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    Sonntag habe ich für meinen Hund ein neues Halsband gekauft, und konnte es kaum glauben. Das Teil kommt aus Süd Afrika, aber das scheint bei Produkten für Tiere ja normal zu sein das sie nicht in Deutschland hergestellt werden. Das Hundefutter (Royal Canin) wird in Frankreich hergestellt, seine Leckerlies stammen aus England nur seine Leine kommt aus Deutschland Finde ich schon lustig. Haben eure Tiere auch nur son 'Multikulti' Zeugs?

    Halsband
    Futter
    Tante²+²

  • #2
    Idealisten und Multikulti-Freaks und wie sie den Rechtsextremen den Weg bereiten

    Das Thema erscheint mir zu komplex, um es beiläufig im Dresden-Thread abzuhandeln, deshalb dieser Thread hier.

    Kernfrage: Woran liegt es, dass rechtsextreme Parteien wieder Zulauf bekommen?

    Der Videobeitrag im Dresden-Thread zeigte Jugendliche aus der sächsischen Provinz, die es offenbar nicht besser wissen bzw. denen es in ihrer Perspektivlosigkeit egal ist, wen sie wählen. In dem Alter denkt man noch nicht sonderlich weit. Da ist die Verlockung auf einen Aufenthaltsraum Grund genug, volksverhetzendem Abschaum die Stimme zu schenken. Das ist zwar verantwortungslos und kurzsichtig, aber auch Verantwortung muss erlernt und begriffen werden. Und da gibts offensichtlich Nachholbedarf.

    Doch auch andernorts sind Jugendliche (und damit Zukunftswähler) den Rechtsextremen nicht abgeneigt. Warum ist das so? Vielleicht weil sie die einzigen sind, die ihnen zuhören, wenn sie von Schulhofproblemen mit Immigrierten sprechen?

    Der Idealist unserer Tage sucht den Fehler tendenziell bei deutschen Jugendlichen, wenn es Zwischenfälle gibt, nicht bei den Immigrierten. Die werden mit Samthandschuhen behandelt - auch seitens der Lehrer, weil die sonst fürchten müssten, als rassistisch betitelt zu werden. Die Quittung dieser anhaltend undiffenerzierten und bereits eingebürgerten Grundhaltung sehen wir anhand der Jungwähler, die sich den Rechtsextremen zuwenden.

    Man mag jetzt sagen, man müsse diesen Jugendlichen ganz einfach unsere Wert beibringen und was unser Grundgesetz, die Menschenrechte und all das Wert sind. Aber wisst ihr was? Diese Jugendlichen sch***** auf diese Werte. Und warum tun sie das? Weil sie ihnen bisher REIN GAR NICHTS gebracht haben (jedenfalls nach ihrer Auffassung). Ein 14jähriger, der Tag für Tag von immigrierten Jugendlichen gehänselt, geprügelt und beklaut wird, hatte von unseren tollen Werten der Freiheit bislang REIN GAR NICHTS. Im Gegenteil. Seit mindestens 10 Jahren läuft es folgendermaßen ab:

    Sagt ein Immigrierter „Ihr scheiß Deutschen!“ ist das ein Kavaliersdelikt. Sagt ein Deutscher „Scheiß Kanacke!“ ist das Vergehen, das sogar den Schulverweis nach sich ziehen kann. Diese Jugendlichen fühlen sich nicht nur von ihren Lehrern, möglicherweise auch von ihren Eltern, sondern von unserem gesamten System im Stich gelassen. Ist es da ein Wunder, dass ihnen dieses „System“ mit seinen „Werten“ egal ist, und sie sogar geneigt sind, einer Partei zu folgen, die gänzlich neue Werte einführen will?

    Diese Schüler, die möglicherweise seit 10 Jahren Probleme gewalttätiger Natur oder Schutzgelderpressungen, Hänseleien oder Diebstähle mit immigrierten Mitschülern haben, wurden von unserem System prophylaktisch im Stich gelassen. Und jetzt kommen sie allmählich ins wahlfähige Alter. Und wem geben sie da wohl die Stimme?

    Es gibt langfristig nur eine Lösung für dieses Problem: Auf die Sorgen und Nöte und Probleme der Jugendlichen eingehen.

    Was versagt hier also alles?
    - Die Jugendarbeit!
    - Die Integrationsarbeit!
    - Die Aufklärung an sich, wie es scheint. Wenn in Sachsen 28% der Jugendlichen NPD und 22% Linkspartei wählen würden, haben diese 50% der Jugendlichen offenbar weder das diktatorische und freiheitsfeindliche Element des Dritten Reiches noch das der DDR verstanden. Offenbar begreifen die nicht, was ihnen im Eintrittsfall alles genommen werden würde, sollten sich diese Parteien irgendwann durchsetzen.

    Und jetzt kommen wir zu den Idealisten und Multikulti-Anhängern, die den Rechtsextremen ebenfalls mit vollen Schaufeln in die Hände spielen:

    Haben die GRÜNEN in irgendeinem Landtag wieder den Bau einer neuen Moschee durchgesetzt, fühlt sich das für sie wie ein großer Erfolg an. Einen noch größeren Erfolg aber dürften die Rechtsextremen feiern. Jede neue Moschee ist Nahrung und Futter für Rechtsaußen.

    Die Idealisten unter uns meinen es gut, keine Frage, aber sie übersehen das elementare menschliche Empfinden, fremden Dingen erstmal misstrauisch gegenüber zu stehen. Und ganz ehrlich: Ich habe es auch nicht mit Religionen und sehe jede Verbreiterung dieser skeptisch an - erst recht wenn diese Religion oder deren Praktizierende von Ehrenmorden und Fanatismus begleitet werden.

    Manch Idealist träumt von Zuständen, die niemals eintreten KÖNNEN. Trotzdem kämpft er dafür, verbucht regional vielleicht sogar Teilerfolge, doch dem GROSSEN-GANZEN tut er damit Schaden an.

    - Jeder gewalttätige Einwanderer/Ausländer ist ein Punkt für die Rechtsextremen.
    - Jede neue Moschee (ob mit oder ohne Minarett) ist ein Punkt für die Rechtsextremen.
    - Jeder sogenannte „Fortschritt“, „Multi-Kulti“ entgegen Widerstände zu erzwingen, wie es die Grünen zunehmend versuchen, ist ein Punkt für die Rechtsextremen.

    Die Rechtsextremen werden nicht deshalb stärker, weil sie so tolle Programmpunkte hätten oder weil sie etwa so schlaue Leute beherbergten. Sie werden stark, weil die anderen Parteien versagen. Ich kenne z. B. jemanden der jetzt NPD wählen will, weil er eine Art Signalwirkung an seine frühere Partei, die GRÜNEN, erwirken will. die Grünen wollen angeblich eine Gesetzesvorlage vorbringen, in Zukunft jede 10. Beamtenstelle Deutschlands mit jemandem mit Migrationshintergrund zu besetzen. Sie also per Gesetzeszwang den Deutschen gegenüber zu bevorzugen. Ich konnte im I-Net nichts finden, was das bestätigt, also ist es wahrscheinlich Unsinn (hoffentlich!). Trotzdem zeigt das anschaulich, wie die Rechtsextremen Punkte sammeln. Sie sammeln sie nicht aus eigener Kraft oder Intelligenz, sondern weil die anderen den Bezug zur Realität verloren haben. Da sind die Grünen nicht die einzigen. Ich finde die Grünen ebenfalls unbesonnen (um das mal vorsichtig auszudrücken), aber im Gegensatz zu anderen Wählern käme ich nicht auf die Idee, die Antwort auf deren hirnrissige Gedankenspiele bei den Extremen zu suchen.

