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Integrationspolitik zweckgemäß!?

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  • Integrationspolitik zweckgemäß!?

    Im Sonntagsfragen-Thread ging das Thema leider unter, ist aber gerade aktuell sehr diskussionswürdig, wie ich den Eindruck habe.

    Deshalb hier ein Auszug daraus:

    =======
    Zitat von Slowking
    Nebenbei was gefällt dir denn genau an unserer Asylpolitik / Imigrationspolitik nicht?

    Mir missfällt da auch so einiges, aber höchstwahrscheinlich anderes als dir. Da würd ich doch gern mal Positionen vergleichen.

    Gern, ich würde mich da auch gerne austauschen, denn mit ganz frommen Gewissen würde ich die REPs wahrscheinlich auch nicht wählen. VIelleicht zeigst du mir ja ne Alternative auf. Wie schon gesagt stehe ich der SPD thematisch näher, aber die Integrationspolitik dessen Lieblingskoalitionspartners GRÜNE läuft auf fremdsprachige Amtsformulare hinaus, eine Quote von verbeamteten Immigranten, obgleich es besser qualifiziertere Deutsche gäbe und auf Polizisten aus der Türkei, die wir dann in unseren Breitengraden nötig haben, um sich in deutschen Türkenmilieus zurecht zu finden. Das kanns ja wohl nicht sein. Falls doch rücke ich weiter rechts, ganz klar. Und sicher nicht nur ich.

    Was ich mir unter einer vernünftigen Immigrationspolitik vorstelle, ist genau die, wie sie in Kanada, Schweden und sonstwo seit jeher praktiziert wird:

    - Landessprache als Grundvoraussetzung
    - vorhandene Arbeitsstelle (sprich keine vom-armen-anatolischen-Schafhüter-zum-deutschen-Hartz4-Empfänger-Karrieren inklusive späterer Rente)
    - und bei wiederholter Straffälligkeit sofortige Ausweisung.

    Ein Mindestverständnis für Demokratie und die Gleichberechtigung von Mann und Frau sollte vielleicht auch dabei sein, aber das wäre ja schon Luxus.
    =====

    Wie sehen das andere?

    Und welchen Parteien ist eine vernünftige Integrationspolitik zuzutrauen? (Die GRÜNEN sind mit ihren hirnverbrannten Ideen imho bereits ausgeschieden)

  • #2
    Ich habe es irgendwo anders schon geschrieben: Keine Kompromisse sollte man bei der Sprache machen. Wer hier leben will, soll Deutsch lernen, und mir persönlich ist es auch egal, ob jemand dies dann notfalls 15 Std./Tag unter staatlicher Aufsicht tut, bis er es kann.
    Ein Mindestverständnis für Demokratie und die Gleichberechtigung von Mann und Frau sollte vielleicht auch dabei sein, aber das wäre ja schon Luxus.
    Als Luxus sehe ich das nicht. Im Gegenteil, eher als die zweite harte Grundvoraussetzung (conditio sine qua non) neben der Sprache.

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    • #3
      Und wo erlaubt das Zuwanderungsrecht nun Einreisen zum Zwecke der Hartz IV Karriere?

      Auswärtiges Amt - Zuwanderungsgesetz
      Republicans hate ducklings!

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      • #4
        Sehr lesenswert finde ich ja diese Passage:
        Eine Niederlassungserlaubnis wird erteilt, wenn ein Ausländer seit fünf Jahren eine Aufenthaltserlaubnis besitzt und weitere Voraussetzungen (Sicherung des Lebensunterhalts, keine Vorstrafen, ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache etc.) erfüllt sind.
        Auf gut Deutsch wird eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis nur erteilt, wenn der Betreffende:
        - seit fünf Jahren legal in D lebt
        - seinen Lebensunterhalt bestreitet
        - keine Vorstrafen hat
        - ausreichende Deutschkenntnisse hat

        Damit sind nach dem Gesetz schon mehr Voraussetzungen notwendig als Sinclair_ verlangt. Sinclair_ will also noch einen Schritt zurückgehen. Tolle Einwanderungspolitik!
        "The only thing we have to fear is fear itself!"

