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Atheistische Bus-Kampagne

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  • Atheistische Bus-Kampagne

    Ich wollte mal diese Aktion zur Diskussion stellen:

    Helpedia - buskampagne.de - die säkulare Werbekampagne in Deutschland

    In England und anderen europäischen Ländern waren ähnlich Initiativen (gefördert von Richard Dawkins) recht erfolgreich. Die Aktion versteht sich als - nicht ganz ernst gemeinte - Kompensation der ewigen Bibelwerbung in Bussen, Bahnen, Zeitschriften etc.

    Trotz des eher humorvollen Charakters hat die Kampagne in Spanien offenbar für einige Empörung gesorgt:

    GlaubeAktuell: Nachrichten - Glaube,Liebe,Hoffnung

    Was meint ihr? Ein Missbrauch der Meinungsfreiheit? Oder doch eher ein harmloser Jux?

  • #2
    Bei uns in der Schweiz kam die Freidenkervereinigung mit dem Projekt.

    Au Backe, das gab vielleicht Ärger... Im Kanton Luzern haben irgendwelche hirnamputierten christlichen Fundis den Städtischen Verkehrsbetrieben mit Brandanschlägen auf Busse gedroht.

    Die meisten ÖVs haben (imo feige) abgewunken, entweder mit der Begründung: 'man wolle keine religiösen Gefühle verletzen' oder (schon stichhaltiger) mit der Erklärung man mache generell keine Werbung mit religiösen Themen.

    Ich persönlich find die Idee gut.
    Understanding the scope of the problem is the first step on the path to true panic.

    - Florance Ambrose

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    • #3
      Also ich erlaube mir mal die "Sloagens" aus dem Artikel hier zu zitieren damit sie nicht jeder suchen muss:

      A: GOTTLOS GLÜCKLICH.
      ... Ein erfülltes Leben braucht keinen Glauben.
      ... Werte sind menschlich. Auf uns kommt es an.
      ... Aufklärung heißt, Verantwortung übernehmen.

      B: GOTT IST EINE BEHAUPTUNG.
      ... Menschenrechte sind real. Auf uns kommt es an.

      C: ES GIBT (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) KEINEN GOTT.
      ... Ein erfülltes Leben braucht keinen Glauben.
      ... Werte sind menschlich. Auf uns kommt es an.
      ... Aufklärung heißt, Verantwortung übernehmen.


      Inhaltlich spiegeln sie im übrigen meine Persönlcihe meinung im grossen und ganzen wieder.

      Und selbst wenn nicht: Religionsfreiheit wird hier an sich nicht missbraucht. Formell gesehen bedeutet Religionsfreiheit das jeder für sich zuhause glauben kann was er will. Technisch gesehen, selbst wenn anders umgesetzt bedingt das weder das recht kopftücher zu tragen noch kreuze in öffentlichen gebäuden aufzuhängen noch sonstwas es bedeutet nur das jeder selbst entscheiden kann was er glaubt (was das gesetzt grundsätzlich recht überflüssig macht: Man kann einen Menschen zwingen zu behaupten etwas zu glauben aber den glauben selbst kann man nicht erzwingen)

      Aber nunja, die rechtssprechung setzt es anders um.
      Allerdings: Glaubensfreiheit bedeutet auch das man NICHT GLAUBEN DARF. Im Sinne des Artikel 3 des Grundgesetzes ist es völlig klar, das wenn der Kirche bzw den Christen (sowie Muslimen ect) erlaubt ist werbung für ihren glauben zu machen muss es auch legitim sein Werbung für das Nichtglauben zu machen.

      Und in anbetracht der Tatsache das im Namen gottes, (ob er nun Allah oder Jehova oder einfach Gott heisst) überall auf der Welt Menschen getötet gefoltert und gequält wurden und werden.

      Darauf aufmerksam zu machen das man vielleicht den menschen an sich und seine lebensqualität im Sinne der Menschenrechte über den glauben an einen vielleicht vorhandenen Gott stellen sollte ist in meinen Augen 100% richtig.

      Mal andersrum: Warum sollte ein "positiver" oder "guter" gott die Menschen schaffen um sie dann in seinem Namen leiden zu sehen?
      Ich bin wie ein Hund, der Autos nachjagt! Ich wüsste gar nicht, was ich tun würde, wenn ich mal eins erwische...

      http://www.youtube.com/watch?v=R9JRm3iQQak

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      • #4
        Zitat von DarthRevan Beitrag anzeigen
        Mal andersrum: Warum sollte ein "positiver" oder "guter" gott die Menschen schaffen um sie dann in seinem Namen leiden zu sehen?
        Das Leiden ist doch selbsverständlich der Test, ob du wirklich gläubig bist und dann später mal in den Himmel darfst.