    Was also dagegen tun? Ich habe keine Ahnung. Ein guter Schritt wäre ein bisschen mehr HIRN! Und das meine ich nicht nur in Bezug auf potenzielle Extrem-Wähler sondern auch in Bezug auf unsere politisch Aktiven, die teilweise mit verblendetem und realitätsfernem Idealismus erst den Weg für die Rechtsextremen bereiten.

    Was auch bei den sogenannten Idealisten gern wiederzufinden ist: Das übergebräuchliche Verwenden des Terminus „Nazi“ oder „Faschist“. Es reicht seinem Empfinden Ausdruck zu verleihen, dass es viele integrationsunwillige oder gewalttätige Einwanderer gibt, schon hagelt es Vorwürfe der Volksverhetzung. Auch das spielt den Rechtsextremen in die Hände. Egal ob Jugendlicher oder Erwachsener, wenn man allzu oft und immer wieder (ob gerechtfertigt oder nicht) als Nazi oder Faschist oder als ausländerfeindlich bezeichnet wird, sinkt die Hemmschwelle immer weiter und man denkt sich irgendwann: „Na gut, wenn ihr meint, dass ich das bin, dann ist es halt so.“

    Die Quittung dieser Haltung sehen wir am Zulauf der Rechtsextremen. Die Zuläufer sind von unserem System enttäuschte Schüler und sicher auch viele Erwachsene, denen man regelmäßig mit Beschimpfungen wie „Nazi“ Redeverbot erteilt hat, wenn sie Befürchtungen geäußert haben, die den Multikulti-Fetischisten nicht gefallen haben. Andere Zuläufer sind dann schlichtweg solche, die Angst vor einer Überfremdung haben.

    Die Quintessenz meiner Theorie: Es sind nicht die Rechtsextremen, die so intelligent auf Stimmenfang gingen, es sind vielmehr die anderen Parteien und ihre blinden Aktionisten, die Wähler unfreiwillig in deren Ecke schubsen.

    Es haben auch die dran Schuld, die bei jeder Kleinigkeit die Nazikeule schwingen, denn das macht irgendwann resistent dagegen. Zu meiner eigenen Schulzeit vor 10 Jahren war die Bezeichnung „Nazi“ so ziemlich das Schlimmste, was man hören konnte. Es gab damals aber keinen Grund, das Wort auszusprechen, folglich war dieses Wort erst gar nicht im täglichen Sprachgebrauch. Heute, wo jedes Wort über gewalttätige Ausländer schon das Wort „Nazi“ nach sich zieht, ist die Hemmschwelle so weit unten, dass gerade manch Jugendliche dieses Wort schon gar nicht mehr als Beleidigung auffassen.

    So weit haben wir es kommen lassen. Und jetzt hören wir nicht auf damit. Nein nein, ganz und gar nicht! Wann immer ein deutscher Jugendlicher einen Immigrierten diffamiert, erteilen wir ihm Redeverbot. Immer wenn irgendjemand seine Angst vor Überfremdung Kund tut, bezeichnen wir ihn als ausländerfeindlich. Und immer wenn irgendein Gesprächsthema diese Thematik anschneidet, benutzen wir die bequeme Methode der Mund-Tot-Machung (Nazikeule), indem wir Probleme nicht ausdiskutieren, sondern den, der die Probleme beim Namen nennt, in eine extrempolitische Ecke schieben, die leider nicht mehr so schmuddelig ist, wie sie eigentlich sein sollte.

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    • #3
      Zitat von Sinclair_ Beitrag anzeigen
      [...]Was also dagegen tun?[...]
      Ich würde (auch) mehr auf Aufklärung setzen, bspw. in der Schule, wie im Politikunterricht. Da könnte man (wie ich immer gedacht habe) politische Themen, also Parteien, das pol. Spektum usw. näher beleuchten. Wenn man den Kindern/Jugendlichen zeigt, was in der Vergangenheit alles geschehen ist (besonders hier in Deutschland) würden die Extremenparteien (nicht nur Rechtsextreme) an Zuneigung stark verlieren. Das wäre meine Methode zur Bekämpfung von (Rechts)Extremismus.
      Es wäre schön, wenn auch andere ihre Vorschläge einbringen würden, denn hier ist ja nichts geschehen, nicht nur der Dresden-Thread ist interessant.

      Kommentar


      • #4
        Zitat von GUSSduff Beitrag anzeigen
        Ich würde (auch) mehr auf Aufklärung setzen, bspw. in der Schule, wie im Politikunterricht. Da könnte man (wie ich immer gedacht habe) politische Themen, also Parteien, das pol. Spektum usw. näher beleuchten. Wenn man den Kindern/Jugendlichen zeigt, was in der Vergangenheit alles geschehen ist (besonders hier in Deutschland) würden die Extremenparteien (nicht nur Rechtsextreme) an Zuneigung stark verlieren. Das wäre meine Methode zur Bekämpfung von (Rechts)Extremismus.
        Es wäre schön, wenn auch andere ihre Vorschläge einbringen würden, denn hier ist ja nichts geschehen, nicht nur der Dresden-Thread ist interessant.
        Nichts für ungut, aber ich kann dir als Gymnasiast (Stufe 13) sagen, dass man über KEIN anderes Thema so häufig redet wie die Nazizeit in Deutschland. Wir haben ungelogen seit der Klasse 6 kein einziges Schuljahr gehabt, in dem wir nicht in irgendeinem Fach das Thema durchgekaut haben.

        Mehr geht da imo kaum, es nervt einen inzwischen sogar schon.

        Mit dem politischen Parteienspektrum gebe ich dir allerdings Recht, das kommt imo in der Schule wirklich etwas zu kurz.
        Fear is temporary, regrets are forever.

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        • #5
          Zitat von Maritimus Beitrag anzeigen
          Nichts für ungut, aber ich kann dir als Gymnasiast (Stufe 13) sagen, dass man über KEIN anderes Thema so häufig redet wie die Nazizeit in Deutschland. Wir haben ungelogen seit der Klasse 6 kein einziges Schuljahr gehabt, in dem wir nicht in irgendeinem Fach das Thema durchgekaut haben.

          Mehr geht da imo kaum, es nervt einen inzwischen sogar schon.

          Mit dem politischen Parteienspektrum gebe ich dir allerdings Recht, das kommt imo in der Schule wirklich etwas zu kurz.
          Das war dann bei mir anders. Aber auch uns wurde es immer wieder gesagt, aber eigentlich nie so richtig "Warum?", das kam meiner Meinung nach immer zu kurz. Wenn die Schüler richtig verstanden haben warum Rechtsextremismus nicht gut ist, dann werden sie auch bestimmt keine NPD-Anhänger. Oder ähnliches.

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          • #6
            Zitat von Sinclair_ Beitrag anzeigen
            Was versagt hier also alles?
            - Die Jugendarbeit!
            - Die Integrationsarbeit!
            - Die Aufklärung an sich, wie es scheint. Wenn in Sachsen 28% der Jugendlichen NPD und 22% Linkspartei wählen würden, haben diese 50% der Jugendlichen offenbar weder das diktatorische und freiheitsfeindliche Element des Dritten Reiches noch das der DDR verstanden. Offenbar begreifen die nicht, was ihnen im Eintrittsfall alles genommen werden würde, sollten sich diese Parteien irgendwann durchsetzen.
            Verstehe ich dich richtig, dass du tatsächlich DIE LINKE und die NPD gleichsetzt?
            Was würde den Jugendlichen denn alles genommen werden, wenn sich DIE LINKE irgendwann durchsetzen sollte?

