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Kulturflatrate, Filesharing usw.

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  • Kulturflatrate, Filesharing usw.

    Zum ersten mal habe ich von der Kulturflatrate im Zusammenhang mit der Piratenpartei gelesen, die inzwischen aber zumindest teilweise wieder von der Sache abzurücken scheinen, aber auch die Grünen denken wohl über sowas nach.

    Zwar ist die Kulturflatrate irgendwo eine interessante Idee, das Problem mit illegalem Filesharing zu lösen, andererseits hat das Modell eben auch ein arges Problem, weshalb die Kulturflatrate z.B. laut Jens Seipenbusch (der hat bei der Europawahl für die Piratenpartei kandidiert) nur ein "interessantes Denkmodell, aber nicht die Lösung des Problems" sei.

    Denn wenn man die Einnahmen aus der Flat gerecht auf die Anbieter von Filmen, Musik usw, verteilen will, bedeutet das genau eines: Totalüberwachung der Downloads und eine Organisation die das macht und sicherstellt, dass da keine Tricksereien mit den Downloadzahlen (und somit der Verteilung des Geldes) stattfinden.

    IMO kann die Kulturflatrate also tatsächlich keine wirkliche Lösung des Problems zu sein, andererseits scheint auch niemand eine bessere Lösung zu kennen. Was haltet ihr also von der ganzen Sache?
    When I get sad, I stop being sad, and be AWESOME instead. True story.

  • #2
    Eine Kulturflatrate haben wir doch schon: Die GEZ. Wenn man die mit GEZ Mitteln gekauften (nicht geliehenen) und produzierten Sendungen unter eine CC Lizenz stellen würde, wäre schon viel gewonnen.
    Das nicht jedes Stück Kultur von einer Flatrate abgedeckt werden kann, ist klar: Sowohl Veranstaltungen als auch Kinofilme wird es weiterhin geben müssen. Problematisch ist hier nur eins: Der Endpreis für digitale Kopien ist letztlich künstlich. Eine 1GB Filmdatei kostet im Download den Anbieter fast nix. Von Musik ganz zu schweigen. Man braucht also zweierlei:

    1. Eine Marktsituation für digitale Kopien -> langfristig sinkende Preise
    2. Ein gesetzlich vorgeschriebenes Verbot von DRM damit Privatkopien immer möglich sind (diese kann man dann durch Watermarking vor der Kommerzialisierung retten). Wenn eines Tages keine DVD Player mehr hergestellt werden will schließlich jeder seine Sammlung auf BlueRay oder Tesafilm brennen können, oder?
    können wir nicht?

    macht nix! wir tun einfach so als ob!

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    • #3
      Eine Kulturflatrate hat definitiv seine Probleme.
      Eine Bezahlung pro Download halte ich für nicht organisierbar, höchstens könnte es vielleicht eine pro Idee geben, was aber eine Inflation schlechter Ideen subventionieren würde und u. U. einen zweiten Mozart genauso behandeln würde wie das Obama Girl.

      Die Frage ist auch wie hoch diese Flatrate sein muss, damit Künstler ein adäquates Auskommen haben.
      Es besteht auch die Gefahr einer Kostenspirale. Uli Hoeneß hat ja schon mit der Idee aufgewartet die GEZ um 2 Euro zu erhöhen um die Bundesliga international konkurrenzfähig zu machen...
      Auch macht man dem Musiker nicht unbedingt einen Gefallen. Bei youtube ist zu ZDF/ARD Beiträgen jeder zweite Kommentar "Und dafür zahlen wir GEZ".
      Da Musik noch geschmacksabhängiger ist wird auch bei Musikvideos jeder zweite Kommentar "Und für den Mist zahlen wir eine Kulturflatrate" lauten.

      Ich denke die Musikindustrie braucht eine viel radikalere Umgestaltung. Das alte Geschäftsfeld scheint mir nicht mehr tragfähig zu sein und würde über eine Kulturflatrate nur an einer Beatmungsmaschine künstlich am Leben erhalten.
      Das Hauptgeschäft muss fort von leicht vervielfältigbaren Produkten, hin zu Produkten, für die der Kunde gerne zahlt und die weniger zur Kopierbarkeit neigen. Live Shows, Konzerte, Merchandising (Band-T-Shirts, Band-Grill, Band-Actionfigur), eine Fülle zusätzlicher Extras z.B. auf den DVDs (Bachstage Aufnahmen, Interviews, Entstehung eines Songs), Lizenzen zur kommerziellen Nutzung der Musik.

