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Franz-Josef Strauß

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  • Franz-Josef Strauß

    Mal ein paar Artikel aus der SZ über die aktuelle Debatte wg. FJS bei Madame Tussauds und in der Walhalla:

    FJS-Kult in der CSU - Goppel bremst Strauß-Fans aus - Bayern - sueddeutsche.de

    CSU kämpft für Franz Josef Strauß - Ein Bayer in Walhall - Bayern - sueddeutsche.de

    CSU: Vorstoß für Übervater - Franz Josef Strauß - reif für die Walhalla - Bayern - sueddeutsche.de

    Streit um FJS - ''Verstörende Wortmeldungen'' - Bayern - sueddeutsche.de

    Ich finde es nicht nur absolut erschreckend wie dieser Mann in CSU-Kreisen ohne die geringste Differenzierung in den allerletzten Himmel gelobt wird, sondern irgendwo auch eine Schande für Bayern! Alleine seine Äußerungen zum Putsch in Chile, und was er sich dann beim Staatsbesuch 1977 geleistet hat! Es kann doch nicht sein, dass über solche Schweinereien einfach hinweggesehen wird.
    "The only thing we have to fear is fear itself!"

  • #2
    Also ich kenne mich bei Strauß jetzt nicht wirklich gut aus, was ist denn da in Chile vorgefallen?
    Aber vor allem im konservativen Bayern dürfte das kein wirklicher Aufreger gewesen sein, immerhin stürzte der katholische Pinochet einen Sozialisten, sowas hört man doch in Bayern sehr gerne.
    Und was gibt es allgemein über Strauß zu sagen, ich denke mal dass er auf alle Fälle ein total konservativer Hardliner war, wenn er in der CSU so gelobt wird.
    Völker hört die Signale, auf zum letzten Gefecht,
    die Internationale erkämpft das Menschenrecht


    das geht aber auch so

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    • #3
      Bewundert wird Strauß in CSU-Kreisen hauptsächlich dafür, das er mit all diesen Extratouren tatsächlich durchgekommen ist, bzw. das er sie überlebt hat. Davon können seine Nachfolger ja nur träumen, wenn man sich die bayrische Realpolitik so ansieht, gibt es da immer noch eine Menge Nachahmer.
      Die nachträgliche Glorifizierung von Personen ist ja kein neues Phänomen. Heute hat man hauptsächlich noch seine Verdienste vor Augen (die gibt es ja durchaus), an seine Aussetzer und Bazistücke wird man dagegen nur noch selten erinnert.
      Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
      Dr. Sheldon Lee Cooper

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      • #4
        Zitat von Enas Yorl Beitrag anzeigen
        [...] an seine Aussetzer und Bazistücke wird man dagegen nur noch selten erinnert.
        "Bazistücke" ist gut:

        Zitat von FJS
        Angesichts des Chaos, das in Chile geherrscht hat, erhält das Wort Ordnung für die Chilenen plötzlich wieder einen süßen Klang.
        Putsch in Chile ? Wikipedia

        1977 reiste Strauß nach Chile, wo er sich auch über die damalige Militärdiktatur Augusto Pinochets äußerte. Strauß forderte „weitere Demokratisierung“, was so ausgelegt werden konnte, als wäre Chile unter Pinochet bereits schon in Teilen eine Demokratie. In Santiago de Chile wurde Strauß die Ehrendoktorwürde der Rechtswissenschaft verliehen. Bei dieser Gelegenheit besuchte er die Colonia Dignidad, eine "urchristliche" Kolonie von mehr als 200 Auslandsdeutschen, die damals noch starke persönliche und finanzielle Bindungen nach Bayern hatte. In den 1980er Jahren nahm die deutsche Justiz Ermittlungen gegen den Leiter der Kolonie auf, der aber erst 2005 von der chilenischen Justiz wegen Menschenrechtsverletzungen und Kindesmissbrauch verurteilt wurde.
        Franz Josef Strauß ? Wikipedia
        http://de.wikipedia.org/wiki/Colonia_Dignidad
        "The only thing we have to fear is fear itself!"

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        • #5
          Ach, die Typen hat er auch besucht?

          Das macht sich doch immer gut im Lebenslauf.
          Im Terminkalender stand es vielleicht so: "11:00 Besuch bei Paule, dem alten Kinder..."

          Aber mal ehrlich, die bayerische CSU-Truppe hat doch schon häufig gezeigt, dass sie sich einen Dreck darum scheren, wie der Rest der Republik sie sieht. "Bayern vor Bund" war schon immer ihre Devise.
          Aktuell Stichwort "Pendlerpauschale", Verteilung von DLR-Geldern, u.v.m.