            Was Jugendarbeit und Integrationsarbeit angeht, das ist richtig, das ist in den letzten Jahren übelst vernachlässigt worden. Allerdings wurden die Kommunen, die weitgehend für Projekte in diesem Bereich zuständig sind, durch diverse Steuersenkungen auf Bundesebene trocken gelegt, die haben da gar keinen großen Spielraum. Und solche Steuersenkungen werden gerade von den LINKEn und den linken Teilen der SPD und Grünen kritisiert und bekämpft.

            Und die Parteien der Mitte solltest du da nicht außer Acht lassen. Genau sie sind es nämlich, nicht die "linken Idealisten", die hier immer wieder die Gelder kürzen. Erst im vergangenen Herbst hat Familienministerin Kristina Schröder (damals noch Köhler) die Präventiv- und Aussteigerprogramme des Bundes gegen Rechts auf solche gegen Links und Islamismus ausgeweitet, ohne das Budget zu erhöhen. Wo man die Aktion allein schon als fragwürdig und kritisch ansehen kann (da sie die Probleme Linksextremismus und Islamismus auf eine Ebene mit dem Rechtsextremismus gehoben hat, obwohl alle Experten sagen, dass weder Linksextreme noch Islamisten hierzulande solche Probleme schaffen wie die Rechtsextremen, so hat sie auch real das Budget für Programme gegen Rechts gekürzt. Und das, obwohl rechts motivierte Gewalttaten in den letzten Jahren massiv zugenommen haben und es eigentlich einer Erhöhung des Budgets bedurft hätte.

            - Jeder gewalttätige Einwanderer/Ausländer ist ein Punkt für die Rechtsextremen.
            - Jede neue Moschee (ob mit oder ohne Minarett) ist ein Punkt für die Rechtsextremen.
            - Jeder sogenannte „Fortschritt“, „Multi-Kulti“ entgegen Widerstände zu erzwingen, wie es die Grünen zunehmend versuchen, ist ein Punkt für die Rechtsextremen.
            Okay, gewalttätige Einwanderer/Ausländer sind nicht besser als gewalttätige Einheimische, aber ich weiß nicht genau, was du mit dem ersten Punkt wirklich sagen willst. Auch, dass jede neue Moschee und gar jeglicher Fortschritt (und gegen Fortschritt wird es immer Widerstände geben, mach' dir da keine Illusionen) ein Pluspunkt für die Rechtsextremen sein soll, ist eine Argumentation, die mir doch komisch vorkommt. Was genau sollte man denn da anders machen? Keine neuen Moscheen mehr erlauben? Keine Fortschritte im multikulturellen Bereich mehr machen? Dann hätten die Rechten doch genau, was sie wollen.

            Die Rechtsextremen werden nicht deshalb stärker, weil sie so tolle Programmpunkte hätten oder weil sie etwa so schlaue Leute beherbergten. Sie werden stark, weil die anderen Parteien versagen. Ich kenne z. B. jemanden der jetzt NPD wählen will, weil er eine Art Signalwirkung an seine frühere Partei, die GRÜNEN, erwirken will. die Grünen wollen angeblich eine Gesetzesvorlage vorbringen, in Zukunft jede 10. Beamtenstelle Deutschlands mit jemandem mit Migrationshintergrund zu besetzen. Sie also per Gesetzeszwang den Deutschen gegenüber zu bevorzugen. Ich konnte im I-Net nichts finden, was das bestätigt, also ist es wahrscheinlich Unsinn (hoffentlich!). Trotzdem zeigt das anschaulich, wie die Rechtsextremen Punkte sammeln. Sie sammeln sie nicht aus eigener Kraft oder Intelligenz, sondern weil die anderen den Bezug zur Realität verloren haben. Da sind die Grünen nicht die einzigen. Ich finde die Grünen ebenfalls unbesonnen (um das mal vorsichtig auszudrücken), aber im Gegensatz zu anderen Wählern käme ich nicht auf die Idee, die Antwort auf deren hirnrissige Gedankenspiele bei den Extremen zu suchen.[/QUOTE]

            Das ist doch eine ganz normale Quotenregelung. Und nicht mal besonders ausufernd.
            Der Sinn von Quotenregelungen ist es, bereits bestehenden gesellschaftlichen Benachteiligungen von Minderheiten entgegen zu wirken. Meist werden Menschen mit Migrationshintergrund bei der Stellenvergabe benachteiligt, und dem soll eine solche Quotenregelung entgegenwirken.
            Und tatsächlich gibt es in § 8 Abs. 1 des Bundesbeamtengesetzes bereits ausdrücklich die Möglichkeit zu einer Quotenregelungen für Frauen und Schwerbehinderte:

            "(1) Die Bewerber sind durch Stellenausschreibung zu ermitteln. Ihre Auslese ist nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung ohne Rücksicht auf Geschlecht, Abstammung, Rasse oder ethnische Herkunft, Behinderung, Religion oder Weltanschauung, politische Anschauungen, Herkunft, Beziehungen oder sexuelle Identität vorzunehmen. Dem stehen gesetzliche Maßnahmen zur Förderung von Beamtinnen zur Durchsetzung der tatsächlichen Gleichstellung im Erwerbsleben, insbesondere Quotenregelungen mit Einzelfallprüfungen, sowie gesetzliche Maßnahmen zur Förderung schwerbehinderter Menschen nicht entgegen."

            Was also dagegen tun? Ich habe keine Ahnung. Ein guter Schritt wäre ein bisschen mehr HIRN! Und das meine ich nicht nur in Bezug auf potenzielle Extrem-Wähler sondern auch in Bezug auf unsere politisch Aktiven, die teilweise mit verblendetem und realitätsfernem Idealismus erst den Weg für die Rechtsextremen bereiten.
            Wenn ich dich bislang richtig verstanden habe, soll man Rechtsextreme am besten bekämpfen, indem man sie gewähren lässt. Korrigiere mich, sollte ein Missverständnis vorliegen. Jedenfalls kann ich mich dieser Auffassung in keiner Weise anschließen, wer nicht kämpft hat schon verloren.

            Die Quintessenz meiner Theorie: Es sind nicht die Rechtsextremen, die so intelligent auf Stimmenfang gingen, es sind vielmehr die anderen Parteien und ihre blinden Aktionisten, die Wähler unfreiwillig in deren Ecke schubsen.

            Es haben auch die dran Schuld, die bei jeder Kleinigkeit die Nazikeule schwingen, denn das macht irgendwann resistent dagegen. Zu meiner eigenen Schulzeit vor 10 Jahren war die Bezeichnung „Nazi“ so ziemlich das Schlimmste, was man hören konnte. Es gab damals aber keinen Grund, das Wort auszusprechen, folglich war dieses Wort erst gar nicht im täglichen Sprachgebrauch. Heute, wo jedes Wort über gewalttätige Ausländer schon das Wort „Nazi“ nach sich zieht, ist die Hemmschwelle so weit unten, dass gerade manch Jugendliche dieses Wort schon gar nicht mehr als Beleidigung auffassen.

