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Spielt der soziale Status der Mitglieder im SFF eine Rolle ?

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  • Spielt der soziale Status der Mitglieder im SFF eine Rolle ?

    Beim Durchforsten der Threads und beim Anschauen der Profile ist mir aufgefallen, daß nur wenige Angaben zu ihrer Realperson machen. Das ist natürlich jedem freigestellt und ich finde das auch völlig O.K.
    Allerdings stellt sich für mich dadurch auch die Frage: Aus welchem Grund ?

    Ich gehe mal davon aus, daß hier alle Gesellschaftsschichten vertreten sind. Ob es nun Leute in hochqualifizierten Positionen sind oder etwa Arbeiter (im weitesten Sinne zusammengefaßt) oder etwa Alg2-Empfänger sind. Ich selbst gebe zwar mein Alter (43) und mein Geschlecht (m) preis, traue mich aber nicht meinen Beruf oder meinetwegen auch Status zu nennen. Möglicherweise bin ich ja Polizeibeamter.

    Das bin ich natürlich nicht. Ich bin Science Fiction Liebhaber etwa seit meinem 10. Lebensjahr. Dieses Genre bot mir schon seit je her eine gewisse Sichtweise der Welt und der Gesellschaft mit der ich mich mehr identifizieren konnte als alle anderen Interpretationskonzepte des Daseins an sich.
    Ich habe auch niemals wirklich davon abgelassen. Es gab zwar eine Phase in meinem Leben indem mich das Thema nicht so stark interessierte, jedoch sind Sci-Fi und ich kontinuierlich zusammengewachsen.
    Dabei erstreckt sich das Spektrum mittlerweile über Filme, Serien, Comics und Bücher. In der Kindheit auch Hörspiele.

    Aktuell beschäftigt mich die Frage ob die Vorliebe für Sci-Fi Themen schichtenspezifisch ist oder nicht. Klischeehaft ausgedrückt könnte ich auch fragen: Schließt das Interesse für Fußball etwa ein Interesse für Sci-Fi generell aus ? Ich würde dann dieses Klischee reversiv erfüllen. Ein weiteres Klischee wäre auch: Sind Studenten der verschiedenen Naturwissenschaften naturgemäße Sci-Fi Nerds ?

    Ja, ich kann die Reaktionen bereits erahnen. Sind das nicht alles Klischees, die nichts, aber rein gar nichts bedeuten ? Oder etwa doch ?
    Ich selbst habe keine akademische Laufbahn eingeschlagen und dennoch fühle ich mich stark zu SF hingezogen. Und damit meine ich nicht etwa die "kindgerechten" Sachen wie etwa Star Wars. (Sorry, ich sehe das so)
    Ein Kommentar über SGU erübrigt sich für mich hier, das finde ich zwar nicht gerade kindgerecht aber ziemlich an dem vorbei was für mich gute SF ausmacht.
    Ein Film wie "Der 200 Jahre Mann", basierend auf einer Kurzgeschichte v. Isaac Asimov, bedeutet mir da mehr. Ich las das etwa 1990 (ich war damals Produktionshelfer in einer metallverarbeitenden Fabrik) und war davon überzeugt, daß das ein Superfilm wäre und war überglücklich als es später tatsächlich verfilmt wurde.

    Also nochmal:
    Spielt die berufliche Laufbahn und der daraus erwachsende, gesellschaftliche Status eine Rolle ob man als Science Fiction Liebhaber unter seinesgleichen (wie man es ja in einem Forum wie diesem definitiv ist) ernst genommen wird oder nicht ?

    Ich frage das auch deswegen weil ich ein unstudierter Oldie bin und ich manchmal die jüngeren Studenten, die hier posten bei einer gewissen rethorischen Arroganz ertappe.

    Manche geben gar nichts von sich preis, ich würde aber gerne wenigstens verraten was ich im Alltag mache. Allerdings fürchte ich die Konsequenzen, die mich angreifbar machen würden. Denn viel zu oft beurteilen Menschen Aussagen auch nachdem WER irgendetwas sagt, egal WAS er sagt. Und ein darauf zielender Kommentar führt leider allzu oft dazu, daß die Stimme plötzlich verstummt.