          Das ist FJS nur ein besonderes Highlight gewesen.
          Ever danced with the devil in the pale moonlight?
          -- Thug --

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          • #6
            Zitat von HiroP Beitrag anzeigen
            Aber mal ehrlich, die bayerische CSU-Truppe hat doch schon häufig gezeigt, dass sie sich einen Dreck darum scheren, wie der Rest der Republik sie sieht. "Bayern vor Bund" war schon immer ihre Devise.
            Ich verstehe da den Zusammenhang nicht.
            Zitat von HiroP Beitrag anzeigen
            Aktuell Stichwort "Pendlerpauschale", Verteilung von DLR-Geldern, u.v.m.
            Die Pendlerpauschale würde ja wohl allen zugute kommen, die relativ nahe am Arbeitsort wohnen - und nicht nur Leuten in Bayern.

            Die Abschaffung der Pendlerpauschale war typisch für die Umverteilung der Steuerlast unter Schröder: die Reichen wurden entlastet, während Steuervergünstigungen für die Mehrheit abgeschafft und die Verbrauchssteuern, die bei Leuten mit geringen und mittleren Einkommen relativ stark sich auswirken, erhöht wurden.
            Resistance is fertile
            Für die AGENDA 3010! 30-Stunden-Woche mit vollem Lohnausgleich und 10 Euro gesetzlichem Mindestlohn!
            The only general I like is called strike

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            • #7
              Zitat von Enas Yorl Beitrag anzeigen
              Bewundert wird Strauß in CSU-Kreisen hauptsächlich dafür, das er mit all diesen Extratouren tatsächlich durchgekommen ist, bzw. das er sie überlebt hat. Davon können seine Nachfolger ja nur träumen, wenn man sich die bayrische Realpolitik so ansieht, gibt es da immer noch eine Menge Nachahmer.
              In Bayern am Land gilt wer sich so verhält als "richtiger Mann" und Respektsperson. Da gibts heute noch Leute mit X Vorstrafen wegen Köperverletzung wegen Wirtshausschlägereien die das scheinbar eher für ein Kulturgut als für eine Straftat halten. Ich hatte mal so einen Chef, haha..... Weil der "gstandne" Bayer wäre selbst gerne so wie FJS. Also auch wer populistische bis rechte Reden in Bierzelten schwingt, die Gesetze biegt, ständig Mengen Bier vertilgt, die Lederhose hochhält...

              Da ist der Bayer dem Italiener mit Berluskoni und Mafia ggf. näher als dem Hamburger oder Berliner...

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              • #8
                Zitat von max Beitrag anzeigen
                Ich verstehe da den Zusammenhang nicht.

                Die Pendlerpauschale würde ja wohl allen zugute kommen, die relativ nahe am Arbeitsort wohnen - und nicht nur Leuten in Bayern.
                2009 wird in Bayern gewählt. Das ist der Zusammenhang. Die haben schon Wahlkampf und im Wahlkampf verspricht man viiiiele schöne Dinge.
                Ever danced with the devil in the pale moonlight?
                -- Thug --

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                • #9
                  Zitat von max Beitrag anzeigen
                  Die Pendlerpauschale würde ja wohl allen zugute kommen, die relativ nahe am Arbeitsort wohnen - und nicht nur Leuten in Bayern.

                  Die Abschaffung der Pendlerpauschale war typisch für die Umverteilung der Steuerlast unter Schröder: die Reichen wurden entlastet, während Steuervergünstigungen für die Mehrheit abgeschafft und die Verbrauchssteuern, die bei Leuten mit geringen und mittleren Einkommen relativ stark sich auswirken, erhöht wurden.
                  1. Würde die alte Pendlerpauschale auch jenen zugute kommen, die weiter weg wohnen vom Arbeitsplatz.
                  2. Wurde die Pauschale nicht unter Schröder gekürzt, sondern erst unter Merkel. Oder wollte der Gerd da auch schon kürzen?

                  Zitat von HiroP Beitrag anzeigen
                  2009 wird in Bayern gewählt.
                  2008.
                  "The only thing we have to fear is fear itself!"

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                  • #10
                    Ich finde Strauß war einer der ganz großen in der Politik, der im Gegensatz zu seinem 'Nachfolger' Stoiber nicht nur sein Bayern gesehen hat. Strauß hatte einigen Anteil an der Deutschen Wiedervereinigung. Er hat eben kein Blatt vor den Mund genommen, was ihn sympathischer macht als die meisten anderen Politiker.