            So weit haben wir es kommen lassen. Und jetzt hören wir nicht auf damit. Nein nein, ganz und gar nicht! Wann immer ein deutscher Jugendlicher einen Immigrierten diffamiert, erteilen wir ihm Redeverbot. Immer wenn irgendjemand seine Angst vor Überfremdung Kund tut, bezeichnen wir ihn als ausländerfeindlich. Und immer wenn irgendein Gesprächsthema diese Thematik anschneidet, benutzen wir die bequeme Methode der Mund-Tot-Machung (Nazikeule), indem wir Probleme nicht ausdiskutieren, sondern den, der die Probleme beim Namen nennt, in eine extrempolitische Ecke schieben, die leider nicht mehr so schmuddelig ist, wie sie eigentlich sein sollte.
            Ich schließe mich soweit an, dass die Nazi-Keule oft überstrapaziert wird. Wenn man aber eine Aussage als problematisch ansieht, muss man dies auch benennen dürfen. Manchmal kommt sowas aber auch durch ungenaue Ausdrucksweise und mangelnde Selbstreflexion zustande.
            Waldorf: "Say, this Thread ain't half bad."
            Stalter: "Nope, it's all bad."

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            • #7
              Zitat von Kai "the spy" Beitrag anzeigen
              Verstehe ich dich richtig, dass du tatsächlich DIE LINKE und die NPD gleichsetzt?
              Was würde den Jugendlichen denn alles genommen werden, wenn sich DIE LINKE irgendwann durchsetzen sollte?

              Wo man die Aktion allein schon als fragwürdig und kritisch ansehen kann (da sie die Probleme Linksextremismus und Islamismus auf eine Ebene mit dem Rechtsextremismus gehoben hat, obwohl alle Experten sagen, dass weder Linksextreme noch Islamisten hierzulande solche Probleme schaffen wie die Rechtsextremen, so hat sie auch real das Budget für Programme gegen Rechts gekürzt. Und das, obwohl rechts motivierte Gewalttaten in den letzten Jahren massiv zugenommen haben und es eigentlich einer Erhöhung des Budgets bedurft hätte.
              Ich habe mal gegoogelt und das BKA hat eine Statistik (ich weiss - immer diese Statistiken) herausgebracht:
              Zitat von Welt
              Weniger rechtsextreme Gewalttaten in Deutschland

              Die Zahl rechtsextremistischer Gewalttaten ist zum ersten Mal seit sechs Jahren rückläufig. In den ersten elf Monaten 2009 registrierte das BKA einen Rückgang um 8,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dagegen ist die Zahl linksextremistischer Gewalttaten deutlich gestiegen.
              BKA-Statistik: Weniger rechtsextreme Gewalttaten in Deutschland - Nachrichten Politik - Deutschland - WELT ONLINE

              Ich möchte nicht sagen, das Rechtsextreme "besser" sind als Linksextreme, für mich sind beide immer noch gefährlich.

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              • #8
                HI

                Nur die Deutschen - Rechtsextremen ?!
                oder auch
                Die ausländischen - Rechtsextremen ?!

                schaff die nazis ab und die Rechtsextremen sind weg...

                Ich kenne Ausländer, die über alles und jeden hetzen wie die pest.
                genau so deutsche, in wie weit die jetzt den Rechtsextremen paradies verpflichtet sind ist relativ...

                Fakt ist, für den Moslem laut Koran sind alles andere feinde.
                (religiööös gesehen)
                Ähnliches gibt es auch beim Christen.

                haarspalterei ?
                oder was denkt der italiener, der grieche, der portugiese, der pole der russe, der kongolese, der schwede?

                mehr Aufklärung in der Schule, wie im Politikunterricht...
                ...dann gibt es noch den vater und den opa die waren ja live dabei und
                wer will dann da noch wiedersprechen? Was will man einem kind noch vermitteln, wenn der vater & opa heldentaten ausprechen?

                das thema hört man ja schon seit jahren immer wieder..
                aber Kernfrage: Woran liegt es, dass rechtsextreme Parteien wieder Zulauf bekommen?
                Ob die medien gewisse dinge verschweigen?

                Aufklärung immer und überall.
                Nazis raus basta...
                Gilt auch für ausländer...

                Ich kann den frust (unwissehheit) vieler verstehen wenn ausländer nur kassieren und andere keinen job finden. nur ein beispiel. andere haben arbeit und blühen auf bzw leisten sich etwas und andere saufen sich dumm und dämmlich und jammern... chaos oder?

                Wir haben hier ne kneipe da treffen sich jedes wochenende nen haufen nazis, ich geh auch oft dahin und nun ja bisher nichts passiert, sehe nur glatzen und die sehen mich,(auch andere ausländer) man kennt seine grenzen, aber wie lange noch?

                Aber auf der anderen seite kenn ich auch viele deutsche und ausländer die normal im hirn sind und leben und leben lassen, ausser halt nen gewissen asozialen pack der hier nichts zu suchen hat.

                ganz einfach, alle wissen das, aber alle schauen weg.

                wer ist schuld politik? schule? die eltern?
                Du? Ich? die anderen?

                tja

                lg

                Qdataseven

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                • #9
                  @GUSSduff: Auf diese Falschmeldung ist schon Sinclair_ vor einiger Zeit hereingefallen. Das BKA gibt jedenfalls nur jährliche Statistiken heraus und keine über die "ersten elf Monate". Das alleine sollte jeden doch sofort stutzig machen.

                  Was es mit dieser unsinnigen Falschmeldungen explizit auf sich hat, kann im BILDblog nachgelesen werden: BILDblog| Einar hat aufm rechten Auge ein Milchmädchen
                  Waldorf: "Say, this Thread ain't half bad."
                  Stalter: "Nope, it's all bad."

                  Kommentar


                  • #10
                    Zitat von Kai "the spy" Beitrag anzeigen
                    @GUSSduff: Auf diese Falschmeldung ist schon Sinclair_ vor einiger Zeit hereingefallen. Das BKA gibt jedenfalls nur jährliche Statistiken heraus und keine über die "ersten elf Monate". Das alleine sollte jeden doch sofort stutzig machen.

                    Was es mit dieser unsinnigen Falschmeldungen explizit auf sich hat, kann im BILDblog nachgelesen werden: BILDblog| Einar hat aufm rechten Auge ein Milchmädchen
                    Mh... wenn das stimmt, und davon gehe ich jetzt mal aus, dann ist das schon höchst seltsam. Aber was soll's. Das mit den 11 Monaten hatte mich auch gewundert, aber ich dachte, dass dies eine Art Vorabversion sei, da der Weltbeitrag relativ nahe am Jahresanfang war. Nunja, warum die Welt das noch nicht behoben hat, weis ich auch nicht.

                    Aber noch einmal zu den 50% der LINKE und der NPD in Sachsen (oder so), ich denke Sinclair_ wollte damit zum Ausdruck bringen, dass die LINKE immer noch eine extremistische Partei ist (zumindest teilweise). Und dass die LINKE die indirekte Nachfolgepartei der SED ist, und das was auch da abgelaufen ist, ist ebenfalls sehr schlimm gewesen.
                    Ich denke aber, was Sinclair_ auch sagen wollte war, dass eben nicht jeder 2. in Sachsen eine Diktatur haben möchte, sondern diejenige Partei wählen, weil sie eben für die Jugendlichen am anziehensten sind.

                    Kommentar


                    • #11
                      Zitat von GUSSduff Beitrag anzeigen
                      Nunja, warum die Welt das noch nicht behoben hat, weis ich auch nicht.
                      Die WELT gehört zum Springer Verlag, und bekanntermaßen nehmen die's mit der Wahrheit nicht so genau.

