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Arbeitgeberverband fordert Urlaubsverzicht

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  • Arbeitgeberverband fordert Urlaubsverzicht

    Es ist anscheinend noch nicht vorbei, das SOmmerloch. Anders kann ich mir sonst folgende Meldung nicht erklären:

    Ursula Frerichs vom Unternehmerverband mittelständische Wirtschaft [...] .

    Frerichs forderte einen Verzicht auf zwei Wochen Urlaub – für die deutschen Arbeitnehmer. Schließlich würden die Arbeitnehmer in Deutschland mit sechs Wochen Urlaub international an der Spitze liegen. In den Augen der Verbandschefin sind vier Wochen Jahresurlaub ausreichend.
    Ich weiß ja nicht in welcher Welt die gute Frau lebt, aber ich hatte nur 24 Tage Urlaub im Jahr, davon noch 14 Tage weg wären nur noch 10 Tage, 2 Wochen. Wenn das so kommen würde kann ich mir vorstellen, dass die Zahl der Krankmeldungen massiv ansteigen würde.

    Quelle
    Ihr müsst uns nicht fürchten, es sei denn, Eure Herzen sind nicht rein. Ihr seid Abschaum, der Jagd auf Unschuldige macht.
    Ich verspreche Euch, Ihr könnt euch nicht ewig vor der leeren Dunkelheit verstecken.
    Denn wir werden Euch zur Strecke bringen, wie die räudigen Tiere die Ihr seid.
    und Euch in die tiefsten Abgründe der Hölle verbannen

  • #2
    Wenn wir shonmal dabei sind, warum bezahlen wir Arbeitnehmer von nun an niht gleich mit Wasser und Brot und hin udn wieder ein paar Proteintabletten. Reicht doch schließlich völlig aus zum Überleben.

    Aber mal Sarkassmus beiseite: Yay wir lassen die Leute die Arbeit haben noch mehr schuften, damit wir noch mehr Stellen abbauen können! Dolle Idee. So Sinnvoll!
    Hups doch wieder in Sarkassmus abgedriftet. Bei so viel Dummheit kann man aber auch einfach nicht anders....
    Disclaimer: Meine Post sind meist nicht als Absolute zu vestehen, sondern sollen nur einen weiteren Blickwinkel bieten.
    "Wer hat uns verraten? - Sozialdemokraten!" - Alte Volksweisheit
    "The man who trades freedom for security does not deserve nor will he ever receive either." - Benjamin Franklin

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    • #3
      Hmm Deutschland ist im Vergleich der restlichen Industrieländer auf Platz 21. mit dem Urlaub, und dann verlangen diese Totalversager noch Urlaubsverzicht?

      Die sollen lieber auf ein paar Milliarden Euros in Sachen Dividende und Bonis verzichten, dann geht es den Firmen viel viel Besser, als pausenlos am kleinen Mann zu schröpfen!

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      • #4
        Ich versteh die Meldung eh nicht so ganz.

        Vorhin wurde in den Nachrichten klipp und klar gesagt, in Deutschland beträgt die Zahl der Urlaubstage im Schnitt 27 Tage. Der Arbeitgeberverband fordere, auf 2 Wochen Urlaub zu verzichten, so daß man nur noch 4 Wochen Urlaub hat. Und dann kam noch ne Straßenumfrage, wie die Leute das finden würden, wenn sie nur noch 4 Wochen Urlaub hätten.

        Und ich saß nur noch in etwa so vorm TV: Wie nun? 27 Tage... *grübel* sind das nicht 4 Wochen? Und davon 2 Wochen weg macht "nur noch" 4 Wochen Urlaub?

        Mehr als 4 Wochen hatte ich auch nie. Nun gut... wenn die meinen... verspätetes Sommerloch halt.

        Wie das die Wirtschaft ankurbeln soll, versteh ich aber auch nicht so ganz. Wenn man weniger Urlaub hat, den man (z.B.) in nem deutschen Urlaubsort verbringt, kurbelt das doch zumindest dort dann in dem Urlaubsort nicht die Wirtschaft an, sondern eher im Gegenteil, wenn weniger Urlauber kommen oder die Urlauber zumindest nur noch halb so lang da wären...
        Nothing is forgotten, nothing is ever forgotten!

