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Der deutsche Wähler

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  • Der deutsche Wähler

    Nicht gerade selten muss ich mich doch ein wenig wundern wie der deutsche Wähler so tickt.
    So konnte ich am Samstag in der Zeitung lesen das unser neuer Wirtschaftsminister Guttenberg mittlerweile immerhin der dritt beliebteste Politiker hierzulande ist.
    Was hat der Mann bisher geleistet das eine solche Beliebtheit rechtfertigt?
    Im Prinzip ein ähnlicher Fall ist Frau Merkel.
    Merkel ist immerhin die beliebteste Politikerin Deutschland, obwohl sie in der Regel lieber Probleme aussitzt anstatt Stellung zu beziehen.
    Eine weitere Möglichkeit das ganze zu erklären ist natürlich die jeweilige Fragestellung der Umfrage.
    Auch ganz Interessant dazu ein schon etwas älterer Artikel:

    In Deutschland ist zurzeit ein merkwürdiges Phänomen zu beobachten: Während die Politik Sommerurlaub machte, stieg die Zustimmung zur großen Koalition – von 34 Prozent im März auf 51 Prozent im August. Die Zustimmung zu Angela Merkel erreicht inzwischen die 80-Prozent-Marke. Daraus lässt sich für gewiefte Berliner Zyniker nur ein Schluss ziehen: Nichtstun ist das Beste, was die große Koalition tun kann.
    Quelle: Große Koalition: Angela Merkel muss es aussitzen - Nachrichten Politik - WELT ONLINE

  • #2
    Zitat von Imperialist Beitrag anzeigen
    Nicht gerade selten muss ich mich doch ein wenig wundern wie der deutsche Wähler so tickt.
    So konnte ich am Samstag in der Zeitung lesen das unser neuer Wirtschaftsminister Guttenberg mittlerweile immerhin der dritt beliebteste Politiker hierzulande ist.
    Was hat der Mann bisher geleistet das eine solche Beliebtheit rechtfertigt?
    Ich nehme an, das liegt an seinem Charisma, und seinem dynamischen Auftreten.

    Was der Mann bisher geleistet hat? Was hatte Obama geleistet, und wie beliebt war er denn bitte?
    Beliebheit und Leistung ist getrennt voneinander zu sehen, und das hat auch nichts mit dem deutschen Wähler zu tun sondern ist allgemein so.

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    • #3
      Zitat von Imperialist Beitrag anzeigen
      So konnte ich am Samstag in der Zeitung lesen das unser neuer Wirtschaftsminister Guttenberg mittlerweile immerhin der dritt beliebteste Politiker hierzulande ist.
      Was hat der Mann bisher geleistet das eine solche Beliebtheit rechtfertigt?
      Weil die Meinungsinstitute dem Befragten lediglich eine Liste mit einer Auswahl von Politikern vorlegen. Da hat man letztlich nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. Eine offene Fragestellung à la "Wie heißt ihr Lieblingspolitiker?" gibt es typischerweise nicht.
      Mein Profil bei Last-FM:
      http://www.last.fm/user/LARG0/

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      • #4
        Zitat von Ltd. Commander Data Beitrag anzeigen
        Ich nehme an, das liegt an seinem Charisma, und seinem dynamischen Auftreten.

        Was der Mann bisher geleistet hat? Was hatte Obama geleistet, und wie beliebt war er denn bitte?
        Beliebheit und Leistung ist getrennt voneinander zu sehen, und das hat auch nichts mit dem deutschen Wähler zu tun sondern ist allgemein so.
        Ich konnte mir schon denken das Obama in diesem Zusammenhang genant wird.
        Der Obama Vergleich ist aber ein wenig weit hergeholt.
        Der gute Mann verkörperte einen Wechsel der gesamten Politik, etwas was man von dem Herrn Guttenberg kaum erwarten kann.

        Zitat von Largo Beitrag anzeigen
        Weil die Meinungsinstitute dem Befragten lediglich eine Liste mit einer Auswahl von Politikern vorlegen. Da hat man letztlich nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. Eine offene Fragestellung à la "Wie heißt ihr Lieblingspolitiker?" gibt es typischerweise nicht.
        Ja, die Fragestellung ist in der Tat immer ein Problem.
        Interessanter wäre es wohl wenn es zusätzlich noch eine Option geben würde, das man mit keinen der in der Umfrage vorkommenden Politiker zufrieden ist.