    Wie seht Ihr das ?
    Zuletzt geändert von Galactus; 04.10.2010, 07:08.
    "Ganz egal wo Ihr hingeht - da seid Ihr dann." (Buckaroo Banzai)

  • #2
    Zitat von Jobe Beitrag anzeigen
    Also nochmal:
    Spielt die berufliche Laufbahn und der daraus erwachsende, gesellschaftliche Status eine Rolle ob man als Science Fiction Liebhaber unter seinesgleichen (wie man es ja in einem Forum wie diesem definitiv ist) ernst genommen wird oder nicht ?
    Ich sehe das so, dass es nichts zur Sache tut, was man im RL macht. Das KANN bei Diskussionen im Off-Topic-Bereich sinnvoll sein, wo man wirklich einen thematischen Bezug zum Berufsleben ziehen kann, aber im größten Teil des Forums ist das IMO schlichtweg egal.

    Ich bewerte Posts für mich daran, WAS geschrieben wird, WIE es geschrieben wird, werte den Post vielleicht ab wegen massiver Leseschwierigkeiten, aber die Person die dahinter steht interessiert mich dafür eigentlich nicht wirklich.

    Dass wenige Leute angeben, was genau sie machen, mag entweder damit zusammenhängen, dass sie die Relevanz dieser Infos für "Forenkollegen" nicht sehen, oder aus Datenschutzgründen. Beides sind IMO respektable Gründe.

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    • #3
      Zitat v. Draco90831 (sorry, ich vergaß wie es geht)
      Ich bewerte Posts für mich daran, WAS geschrieben wird, WIE es geschrieben wird, werte den Post vielleicht ab wegen massiver Leseschwierigkeiten, aber die Person die dahinter steht interessiert mich dafür eigentlich nicht wirklich.
      Zitatende.

      Dann bist Du für mich ein willkommener Gast dessen Bewertungskriterien mir absolut vernünftig erscheinen. Ich wollte jedoch darauf hinaus ob nicht auch Du geneigt wärest einem Niederstehenden seine Argumente abzusprechen, wenn sie Dir nicht passen würden. Was Du Dir bei Professor X nicht herausnehmen würdest.

      Vorausgesetzt, das Thema ist dementsprechend wichtig.
      Der Off-Topic Bereich ist dafür prädestiniert, denn hier geht es ja meist nicht um die Frisur von Star-Model-X.
      Zuletzt geändert von Galactus; 04.10.2010, 09:08.
      "Ganz egal wo Ihr hingeht - da seid Ihr dann." (Buckaroo Banzai)

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      • #4
        Also ich kann Draco hier nur zustehen. Und wer die Argumente vorbringt ist eigentlich egal, solange sie logisch sind.
        Natürlich würde man bei Fragen zur Kernspaltung einem Atomphysiker eher glauben, als einem Hausmeister, was aber auch mit dem Fachgebiet zusammenhängt. Bei Fragen die mit seinem Fachgebiet aber überhaupt nichts zu tun haben, nimmt man ihn nicht wichtiger als den Hausmeister.

        Der soziale Status ist hier eigentlich egal. Außerdem kann jeder schreiben, dass er einen Doktortitel in dem und dem hat. Deswegen muss es noch lange nicht stimmen. Man merkt für gewöhnlich an Beiträgen ob der dahinter stehende User Ahnung hat oder nicht. Ob man ein Argument von vorneherein eher geneigt ist zu glauben oder ihm misstrauisch gegenübersteht, hängt hauptsächlich davon ab wie der entsprechende User sonst argumentiert. Jemand der dafür bekannt ist, nur seine eigene Meinung zu posten und diese als objektive Fakten hinzustellen, dem wird man wahrscheinlich weniger glauben als jemand der immer objektiv postet. Und selbst da wird sein Argument, wenn er entsprechende Quellen postet doch akzeptiert.

        Und dass man seine persönlichen Daten nicht ins Profil schreibt ist klar. Das ist kein Chatforum für Jugendliche, wo jeder alles ins Netz stellt. Man ist hier sehr auf Datenschutz bedacht. Und etwas das nicht unbedingt im Profil stehen muss, wird deswegen auch nicht reingeschrieben. Natürlich gebe ich bei Diskussionen ab und zu auch meinen Beruf preis, wenn es mir etwas nützt.
        Ich möchte im Schlaf sterben wie mein Großvater, nicht schreiend und heulend wie sein Beifahrer im Wagen. - Will Shriner

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        • #5
          Ich bin, ehrlich gesagt, ein wenig überrascht, daß die ersten Antworten von sehr jungen Leuten kommen (Ihr habt Euer Alter im Profil angegeben).
          Ihr dürft das nicht mißverstehen, aus meiner Sicht seid Ihr jung.
          Und irgendwie freut mich das auch. Denn Ihr widersprecht meinen anfangs aufgestellten Klischeethesen. Auch das Alter kann ein mögliches Objekt von Bewertung sein.
          Stellt Ihr eine Ausnahme dar ?