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                    • #11
                      Zitat von Degra Beitrag anzeigen
                      Ich finde Strauß war einer der ganz großen in der Politik, der im Gegensatz zu seinem 'Nachfolger' Stoiber nicht nur sein Bayern gesehen hat.
                      Stimmt, er hat auch immer schön Ausschau gehalten, mit welchen antidemokratischen Diktaturen sich noch Geschäfte machen lassen. So eine Weitsicht konnte man von Stoiber nicht erwarten.

                      Und was genau hat Strauß noch gleich zur Wiedervereinigung (Die zwei Jahre nach seinem Tod vollzogen wurde) beigetragen, außer 3 Mrd DM Spende für das DDR-Regime?
                      "The only thing we have to fear is fear itself!"

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                      • #12
                        Zitat von HiroP
                        2009 wird in Bayern gewählt. Das ist der Zusammenhang. Die haben schon Wahlkampf und im Wahlkampf verspricht man viiiiele schöne Dinge.
                        Ich sehe da immer noch keinen Zusammenhang zu deiner Aussage.

                        Natürlich ist das Populismus, weil es grundlegend nichts ändert. Es ist gerade etwas mehr als ein Symbol, um die Massnahmen zuungunsten der "Arbeitnehmer" der letzten Jahre rückgängig zu machen - während tatsächlich auch die CSU an dieser Politik zulasten der "Arbeitnehmer" und zugunsten der Reichen festhält.

                        Aber es ist trotzdem eine Massnahme, die a) natürlich finanzierbar ist und b) natürlich die Mehrheit zugute käme.


                        Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
                        Und was genau hat Strauß noch gleich zur Wiedervereinigung (Die zwei Jahre nach seinem Tod vollzogen wurde) beigetragen, außer 3 Mrd DM Spende für das DDR-Regime?
                        Das würde mich auch interessieren. Strauß hat versucht das DDR-Regime zu stabilisieren. Es wäre interessant, wie sich dies seine Anhänger erklären, die ja genauso Antikommunismus zum Leitmotiv erklärt haben.
                        Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
                        1. Würde die alte Pendlerpauschale auch jenen zugute kommen, die weiter weg wohnen vom Arbeitsplatz.
                        Momentan kann man doch noch die Kosten ab 20 km absetzen oder?
                        Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
                        2. Wurde die Pauschale nicht unter Schröder gekürzt, sondern erst unter Merkel. Oder wollte der Gerd da auch schon kürzen?
                        Diese Kürzung wurde laut Wikipedia am 1.1.2007 abgeschafft, aber schon zuvor unter Schröder geplant. Da gab es doch diese Kommission zur Abschaffung von Steuerschlupflöchern oder so ähnlich. Gekürzt wurde die Pendlerpauschale auf jeden Fall unter Schröder 2001 und 2004 - also zur gleichen Zeit, als es für die Reichen und Großkonzerne gewaltige Steuersenkungen gab.
                        Resistance is fertile
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                        • #13
                          Zitat von max Beitrag anzeigen
                          Momentan kann man doch noch die Kosten ab 20 km absetzen oder?
                          Also ich habe das immer so verstanden, dass man ab dem 21. Kilometer subventioniert wird. Wer also 25 Km zur Arbeit hat, bekommt die letzten fünf subventioniert. Es profitieren also sowohl derjenige, der nur zehn Km zur Arbeit hat, als auch der, der 21+ hat.
                          "The only thing we have to fear is fear itself!"

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                          • #14
                            Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
                            Also ich habe das immer so verstanden, dass man ab dem 21. Kilometer subventioniert wird. Wer also 25 Km zur Arbeit hat, bekommt die letzten fünf subventioniert. Es profitieren also sowohl derjenige, der nur zehn Km zur Arbeit hat, als auch der, der 21+ hat.
                            Stimmt. Bisher wurden ja nur Leute subventioniert, die die Gegend zersiedeln. Aber selbst diese würden mehr bekommen, wenn die ersten 20 km wieder abgesetzt werden können.

                            Wobei es hier ja um Kosten geht, die notwendig sind, um überhaupt zur Arbeit zu kommen. Also schon sehr seltsam, dass man diese nicht anrechnen kann - während sogenannte "Unternehmer" natürlich ihre Kosten (inkl. derer, die nur auf dem Papier existieren) abziehen können.
                            Resistance is fertile
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