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        • #5
          Zitat von Imperialist Beitrag anzeigen
          Eine weitere Möglichkeit das ganze zu erklären ist natürlich die jeweilige Fragestellung der Umfrage.
          Auch ganz Interessant dazu ein schon etwas älterer Artikel:
          Vielleicht waren die ganzen Nörgler ja ebenfalls um Urlaub und deshalb konnten im August auch nur die Zufriedenen befragt werden.

          Na, also ich weiß nicht. Diese Dauergemotze ("Pest und Cholera") auf die Politik geht mir langsam echt auf den Keks. Es gibt genug kleine Protestparteien, die völlig harmlos sind (Piraten, Violette), bei welchen ein ordentlicher Stimmenzuwachs den etablierten durchaus mal ernsthaft zu denken geben würde.

          Aber auch das setzt eben voraus, dass man ab und zu mal seinen Hintern hochkriegt und irgendwo ein Kreuzchen macht. Da scheitert es bei vielen der Nichtwähler aber schon.
          "The only thing we have to fear is fear itself!"

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          • #6
            Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
            Aber auch das setzt eben voraus, dass man ab und zu mal seinen Hintern hochkriegt und irgendwo ein Kreuzchen macht. Da scheitert es bei vielen der Nichtwähler aber schon.
            Das liegt aber auch an der Berichterstattung der Medien.
            Es wird eben fast nur über LINKESPDGRUENECDUCSUFDP berichtet.
            Man kann nicht von jedem Nichtwähler erwarten, selbstständig tiefe Recherchen zu machen, nur um etwas über eine andere Partei herauszufinden.

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            • #7
              Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
              Vielleicht waren die ganzen Nörgler ja ebenfalls um Urlaub und deshalb konnten im August auch nur die Zufriedenen befragt werden.

              Na, also ich weiß nicht. Diese Dauergemotze ("Pest und Cholera") auf die Politik geht mir langsam echt auf den Keks. Es gibt genug kleine Protestparteien, die völlig harmlos sind (Piraten, Violette), bei welchen ein ordentlicher Stimmenzuwachs den etablierten durchaus mal ernsthaft zu denken geben würde.

              Aber auch das setzt eben voraus, dass man ab und zu mal seinen Hintern hochkriegt und irgendwo ein Kreuzchen macht. Da scheitert es bei vielen der Nichtwähler aber schon.
              Ich gebe dir durchaus Recht das nicht wählen kaum eine Alternative ist.
              Allerdings sollte das Volk auch mehr in die demokratischen Prozesse eingebunden werden, soll heißen bei wichtigen Dingen wie z.B. den Vertrag von Lissabon sollte das Volk entscheiden.
              Mit solchen Volksentscheiden lässt sich die Politikverdrossenheit meiner Meinung nach durchaus verkleinern.

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              • #8
                Zitat von Imperialist Beitrag anzeigen
                So konnte ich am Samstag in der Zeitung lesen das unser neuer Wirtschaftsminister Guttenberg mittlerweile immerhin der dritt beliebteste Politiker hierzulande ist.
                Was hat der Mann bisher geleistet das eine solche Beliebtheit rechtfertigt?
                Im Prinzip ein ähnlicher Fall ist Frau Merkel.
                Merkel ist immerhin die beliebteste Politikerin Deutschland, obwohl sie in der Regel lieber Probleme aussitzt anstatt Stellung zu beziehen.
                Wer nichts macht, kann auch nichts falsch machen.
                So einfach ist das.
                Wählergehirn:
                über den habe ich nichts schlechtes gehört, also muss der gut sein.
                >ACHTUNG, freilaufender "Linker Gutmensch"! VORSICHT BISSIG!<

                Kommentar


                • #9
                  Zitat von Guy de Lusignan Beitrag anzeigen
                  Wer nichts macht, kann auch nichts falsch machen.
                  So einfach ist das.
                  Wählergehirn:
                  über den habe ich nichts schlechtes gehört, also muss der gut sein.
                  Das ist anscheinend zum Teil auch Merkels Taktik.
                  Sie ist praktisch die Übergangskanzlerin, die versucht bloß nicht zu viel sich politisch zu bewegen was negativ auf sie zurückfallen könnte, um bloß nicht ihre Wiederwahl zu gefährden.
                  Falls es mit Schwarz-Gelb dann klappt kann sie dann richtig loslegen.
                  So kommt mir das zumindestens manchmal vor.

