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Indische Unabhängigkeit

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  • Indische Unabhängigkeit

    Zitat von Admiral Ahmose Beitrag anzeigen
    Gandhi brachte Indien die Freiheit vor den Engländern, aber auch die Zersplitterung des Subkontinentes in vier Staaten. Zudem befreite er Indien nicht über Nacht. Das dauerte viele Jahre und brachte große Härten und Strapazen für die Inder mit sich.
    Öh, kleiner fachlicher Einwand: Ich komme bei der Teilung Britisch-Indiens nur auf zwei Staaten. Längerfristig gesehen könnte man sogar drei sagen, aber vier?
    Möp!

  • #2
    Zitat von Cu Chulainn Beitrag anzeigen
    Öh, kleiner fachlicher Einwand: Ich komme bei der Teilung Britisch-Indiens nur auf zwei Staaten. Längerfristig gesehen könnte man sogar drei sagen, aber vier?

    Wieso "längerfristig"? Wir leben nun mal 2008 und heute sind es im "indischen" Gebiet von nach 1937 drei Staaten. Das ist eine direkte Folge von der Unabhängigkeit, auch wenn dafür nicht Gandhi allein verantwortlich war.

    Auf dem "indischen" Gebiet von vor 1937 liegen heute sogar fünf Staaten, nämlich Indien, Pakistan, Bangladesh, Birma und der Jemen. Wobei ich den Jemen schon weggelassen habe, aus hoffentlich offensichtlichen Gründen.
    Ein kleines Land kann nicht mit einem großen wetteifern, wenige nicht mit vielen; die Schwachen nicht mit den Starken.

    - Mencius

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    • #3
      Zitat von Admiral Ahmose Beitrag anzeigen
      Ja, klar ...


      Dem Zusammenbruch der Sowjetunion gingen jahrzehntelange Misswirtschaft und Unterdrückung voraus.
      Jepp, aber das Problem hatte China auch mal...

      Gruß, succo
      Ich blogge über Blogger, die über Blogger bloggen.

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      • #4
        Zitat von Admiral Ahmose Beitrag anzeigen
        Wieso "längerfristig"? Wir leben nun mal 2008 und heute sind es im "indischen" Gebiet von nach 1937 drei Staaten. Das ist eine direkte Folge von der Unabhängigkeit, auch wenn dafür nicht Gandhi allein verantwortlich war.

        Auf dem "indischen" Gebiet von vor 1937 liegen heute sogar fünf Staaten, nämlich Indien, Pakistan, Bangladesh, Birma und der Jemen. Wobei ich den Jemen schon weggelassen habe, aus hoffentlich offensichtlichen Gründen.
        Jaja, wenn aber auf die Partition 1947 angespielt wird, sollte man auch diesen Zeitraum berücksichtigen. Zwar lässt sich Bangladesh durchaus als Spätfolge der Partition sehen. Birma und Jemen habe aber damit nichts zu tun.
        Möp!

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        • #5
          Zitat von Admiral Ahmose Beitrag anzeigen
          So sehr pleite war GB nun auch wieder nicht und die indische Unabhängigkeitsbewegung war stetig am wachsen. Indien wäre so oder so nicht mehr lange Kronkolonie geblieben. Das der zweite Weltkrieg diese Sache (und so manches anderes) drastisch beschleunigt hat, steht ja nicht zur Debatte.

          Fakt ist aber: Indiens Unabhängigkeit kam weder über Nacht noch fiel sie vom Heiteren Himmel herunter. Und mit der Unabhängigkeit kamen auch nationale, ethnische, religiöse und nationalistische Ideen und Leidenschaften auf, die nicht mal Gandhi bändigen konnte.
          Die übereilte Unabhängigkeit Indiens ist eine direkte Folge des 2. WK. Das Empire war nicht mehr in der Lage die Verwaltung eines der damals wie heute bevölkerungsreichsten Räume der Welt zu finanzieren.
          Indien hatte ja schon bereits seit dem "Government of India Act" eine gewisse Autonomie und wäre vielleicht in dieser Situation verblieben.

          Auch die Partition ist eine direkte Folge dieser übereilten Unabhängkeit. Jinnah drängte, und Attlee wollte die Kolonie "loswerden". Ein längerer Zeitraum hätte eine Reorganisation der Presidencies ermöglicht oder zumindest das Modell einer Konfäderation wäre möglich geworden. Da die Briten sich aber quasi "über Nacht" zurückziehen wollten, war die Teilung unausweichlich.