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        • #5
          Der eigentliche Gag an der ganzen Sache ist ja der, dass wir zwar tatsächlich im Vergleich mit anderen EU-Staaten mit durchschnittlich 30 Tagen im Jahr relativ viel Urlaub haben, dafür aber auch unsere durchschnittliche wöchentliche Arbeitsstundenzeit weit über dem Standard liegt. Mit anderen Worten, dafür, dass wir etwas mehr Urlaub haben, arbeiten wir auch länger.

          Wenn man uns jetzt also bei gleichbleibender Stundenzahl 2 Wochen Urlaub streichen würde, wären das einige Stunden unbezahlte Mehrarbeit und das, wo es bei einigen dieser Sklaventreiber ja ohnehin bereits üblich ist, die Leute unbezahlte Überstunden machen zu lassen.

          Jemand, der solche Forderungen stellt müsste 40 Stunden in der Woche ohne Pausen und jeglichen Urlaub Wäscheklammern nach Farben sortieren, damit er keine Zeit mehr hat, sich solchen Unsinn auszudenken und diesen Quatsch dann auch noch laut auszusprechen.

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          • #6
            Solche Vorschläge verdienen bei dem Zustand, in dem sich die breite Masse der dt. Arbeitnehmer wiederfindet, eigentlich nur eine Art von Reaktion, die ich in diesem Forum lieber unterlassen möchte.

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            • #7
              Zitat von TimeGypsy Beitrag anzeigen

              Und ich saß nur noch in etwa so vorm TV: Wie nun? 27 Tage... *grübel* sind das nicht 4 Wochen? Und davon 2 Wochen weg macht "nur noch" 4 Wochen Urlaub?
              Dir ist schon klar, dass hier von Arbeitswochen a 5 Tagen gesprochen wird, oder?
              27 Tage sind demnach knapp 5 1/2 Wochen

              Ich weiss nicht wie es in Deutschland ist, aber in der Schweiz sind afaik 4 Wochen (20 Tage) das gesetzliche Minimum. Ich habe 24 Tage.
              40 bis 42 Stunden pro Woche sind bei uns - zumindest in der Industrie, wo ich arbeite - normal.
              Wie viele Stunden sind es in Deutschland?
              Understanding the scope of the problem is the first step on the path to true panic.

              - Florance Ambrose

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              • #8
                Verdienst du entsprechend?
                Machst du kostenlose Überstunden en masse?

                Die Tusse hat doch nen Schaden.

                Ah, ich sehe gerade, das ist ja dieselbe Tusse, die schon "Deopflicht" am Arbeitsplatz gefordert hat (und nicht etwa eine Klimaanlage für Büros z.B., wo es bei brütender Hitze schon mal 50 Grad sind).

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                • #9
                  Zitat von HMS Fearless Beitrag anzeigen
                  Dir ist schon klar, dass hier von Arbeitswochen a 5 Tagen gesprochen wird, oder?
                  27 Tage sind demnach knapp 5 1/2 Wochen
                  Hier irrst du Fearless. Eine Arbeitswoche hat lt dt Recht 6 Tage. Der Urlaubsanspruch als Minimum liegt lt dt Rechtslage bei 20 Arbeitstagen im Jahr und als Arbeitstag wird Montag bis Samstag definiert. Ausgenommen sind Sonn- und Feiertage. Also sind 24 Urlaubstage genau 4 Wochen Urlaub.Dass wir reell mehr Urlaub haben liegt an den Tarifverträgen die zwischen AN und AG geschloßen wurden. Dazu kommen noch etwa grob geschätzt 10 Brückentage im Jahr.
                  Übrigens zur Arbeitszeit noch kurz: DIe Firma in der ich bis vor kurzem gearbeitet habe lässt ihre Mitarbeiter seit Januar diesen Jahres (und letztes Jahr war es von Oktober bis Dezember) durchgängig in der 60 Stunden Woche arbeiten. Heißt also meine ehemaligen Kollegen schieben seit Mitte Oktober letzten Jahres 60 Stunden pro Woche bei vertraglich vereinbarten 40 Stunden. Und ein Ende dieser Mehrarbeit ist noch nicht in Sicht. Wir hatten sogar Ende des letzten Jahres und Mitte diesen Jahres Urlaubsverbot, wo kein Urlaub genommen werden durfte.
                  Ihr müsst uns nicht fürchten, es sei denn, Eure Herzen sind nicht rein. Ihr seid Abschaum, der Jagd auf Unschuldige macht.
                  Ich verspreche Euch, Ihr könnt euch nicht ewig vor der leeren Dunkelheit verstecken.
                  Denn wir werden Euch zur Strecke bringen, wie die räudigen Tiere die Ihr seid.
                  und Euch in die tiefsten Abgründe der Hölle verbannen