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                  • #10
                    Zitat von Imperialist Beitrag anzeigen
                    Das ist anscheinend zum Teil auch Merkels Taktik.
                    Sie ist praktisch die Übergangskanzlerin, die versucht bloß nicht zu viel sich politisch zu bewegen was negativ auf sie zurückfallen könnte, um bloß nicht ihre Wiederwahl zu gefährden.
                    Falls es mit Schwarz-Gelb dann klappt kann sie dann richtig loslegen.
                    So kommt mir das zumindestens manchmal vor.
                    Kommt mir auch so vor. Wie heisst die doch im Ausland..
                    Madame No

                    Woher das wohl kommt...

                    bei jedem Bericht in dem die dabei hockt und nur rumguckt heisst es dann:
                    "Souverän meistert sie die Lage und kontrolliert die Verhandlungen" oder so ähnlich.
                    Mir kommt die immer wie jemand vor, der sich krampfhaft bemüht bloß nichts sagen zu müssen und dabei versucht wichtig und bedeutsam auszusehen.
                    zu hause kommt das dann "gut an".
                    "Boah guck mal, die Merkel und der französische Präsident verhandeln mit dem Präsident von XYZ. Die hat was drauf."
                    >ACHTUNG, freilaufender "Linker Gutmensch"! VORSICHT BISSIG!<

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                    • #11
                      Also ich kommentiere nun erstmal den Anfangspost / den Anfang des Threads allgemein:
                      Unser "neuer" in der Politik, Guttenberg, hat für mich de facto ein bedeutend positiveres Auftreten zur Öffentlichkeit als Leute wie Struck, Merkel, Steinbrück; dazu kommt dass er für mich auch einfach "bevölkerungsnäher" wirkt und eine bedeutend bessere Ausstrahlung hat. Wobei ich der Ansicht bin dass uns deutschen ein echter Volkspolitiker wie der US-Präsident Obama noch immer fehlt.

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                      • #12
                        Zitat von John Smith Beitrag anzeigen
                        Wobei ich der Ansicht bin dass uns deutschen ein echter Volkspolitiker wie der US-Präsident Obama noch immer fehlt.
                        Ich dachte, da hätten wir unser Soll für die nächsten 150 Jahre schon erfüllt?

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                        • #13
                          Man sollte sich da aber nicht immer so an den Österreicher festbeissen
                          Die Grenzenlose Freiheit Einzelner Bedeutet Stets Die Begrenzung Der Freiheit Vieler!
                          Willkommen in der DDR - Demokratischen Diktatur der Reichen

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                          • #14
                            Zitat von Pyromancer Beitrag anzeigen
                            Ich dachte, da hätten wir unser Soll für die nächsten 150 Jahre schon erfüllt?
                            Man sollte nicht immer gleich bei Begeisterung für einen Politiker auf Hitler schließen.


                            Zitat von John Smith Beitrag anzeigen
                            Also ich kommentiere nun erstmal den Anfangspost / den Anfang des Threads allgemein:
                            Unser "neuer" in der Politik, Guttenberg, hat für mich de facto ein bedeutend positiveres Auftreten zur Öffentlichkeit als Leute wie Struck, Merkel, Steinbrück; dazu kommt dass er für mich auch einfach "bevölkerungsnäher" wirkt und eine bedeutend bessere Ausstrahlung hat. Wobei ich der Ansicht bin dass uns deutschen ein echter Volkspolitiker wie der US-Präsident Obama noch immer fehlt.
                            Nun, das ist sicher Ansichtssache.
                            Auf mich wirkt er nicht unbedingt anders als andere Politiker.
                            Zur Frage ob wir einen Obama hierzulande benötigen, ich denke wir währen schon einen gewaltigen Schritt weiter, wen der Wähler sich stärker darauf verlassen könnte wofür ein Politiker steht und das was im Wahlkampf versprochen wird, auch tatsächlich eingehalten wird.

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                            • #15
                              Naja, zur angeblichen Politikverdrossenheit war auf spiegel.de ein interessanter Artikel:
                              [...] Wenn die Abwendung von der Politik nicht vom Nicht-Verstehen, sondern vom Durchschauen verursacht wäre? Wenn das Zuviel an Nähe von Journalist und Politiker nicht in der Einbildung, sondern in der Wirklichkeit existierte? Wenn es der deutschen Demokratie tatsächlich an der Fähigkeit ermangelte, Probleme nicht nur zu benennen, sondern sie auch zu lösen? Das Auseinanderklaffen von Wort und Tat wird im Hartz-IV-Milieu naturgemäß eher bemerkt als in der wohltemperierten Welt des Bundesangestelltentarifs. [...]

                              Quelle: Spiegel.de
                              Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
                              Makes perfect sense.

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