        Die Spanier mit ihrem Gerede von einem Missbrauch der Religionsfreiheit sind ja mal wirklich lächerlich. Irgendwie habe ich da den Verdacht, dass es bei denen mit den Mitgliederzahlen bergab geht und man jetzt Angst hat, dass sich das noch beschleunigen könnte.
        When I get sad, I stop being sad, and be AWESOME instead. True story.

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        • #5
          Zitat von DarthRevan Beitrag anzeigen
          ... Menschenrechte sind real. Auf uns kommt es an. ...
          LOL ... ja, ja ... ... Sieht man ja, wie real Menschenrechte sind.


          Zitat von DarthRevan Beitrag anzeigen
          ... muss es auch legitim sein Werbung für das Nichtglauben zu machen. ...
          Unsinn. Ich will im Bus (oder Straßenbahn oder Zug oder sonstwo) so was nicht sehen (Bibel oder Koranwerbung genausowenig). Wer für Glauben oder Nichtglauben oder sonstiges religiöses oder antireligiöses Zeug Werbung machen will, der soll sich gefälligst vom Straßenverkehr fernhalten.

          Wer sich so ein Schwachsinnsplakat ansehen will, der soll es gefälligst in sein Kämmerlein hängen. Gleich daneben kann er dann eins von den Zeugen Jehovas und daneben eins von den Islamisten hängen. Dann hat er alle bescheuerten Eiferer beieinander.

          Und wenn es die Macher dieser Werbung nicht "ganz so ernst" meinen, dann sollen sie bleiben wo der Pfeffer wächst. Wir haben schon genug Schwachsinns-TV. Da brauchen wir nicht noch Schwachsinns-Plakate.
          Ein kleines Land kann nicht mit einem großen wetteifern, wenige nicht mit vielen; die Schwachen nicht mit den Starken.

          - Mencius

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          • #6
            Zitat von Admiral Ahmose Beitrag anzeigen
            Da brauchen wir nicht noch Schwachsinns-Plakate.
            Mit Schwachsinn hat das nichts zu tun. Höchstens mit Outing in einem gewissen Sinne.

            Nicht-Gläubige werden bei uns bisher kaum wahrgenommen, sie haben keine Lobby und ihre Gefühle & Überzeugungen werden bisher noch gekonnt ignoriert, während die Gläubigen bekanntermaßen eine sehr große Lobby haben - sie haben sogar Terrorschwadrone - und alle Städte zukleistern mit religiösen Symbolen.
            Gestern erst "musste" ich Werbung für den Deutschen Evangelischen Kirchentag sehen. Dannn sollte etwas Werbung für Dinge von Bedeutung auch nicht so schlimm sein.

            Diese Kampagnen sollen ja hauptsächlich bewusst machen, dass es noch andere Menschen neben den Religiösen Fundamentalisten und religiösen Gewohnheitstätern gibt, um u.a. eine Lobby für Nicht-Gläubige zu schaffen.

            Werbung für Religion & Co. ist im öffentlichen Raum völlig normal und akzeptiert, also sehe ich kein Problem mit Werbung für Verantwortung, Menschenrechte, Aufklärung und ein glückliches Leben. Wer ein Problem mit den von DarthRevan aufgezählten Sprüchen hat, ist doch etwas arg überempfindlich.

            Schade, dass ich solche Kampagnen noch nicht in Deutschland gesehen habe. Das würde den Kirchen den Todesstoß versetzen.
            Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
            Makes perfect sense.

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            • #7
              Zitat von Admiral Ahmose Beitrag anzeigen
              Unsinn. Ich will im Bus (oder Straßenbahn oder Zug oder sonstwo) so was nicht sehen (Bibel oder Koranwerbung genausowenig). Wer für Glauben oder Nichtglauben oder sonstiges religiöses oder antireligiöses Zeug Werbung machen will, der soll sich gefälligst vom Straßenverkehr fernhalten.

              Wer sich so ein Schwachsinnsplakat ansehen will, der soll es gefälligst in sein Kämmerlein hängen. Gleich daneben kann er dann eins von den Zeugen Jehovas und daneben eins von den Islamisten hängen. Dann hat er alle bescheuerten Eiferer beieinander.