          Ich habe auch ein paar Vorurteile gegenüber der jungen Generation. Die äußert sich manchmal in Gedanken oder Kommentaren, die etwa im Kern die Aussage haben: Komm Du erstmal in mein Alter.
          Was m.E. auch meistens ziemlich blöde ist. Allerdings wird Lebenserfahrung defacto auch bei Intelligenztests durchaus berücksichtigt.

          Und hier fange ich an, die Profilangaben in meine Bewertung mit einzubeziehen. Und da tappe ich fast schon in meine eigene Falle. Merkt Ihr worauf ich hinaus will ?
          Gerade das finde ich äußerst interessant.

          Verschweigen User ihr Alter weil sie sich als zu jung oder zu alt ansehen ?
          Ich persönlich bin des öfteren auch schon mal irritiert, wenn ich nicht weiß wie alt mein Diskussionspartner ist. Allerdings kann eine Diskussion gerade zwischen wissentlich verschieden alten Kontrahenten sehr fruchtbar enden. Wenn sie sich nur genügend Zeit und gegenseitigen Respekt gönnen.

          Ähnliche Effekte erhoffe ich mir auch zwischen den gesellschaftlichen Schichten. Wenn sich ein Müllmann und ein Prof. hier fruchtbar austauschen können - vorausgesetzt sie bringen den gleichen Respekt füreinander auf - dann wäre das doch prima.
          Praxisbezogen würde das bedeuten, daß der Projektentwickler am untersten Ende der Befehlskette nachfragt ob sein Konzept überhaupt erfolgreich ist oder nicht. Und die Erfahrungen und Aussagen der ausführenden Kräfte dann auch wirklich ernstgenommen werden. Und nicht ignoriert, weil sie nicht ins erträumte Konzept passen.

          Im Roddenberry-Universum (startrek) geht soetwas doch auch, oder ist das etwa eine nicht realisierbare Utopie ? Böse Zungen behaupten sogar Star Trek sei eine schleichende Strategie zur Einführung sozialistischer/kommunistischer Ideen.
          Materieller Wohlstand spielt keine Rolle mehr. Wissen ist das Kapital welches nicht mehr zur Unterdrückung dient sondern dem Fortschritt und Wohlstand der gesamten Gesellschaft.

          Solange wir aber genötigt sind unsere Identität bei Äußerung solcher Gedanken zu verschleiern, weil wir nicht gedemütigt werden wollen, ist dieses Ziel noch sehr weit entfernt.

          Das könnte ein Grund für die Identitätsverschleierung im Forum sein, die dann ein Ausdruck der Angst vor vorherrschenden, dem gegenüberstehenden Meinungen ist. Und hier spielt dann der gesellschaftliche Status vielleicht eine tragende Rolle.
          Weil der Wunsch nach Veränderung von nicht ernstzunehmenden Individuen stammt, die ja keine Ahnung haben.
          Zuletzt geändert von Galactus; 04.10.2010, 11:03.
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          • #6
            Sci Fi Fans kommen aus allen Schichten und ich hab zumindest bei Cons immer gemerkt, dass es da auch völlig wurscht ist, ob man arbeitslos ist oder Prof Dr. bei der Charite.

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            • #7
              Zitat von Bethany Rhade Beitrag anzeigen
              Sci Fi Fans kommen aus allen Schichten und ich hab zumindest bei Cons immer gemerkt, dass es da auch völlig wurscht ist, ob man arbeitslos ist oder Prof Dr. bei der Charite.
              Bei solchen Anlässen geht es ja auch um Nichts.
              Ich behaupte mal, daß es da hauptsächlich um Kostüme und Schauspieler geht.
              Politische Inhalte bleiben da meist außen vor.
              Man könnte sich genauso auf dem Oktoberfest treffen und eine Maß zusammen trinken und sich gemeinsam an der blauweißen Gaudi erfreuen.
              Danach zieht jeder seines Weges und geändert hat sich erstmal nichts.
              -
              -
              Müde jetzt. Geh zur Ruh, decke meine Augen zu.
              Zuletzt geändert von Galactus; 04.10.2010, 11:26.
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              • #8
                Zitat von Bethany Rhade Beitrag anzeigen
                Sci Fi Fans kommen aus allen Schichten und ich hab zumindest bei Cons immer gemerkt, dass es da auch völlig wurscht ist, ob man arbeitslos ist oder Prof Dr. bei der Charite.
                Ich denke, SciFi-Fans haben eine tolerante Grundeinstellung und zumindest teilweise einen ähnlichen Idealismus. Ich finde es auch gut, dass einige mit einem naturwissenschaftlichen Background einige typische SciFi-Probleme mit einer "Engelsgeduld" interessierten Laien erklären. Außerdem bemerken viele von uns immer wieder, dass selbst harte Diskussionen hier ziemlich gesittet ablaufen. Trotzdem oder gerade deshalb sind auch einige, die bereit sind, sich mit ihrer Meinung eine "blutige Nase" zu holen. Wir sind einfach ein bunter Haufen, schillernd wie die SciFi-Universen, wo sich jeder so einbringt wie er will und kann. Das ist schließlich kein Partnerschafts-Forum, wo es um pure Selbstdarstellung, bzw gefakete Charaktere geht, um andere Menschen zu manipulieren.
                \\// Dup dor a´az Mubster
                TWR www.labrador-lord.de
                United Federation of Featherless
                SFF The 6th Year - to be continued

