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Müssen Politiker erst tot sein

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  • Müssen Politiker erst tot sein

    Hallo Community,

    was denkt ihr - ich halte es für sehr bedauerlich das sie in den seltensten Fällen die nötige Achtung oder gar Respekt in der Bevölkerung haben nach ihrer aktiven Zeit , was durch alle Parteien geht.

    Der einziger der noch zu lebzeiten in der Bevölkerung wertgeschätzt wird ist Helmut Schmidt !
    Helmut Kohl muß wohl erst sterben und er ist nur ein Beispiel für Politiker die ihr leben der Politik gewidmet haben.
    Was denkt ihr ? Ist es eine deutsche negative Tugend das wir so mit ihnen umgehen ?
    =/\= =/\=

  • #2
    Warum sollte ich irgend einen Spitzenpolitiker wertschätzen? Bis jetzt ist mir kein Politiker bekannt der nicht gelogen hat, der dem Bürger vor einer Wahl das blaue vom Himmel versprochen und danach nichts mehr von wissen wollte. Sogenannte Spitzenpolitiker sind sehr oft sehr arrogant, entscheiden über Sachen von denen sie selten wirklich was verstehen, reden selten Klartext und man bekommt oft den Eindruck als wenn sie nicht dem Volke dienen, sondern eher nur den der die dickste Brieftasche hat.

    Warum sollte ich so jemanden wert schätzen, ihm meinen Respekt zollen?

    PS. Auch die zwei von dir aufgezählten Politiker zähle ich dazu.
    "...To boldly go where no man has gone before."
    ...BASED UPON "STARTREK" CREATED BY GENE RODDENBERRY...

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    • #3
      Zitat von Spece Beitrag anzeigen
      Helmut Kohl muß wohl erst sterben und er ist nur ein Beispiel für Politiker die ihr leben der Politik gewidmet haben.
      Kohl ist doch das perfekte Beispiel, warum man Politiker nicht wertschätzen kann. Diesen Mann kann ich nach der Parteispendenaffäre der CDU einfach nicht wertschätzen.

      Abgesehen davon wird Kohl doch mit dem Titel "Kanzler der Einheit" Honig ums Maul geschmiert (der Mann hatte verdammtes Glück, zur richtigen Zeit Kanzler zu sein).
      Fear is temporary, regrets are forever.

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      • #4
        Helmut Kohl ist bestimmt kein gutes Beispiel für Wertschätzung.
        Er hat das Land ruiniert, in seiner Machtbesessenheit die Bodenhaftung völlig verloren, sich mit aller Gewalt an seinem Kanzlerstuhl festgeklammert und hat sein Leben nicht der Politik, sondern der Gier gewidmet. Der wollte regieren und ganz oben sein, das Volk war dem schnurzegal. Ignorant und egozentrisch fällt mir auch noch ein.

        Wenn ein Politiker Gutes geleistet hat, wird er auch nach seiner Amtszeit wertgeschätzt. Wenn nicht, nicht. Und was soll's auch, wenn einer seinen Job beendet hat, muss man ihm nicht ewig huldigen.
        Das regelt sich alles ganz natürlich.
        Kreative Grüße,
        Uschi
        http://www.fabylon-verlag.de

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        • #5
          Zitat von Spece Beitrag anzeigen

          Der einziger der noch zu lebzeiten in der Bevölkerung wertgeschätzt wird ist Helmut Schmidt !
          Stimmt doch gar nicht. Ludwig Erhard, Willy Brand oder Michael Gorbatschow, um mal ein ausländisches Beispiel zu nennen, waren/sind auch schon zu Lebzeiten sehr beliebt und wurden/werden geschätzt.

          Ein Politiker, den zu Lebzeiten keiner mochte und den nach seinem Ableben plötzlich alle für ein ganz nettes "Kerlchen" hielten, fällt mir jedenfalls nicht ein.

          Gruß, succo
          Ich blogge über Blogger, die über Blogger bloggen.

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          • #6
            Ich denke mal ein wenig spielt hier noch mit rein, das bei vielen die alte Redensart "über Tote redet man nicht schlecht" verankert ist - zudem haben Kritiker eines Politikers nach dessen ableben ja auch einfach weniger über dessen Politik zu meckern, deswegen wird das veröffentlichte Bild vielleicht ein wenig zum positiven hin verschoben.

