waren, ich dachte es gab da noch was.

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      • #4
        Zitat von Atahualpa Beitrag anzeigen
        Da hat wohl einer einen Clown verschluckt.
        Mir ist schon klar das die Ritter schon mal das bessere waren, ich dachte es gab da noch was.
        Es gab fähige und unfähige Ritter, einige Adelige hatten es im späten Mittelalter schwer daher wurden sie Raubritter. Raubritter waren eigentlich nicht besser als Banditen, doch sie beriefen sich auf ihr Recht das ein Adeliger machen konnte wass er wollte. Tempelritter oder Deutschritter waren sicher sehr gut im Umgang mit ihren Waffen geübt, da dies speziele Ritterorden waren welche die Aufgabe hatten Pilger im Heiligen Land zu beschützen.

        Templerorden – Wikipedia

        Deutscher Orden – Wikipedia

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        • #5
          Zitat von Atahualpa Beitrag anzeigen
          Mir ist schon klar das die Ritter schon mal das bessere waren, ich dachte es gab da noch was.
          Ja. Schweizer Pikenhaufen.

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          • #6
            Zitat von Atahualpa Beitrag anzeigen
            Wenn ich mich nicht irre waren zumindest mal die Tempel-Ritter sowas.
            Die Templer waren ein Ritterorden, die genauso wie der Deutsche Orden und der Hospitalorden (auch Johanniterorden genannt, bzw. später dann Malteserorden) während der Kreuzzüge gegründet wurden.

            Ritterorden stellten eine Vereinigung aus Mönchs- und adligem Ritterstand dar und galten in ihrer Zeit durchaus noch mal als eine Steigerung des elitären Status der weltlichen Ritterschaft. Das lag aber auch hauptsächlich darin begründet das die Ritterorden quasi ein stehendes Heer in Zeiten darstellten in denen Heere üblicherweise nur zu Kriegszeiten ausgehoben wurden. Gleichzeitig verfügten sie über einen hohen Ausbildungs- und Trainingsstand, gerade was den Kampf als Einheit anging.

            Der Templerorden wurde Anfang des 14. Jahrhunderts zerschlagen, nachdem seine Mitglieder der Ketzerei angeklagt wurden.

            Der Hospitalorden verlegte nach dem Ende der Kreuzzüge seine Operationsbasis zunächst nach Rhodos und später dann nach Malta (seitdem dann auch Malteserorden). Der Johanniterorden ist quasi die evangelische Abspaltung der Malteser.

            Der Deutsche Orden hingegen verlegte sein Operationsgebiet schon während der Kreuzzüge nach Osteuropa.

            Malteser, Johanniter und Deutscher Orden existieren auch heute noch, allerdings natürlich nicht mehr als Militärorden.

            Zitat von Pyromancer
            Ja. Schweizer Pikenhaufen.
            Das ist richtig.
            Historisch sieht es wohl so aus das berittene Truppen (und nichts anderes sind Ritter schließlich) gegen gut organisierte Fußtruppen keine Chance hatten. Die Schweizer sind ein gutes Beispiel dafür.

            Ein anderes Beispiel ist die Schlacht von Azincourt in der ein hauptsächlich aus Bogenschützen bestehendes englisches Heer der französischen Ritterschaft eine vernichtende Niederlage beibrachte.

            Interessant ist, dass sich der Mythos der Ritter als "Elite" bis heute gehalten hat, obwohl sich schon im Mittelalter zeigte, dass dem eigentlich nicht so war.

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            • #7
              Zitat von helo Beitrag anzeigen
              Das ist richtig.
              Historisch sieht es wohl so aus das berittene Truppen (und nichts anderes sind Ritter schließlich) gegen gut organisierte Fußtruppen keine Chance hatten. Die Schweizer sind ein gutes Beispiel dafür.

              Ein anderes Beispiel ist die Schlacht von Azincourt in der ein hauptsächlich aus Bogenschützen bestehendes englisches Heer der französischen Ritterschaft eine vernichtende Niederlage beibrachte.

              Interessant ist, dass sich der Mythos der Ritter als "Elite" bis heute gehalten hat, obwohl sich schon im Mittelalter zeigte, dass dem eigentlich nicht so war.
              Azincourt ist ein gutes Beispiel dafür, das die gepanzerte Kavallerie als Waffe zu dieser Zeit ausgedient hatte, allerdings muss man dazu auch anmerken, das dies erst zum Ende des Mittelalters passierte. Für den Großteil der Zeit seit Zusammenbruch des römischen Reiches kann man schon sagen, das die Ritter die dominierende Waffe auf dem Schlachtfeld waren, da es nämlich gerade an den organisierten Infanterieverbänden meistens mangelte. Im Regelfall waren das ja Söldner und Zwangsrekrutierte Bauern, die besoffen und ohne jegliche Koordination in die Schlacht gestürmt sind, was natürlich unweigerlich ins Desaster führte, wenn gepanzerte Kavallerie ins Spiel kam.