                      Aber noch einmal zu den 50% der LINKE und der NPD in Sachsen (oder so), ich denke Sinclair_ wollte damit zum Ausdruck bringen, dass die LINKE immer noch eine extremistische Partei ist (zumindest teilweise). Und dass die LINKE die indirekte Nachfolgepartei der SED ist, und das was auch da abgelaufen ist, ist ebenfalls sehr schlimm gewesen.
                      Die Teile der LINKEn, die tatsächlich extremistisch sind, sind so klein und unbedeutend, dass man das auf keinen Fall auf die ganze Partei sagen kann. Ansonsten wäre die CSU auch rechtsextremistisch, weil es einige solche Teile in ihr gibt.

                      Und die SED hat kaum noch etwas mit der heutigen LINKEn zu tun. Die meisten Alt-SEDler sind längst im Ruhestand, die Generation Gysi hat schon vor der Wiedervereinigung für eine Demokratisierung der DDR und der Partei gearbeitet. Und die jungen LINKEn und West-LINKEn waren nie in der SED.

                      Ich denke aber, was Sinclair_ auch sagen wollte war, dass eben nicht jeder 2. in Sachsen eine Diktatur haben möchte, sondern diejenige Partei wählen, weil sie eben für die Jugendlichen am anziehensten sind.
                      Aber genau das ist der springende Punkt. Sinclair_ scheint zu glauben, dass DIE LINKE eine Diktatur zum Ziel hat. Das ist schlicht und einfach falsch, DIE LINKE ist eine demokratische Partei und setzt sich sogar (anders als Union und FDP) für mehr direkte Demokratie ein.
                      Waldorf: "Say, this Thread ain't half bad."
                      Stalter: "Nope, it's all bad."

                      Kommentar


                      • #12
                        Zitat von Kai „the spy“
                        Verstehe ich dich richtig, dass du tatsächlich DIE LINKE und die NPD gleichsetzt?
                        Was würde den Jugendlichen denn alles genommen werden, wenn sich DIE LINKE irgendwann durchsetzen sollte?
                        Ich setze die Linke und die NPD insofern gleich, dass sie beide einen mE extremen Systemwechsel anstreben. Mir ist bewusst, dass du die demokratische Seite der Linkspartei sympathisch findest und gutheißt. Mein Augenmerk (und Sorge) aber liegt nunmal vorwiegend auf den Leuten in den hinteren Reihen dieser Partei, die still abwarten. So manche Pamphlete von Frau Wagenknecht lassen schon einiges durchsickern. Sie war noch jung, als sie das folgende:

                        GLASNOST Berlin - Sahra Wagenknecht: Marxismus und Opportunismus - Kämpfe in der Sozialistischen Bewegung gestern und heute

                        ...schrieb, aber da heißt es durch die Blume u. a., im Widerstandsfall seites der Bürger müsse man das Volk eben mit Gewalt dazu bringen, den Sozialismus zu akzeptieren. Tja, und in einer Hinsicht geben sich Linksextreme und Rechtsextreme nunmal die Hand: Beide wollen einen übermächtigen Staat, der alles kontrolliert, von der Individualität bis zur freien Meinung bis zur Geldverteilung.

                        Aber das soll hier bitte nicht das Thema sein.

                        Zitat von Kai „the spy“
                        Okay, gewalttätige Einwanderer/Ausländer sind nicht besser als gewalttätige Einheimische, aber ich weiß nicht genau, was du mit dem ersten Punkt wirklich sagen willst. Auch, dass jede neue Moschee und gar jeglicher Fortschritt (und gegen Fortschritt wird es immer Widerstände geben, mach' dir da keine Illusionen) ein Pluspunkt für die Rechtsextremen sein soll, ist eine Argumentation, die mir doch komisch vorkommt. Was genau sollte man denn da anders machen? Keine neuen Moscheen mehr erlauben? Keine Fortschritte im multikulturellen Bereich mehr machen? Dann hätten die Rechten doch genau, was sie wollen.
                        Was man tun sollte? Man sollte ES auf jeden Fall nicht überstrapazieren. Aber genau das passiert nach Meinung vieler. Es gibt viele verärgerte Bürger, die sich (aus welchen Gründen auch immer) vor den Kopf gestoßen fühlen, wenn ihnen eine Moschee vor den Kopf gesetzt wird. Die Gründe möchten bitte hier uninteressant sein, denn die tun effektiv nichts zur Sache. Nur der EFFEKT ist von Bedeutung.

                        Und zu der Sache, die „Rechten hätten dann genau, was sie wollten“, da glaube ich liegt ein Missverständnis vor. Ich nehme an, mit „Rechten“ meinst du hier die Rechtsextremen. Nach meinem Dafürhalten wollen die in erster Linie nur eins: An die Macht! Einfluss gewinnen, bestimmen, regieren! Deshalb glaube ich sogar, dass die sich über jede neue Moschee insgeheim freuen - weil jede neue Moschee Stimmen bringt. Entschärfen könnte man das ganze also tatsächlich, indem man nicht zu jedem Antrag Ja und Amen sagt und öfter die Bürger und deren Belange berücksichtigt - Stichwort direkte Demokratie.

                        Ansonsten: Wenn der Bau von Moscheen und die zunehmende Überfremdung dazu führt, dass rechte Extrem-Parteien Stimmen sammeln, dann solte man das als deutliches Zeichen verstehen, dass genau das eben nicht erwünscht ist. Und wenn man dann dieses Zeichen von Seiten der Bevölkerung realisiert, muss man als Politiker diesem Zeichen entgegenwirken und Kompromisse suchen. Das falscheste - das absolut FALSCHESTE - ist das, was die GRÜNEN oder auch andere bisweilen dann tun: Blinder Aktionismus, hauptsache das Ding steht! Wie gesagt: Die Rechtsextremen lachen sich wahrscheinlich heimlich ins Fäustchen. Jeder vor den Kopf gestoßene Bürger ist ein potenzieller Wähler.

                        Zitat von Kai „the spy“
                        Das ist doch eine ganz normale Quotenregelung. Und nicht mal besonders ausufernd.
                        Würdest du tatsächlich auf solche „Quotenregelung“ bestehen? Ernsthaft? Hast du auch überlegt, was das nach sich zöge? Allein im Volksmund? Allein als Munition für die Rechtsextremen? Unser Staat müsste aufgrund einer Quotenregelung Ausländern den Vorzug geben? Ich kann mir die Reden der Rechtsextremen schon vorstellen: [Laute Stimme Modus an]„Da wurden 12 talentierte, angehende Beamte und potenzielle Staatsdiener nach Hause geschickt, um den Posten stattdessen einem ********** zu geben, der noch nicht mal unsere Sprache richtig spricht!“[/Laute Stimme Modus aus]

                        Und nebenbei bemerkt: Da müsste ich sogar voll und ganz zustimmen. Beamte, egal ob Polizeibeamter oder was auch immer, erfüllen mitunter die wichtigsten Berufe und Funktionen in unserem Land. Diese Funktionen durch Quotenregelungen zu beeinträchtigen und zu manipulieren, halte ich für... extrem unbesonnen (um das wieder mal vorsichtig auszudrücken).