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        • #5
          Voraussetzungen, die offensichtlich viel zu spät gezündet haben oder nicht ernsthaft umgesetzt werden. Darüber hinaus gehe ich mal von etlichen Ausnahmen dieser Regeln aus. Und wie sind zum Beispiel "ausreichende Deutschkenntnisse" definiert? Reicht es, ohne Dolmetscher einen Antrag auszufüllen?

          Und wenn alle doch deutsch können, wieso brauchen wir dann fremdsprachige Amtsformulare, Erziehungshelfer, Sozialarbeiter und neuerdings sogar Polizisten?

          Falls (Betonung auf FALLS) diese Einwanderung so strikt betrieben wird, ist das respektabel, doch ist eine der Lücken Zum Beispiel die Eheschließung. Ein 25jähriger männlicher Türke lässt sich eine 18jährige Jungfrau aus Anatolien zwecks Eheschließung einfliegen. Kann die deutsch? Und später ihre gemeinsamen Kinder?

          Wie dem auch sei, falls unsere Einwanderungspolitik bereits so vorbildlich ablaufen sollte, was ich angesichts der Realität in Großstädten vehement bezweifle, kommen wir zu Frage der threadgegebenen Integrationspolitik gegenüber denen, die bereits hier sind, sich aber auch nach 5 Jahren Aufenthalt inklusive aller Vorzüge nicht integrieren wollen.

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          • #6
            Zitat von Sinclair_ Beitrag anzeigen
            Falls (Betonung auf FALLS) diese Einwanderung so strikt betrieben wird, ist das respektabel, doch ist eine der Lücken Zum Beispiel die Eheschließung. Ein 25jähriger männlicher Türke lässt sich eine 18jährige Jungfrau aus Anatolien zwecks Eheschließung einfliegen. Kann die deutsch? Und später ihre gemeinsamen Kinder?
            Tja, lesen soll helfen:
            Beim Ehegattennachzug wurde mit der Reform des Zuwanderungsrechts neu eingeführt, dass beide Ehegatten das 18. Lebensjahr vollendet haben müssen und der nachziehende Ehepartner sich grundsätzlich zumindest auf einfache Art in deutscher Sprache verständigen können muss.
            Ob die späteren Kinder Deutsch lernen ist nicht nur Aufabe der Eltern, sondern auch die des deutschen Ausbildungssystems. Ich bin sowieso dafür, dass zumindest das letzte Kindergartenjahr verflichtend ist, damit die Kinder sich sozialisieren und evtl. schon einfache Deutschkurse machen.
            "The only thing we have to fear is fear itself!"

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            • #7
              Zitat von Sinclair_ Beitrag anzeigen
              Und wenn alle doch deutsch können, wieso brauchen wir dann fremdsprachige Amtsformulare, Erziehungshelfer, Sozialarbeiter und neuerdings sogar Polizisten?
              Weil es eben nicht immer so abgelaufen ist und man mit den Folgen der verfehlten Intergrationspolitik vergangener Jahre immer noch zu kämpfen hat. Ich habe kurz nachdem das Theater losging mal ein Interview mit zwei türkischen Gastarbeitern gelesen, die man in der ersten Welle hereingerufen hat. Denen hat keiner einen Deutschkurs angeboten, noch hat es sonst welche Integrationshilfen gegeben. Die hat man 45 Stunden in die Fabrik gesteckt und das war es. Wen wunderts, dass die heute noch nicht richtig deutsch können?

              Diese Leute haben sich für den Aufbau Deutschlands kaputt gearbeitet, kriegen jetzt 700 Euro Rente und dürfen sich zum Dank von "Migrationsexperten" im Bundesbank-Vorstand auch noch vorwerfen lassen, wegen ihnen würde Deutschland dümmer, und von rechtem Gesocks auf der Straße anpöbeln lassen. Das sollte man sich vielleicht auch mal überlegen.