      Die Musikindustrie, wie sie heute ist, stirbt? Lasst sie sterben!
      Vielleicht entsteht aus dessen Trümmern etwas neues, besseres.
      Zuletzt geändert von newman; 16.08.2009, 12:50.

      Kommentar


      • #4
        Zitat von blueflash Beitrag anzeigen
        Eine Kulturflatrate haben wir doch schon: Die GEZ. Wenn man die mit GEZ Mitteln gekauften (nicht geliehenen) und produzierten Sendungen unter eine CC Lizenz stellen würde, wäre schon viel gewonnen.
        Das nicht jedes Stück Kultur von einer Flatrate abgedeckt werden kann, ist klar: Sowohl Veranstaltungen als auch Kinofilme wird es weiterhin geben müssen. Problematisch ist hier nur eins: Der Endpreis für digitale Kopien ist letztlich künstlich. Eine 1GB Filmdatei kostet im Download den Anbieter fast nix. Von Musik ganz zu schweigen. Man braucht also zweierlei:

        1. Eine Marktsituation für digitale Kopien -> langfristig sinkende Preise
        2. Ein gesetzlich vorgeschriebenes Verbot von DRM damit Privatkopien immer möglich sind (diese kann man dann durch Watermarking vor der Kommerzialisierung retten). Wenn eines Tages keine DVD Player mehr hergestellt werden will schließlich jeder seine Sammlung auf BlueRay oder Tesafilm brennen können, oder?
        Was DRM angeht stimme ich zu, auch weil ich es für nicht akzeptabel halte, dass man seine gekaufte Musik z.B. teilweise nicht auf ein tragbare Gerät kopieren darf.

        Natürlich sind die Preise für Musik/Filme zu einem gewissen Grad künstlich, da führt aber kein Weg daran vorbei. Die CD-Verkäufe sind ja die einzige richtige Einnahmequelle eines Musikers (jedenfalls wenn er nicht sehr bekannt ist) also muss da bei einem Musik-Download natürlich mehr verlangt werden, als für Speicherplatz und Traffic nötig ist.
        Die einzigen Kosten, die wirklich wegfallen würden, sind ja die für die Herstellung/Lagerung usw. der Datenträger und das Ergebnis also ganz normale Download-Shops, wie wir sie jetzt auch schon haben.

        Und an einen Markt für digitale Kopien glaube ich eben nicht wirklich, da hinterher eben feststellbar sein müsste, wie viele Leute sich Musiktiel XY runtergeladen haben, um den jeweiligen Urherber entsprechend zu bezahlen.
        Und da ein Musiker im Idealfall antürlich nicht doppelt verdienen sollte, wenn du dir ein Musikstück zweimal runterlädst, müsste jeder Download eben einem Nutzer zuzuordnen sein.

        Zitat von newman Beitrag anzeigen
        Ich denke die Musikindustrie braucht eine viel radikalere Umgestaltung. Das alte Geschäftsfeld scheint mir nicht mehr tragfähig zu sein und würde über eine Kulturflatrate nur an einer Beatmungsmaschine künstlich am Leben erhalten.
        Das Hauptgeschäft muss fort von leicht vervielfältigbaren Produkten, hin zu Produkten, für die der Kunde gerne zahlt und die weniger zur Kopierbarkeit neigen. Live Shows, Konzerte, Merchandising (Band-T-Shirts, Band-Grill, Band-Actionfigur), eine Fülle zusätzlicher Extras z.B. auf den DVDs (Bachstage Aufnahmen, Interviews, Entstehung eines Songs), Lizenzen zur kommerziellen Nutzung der Musik.

        Die Musikindustrie, wie sie heute ist, stirbt? Lasst sie sterben!
        Vielleicht entsteht aus dessen Trümmern etwas neues, besseres.
        Glaubst du wirklich, dass sich mit dem Merchandising-Kram so viel Geld verdienen ließe, dass man die restlichen Sachen kompensieren kann?
        Außerdem ist IMO eben fraglich, ob die Leute noch zahlreich zu Konzerten gehen, wenn die teurer werden (kleinere Band kriegen aktuell ja höchstens eine Erstattung ihrer Kosten, spielen also eigentlich umsonst) und es die CD umsonst im Internet gibt? Auch Bonus-DVDs wären ohne Probleme runterladbar.
        When I get sad, I stop being sad, and be AWESOME instead. True story.