                        Zitat von Kai „the spy“
                        Wenn ich dich bislang richtig verstanden habe, soll man Rechtsextreme am besten bekämpfen, indem man sie gewähren lässt. Korrigiere mich, sollte ein Missverständnis vorliegen.
                        Ja, da liegt ein Missverständnis vor. Rechtsextreme sollte man massiv bekämpfen - aber auch mit den richtigen bzw. mit rechtsstaatlichen Mitteln. Eine Gegendemo ist vollkommen okay und mE ein wirksames Zeichen. Eine Blockade dagegen beschneidet deren Grundrechte. Wer das befürwortet, befürwortet im Prinzip genau solche Methoden, die die Nazis wieder einreißen lassen würden. Aber: auch dieser Neben-Aspekt sollte hier nicht Diskusionsgegenstand sein, dazu haben wir den Dresden-Thread.

                        Weit wirksamer würde man Rechtsextremismus mE mit simpler Aufklärung bekämpfen. Das von Maritimus beschriebene Phänomen kenne ich auch. Man sollte den Unterricht bzw. die Aufklärung deshalb vielleicht weniger auf die Vergangenheit, sondern auf die Gegenwart konzentrieren. Wir alle sind in einer (einigermaßen) heilen Welt groß geworden. Man muss den Jugendlichen zu verstehen geben, dass dies ALLES ANDERE als selbstverständlich ist - und das ein Kreuz bei der falschen Partei u. U. sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr üble Konsequenzen haben kann. Damit dieses Argument fruchtet, muss man Jugendlichen aber erstmal eine heile Welt bieten - eine Welt, deren Werte sie bewahrt wissen wollen.

                        Doch haben unsere Jugendliche eine „heile Welt“, die sie bewahrt wissen wollen? Viele offenbar nicht, sonst würden die Rechtsextremen bei ihnen keine Punkte sammeln. Es ist nun mal so, dass Schutzgelderpressungen, Einschüchterungen, Prügeleien und Diebstähle Tagesordnung in manchen Schulen und Vierteln ist. Wenn sich dann deutschstämmige Jugendliche zunehmend von Immigrierten unterdrückt fühlen, jedoch keine Möglichkeit haben sich zu wehren, weil ihnen „das System“ nicht zuhört, sondern sie bei einem falschen Wort lieber bequemerweise als „ausländerfeindlich“ klassifziert und in eine Ecke schiebt, dann brauchen wir uns nicht zu wundern, dass die Rechtsextremen Sympathien sammeln.

                        Man muss den Jugendlichen zuhören - vorurteilsfrei und distanziert. Und dazu gehört auch, ihnen zuzuhören wenn sie (ob gerechtfertigt oder nicht) einen Mitschüler ein „mieses, gewalttätiges Kanackenschwein“ nennen. Die Idealisten unter uns neigen aber nunmal dazu, bei solchen Fällen grundsätzlich die Immigrierten in Schutz zu nehmen und die anderen als Nazis zu verdammen. Und was haben wir langfristig davon? Es zeichnet sich allmählich ab.

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                        • #13
                          Zitat von Sinclair_ Beitrag anzeigen
                          Ich setze die Linke und die NPD insofern gleich, dass sie beide einen mE extremen Systemwechsel anstreben. Mir ist bewusst, dass du die demokratische Seite der Linkspartei sympathisch findest und gutheißt. Mein Augenmerk (und Sorge) aber liegt nunmal vorwiegend auf den Leuten in den hinteren Reihen dieser Partei, die still abwarten. So manche Pamphlete von Frau Wagenknecht lassen schon einiges durchsickern. Sie war noch jung, als sie das folgende:

                          GLASNOST Berlin - Sahra Wagenknecht: Marxismus und Opportunismus - Kämpfe in der Sozialistischen Bewegung gestern und heute

                          ...schrieb, aber da heißt es durch die Blume u. a., im Widerstandsfall seites der Bürger müsse man das Volk eben mit Gewalt dazu bringen, den Sozialismus zu akzeptieren. Tja, und in einer Hinsicht geben sich Linksextreme und Rechtsextreme nunmal die Hand: Beide wollen einen übermächtigen Staat, der alles kontrolliert, von der Individualität bis zur freien Meinung bis zur Geldverteilung.

                          Aber das soll hier bitte nicht das Thema sein.
                          Das Thema hast du zwar angefangen, indem du DIE LINKE mit der NPD in einem Atemzug genannt und suggeriert hast, sie sei ebenso gefährlich für die Demokratie, und das obwohl du im Thread-Titel nur Rechtsextreme und keine Linksextremen erwähnst, ... aber meinetwegen, lassen wir das Thema hier bleiben. Warum eine Gleichsetzung falsch ist, habe ich mMn bereits deutlich gemacht.

                          Was man tun sollte? Man sollte ES auf jeden Fall nicht überstrapazieren. Aber genau das passiert nach Meinung vieler. Es gibt viele verärgerte Bürger, die sich (aus welchen Gründen auch immer) vor den Kopf gestoßen fühlen, wenn ihnen eine Moschee vor den Kopf gesetzt wird. Die Gründe möchten bitte hier uninteressant sein, denn die tun effektiv nichts zur Sache. Nur der EFFEKT ist von Bedeutung.

                          Und zu der Sache, die „Rechten hätten dann genau, was sie wollten“, da glaube ich liegt ein Missverständnis vor. Ich nehme an, mit „Rechten“ meinst du hier die Rechtsextremen. Nach meinem Dafürhalten wollen die in erster Linie nur eins: An die Macht! Einfluss gewinnen, bestimmen, regieren! Deshalb glaube ich sogar, dass die sich über jede neue Moschee insgeheim freuen - weil jede neue Moschee Stimmen bringt. Entschärfen könnte man das ganze also tatsächlich, indem man nicht zu jedem Antrag Ja und Amen sagt und öfter die Bürger und deren Belange berücksichtigt - Stichwort direkte Demokratie.
                          Das ist etwas anderes als direkte Demokratie. Da sind nur ein paar, die sich daran stören und dann laut werden, und die denen es nicht so wichtig ist oder sich einfach nicht einmischen wollen, die bleiben still.

                          Jedenfalls ist es keine Lösung, einen Moscheebau einfach sein zu lassen, denn die Moslems sollen ja sehr wohl aus den Hinterhöfen raus in die Mitte der Gesellschaft. Der richtige Weg wäre, einen öffentlichen Dialog zu führen, bei dem man jenen, die sich an den Moscheen stören, einfach mal Gelegenheit gibt, mal tatsächlich darüber nachzudenken, warum sie dagegen sind. Wie du schon richtig erwähnt hast, in uns allen steckt eine gewisse Xenophobie, ein natürlicher Instinkt. Das bedeutet aber eben nicht, dass man dieser Xenophobie einfach nachgeben sollte, um Schlimmeres zu vermeiden, sondern man sollte die Menschen dazu bringen, sich mit ihrer Xenophobie auseinander zu setzen und diese - hoffentlich - zu überwinden.

                          Ansonsten: Wenn der Bau von Moscheen und die zunehmende Überfremdung dazu führt, dass rechte Extrem-Parteien Stimmen sammeln, dann solte man das als deutliches Zeichen verstehen, dass genau das eben nicht erwünscht ist. Und wenn man dann dieses Zeichen von Seiten der Bevölkerung realisiert, muss man als Politiker diesem Zeichen entgegenwirken und Kompromisse suchen. Das falscheste - das absolut FALSCHESTE - ist das, was die GRÜNEN oder auch andere bisweilen dann tun: Blinder Aktionismus, hauptsache das Ding steht! Wie gesagt: Die Rechtsextremen lachen sich wahrscheinlich heimlich ins Fäustchen. Jeder vor den Kopf gestoßene Bürger ist ein potenzieller Wähler.
                          Die rechtsextremen Parteien gewinnen vor allem dadurch, dass immer weniger Menschen wählen gehen. Sie selbst haben ihre treuen Stammwähler (und den ein oder anderen Protestwähler), aber so viele neue Stimmen bekommen sie nicht, dass man da von einem "deutlichen Zeichen" reden könnte, "dass genau das eben nicht erwünscht" sei.