              Es ist halt nur noch sehr bedingt zu ändern, was bei der Integration dieser Leute falsch gemacht wurde. Die notwendigen Maßnahmen wurden inzwischen ergriffen, nur wirken die eben nicht rückwirkend über Jahrzehnte. Da hilft es auch nicht, wenn man jetzt gegen die vorher zugezogenen hetzt.
              Zuletzt geändert von Chloe; 03.09.2010, 12:19.

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              • #8
                Bei der ganzen Bildungs- und Einwanderungsmisere habe ich allmählich die Faxen dicke. Meiner Ansicht nach sollten bzgl. der Sprache strengste Vorschriften gelten und Auflagen gemacht werden.
                Beim Ehegattennachzug wurde mit der Reform des Zuwanderungsrechts neu eingeführt, dass beide Ehegatten das 18. Lebensjahr vollendet haben müssen und der nachziehende Ehepartner sich grundsätzlich zumindest auf einfache Art in deutscher Sprache verständigen können muss.
                "Wer ein bisschen Deutsch kann", reicht mir nicht.
                Notfalls müssen eben Intensivkurse (15 Std. / Tag) belegt werden.

                Meiner Ansicht nach sollte auch in den Grundschulen ganz massiv Stress gemacht werden: Für Deutschland einheitlich genormte Leistungstests in Deutsch und Mathe, und wer die nicht besteht, wird nicht versetzt.

                Die ganzen unnötigen Fächer gehören entschlackt, und Deutsch massiv aufgestockt. Und wer nach vielen Jahren immer noch nicht richtig Deutsch kann, kriegt Druck ohne Ende.

                Sorry, das ist hart, aber anders geht es anscheinend nicht mehr. Mehr Härte in den Schulen täte den Deutschen selbst auch gut.

                Bei anderen Sachen bin ich kompromissbereiter, aber bzgl. Sprache nicht (mehr).

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                • #9
                  Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
                  "Wer ein bisschen Deutsch kann", reicht mir nicht.
                  Notfalls müssen eben Intensivkurse (15 Std. / Tag) belegt werden.
                  Man kann auch mal ein bisschen bei der Realität bleiben. 15 h pro Tag. Mittag mit eingerechnet oder nicht?

                  Auch verpflichtende Deutschkurse sollten doch den Grundsätzen der Pädagogik Genüge tun, denn es soll sich ja auch ein Lerneffekt einstellen, nicht wahr?
                  Republicans hate ducklings!

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                  • #10
                    Zitat von endar Beitrag anzeigen
                    Man kann auch mal ein bisschen bei der Realität bleiben. 15 h pro Tag. Mittag mit eingerechnet oder nicht?
                    Von 7-22 Uhr - oder auch von 8-20 Uhr - mit entsprechenden Pausen.
                    Mindestens mal eine Woche lang.
                    Zitat von endar Beitrag anzeigen
                    Auch verpflichtende Deutschkurse sollten doch den Grundsätzen der Pädagogik Genüge tun, denn es soll sich ja auch ein Lerneffekt einstellen, nicht wahr?
                    Das kann man ja optimieren. Ich bin davon ausgegangen, dass sich nach einem solchen Intensivprogramm bereits nach einer Woche eine deutliche Verbesserung zeigt und die Betroffenen dann eigenverantwortlicher lernen können, weil sie dann auch wissen, wie. Wichtig wäre aber auch, dass sie wissen, wenn sie keine Fortschritte machen, droht ein erneutes zur Teilnahme verpflichtendes Intensivprogramm.

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                    • #11
                      Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
                      Ich habe es irgendwo anders schon geschrieben: Keine Kompromisse sollte man bei der Sprache machen. Wer hier leben will, soll Deutsch lernen, und mir persönlich ist es auch egal, ob jemand dies dann notfalls 15 Std./Tag unter staatlicher Aufsicht tut, bis er es kann.
                      wobei das für alle bewohner deutschen staatsgrundes gelten sollte, und zwar auf hochdeutsch bezogen.