              Und wenn es die Macher dieser Werbung nicht "ganz so ernst" meinen, dann sollen sie bleiben wo der Pfeffer wächst. Wir haben schon genug Schwachsinns-TV. Da brauchen wir nicht noch Schwachsinns-Plakate.
              Das sehe ich etwas ander, denn in Zeiten, wo sich z.B. der Kreationismus auch in Europa immer weiter ausbreitet, ist es absolut notwendig, dass auch öffentlich gegen religiöse Spinnereien angegangen wird. Die Intelligent Design Spinner gehen ja ganz gezielt an die Kinder, die sich da noch nicht im nötigen Maß dagegen wehren können, und wenn man da eben nicht aufpasst, dann haben wir den Dreck bald wirklich noch im Bio-Unterricht. Und da auch in europäischen Ländern nurnoch 50-60% die Evolutionstheorie für wahr halten, wird es o langsam bedenklich.
              When I get sad, I stop being sad, and be AWESOME instead. True story.

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              • #8
                Zitat von Makrovirus Beitrag anzeigen
                Die Spanier mit ihrem Gerede von einem Missbrauch der Religionsfreiheit sind ja mal wirklich lächerlich.
                Wie wahr. Wer Religionsfreiheit so auslegt, dass ein Religionsangehöriger ein Recht habe, von negativen Äußerungen gegenüber seiner Religion frei zu sein, der hat echt ein Problem.

                Wie bedenklich solche Aussagen sind wird klar, wenn man sie in den politischen Raum verlegt. Ein Kandidat, der seinen Gegner beim Verfassunggerecht anzeigt, weil der ihm im Wahlkampf als Sozialisten, politisches Leichtgewicht oder ähnliches bezeichnet hat, und das damit begründet, dass Meinungsfreiheit bedeute, dass die eigene Meinung bitte frei von Kritik zu halten sei- dem würde man zu Recht Probleme attestieren, grundlegende Prinzipien einer freiheitlichen Gesellschaft zu verstehen.

                Nette Kampagne- gerne auch in Deutschland!
                I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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                • #9
                  Ich muss gestehen, dass mir im öffentlichen Raum weder kirchliche (außer in den Schaukästen der Kirchen und alle paar Jahre mal ein Plakat für den Kirchentag, der ja auch nciht kirchlich ist) noch religiöse Werbung aufgefallen ist. Warum dann jetzt also nicht-Gläubige auf einmal unbedingt Werbung brauchen, verstehe ich nicht so ganz.

                  Was mich hier nun wieder nervt ist die Darstellungsweise: Alle Religionen, Kirchen usw. sind rückständig. Ein Leben ohne Religion sei viel intelligenter.
                  Das ist auch nicht die feine Art.

                  Von der Seite:

                  Das Leben ohne einen Gott kann eine Bereicherung sein: Angstfrei, selbstbestimmt, bewusst, tolerant und frei von Diskriminierungen.

                  Das ist alle swunderbar im Glauben enthalten.
                  Wash: "Psychic, though? That sounds like something out of science fiction."
                  Zoe: "We live in a spaceship, dear."
                  Wash: "So?"

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                  • #10
                    Nicht-Gläubige werden bei uns bisher kaum wahrgenommen, sie haben keine Lobby und ihre Gefühle & Überzeugungen werden bisher noch gekonnt ignoriert, während die Gläubigen bekanntermaßen eine sehr große Lobby haben - sie haben sogar Terrorschwadrone - und alle Städte zukleistern mit religiösen Symbolen.
                    Nicht-Gläubige sind ja auch keine Religion.

                    Nicht-Faschisten und Nicht-Kommunisten und Nicht-Umweltschützer und Nicht-Menschenrechter werden ja solange sie nicht für irgendetwas sind auch im Gegensatz zu ihren Gegenstücken kaum wahrgenommen. Wenn die Welt etwas nicht braucht, dann sind es "Ich bin kein [Platzhalter]"-Lobbies. Mir reichen schon die Lobbies, die für irgendetwas sind.

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                    • #11
                      Zitat von newman Beitrag anzeigen
                      Nicht-Gläubige sind ja auch keine Religion.

                      Nicht-Faschisten und Nicht-Kommunisten und Nicht-Umweltschützer und Nicht-Menschenrechter werden ja solange sie nicht für irgendetwas sind auch im Gegensatz zu ihren Gegenstücken kaum wahrgenommen. Wenn die Welt etwas nicht braucht, dann sind es "Ich bin kein [Platzhalter]"-Lobbies. Mir reichen schon die Lobbies, die für irgendetwas sind.
                      Das ist ein Unterschied, denn prinzipiell wird bei jedem Menschen Religion vorausgesetzt. Weil die Religionen Kinder ja frühzeitig indoktrinieren wollen, ist ja fast jeder erstmal irgendeiner Religion angehörig. Anders als bei deinen genannten Beispielen
                      Fear is temporary, regrets are forever.