                          Ich halte ebenfalls wenig von blindem Aktionismus. Aber es ist nicht falsch, was die Grünen machen (zumindest in dieser Sache), höchstens das Wie ist kritikwürdig. Allerdings ist es in der heutigen Zeit, wo die Mainstream-Medien zunehmend boulevardisiert werden, auch recht schwierig, einen richtigen Dialog mit der breiten Öffentlichkeit zu führen und mit ihnen über diese Probleme zu sprechen.

                          Würdest du tatsächlich auf solche „Quotenregelung“ bestehen? Ernsthaft? Hast du auch überlegt, was das nach sich zöge? Allein im Volksmund? Allein als Munition für die Rechtsextremen? Unser Staat müsste aufgrund einer Quotenregelung Ausländern den Vorzug geben? Ich kann mir die Reden der Rechtsextremen schon vorstellen: [Laute Stimme Modus an]„Da wurden 12 talentierte, angehende Beamte und potenzielle Staatsdiener nach Hause geschickt, um den Posten stattdessen einem ********** zu geben, der noch nicht mal unsere Sprache richtig spricht!“[/Laute Stimme Modus aus]

                          Und nebenbei bemerkt: Da müsste ich sogar voll und ganz zustimmen. Beamte, egal ob Polizeibeamter oder was auch immer, erfüllen mitunter die wichtigsten Berufe und Funktionen in unserem Land. Diese Funktionen durch Quotenregelungen zu beeinträchtigen und zu manipulieren, halte ich für... extrem unbesonnen (um das wieder mal vorsichtig auszudrücken).
                          *Seufz* Du hast den Sinn von Quotenregelungen offenbar nicht verstanden. Sie sind dazu da, um reale Diskriminierung von Minderheiten auszugleichen.
                          Interessant übrigens, dass du "voll und ganz zustimmen" müsstest, wenn da bereits im Vorfeld angenommen wird, dass Menschen mit Migrationshintergrund nicht richtig deutsch können. Ich will dich jetzt nicht in die rechte Ecke drängen, keinesfalls. Ich möchte nur mal, dass du über das, was du da eben von dir gegeben hast, nachdenkst.

                          Ja, da liegt ein Missverständnis vor. Rechtsextreme sollte man massiv bekämpfen - aber auch mit den richtigen bzw. mit rechtsstaatlichen Mitteln. Eine Gegendemo ist vollkommen okay und mE ein wirksames Zeichen. Eine Blockade dagegen beschneidet deren Grundrechte. Wer das befürwortet, befürwortet im Prinzip genau solche Methoden, die die Nazis wieder einreißen lassen würden. Aber: auch dieser Neben-Aspekt sollte hier nicht Diskusionsgegenstand sein, dazu haben wir den Dresden-Thread.

                          Weit wirksamer würde man Rechtsextremismus mE mit simpler Aufklärung bekämpfen. Das von Maritimus beschriebene Phänomen kenne ich auch. Man sollte den Unterricht bzw. die Aufklärung deshalb vielleicht weniger auf die Vergangenheit, sondern auf die Gegenwart konzentrieren. Wir alle sind in einer (einigermaßen) heilen Welt groß geworden. Man muss den Jugendlichen zu verstehen geben, dass dies ALLES ANDERE als selbstverständlich ist - und das ein Kreuz bei der falschen Partei u. U. sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr üble Konsequenzen haben kann. Damit dieses Argument fruchtet, muss man Jugendlichen aber erstmal eine heile Welt bieten - eine Welt, deren Werte sie bewahrt wissen wollen.

                          Doch haben unsere Jugendliche eine „heile Welt“, die sie bewahrt wissen wollen? Viele offenbar nicht, sonst würden die Rechtsextremen bei ihnen keine Punkte sammeln. Es ist nun mal so, dass Schutzgelderpressungen, Einschüchterungen, Prügeleien und Diebstähle Tagesordnung in manchen Schulen und Vierteln ist. Wenn sich dann deutschstämmige Jugendliche zunehmend von Immigrierten unterdrückt fühlen, jedoch keine Möglichkeit haben sich zu wehren, weil ihnen „das System“ nicht zuhört, sondern sie bei einem falschen Wort lieber bequemerweise als „ausländerfeindlich“ klassifziert und in eine Ecke schiebt, dann brauchen wir uns nicht zu wundern, dass die Rechtsextremen Sympathien sammeln.

                          Man muss den Jugendlichen zuhören - vorurteilsfrei und distanziert. Und dazu gehört auch, ihnen zuzuhören wenn sie (ob gerechtfertigt oder nicht) einen Mitschüler ein „mieses, gewalttätiges Kanackenschwein“ nennen. Die Idealisten unter uns neigen aber nunmal dazu, bei solchen Fällen grundsätzlich die Immigrierten in Schutz zu nehmen und die anderen als Nazis zu verdammen. Und was haben wir langfristig davon? Es zeichnet sich allmählich ab.
                          Okay, abgesehen von der Dresden-Sache mit der Blockade (welche ja in besagtem Thread behandelt wird) stimme ich dir weitgehend zu. Wir brauchen mehr Aufklärung, wir brauchen mehr Verständnis mit den Jugendlichen und wir müssen uns auch mit ihren Problemen befassen. Aber genau das wollen die meisten linken Idealisten (zu denen ich mich auch zähle, ich sehe an Idealismus nicht wirklich etwas Negatives) ja auch. Sie wollen mehr Aufklärung, mehr Dialog mit den Jugendlichen, mehr Jugendarbeit, mehr Integrationsprogramme. Es sind eher die Parteien der angeblichen Mitte, die diese Dinge behindern. Sie sind es, die die Kommunen zu extremsten Einsparungen zwingen. Sie sind es, die Fragen der Integration weitgehend totschweigen, und von Leuten wie Roland Koch fange ich besser gar nicht erst an.
                          Waldorf: "Say, this Thread ain't half bad."
                          Stalter: "Nope, it's all bad."

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                          • #14
                            Zitat von Sinclair_ Beitrag anzeigen
                            - Jeder gewalttätige Einwanderer/Ausländer ist ein Punkt für die Rechtsextremen.
                            - Jede neue Moschee (ob mit oder ohne Minarett) ist ein Punkt für die Rechtsextremen.
                            - Jeder sogenannte „Fortschritt“, „Multi-Kulti“ entgegen Widerstände zu erzwingen, wie es die Grünen zunehmend versuchen, ist ein Punkt für die Rechtsextremen.

                            Die Rechtsextremen werden nicht deshalb stärker, weil sie so tolle Programmpunkte hätten oder weil sie etwa so schlaue Leute beherbergten. Sie werden stark, weil die anderen Parteien versagen.
                            Richtig, aber das Versagen liegt nicht an den "Samthandschuhen", Zugeständnissen an die Islamisten oder ähnlichen, sondern daran, dass nicht klar gegen die rassistische Hetze argumentiert wird, die aus Einzelfällen ein massive Bedrohung konstruiert.