            Aber ansonsten stimme ich succo zu

            Ein Politiker, den zu Lebzeiten keiner mochte und den nach seinem Ableben plötzlich alle für ein ganz nettes "Kerlchen" hielten
            Nur wenn er nun nicht ganz übel war, reden nun vielleicht weniger über seine Missetaten ( weils nun eh egal ist )

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            • #7
              Zitat von MRM
              Ich denke mal ein wenig spielt hier noch mit rein, das bei vielen die alte Redensart "über Tote redet man nicht schlecht" verankert ist
              Ich denke das hat auch seinen guten Grund. Ernst zu nehmende Kritiker eines Politikers kritisieren meistens ja die Politik und nicht die Person, sofern sie ideologisch auf einer anderen politischen Linie fahren.

              Nach Ableben des Todes spricht man dagegen häufig, auf jeden Fall wesentlich stärker als noch zu Lebzeiten, von der Person hinter dem Politiker und die kann ja wirklich nett gewesen sein, auch wenn man politisch nicht auf einer Linie war.

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              • #8
                Zitat von newman Beitrag anzeigen
                Ich denke das hat auch seinen guten Grund. Ernst zu nehmende Kritiker eines Politikers kritisieren meistens ja die Politik und nicht die Person, sofern sie ideologisch auf einer anderen politischen Linie fahren.

                Nach Ableben des Todes spricht man dagegen häufig, auf jeden Fall wesentlich stärker als noch zu Lebzeiten, von der Person hinter dem Politiker und die kann ja wirklich nett gewesen sein, auch wenn man politisch nicht auf einer Linie war.
                Eben. Und um beim Beispiel Helmut Schmidt zu bleiben. Der wird nicht wegen seiner Politik "wertgeschätzt". Das wurde er nie und weil er da eigentlich ne genauso große "Pfeife" war,wie alle seine Vorgänger (und Nachfolger)wurde er ja auch per Misstrauensvotum abgesägt,nachdem ihm die FDP aus der Koalition geflüchtet ist.
                Schmitdt wird in der Öffentlichkeit positiv wahrgenommen,vor allem weil er in seiner Amtszeit einige menschlich schwere Endscheidungen zu treffen hatte,die völlig unabhängig von der "normalen" Politik waren,wie etwa den Befehl zur Geiselbefreiung in Mogadischu durch die GSG 9 bzw. andere Terroraktionen gegen (in) Deutschland durch die RAF+Co.
                Das sind die "Taten" für die man den Menschen Schmidt hoch schätzt.
                Und einem Helmut Kohl schlägt das genau Gegenteil ins Gesicht. Seine Politik im allgemeinen und nach aussen,war die bessere,der Wirtschaft ging es besser,Sie hat uns die Wiedervereinigung gebracht. Doch dann hat er eben als Mensch "versagt" in der Sache mit den Spenden und schwarzen kassen...und das wird ihm halt anhängen bleiben
                .>ACHTUNG, freilaufender "Linker Gutmensch"! VORSICHT BISSIG!<

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                • #9
                  Ich denke bei Schmidt spielt auch einfach seine Art eine große Rolle.

                  Moderne Politiker kommen häufig eher wie Versicherungsvertreter rüber, die einem irgendeinen Mist verkaufen wollen. Da sehnt sich manch einer nach einem Typ wie Schmidt, der halt einfach sagt, was er denkt.

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                  • #10
                    Zitat von [OTG]Marauder Beitrag anzeigen
                    Seine Politik im allgemeinen und nach aussen,war die bessere,der Wirtschaft ging es besser,Sie hat uns die Wiedervereinigung gebracht.
                    Warum wird die Wiedervereinigung immer wieder allein Kohl oder seiner Politik zugesprochen ? Das ist eine Verdrehung der Tatsachen !
                    Fear is temporary, regrets are forever.

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                    • #11
                      Zitat von Maritimus Beitrag anzeigen
                      Warum wird die Wiedervereinigung immer wieder allein Kohl oder seiner Politik zugesprochen ? Das ist eine Verdrehung der Tatsachen !
                      Nicht ALLEINE Kohl...sicherlich spielen dort noch ganz andere "Realpolitische" Dinge eine überragende Rolle und man darf nicht vergessen,das es ohne Zustimmung der ehemaligen Aliierten eh zu nichts gekommen wäre.
                      In dem Zusammenhang ist aber intressant,das die persönliche Freundschaft zwischen Kohl und Mitterand das "Ok" der Franzosen eingebracht hat,wenns nach der allgemeinheit in Frankreich gegangen wäre,gäbs die Mauer immer noch.
                      Egal was man von Helmut Kohl halten mag (ich zb.halte gar nichts von ihm) so kann man ihm seine Leistungen im Bereich der Wiedervereinigung dennoch nicht absprechen,denn sonst verdreht man die Tatsachen in die andere Richtung
                      .>ACHTUNG, freilaufender "Linker Gutmensch"! VORSICHT BISSIG!<