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                      • #12
                        Zitat von Admiral Ahmose Beitrag anzeigen
                        Unsinn. Ich will im Bus (oder Straßenbahn oder Zug oder sonstwo) so was nicht sehen (Bibel oder Koranwerbung genausowenig). Wer für Glauben oder Nichtglauben oder sonstiges religiöses oder antireligiöses Zeug Werbung machen will, der soll sich gefälligst vom Straßenverkehr fernhalten.
                        Ich habe in keinster Weise stellung dazu bezogen ob man Plakate mit "religiös orientierter" werbung aufstellen soll oder nicht, sondern lediglich gesagt dass WENN man das für die Christliche Religion machen darf Atheisten das auch dürfen müssen.

                        Das dann mit "Unsinn ich will sowas garnicht sehen" zu beantworten zeugt entweder davon das du es nicht gelesen hast oder es dich geistig überfordert, zu deinen gunsten nehme ich mal ersteres an.
                        (nebenbei ist es ebenso unhöflich wie diese antwort von mir weswegen ich das obligatorische Entschuldigen mal weglasse)

                        Zitat von newman Beitrag anzeigen
                        Nicht-Gläubige sind ja auch keine Religion.
                        Ja und nein. Dazu sollte man wohl ersteinmal Religion deffinieren. Einfacher nicht glaube ist keine Religion, sicher, aber einfach nicht glaube bedeutet das man nicht glaubt und es einen nicht interessiert ob und was danach kommt.
                        Atheismus ist schon etwas mehr als einfach nur nicht glauben, sondern ein "echter" Atheist macht sich schon gedanken über das jenseits ect... und kommt zu dem entschluss das es nicht existiert. Das der Tod nichts ist als das ende der existenz. Das ist schon eine feste Überzeugung des "jenseits" im gegesatz zur gleichgültigkeit einfachen "nicht glaubens"
                        Ich bin wie ein Hund, der Autos nachjagt! Ich wüsste gar nicht, was ich tun würde, wenn ich mal eins erwische...

                        http://www.youtube.com/watch?v=R9JRm3iQQak

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                        • #13
                          Tolle Kampagne, die ich auch sehr gerne in Deutschland sehen möchte.

                          BTW: einer der Sprüche gefällt mir so gut das ich ihn direkt mal in meine Signatur übernommen habe.
                          GOTTLOS GLÜCKLICH.... Ein erfülltes Leben braucht keinen Glauben.

                          Niveau ist keine Hautcreme - und Stil kein Teil vom Besen!

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                          • #14
                            Zitat von Maritimus Beitrag anzeigen
                            Das ist ein Unterschied, denn prinzipiell wird bei jedem Menschen Religion vorausgesetzt. Weil die Religionen Kinder ja frühzeitig indoktrinieren wollen, ist ja fast jeder erstmal irgendeiner Religion angehörig. Anders als bei deinen genannten Beispielen
                            Anstatt dann den Nichtglauben einfach ganz normal zu leben, zieht man in die Schlacht und bekämpft dogmatische Sprüche mit Gegensprüchen. Als ob man einen wirklich Gläubigen bekehren könnte. Irgendwie hat das was kindisches und kann ich nur schwer ernst nehmen. Kampfatheisten sind genauso nervig wie Missionare, Zeugen Jehovas, oder Kampfvegetarier. Sollen mich alle in Ruhe lassen.

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                            • #15
                              Zitat von Maritimus Beitrag anzeigen
                              Das ist ein Unterschied, denn prinzipiell wird bei jedem Menschen Religion vorausgesetzt. Weil die Religionen Kinder ja frühzeitig indoktrinieren wollen, ist ja fast jeder erstmal irgendeiner Religion angehörig. Anders als bei deinen genannten Beispielen
                              Ähm, in Deutschland gehören über ein Drittel der Bevölkerung keiner Religionsgemeinschaft an. In Brandenburg, wo ich lebe, liegt dieser Wert schließlich bei fast 80%. Hier wäre es ziemlich absurd "Religion vorauszusetzen". Tatsächlich ist es so, dass die meisten Menschen sich hier nie mit Thema beschäftigt haben und mehr aus Tradition ungläubig sind. Irgendwer hat dafür mal den schönen Begriff Apatheist geprägt.
                              Für einen Euro durch die Spree, nächstes Jahr am Wiener See. - Treffen der Generationen 2013
                              "Hey, you sass that hoopy Ford Prefect? There's a frood who really knows where his towel is." (Douglas Adams)

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