                            Tatsächlich ist es nun mal nicht so, dass nur Ausländer gewalttätig sind - die meiste Gewalt existiert innerhalb von Familien und Beziehungen. Tatsächlich sinkt auch der Umfang an Gewalt in der Gesellschaft.

                            Tatsächlich stellt eine Moschee alleine nun mal keine Bedrohung da.

                            Und tatsächlich kommt der Widerstand gegen "Multi-Kulti" eben aus sowieso rechten Kreisen inklusive der Konservativen, die immer noch ihre nationalistischen und rassistischen Vorurteile pflegen.

                            Rassismus beruht - wie man an den Auswirkungen von Westerwelles Hetze gegen Arme gut gesehen hat, als dann CDU-Politiker und Bild & Co mal wieder anfingen gegen Ausländer zu hetzen - auf Leuten, die nach oben buckeln und nach unten treten.

                            Westerwelle & Co wollen weitere Umverteilung zu den Reichsten auf Kosten der Mehrheit der Bevölkerung. Da sie damit sich in kürzester Zeit extrem unbeliebt gemacht haben und die FDP bei den Umfragen abstürzte, fing Westerwelle an gegen Arme und Schwächsten zu hetzen. Und das hat natürlich die noch Rechteren ermutigt, auch gegen Ausländer, die oft eben zu den ärmsten in der Gesellschaften gehören, zu hetzen.

                            Das gab es Anfang der 90er schon mal. Als die Arbeitslosigkeit unter der damaligen Unions-FDP-Regierung massiv anstieg, begann die Regierung Kohl, insbesondere Schäuble, eine Hetzkampagne gegen Asylbewerber, die dann diverse Mordanschläge und Pogrome sowie ein Wiedererstarken der Nazis zur Folge.

                            Das Problem sind im Wesentlichen die bürgerlichen Parteien (Union, FDP) plus Rechtsradikale wie Sarrazin, die ideologisch den Boden für die Nazis bereiten - wenn sie mit Hetze gegen die Ärmsten mal wieder davon ablenken wollen, dass sie für die grosse Mehrheit der Bevölkerung nichts ausser einen sinkenden Lebensstandard zu bieten haben.
                            Resistance is fertile
                            Für die AGENDA 3010! 30-Stunden-Woche mit vollem Lohnausgleich und 10 Euro gesetzlichem Mindestlohn!
                            The only general I like is called strike

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                            • #15
                              Zitat von Kai "the spy"
                              Du hast den Sinn von Quotenregelungen offenbar nicht verstanden. Sie sind dazu da, um reale Diskriminierung von Minderheiten auszugleichen.
                              Interessant übrigens, dass du "voll und ganz zustimmen" müsstest, wenn da bereits im Vorfeld angenommen wird, dass Menschen mit Migrationshintergrund nicht richtig deutsch können. Ich will dich jetzt nicht in die rechte Ecke drängen, keinesfalls. Ich möchte nur mal, dass du über das, was du da eben von dir gegeben hast, nachdenkst.
                              Jeder mit deutschem Pass hat die Chance Beamter zu werden, der Beamtentest steht jedem offen. Und genau so sollte es bleiben. Keine Quotenregelung zugunsten Immigrierter, das würde ich aufs schärfste kritisieren. Und bekämpfen. Gleiche Chance für alle. Keine Bevorzugung. Aus fertig.

                              Ich habe damals auch eher zum Spaß den Beamtentest mitgemacht - und bin durchgefallen. (Da war wahrscheinlich der Charaktertest ausschlaggebend. )

                              Dass du mich nicht in die rechte Ecke drängst, ist nett von dir, denn genau das erwarte ich über kurz oder lang in solchen Threads. Das von mir beschriebene Phänomen ist schleßlich auch hier im Forum Gang und Gäbe. Leider. Wenn ich einen Walomat oder ein Politbarometer bemühe, sehe ich mich thematisch bei der SPD und neuerdings bei den FREIEN WÄHLERN gut aufgehoben. Nichtsdestotz: Mich als "Rechten" zu stempeln, was mich noch vor 5-6 Jahren heftig vor den Kopf gestoßen hätte, empfände ich mittlerweile gar nicht mehr als Beleidigung - solange es nicht "Rechtsextrem" ist. Na ja, sinkende Hemmschwelle und so, wie schon erläutert.


                              Zitat von max Beitrag anzeigen
                              Tatsächlich stellt eine Moschee alleine nun mal keine Bedrohung da.
                              Gewiss nicht, aber das, wofür sie steht, empfinden viele als Bedrohung. Bedrohung ihres Glauens, ihrer Gesellschaft, ihrer Freiheit - vor allem Frauen.

                              Zitat von max
                              Und tatsächlich kommt der Widerstand gegen "Multi-Kulti" eben aus sowieso rechten Kreisen inklusive der Konservativen, die immer noch ihre nationalistischen und rassistischen Vorurteile pflegen.
                              Hier verallgemeinerst du mal wieder ordentlich. Egal, Ursache soll hier uninteressant sein, nur um die Auswirkung geht es.
                              Zitat von max
                              Westerwelle & Co wollen weitere Umverteilung zu den Reichsten auf Kosten der Mehrheit der Bevölkerung. Da sie damit sich in kürzester Zeit extrem unbeliebt gemacht haben und die FDP bei den Umfragen abstürzte, fing Westerwelle an gegen Arme und Schwächsten zu hetzen. Und das hat natürlich die noch Rechteren ermutigt, auch gegen Ausländer, die oft eben zu den ärmsten in der Gesellschaften gehören, zu hetzen.
                              Unsinn. Bzw. irrelevant. Der Vormarsch von Rechtsaußen begann nicht erst mit Guidos Auswürfen. Und dass seitdem Hetze gegen Ausländer betrieben würde, sehe ich auch nicht. Lass doch bitte mal deine bekannten Lieblingsthemen außen vor.

                              Zitat von max
                              Das gab es Anfang der 90er schon mal. Als die Arbeitslosigkeit unter der damaligen Unions-FDP-Regierung massiv anstieg, begann die Regierung Kohl, insbesondere Schäuble, eine Hetzkampagne gegen Asylbewerber, die dann diverse Mordanschläge und Pogrome sowie ein Wiedererstarken der Nazis zur Folge.
                              Kannst du das belegen? An diese Analyse glaube ich nämlich kein Stück. Würden die Parteien der Mitte ein Stück nach Rechts rücken (so wie es laut dir Schäuble damals getan hat), müssten die Rechtsextremen logischerweise an Boden verlieren, da sich die potenziellen Rechtsaußen-Wähler wieder den Volksparteien zuwenden würden.

                              Zitat von max
                              Das Problem sind im Wesentlichen die bürgerlichen Parteien (Union, FDP) plus Rechtsradikale wie Sarrazin, die ideologisch den Boden für die Nazis bereiten
                              Sarrazin ist kein Rechtsradikaler. Dass du ihn zum Rechtsradikalen stempelst, zeigt erneut den Trend auf, in dem sich unsere Gesellschaft befindet. Sarrazin hat unbequeme Dinge ausgesprochen. Die Art und Weise sei mal dahingestellt. Nichtsdestotrotz hat er eine unbequeme Sache ausgesprochen - und wird prompt zum Nazi gestempelt. Genau das gibt den Rechtsextremen Nährboden, denn es impliziert, dass jeder der Sarrazin zustimmt (und das sind verdammt viele) postwendend Nazis wären. Im Eingangsposting habe ich das ausführlicher beschrieben. Lies nochmal.

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