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                  • #10
                    Zitat von ThorKonnat Beitrag anzeigen
                    Hier irrst du Fearless. Eine Arbeitswoche hat lt dt Recht 6 Tage. Der Urlaubsanspruch als Minimum liegt lt dt Rechtslage bei 20 Arbeitstagen im Jahr und als Arbeitstag wird Montag bis Samstag definiert.
                    Wusste ich tatsächlich nicht. Ich bin gewohnt in normalen 5 Tage-Wochen zu denken.


                    Übrigens zur Arbeitszeit noch kurz: DIe Firma in der ich bis vor kurzem gearbeitet habe lässt ihre Mitarbeiter seit Januar diesen Jahres (und letztes Jahr war es von Oktober bis Dezember) durchgängig in der 60 Stunden Woche arbeiten. Heißt also meine ehemaligen Kollegen schieben seit Mitte Oktober letzten Jahres 60 Stunden pro Woche bei vertraglich vereinbarten 40 Stunden. Und ein Ende dieser Mehrarbeit ist noch nicht in Sicht. Wir hatten sogar Ende des letzten Jahres und Mitte diesen Jahres Urlaubsverbot, wo kein Urlaub genommen werden durfte.
                    Und das ist zulässig?
                    Ich dachte immer angeordete Mehrarbeit sei nur als kurzfristige Überbrückung von Kapazitätsengpässen gestattet.
                    Also solche, die zu kurzfristig sind um sie mit zusätzlichen Einstellungen abzudecken.
                    Ich glaub' spätestens nach 4 Monaten hätte ich angefangen mich zu wehren.

                    Und wie sieht es mit der Kompensation aus?
                    Understanding the scope of the problem is the first step on the path to true panic.

                    - Florance Ambrose

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                    • #11
                      Nun, wenn die Tussi vier Wochen für ausreichend erklärt, erkläre ich mal 4000 € Netto Monatsgehalt für ausreichend. Das sollte doch für alle reichen, zumal es Länder gibt, in denen die Menschen viel weniger verdienen.
                      Wie lange würde Madam damit wohl auskommen? Wahrscheinlich höchstens zwei Wochen.
                      "Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten." (Erwin Pelzig)

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                      • #12
                        Zitat von HMS Fearless Beitrag anzeigen
                        Und das ist zulässig?
                        Ich dachte immer angeordete Mehrarbeit sei nur als kurzfristige Überbrückung von Kapazitätsengpässen gestattet.
                        Also solche, die zu kurzfristig sind um sie mit zusätzlichen Einstellungen abzudecken.
                        Ich glaub' spätestens nach 4 Monaten hätte ich angefangen mich zu wehren.

                        Und wie sieht es mit der Kompensation aus?
                        Nein zulässig ist das natürlich nicht. Eigentlich müßte nach spätestens 6 Monaten der Ausgleich bereits erfolgt sein. So sammeln die Kollegen aber Überstunden auf dem Zeitkonto und können die irgendwann mal, wenn die Überstunden abgesagt werden, als Freizeitausgleich (sprich freie Tage) nehmen oder sich auszahlen lassen. DIe Auszahlung erfolgt aber über Bonuszahlung, wo du gut 50 bis 55% als Steuerabzug rechnen kannst.