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        • #5
          Es kann keinen Markt für Musiktitel geben, solange man nicht entweder die Ausschließbarkeit oder Rivalität des Produkts herstellt. Dieser Markt ist zum free-rider Problem verdammt.
          Die Alternative wäre jetzt mit einer Kulturflatrate eine marktunabhängige Verteilung von oben durchzuführen, da der Markt zu Machtversagen neigt und der übliche Preismechanismus eines Marktsystems nicht greift.

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          • #6
            Zitat von newman Beitrag anzeigen
            Es kann keinen Markt für Musiktitel geben, solange man nicht entweder die Ausschließbarkeit oder Rivalität des Produkts herstellt. Dieser Markt ist zum free-rider Problem verdammt.
            Die Alternative wäre jetzt mit einer Kulturflatrate eine marktunabhängige Verteilung von oben durchzuführen, da der Markt zu Machtversagen neigt und der übliche Preismechanismus eines Marktsystems nicht greift.
            Das ist mir schon klar, nur sehe ich eben noch keine wirkliche Alternative zum aktuellen System.

            Überhaupt ist das einzige, was die Flatrate gegenüber aktuellen Bezahl-Downloads verändern würde ja, dass die Kosten gleichmäßig auf alle verteilt würden. Vielnutzer würden also von Wenignutzern mitfinanziert und die ganze Idee lebt nur von der Hoffnung, dass der festgesetzte Preis so niedrig ist, dass ihn niemand mit illegalen Downloads umgeht.
            Zuletzt geändert von Makrovirus; 16.08.2009, 13:21.
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            • #7
              Zitat von Makrovirus Beitrag anzeigen
              Überhaupt ist das einzige, was die Flatrate gegenüber aktuellen Bezahl-Downloads verändern würde ja, dass die Kosten gleichmäßig auf alle verteilt würden.
              Nicht ganz. Im Gegensatz zum heutigen System gibt es ein wenig flexibles Budget, das maximal verteilt werden kann. Und man muss Kriterien ausarbeiten, die ausschlaggebend für die Verteilung sind. Das Problem bei einem Nullkostendownload eine repräsentative Nachfragezahl zu erhalten, hast du ja schon angesprochen. Die Alternative wäre eine Gleichverteilung, dass jeder Künstler unabhängig von Qualität und Nachfrage gleich viel pro Produkt oder pro Kopf erhält.

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              • #8
                Da eine Bewertung nach Qualität bzw. Wert unmöglich ist (höchstens nach Produktionskosten) kann und muss das einzige Kriterium für die Verteilung der Gelder die Anzahl der Downloads sein. Dass jeder Künstler einen Betrag X pro Minute Musik kriegt, halte ich für ausgeschlossen, sonst fange ich dann nämlich auch an irgendwelche Lieder zu "singen" und sag meinen Kumpels dann, dass sie das mal runterladen sollen und schon gibt's Geld...

                Wenn man ein System plant, muss man leider immer vom schlimmsten möglichen Nutzerverhalten ausgehen.
                When I get sad, I stop being sad, and be AWESOME instead. True story.

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                • #9
                  Die einzige praktikable Lösung, die ich mir da vorstellen könnte, bestände darin ein paar staatlich lizenzierte Downloadplattformen zu installieren, bei denen man sich registrieren muss, und deren Downloadzahl zum Maßstab der Verteilung zu machen.

                  Das ist dann allerdings ein rein fiktives Verteilungskriterium, das nicht ansatzweise der Vielschichtigkeit der Realität gerecht wird. Allerdings wird man das Internet nicht dazu bekommen Abrufe für den Staat transparent zu machen und die Anonymität von Benutzern aufzuheben.

                  Hier stellt sich dann außerdem die Frage ob relativ verteilt wird (Marktanteile) oder absolut (X Downloads = X Euro). Mit einem Maximalbudget wäre bei steigender Nachfrage eigentlich nur ersteres möglich., bei sinkender ist zweiteres günstiger.

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                  • #10
                    Zitat von Makrovirus Beitrag anzeigen
                    Denn wenn man die Einnahmen aus der Flat gerecht auf die Anbieter von Filmen, Musik usw, verteilen will, bedeutet das genau eines: Totalüberwachung der Downloads und eine Organisation die das macht und sicherstellt, dass da keine Tricksereien mit den Downloadzahlen (und somit der Verteilung des Geldes) stattfinden.