          Weiterhin sind die Probleme in religiöser und ethnischer Hinsicht ein Werk der Kolonialmacht, die durch ihr Motto "Teile und herrsche" viele Konflikte erst schuf.
          Möp!

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          • #6
            Zitat von Cu Chulainn Beitrag anzeigen
            ... Weiterhin sind die Probleme in religiöser und ethnischer Hinsicht ein Werk der Kolonialmacht, die durch ihr Motto "Teile und herrsche" viele Konflikte erst schuf.
            Das soll hier nicht zu sehr offtopic werden. Immerhin gehts um eine Weltregierung. Hier im Thread, nicht durch dich, wurde behauptet Indiens Unabhängigkeit wäre sozusagen über Nacht vom heiteren Himmel gefallen. Das ist falsch und dagegen habe ich mich gewandt.

            Natürlich haben die Briten die Devise des "Teile und herrsche" ausgiebig angewandt. Aber an den religiösen und ethnischen Problemen sind sie nicht schuld. Sie haben diese weder hervorgerufen noch sie in besonderer Art und Weise gefördert.

            Wenn sonst noch Interessen an einer Indien-Diskussion besteht, dann bitte in einem eigenen Thread.
            Ein kleines Land kann nicht mit einem großen wetteifern, wenige nicht mit vielen; die Schwachen nicht mit den Starken.

            - Mencius

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            • #7
              Nur ums schnell zusammenzufassen: die indische Unabhängigkeit ist quasi aus dem Himmel gefallen
              Möp!

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              • #8
                Nein, sie war ein zwangsläufiger Prozess.

                Ein kleines Land kann nicht mit einem großen wetteifern, wenige nicht mit vielen; die Schwachen nicht mit den Starken.

                - Mencius

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                • #9
                  Zitat von Admiral Ahmose Beitrag anzeigen
                  Nein, sie war ein zwangsläufiger Prozess.

                  Reden wir über die Unabhängigkeit Indiens als solche oder die konkrete Unabhängigkeit am 15.8. 1947?

                  Abgesehen davon: Natürlich war sie ein zwangsläufiger Prozess, sonst wäre Indien heute nicht unabhängig.
                  Möp!

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                  • #10
                    Zitat von Cu Chulainn Beitrag anzeigen
                    Reden wir über die Unabhängigkeit Indiens als solche oder die konkrete Unabhängigkeit am 15.8. 1947?

                    Abgesehen davon: Natürlich war sie ein zwangsläufiger Prozess, sonst wäre Indien heute nicht unabhängig.

                    Eigentlich gings um Gandhi und das er angeblich die Unabhängigkeit über Nacht herbeigeführt hätte. Das stand im Zusammenhang das auch eine Weltregierung, die alle mögen und die gut funktioniert, quasi über Nacht herbeigeführt werden könnte.

                    LoneLee meinte das fast alles aus heiterem Himmel möglich sei. Leider beteiligt er sich nicht mehr an der Diskussion.
                    Ein kleines Land kann nicht mit einem großen wetteifern, wenige nicht mit vielen; die Schwachen nicht mit den Starken.

                    - Mencius

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                    • #11
                      Zitat von Admiral Ahmose Beitrag anzeigen
                      Eigentlich gings um Gandhi und das er angeblich die Unabhängigkeit über Nacht herbeigeführt hätte. Das stand im Zusammenhang das auch eine Weltregierung, die alle mögen und die gut funktioniert, quasi über Nacht herbeigeführt werden könnte.

                      LoneLee meinte das fast alles aus heiterem Himmel möglich sei. Leider beteiligt er sich nicht mehr an der Diskussion.
                      Ja, das habe ich auch mitbekommen. Mein Punkt war ja deswegen auch: Indiens Unabhängigkeit kam "aus heiterem Himmel" (natürlich ist das ganz furchtbar ungenau), wenn auch Gandhi nicht besonders viel Einfluss dabei hatte.
                      Möp!

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                      • #12
                        Zitat von Cu Chulainn Beitrag anzeigen
                        Ja, das habe ich auch mitbekommen. Mein Punkt war ja deswegen auch: Indiens Unabhängigkeit kam "aus heiterem Himmel" (natürlich ist das ganz furchtbar ungenau), wenn auch Gandhi nicht besonders viel Einfluss dabei hatte.