                        Einige Kollegen (in einem Sonderprojekt) durften letztes Jahr sogar über 2 Monate noch mehr als 60 Stunden bringen. Die hatten da von Montag bis Samstag je 10 Stunden und am Sonntag durften die auch nochmal für 4 Stunden ran. Das ist Ausbeute hoch 10. Und wenn sich einer wehrt und was gegen sagt kriegt er die Kündigung. Deswegen lassen das ja soviele mit sich machen.
                        Ihr müsst uns nicht fürchten, es sei denn, Eure Herzen sind nicht rein. Ihr seid Abschaum, der Jagd auf Unschuldige macht.
                        Ich verspreche Euch, Ihr könnt euch nicht ewig vor der leeren Dunkelheit verstecken.
                        Denn wir werden Euch zur Strecke bringen, wie die räudigen Tiere die Ihr seid.
                        und Euch in die tiefsten Abgründe der Hölle verbannen

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                        • #13
                          Also wenns nicht zulässig ist, sollte man sich schon wehren.
                          insbesondere wenn der Arbeitgeber, wie du sagst, 7 Tage Woche fordert. Das ist schlicht illegal.
                          Und was die Kündigung angeht, dürfte eigentlich nicht schwer sein bei DER Sachlage vor Gericht recht zu bekommen.
                          Understanding the scope of the problem is the first step on the path to true panic.

                          - Florance Ambrose

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                          • #14
                            Naja Recht kriegen ist das eine, Arbeitslos ist man immernoch. Und bei Leuten die dann noch immer Streß machen lassen die sich auch was einfallen. Den letzten Teamassistenten der sich wehren wollte ist gefeuert worden und hat eine Anzeige wg sexuelle Belästigung an Hals gekriegt. Ich wurde gefeuert weil ich 6 Monate krank war (nachm Unfall halt) und als ich Vorwürfe erhoben habe haben die mir eine Anzeige an Hals gehangen von wegen Androhung der Störung der öffentlichen Ruhe und Bedrohung. Damit haben sie meine Glaubwürdigkeit angegriffen und die Rechnung ging leider für sie auf. Meine Vorwürfe verliefen im Sande und wurden weggekehrt obwohl sie alle berechtigt und belegbar gewesen sind.
                            Und wenn das eine verhältnismäßig kleine Firma mit gut 1.500 Mitarbeitern das hinkriegt wird jede andere größere Firma auch ihre Tricks auf Lager haben ihre Machenschaften zu tarnen. Das läuft 2 bis 3 mal dann zuckt da keiner mehr aus der Reihe weil sie wissen wenn du es machst verlierst du den Job und die machen dir das Leben zur Hölle.

                            Aber mal zurück zum Urlaub:
                            Es war auch Gang und Gebe in der Firma Schichten bei Urlaubsplanung so zu legen dass man mehr Tage nehmen mußte als eig notwendig. Hast du zB für 2 Wochen Urlaub eingelegt und hast das Wochenende dazwischen nicht auch Urlaub eingetragen dann haben die Schichtplaner öfter (lt Tarifvertrag galt auch der Sonntag als Arbeitstag) das so gelegt dass du den Sonntag vor Urlaubsantritt Schicht hattest, das Wochenende zwischen den beiden Wochen arbeiten gehen solltest und den Samstag bzw Sonntag direkt am Ende der 2ten Woche auch wieder arbeiten soltlest. Das kam leider recht häufig vor, so dass einige dann schon für Samstag und Sonntag Urlaub eingereicht hatten und damit ihre Urlaubstage verschwenden mußten. Und dann lass da mal noch 2 Wochen von streichen. Zusammen mit dem Rentenalter auf 70...was hast du dann noch vom Leben ?
                            Ihr müsst uns nicht fürchten, es sei denn, Eure Herzen sind nicht rein. Ihr seid Abschaum, der Jagd auf Unschuldige macht.
                            Ich verspreche Euch, Ihr könnt euch nicht ewig vor der leeren Dunkelheit verstecken.
                            Denn wir werden Euch zur Strecke bringen, wie die räudigen Tiere die Ihr seid.
                            und Euch in die tiefsten Abgründe der Hölle verbannen

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                            • #15
                              Die ganze Geschichte kann man IMHO getrost wieder vergessen. Der gesetzliche Anspruch liegt in Deutschland bei 4 Wochen, also genau der Zeit, die diese komische Frau gefordert hat. Alles darüber hinaus ist Sache der Tarifverträge, wie es hier ja auch schon gepostet wurde.
                              Ändern wird sich also nichts und wenn ein Unternehmen Probleme mit zu vielen Urlaubstagen hat, dann soll es das mit den Angestellten/Gewerkschaften regeln.
                              I am altering the movie. Pray I don't alter it any further.

                              - George Lucas

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