                    IMO kann die Kulturflatrate also tatsächlich keine wirkliche Lösung des Problems zu sein, andererseits scheint auch niemand eine bessere Lösung zu kennen. Was haltet ihr also von der ganzen Sache?
                    Die Geldverteilung ist noch das kleinere Problem.

                    Viel schlimmer wäre der Zahlzwang den jeder Bürger über sich ergehen lassen müßte. Dieser kommt einer Enteignung gleich.

                    Während man bei der GEZ dies über den Deckmantel der politischen Bildung und Neutralitätsanspruchsversuch diese noch irgendwie schönreden kann, ist bei kommerziell agierenden Medienunternehmen kein Grund zu sehen, warum man denen durch einen Gesetzesbeschluß Geld in den Rachen werfen sollte.

                    Es mag zwar das Problem der Raubkopieren existieren, aber dies kann doch kein Rechtfertigungsgrund dafür sein nun jetzt die Bürger um ihr Vermögen zu berauben.
                    Und eine Kulturflatrate in der man gezwungen ist für etwas zu bezahlen was man nicht nutzt ist eine Form der Enteignung und auch eine Form des Raubes, denn man wird ja mit staatlicher Strafe dazu erpresst, wenn man sich weigert diese Flatrategebühr zu bezahlen, wenn sie erstmal da ist.


                    Eine Kulturflatrate kann also nicht die Lösung sein.


                    Und profitieren würde ich selbst davon überhaupt nicht.
                    Das was mich interessiert, das kann ich mir heute auch kaufen und das was ich dafür ausgeben muß um es auf legalem Weg zu bekommen ist weniger Geld als mit einer Kulturflatrate fällig wäre.
                    Musik CDs kaufe ich z.B. ganz selten weil mich das kaum interessiert und das bischen Musik, was im Radio kommt, mir in der Regel genügt.
                    Filme leihe ich mir in der Videothek und die wenigen die ich kaufe die will
                    ich auch Original mit Bonusmaterial haben und da bringt mir dann auch eine Kulturflatrate nichts, bei der dann dieses Material fehlt.
                    Was also bleibt wären dann noch die Computerspiele.
                    Aber die wären bei einer deutschen Lösung der Kulturflatrate dann alle in Deutsch und damit zensiert. Dies hilft mir also ebenfalls nicht, da ich mich überwiegend nur für die englischsprachigen Versionen interessiere.
                    Desweitern würde die Monatsgebühr für die Kulturflatrate durch die Computerspiele noch teurer werden, womit sie eigentlich nicht mehr haltbar wäre.
                    Und soviel Zeit das Flatrateangebot zu nutzen, so daß es sich rentiert, habe ich gar nicht und ich habe auch nicht vor extra Zeit für die Nutzung des Angebots zu investieren.
                    Zum Schluß sei dann noch gesagt, daß Serien wie Battlestar Galactica über eine Kulturflatrate auch nicht schneller zu haben wären als über die jetztige Lösung in Form von DVDs, da auch bei einer Kulturflatrate RTL2 & Co sicher weiterhin Exclusivverträge mit den Rechteinhaber abschließen würden.
                    Dazu übrigens eine kleine Randbemerkung, wie man sieht würde man damit also auch nicht diese Raubkopien von Raubkopierern unterbinden, die sich die neusten Serien usw. nur deswegen aus dem Netz downloaden, weil es zu lange dauert bis das ganze im TV kommt.



                    Im großen und ganzen sehe ich also nur Nachteile durch eine Kulturflatrate und keine Vorteile.
                    Ich wäre kein großer Nutznieser davon. Das wenige was ich brauche, das kann ich mir wie schon gesagt auch schon jetzt ohne Flatrate leisten.


                    Und wer so ne Flatrate für sich selbst unbedingt haben möchte, der kann ja schon heute irgendwelche Abos z.B. bei Premiere (heißt jetzt anders), dt. Videoring oder im Bertelsmannclub abschließen und zahlt dann ne monatliche Gebühr und bekommt dafür quasi ein Flatrateangebot.
                    Diese Angebot ist zwar Zeitbegrenzt, Premiere zeigt z.b. nur eine Handvoll Filme in einem Monat, aber solche Angebote sind sicher ausbaufähig.
                    Fest steht aber, das so ne Flatrate auch schon ohne den Eingriff des Gesetzgebers möglich wären und wer dann so etwas braucht, der kann so nen Vertrag freiwillig abschließen.