                        Gandhi begann 1942 seine "Non-Cooperation-Kampagne", der WWII endete 1945, Nehru gründete das erste nat. Kabinett 1946 (damit besaß der engl. Gouverneur keine Machtbefugnisse mehr) und die volle Unabhängigkeit kam 1947.

                        Das war alles andere als "aus heiterem Himmel".
                        Ein kleines Land kann nicht mit einem großen wetteifern, wenige nicht mit vielen; die Schwachen nicht mit den Starken.

                        - Mencius

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                        • #13
                          Zitat von Admiral Ahmose Beitrag anzeigen
                          Gandhi begann 1942 seine "Non-Cooperation-Kampagne", der WWII endete 1945, Nehru gründete das erste nat. Kabinett 1946 (damit besaß der engl. Gouverneur keine Machtbefugnisse mehr) und die volle Unabhängigkeit kam 1947.

                          Das war alles andere als "aus heiterem Himmel".
                          Wenn man danach geht kann man ja sogar die Mutiny von 1857 als erstes Ereignis auf dem Weg in Indiens unabhängkeit sehen...

                          Weder die gescheiterte Cripps-Mission noch Gandhis Non-Cooperation Movement waren entscheidene Faktoren für die plötzliche Unabhängigkeit 1947, sondern Premier Attlees Entkolonalisierungspolitik und der 2. WK. Eine Unabhängigikeit 1947 war überraschend und kam aus heiterm Himmel, das ist nunmal Fakt. (Natürlich kam sie nicht über Nacht aber in historischen Zeiträumen kann man so nicht argumentieren).

                          Ich behaupte ja nirgends, dass es niemals zur Unabhängkeit Indiens gekommen wäre ohne den 2. WK, sondern nur, dass dadurch der Prozess immens beschleunigt wurde.
                          Möp!

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                          • #14
                            Zitat von Cu Chulainn Beitrag anzeigen
                            Wenn man danach geht kann man ja sogar die Mutiny von 1857 als erstes Ereignis auf dem Weg in Indiens unabhängkeit sehen...

                            Weder die gescheiterte Cripps-Mission noch Gandhis Non-Cooperation Movement waren entscheidene Faktoren für die plötzliche Unabhängigkeit 1947, sondern Premier Attlees Entkolonalisierungspolitik und der 2. WK. Eine Unabhängigikeit 1947 war überraschend und kam aus heiterm Himmel, das ist nunmal Fakt. (Natürlich kam sie nicht über Nacht aber in historischen Zeiträumen kann man so nicht argumentieren).

                            Ich behaupte ja nirgends, dass es niemals zur Unabhängkeit Indiens gekommen wäre ohne den 2. WK, sondern nur, dass dadurch der Prozess immens beschleunigt wurde.
                            Stimmt durch den WWK2 ist lediglich Großbritanien in den 40gern Pleite gewesen und das hat die sache imens beschleunigt, der Prozess begann schon 1926 als die Dominions als autonome Staaten anerkannt wurden.
                            Ein Tropfen kann einen Ozean zum überlaufen bringen.
                            "Der ELch, der saß still lächelnd da,
                            der Wald um ihn her zerschoßen war.

                            Ein bisschen Güte von Mensch zu Mensch ist besser als alle Liebe zur Menschheit!

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                            • #15
                              Seit 1916 der INC und die Muslimliga die Unabhängigkeit forderten (Lucknow-Pakt), und dies die brit. Reg. 1917 bestätigten, war klar das Indien selbstständig werden würde. Seit dann Gandhi 1919/20 begann Druck zu machen, war klar das es kein Zurück geben würde.

                              Mit Nehrus Kabinett 1946 war Indien praktisch und faktisch als Staat existent. Es fehlten nur noch die äußeren Formen einen unabhängigen Staates und natürlich die internat. Anerkennung. Aber was da dann 1947 aus heiterem Himmel gekommen sein soll, erschließt sich mir nicht.

                              Sicher ist der 15. August 1947 am Ende ein willkürliches Datum. Es hätte auch drei Monate früher oder zehn Monate später sein können. Oder auch zwei Jahre später.

                              Der Weg zur Unabhängigkeit war sehr lang und aus heiterem Himmel kam da gar nichts.
                              Ein kleines Land kann nicht mit einem großen wetteifern, wenige nicht mit vielen; die Schwachen nicht mit den Starken.

                              - Mencius

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