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              • #8
                Zitat von Kopernikus Beitrag anzeigen
                Azincourt ist ein gutes Beispiel dafür, das die gepanzerte Kavallerie als Waffe zu dieser Zeit ausgedient hatte, allerdings muss man dazu auch anmerken, das dies erst zum Ende des Mittelalters passierte.
                Naja, Azincourt stellte aber auch eine ganz besondere taktische Situation dar. Im offenen Feld hätten die Engländer keine Chance gehabt

                Aber wo wir grad bei England sind. Da gab und gibt es ja den Hosenbandorden ( Hosenbandorden – Wikipedia ) in den kamen nur die angesehensten Ritter. Ob das dann auch die besten sind kann mann natürlich diskutieren.
                "Imagine there's no heaven - It's easy if you try
                No hell below us - Above us only sky
                Imagine all the people Living for today...
                "

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                • #9
                  Zitat von Kopernikus
                  Azincourt ist ein gutes Beispiel dafür, das die gepanzerte Kavallerie als Waffe zu dieser Zeit ausgedient hatte, allerdings muss man dazu auch anmerken, das dies erst zum Ende des Mittelalters passierte. Für den Großteil der Zeit seit Zusammenbruch des römischen Reiches kann man schon sagen, das die Ritter die dominierende Waffe auf dem Schlachtfeld waren, da es nämlich gerade an den organisierten Infanterieverbänden meistens mangelte. Im Regelfall waren das ja Söldner und Zwangsrekrutierte Bauern, die besoffen und ohne jegliche Koordination in die Schlacht gestürmt sind, was natürlich unweigerlich ins Desaster führte, wenn gepanzerte Kavallerie ins Spiel kam.
                  Yep, das trifft es ganz gut. Die Frage ist eben, ob man einen Elite-Status darauf begründen kann gegen schlecht organisierte Gegner zu gewinnen. Ich denke eher nicht.
                  Zitat von Phoenow Beitrag anzeigen
                  Naja, Azincourt stellte aber auch eine ganz besondere taktische Situation dar. Im offenen Feld hätten die Engländer keine Chance gehabt
                  Wobei man sagen muss das die geschickte Wahl des Schlachfeldes die halbe Miete ist. Die Engländer stellten sich so auf das ihre Flanken gedeckt waren und die Franzosen sie nur frontal angreifen konnten, was ihnen angesichts des konzentrierten Beschusses durch die Bogenschützen zum Verhängnis wurde.

                  Solche Dinge waren es die schlachtentscheidend waren. Es gab auch Fälle in der Geschichte in der gegnerische Armeen wochenlang bewußt den Kampf vermieden und sich eine Seite erst zum Kampf stellte, wenn sie meinte ein ideales Schlachtfeld gefunden zu haben. Ob die gegnerische Seite dann darauf einging stand dann allerding nochmal auf einem anderen Blatt.

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                  • #10
                    Zitat von help
                    Historisch sieht es wohl so aus das berittene Truppen (und nichts anderes sind Ritter schließlich) gegen gut organisierte Fußtruppen keine Chance hatten. Die Schweizer sind ein gutes Beispiel dafür.
                    Schwere Reiter waren eine Waffengattung und hatten wie alle Waffengattungen auch ihre Stärken und Schwächen. Wenn man sie richtig eingesetzt hat, konnten sie verheerende Wirkung haben, wenn man sie falsch eingesetzt hat, natürlich nicht. Wenn man Reiter frontal in einem Pikenhaufen treibt, sollte man sich natürlich nicht wundern, wenn sie massakriert wurden, wenn man sie dagegen in die Flanke des Pikenhaufens getrieben hat, sollten sich die Pikeniere nicht wundern, wenn sie massakriert wurden.
                    "Mit dem ersten Glied ist die Kette geschmiedet. Wenn die erste Rede zensiert, der erste Gedanke verboten, die erste Freiheit verweigert wird, dann sind wir alle unwiderruflich gefesselt."
                    -Cpt. Jean-Luc Picard

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                    • #11
                      Zitat von helo Beitrag anzeigen
                      Yep, das trifft es ganz gut. Die Frage ist eben, ob man einen Elite-Status darauf begründen kann gegen schlecht organisierte Gegner zu gewinnen.
                      Auf was willst du denn den Elite-Status begründen, wenn nicht auf bessere Ausbildung, bessere Disziplin und bessere Ausrüstung?

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                      • #12
                        Zitat von Phoenow Beitrag anzeigen
                        Naja, Azincourt stellte aber auch eine ganz besondere taktische Situation dar. Im offenen Feld hätten die Engländer keine Chance gehabt

                        Aber wo wir grad bei England sind. Da gab und gibt es ja den Hosenbandorden ( Hosenbandorden – Wikipedia ) in den kamen nur die angesehensten Ritter. Ob das dann auch die besten sind kann mann natürlich diskutieren.
                        Hosenbandorden?
                        Ich kanne die Übersetzung garnicht, denn wortwötlich müsste der 'Order of the Garter' ja 'Strumpfbandorden' heißen.
                        Aber das war manchen heutzutage wohl zu peinlich
                        Antimon oxidiert zuuuuuu... Antimonoxid

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