                    .
                    EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

                    Cordess schrieb nach 15 Minuten und 58 Sekunden:

                    Zitat von Makrovirus Beitrag anzeigen
                    Natürlich sind die Preise für Musik/Filme zu einem gewissen Grad künstlich, da führt aber kein Weg daran vorbei. Die CD-Verkäufe sind ja die einzige richtige Einnahmequelle eines Musikers (jedenfalls wenn er nicht sehr bekannt ist)
                    Früher sind Musiker zwischen den Bars & Kneipen hin und hergereist und haben dort für Geld gesungen.
                    Und der Wirt war bereit den Lohn des Musikers zu bezahlen, weil so auch er mehr Gäste bekam.
                    All das kann man wieder einführen und ist Live und auch für kleine unbekannte Musiker eine Geldquelle von der man Leben kann, sofern sie auch singen können.
                    Man braucht also nicht überall ein Open Air Konzern mit riesigen Tribünen, Einlaßkontrollen usw. das alles über 80000 € pro Auftritt kostet.

                    Solche Sachen muß also definitiv nicht jeder unbekannte Musiker machen, denn der hat ja die Kneipen zum Singen und zum Geldverdienen.
                    Sobald er bekannter ist, kann er sich dann auch irgendwann diese Open Air Konzertauftritte aus eigener Tasche leisten.
                    Und schlaue unbekannte Musiker legen das Geld zusammen und teilen sich die Open Air Veranstaltungstribüne und Kosten.


                    Man muß also nicht von CDs leben.
                    Das beste als Musiekr ist, man stellt den Musikverkauf über Datenträger oder Downloads komplett ein und macht nur noch solche Liveauftritte.

                    Und lediglich um die eigene Bekanntheit zu erhöhen kann man dann noch seine Musik in ganz schlechter Qualität Online stellen.
                    Wer dann die Musik in guter Qualität hören will, der kann dann zur Kneipe oder ins Open Air Konzert gehen oder ganz einfach den Musiker zur eigenen Geburtstagsparty einfach für den Abend buchen.


                    .
                    EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

                    Cordess schrieb nach 13 Minuten und 10 Sekunden:

                    Zitat von newman Beitrag anzeigen

                    Hier stellt sich dann außerdem die Frage ob relativ verteilt wird (Marktanteile) oder absolut (X Downloads = X Euro). Mit einem Maximalbudget wäre bei steigender Nachfrage eigentlich nur ersteres möglich., bei sinkender ist zweiteres günstiger.
                    Es gibt noch ein Problem.

                    Einfach pro Download abzurechnen wäre nicht gerecht und manchmal nichtmal Kostendeckend.

                    Das erkennt man schnell in dem man eionfache Popmusik mit klassischer Musik vergleicht.
                    An der klassischen Musik ist ein ganzes Orchester mit vielleicht 100 Musikern beteiligt, die Produktionskosten der Popmusik übertragen sich im guten Fall vielleicht gerademal auf ne 4-5 köpfige Band und wenn es schlecht läuft, dann wurde die Musik nur von einem Musiker auf dem Computer gemacht und
                    dazu ein bischen gesungen.

                    Es muß also je nach Musik auch unterschiedlich gewichtet werden, denn
                    reine Downloadzahlen genügen nicht, aber wer entscheidet jetzt nun das z.B. Rap Musik mehr wert ist als z.B. Jazz oder umgekehrt?
                    Oder Heav-Metal und Rock&Roll?
                    Bei klassischer Musik ist das ja noch recht leicht erkennbar, aber bei den anderen Musikstilen wird es immer schwieriger, denn auch hier gibt es unterschiedliche Geschmäcker und Meinungen.


                    Auch darf man dem Pop-Musiker nicht die Freiheit nehmen mit seinem Musikstil mehr zu verdienen als
                    ein Orchester mit klassischer Musik.