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                      • #12
                        Zitat von Fiesel Beitrag anzeigen
                        wobei das für alle bewohner deutschen staatsgrundes gelten sollte, und zwar auf hochdeutsch bezogen.
                        Wie schon Chloe geschrieben hat:
                        Zitat von Chloe Beitrag anzeigen
                        Es ist halt nur noch sehr bedingt zu ändern, was bei der Integration dieser Leute falsch gemacht wurde. Die notwendigen Maßnahmen wurden inzwischen ergriffen, nur wirken die eben nicht rückwirkend über Jahrzehnte. Da hilft es auch nicht, wenn man jetzt gegen die vorher zugezogenen hetzt.
                        Was über all die Jahrzehnte falsch gemacht wurde, lässt sich nicht rückwirkend einfach mal durch solche Maßnahmen ändern.

                        Aber man könnte allmählich mal anfangen, den Deutschunterricht sehr ernst zu nehmen.
                        Wenn jemand nicht akzentfrei Hochdeutsch sprechen kann, ist mir das aber egal.

                        Aber natürlich ist es auch nicht ideal, wenn ein Deutscher nur einen Dialekt von sich geben kann, den außerhalb seines Dorfes niemand versteht, von Analphabetismus gar nicht erst zu reden.

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                        • #13
                          Zitat von Fiesel Beitrag anzeigen
                          wobei das für alle bewohner deutschen staatsgrundes gelten sollte, und zwar auf hochdeutsch bezogen.
                          Wie ist den das zu verstehen?
                          Meinst du das Dialekte weggehören?

                          Irgendwie steh ich hier grad aufm schlauch
                          DIE GÖTTIN
                          "I'd agree with you, but nope" - The Motherfucking Emperor
                          "My boobs are killing me because you used them to balance an AK-47!!! Now get out!" - Rei Miyamoto
                          "Irgendwann biste als Gegner halt auch mal gebrochen." - Thomas Müller nach dem 7:1 gegen Brasilien

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                          • #14
                            Zitat von Admiral Piet Beitrag anzeigen
                            Wie ist den das zu verstehen?
                            Meinst du das Dialekte weggehören?

                            Irgendwie steh ich hier grad aufm schlauch
                            na, wenn mich ein urbayer fragt "ischdesoajoagunt?" und ich dann nach viel grübeln und nachfragen rauskriege, dass das "ist das ein jadghund?" heissen soll, dann ist doch genauso ein missstand wie wenn mich der türkische obsthändler fragt "wasist mellonne?", statt "möchten Sie auch noch eine melone dazu?"

                            und in deutschland sprechen wir gefälligst alle hochdeutsch, bzw. sollten wir alle vernünftig hochdeutsch sprechen können. man kann ja außerdem noch seinen dialekt lieben, aber man sollte schon in der lage sein, die tatsächliche landessprache zu sprechen.

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                            • #15
                              Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
                              Das kann man ja optimieren. Ich bin davon ausgegangen, dass sich nach einem solchen Intensivprogramm bereits nach einer Woche eine deutliche Verbesserung zeigt und die Betroffenen dann eigenverantwortlicher lernen können, weil sie dann auch wissen, wie. Wichtig wäre aber auch, dass sie wissen, wenn sie keine Fortschritte machen, droht ein erneutes zur Teilnahme verpflichtendes Intensivprogramm.
                              Also bitte. Am besten noch kasernieren, bis sie anständig deutsch können.
                              Zwangsmaßnahmen, wie sie dir vorschweben, werden bestimmt nicht zum gewünschten Ziel der Integration führen, sondern zum Gegenteil. Ganz abgesehen davon lernt man eine Sprache nicht einer Woche.

                              Wenn es von Experten(!) befürwortet wird (und nicht nur im Wahlkampf oder Talkshows von Politikern aus der Tasche gezogen wird), habe ich nichts gegen verpflichtende Sprachkurse, aber nicht mit unrealistischen Anforderungen oder übertriebenem Zwang und Gewalt.

                              2 bis 3 mal die Woche 2 h sind da völlig ausreichend. Auch so lernt man - den Willen vorausgesetzt - sehr schnell eine Sprache, erst recht, wenn man sie den ganzen Tag praktizieren kann.

                              Das ganze muss natürlich finanziert werden und da verschwindet das dann ganz schnell wieder in der Schublade.
                              Republicans hate ducklings!

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