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                      • #12
                        Zitat von [OTG]Marauder Beitrag anzeigen
                        Egal was man von Helmut Kohl halten mag (ich zb.halte gar nichts von ihm) so kann man ihm seine Leistungen im Bereich der Wiedervereinigung dennoch nicht absprechen,denn sonst verdreht man die Tatsachen in die andere Richtung
                        Nein, das darf man sicherlich nicht. Aber ich bin der festen Überzeugung, auch ohne Helmut Kohl wäre eine Wiedervereinigung möglich gewesen. Die Rolle dieses Mannes wird allgemein einfach überschätzt.
                        Fear is temporary, regrets are forever.

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                        • #13
                          Zitat von Maritimus Beitrag anzeigen
                          Nein, das darf man sicherlich nicht. Aber ich bin der festen Überzeugung, auch ohne Helmut Kohl wäre eine Wiedervereinigung möglich gewesen. Die Rolle dieses Mannes wird allgemein einfach überschätzt.
                          Es ist doch häufig so, dass angeblich große Männer/Helden... einfach nur zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort waren und an einer Weggabelung den richtigen Weg wählten.
                          Jedoch zumindest die richtige Entscheidung kann man an diesem Punkt nicht absprechen, denn es gab nicht nur Befürworter einer Wiedervereinigung und da kann man doch froh sein, dass ein Förderer und kein Bremser Kanzler war.

                          Dafür hat er in dem "wie" wiederum sehr, sehr viele falsche Entscheidungen getroffen.

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                          • #14
                            Zitat von Maritimus Beitrag anzeigen
                            Nein, das darf man sicherlich nicht. Aber ich bin der festen Überzeugung, auch ohne Helmut Kohl wäre eine Wiedervereinigung möglich gewesen. Die Rolle dieses Mannes wird allgemein einfach überschätzt.

                            Sicherlich wäre sie irgendwann möglich gewesen,auch ohne Kohl,nur zu einem viel späteren Zeitpunkt. Immerhin war die Regierung Kohl die erste,die wirklich mit "harten" Bandagen zb. um die Botschaftsflüchtlinge verhandelt hat,etwas das unter einem Helmut Schmidt völlig ausgeschlossen gewesen wäre,zu dessen Zeit hätte man die Leute selber aus der Botschaft hinausgeworfen.
                            Aber das geht dann vom Thema abalso "Back to topic"
                            Schmidt war auf der einen Seite als Kanzler eine Politische Niete,er hat nichts,aber auch rein gar nichts auf die Reihe gebracht,nichts von dem was sein Vorgänger Willy Brandt angefangen hat,hat er vernünftig zu ende gebracht oder bringen können,er hatte keine eigene Politische Note,sondern hat sich darauf beschränkt den "Nachlass" von "Old Willy" zu verwalten.

                            Auf der anderen Seite konnte er durch die Belastung durch die RAF Terroristen und grade durch Sachen wie Stockholm und später Mogadischu, Menschliche Größe zeigen,zeigen und beweisen,das er eben nicht zu den "Verwaltern" der Politik gehört sondern auch ein Gewissen hat und das sind die Sachen,die man dem Menschen Helmut Schmidt heute noch anrechnet.
                            Und um mich zu wiederholen: Bei Kohl wars genau andersrum. Seine Politik war "besser" zumindest in einigen Bereichen,vor allem der Innen- und Wirtschaftspolitik,das muss man auch als "Roter"(so wie ich) dem mann fairerweise zugestehen..über die Wiedervereinigung kann man streiten,seine Verdienste dabei,darf man dennoch nicht vergessen.
                            Aber als "mensch" hat er keinerlei Achtung in seinem politischen Handeln verdient,die affären die sich um Parteispenden,schwarze kassen und Schmiergeldzahlungen anhäufen sind ja schier ohne Zahl..intressanterweise ist ja zb.die Sache um die "Leuna" Tankstellen,deren Verkauf an die FINA Gruppe und die "Spenden" besagter Gruppe an die CDU völlig untergegengen.
                            Der einzige der genau wissen kann was da los war ,weil er seinerzeit Wirtschaftsminister war,ist passenderweise mit dem Fallschirm abgestürzt(Mölleman FDP) und seither ruht die sache...
                            Kohl war vielleicht ein fähigerer Politiker als Schmidt,aber als "Menschen" wird man sich seiner nicht erinnern

                            das ist der Unterscheid
                            .>ACHTUNG, freilaufender "Linker Gutmensch"! VORSICHT BISSIG!<

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