                    Wenn er in der heutigen freien Marktwirtschaft nach der alten bisherigen Regel aufgrund großer Verkaufszahlen mehr verdient, warum sollte man ihn dann also zum Flatratemodell zwingen, bei dem er eigentlich eher das nachsehen hat?
                    Zuletzt geändert von Cordess; 17.08.2009, 13:16. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!
                    Ein paar praktische Links:
                    In Deutschland empfangbare FreeTV Programme und die jeweiligen Satellitenpositionen
                    Aktuelles Satellitenbild
                    Radioaktivitätsmessnetz des BfS

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                    • #11
                      Zitat von Cordess Beitrag anzeigen
                      Früher sind Musiker zwischen den Bars & Kneipen hin und hergereist und haben dort für Geld gesungen.
                      Und der Wirt war bereit den Lohn des Musikers zu bezahlen, weil so auch er mehr Gäste bekam.
                      All das kann man wieder einführen und ist Live und auch für kleine unbekannte Musiker eine Geldquelle von der man Leben kann, sofern sie auch singen können.
                      Man braucht also nicht überall ein Open Air Konzern mit riesigen Tribünen, Einlaßkontrollen usw. das alles über 80000 € pro Auftritt kostet.
                      Je nach Musikrichtung ist da aber eben einiges an Ausrüstung nötig, also Boxen Verstärker usw. und dann ist die Musik auch nicht immer was für Kneipen. Da haben die Musiker dann nebenher auch noch einen regulären Job, obwohl sie Konzerte vor ein paar tausend Leuten spielen (und zwar als Headliner).
                      Für einen der mit Instrument ein bissel in der Kneipe singt mag das ja akzeptabel sein, aber wenn sich die Einnahmen dann auf 4-5 Leute in der Band verteilen, brauchtst du eben schonmal einiges an Kohle, bis da jeder davon leben kann.
                      When I get sad, I stop being sad, and be AWESOME instead. True story.

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                      • #12
                        Müssen ja nicht unbedingt Kneipen sein, für manche Discos böte es sich vielleicht an, theoretisch könnten durch die Veränderung auch spezielle dafür vorgesehene Veranstaltungsorte entstehen, die an den Wochenenden zur Anlaufstelle von Bands und Feiernden werden.

                        Cordess Einwände haben finde ich schon etwas an sich, auf die ich jetzt spontan keine gute Antwort parat habe.
                        Bei der demographischen Entwicklung würden dann ja auch die aktiven Bands der jungen Minderheit von der älter werdenden Mehrheit finanziert.

                        Ich sehe im Moment nur die Möglichkeiten entweder den Dingen ihren Lauf zu lassen und eine Veränderung fort von dieser stark kommerzialisierten Musikindustrie zu erlauben oder aber die Musikindustrie über strikte Urheberschutzrichtlinien künstlich weiter am Leben zu halten.

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                        • #13
                          Kulturflat...... Bäh.....

                          Wer will denn sowas?
                          Mit solchen Spielereien hält man lediglich einen vom aussterben bedrohten Vertriebsweg künstlich am Leben.
                          Gesetzlich verordnet.

                          Der dumme August wird dabei immer der Sammler, Extremsauger, Liebhaber,
                          Weniguser, und zuguterletzt der Schaffende sein.
                          Die Einsacker bleiben weiterhin die Verwerter, die mit jedem erdenklichen Müll ihre Nase vergoldet haben wollen.
                          ...reality.sys corrupted, restart universe...

                          Kommentar


                          • #14
                            Dummerweise bin ich im Internet auch selbst ein Kulturschaffender, wenn ich z.B. dazu beitrage, dass ein Internet-Meme auf einen Imageboard entsteht, oder ich Karten für ein Spiel erschaffe und uploade, oder Videos mache und diese auf YouTube veröffentliche. Ich frag mich dann, ob ich dann auch Fördergelder kriegen kann.

                            Ich bin der Meinung, dass der Markt sich von selbst umstruktieren muss. Das wird zwar bedeuten, dass einige große Plattenlabels weg vom Fenster sind, gleichzeitig Blühen dann aber auch die Labels wiederum auf, welche die best angepassten Konzepte haben. Die kleinen Plattenlabels werden auch von allein weiter existieren. Das tun sie ja auch derzeitig richtig gut, obwohl sich diese oft wegen der Kostenintensivität nur beschränkt gegen Raubkopiererei wehren. Zudem merkt der Kulturkonsument deutlicher, dass ein kleines Plattenlabel von seinen Zahlungen abhängiger ist, als ein Musikriese, welcher noch die Millionen-Erfolge der letzten Jahrzehnte bunkert.
                            Zuletzt geändert von Adm. Sovereign; 25.08.2009, 18:36.
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