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                • #9
                  zumindest mir ist der "solziale status" der anderen recht egal. ich lasse mich aber auch in der realität durch status-symbole nicht beeindrucken, z.B. wird die meinung eines anderen nicht dadurch hochwertiger, dass der autor einen anzug trägt oder aus einem porsche aussteigt.


                  es ist zwar hier und da passend, wenn man auf gewisse erfahrungen zu irgendeinem thema verweist, entscheidend sind aber ganz einfach die gemachten aussagen zum thema.


                  ich schaue mir die meinungen anderer vor allem an, um meinen "na, was es nich alles gibt"-horizont zu erweitern. welcher mensch genau dann hinter der meinung steht, ist mir gar nicht so wichtig.


                  .
                  EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

                  Fiesel schrieb nach 5 Minuten und 28 Sekunden:

                  Zitat von Jobe Beitrag anzeigen
                  Dann bist Du für mich ein willkommener Gast dessen Bewertungskriterien mir absolut vernünftig erscheinen. Ich wollte jedoch darauf hinaus ob nicht auch Du geneigt wärest einem Niederstehenden seine Argumente abzusprechen, wenn sie Dir nicht passen würden. Was Du Dir bei Professor X nicht herausnehmen würdest.

                  Vorausgesetzt, das Thema ist dementsprechend wichtig.
                  Der Off-Topic Bereich ist dafür prädestiniert, denn hier geht es ja meist nicht um die Frisur von Star-Model-X.
                  gerade die qualifikation eines menschen steigt eher, wenn jemand seine standpunkte gut und logisch erklären kann, auch auf nachfragen hin. ein "ist so, glaubt es mir einfach, ich hab ahnung!!" ist zu armselig.


                  gut, wenn man sich bei jedem poster die wahrheit dahinter ansehen könnte, also keine eigenen angaben sondern einen notariell beglaubigten lebenslauf (), dann könnte das hier und da tatsächlich genügen. aber auch dann: wer nicht bereit ist auf nachfragen einzugehen, ist kein würdiger gesprächspartner.
                  Zuletzt geändert von Fiesel; 04.10.2010, 11:33. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!

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                  • #10
                    Zitat von Jobe Beitrag anzeigen
                    Beim Durchforsten der Threads und beim Anschauen der Profile ist mir aufgefallen, daß nur wenige Angaben zu ihrer Realperson machen. Das ist natürlich jedem freigestellt und ich finde das auch völlig O.K.
                    Allerdings stellt sich für mich dadurch auch die Frage: Aus welchem Grund ?
                    Der soziale Status ist in meinem VT beschrieben, nicht aber in meinem Profiel. Die meisten meiner Onlinefreunde hier On-Board kennen meinen Real Name und jeder meiner Onlinefreunde die mein Profiel besuchen wissen auch wie ich aussehe.

                    Zitat von Jobe Beitrag anzeigen
                    Ich gehe mal davon aus, das hier alle Gesellschaftsschichten vertreten sind. Ob es nun Leute in hochqualifizierten Positionen sind oder etwa Arbeiter (im weitesten Sinne zusammengefasst) oder etwa Alg2-Empfänger sind. Ich selbst gebe zwar mein Alter (43) und mein Geschlecht (m) preis, traue mich aber nicht meinen Beruf oder meinetwegen auch Status zu nennen. Möglicherweise bin ich ja Polizeibeamter.
                    Zitat von Jobe Beitrag anzeigen
                    Das bin ich natürlich nicht. Ich bin Science Fiction Liebhaber etwa seit meinem 10. Lebensjahr. Dieses Genre bot mir schon seit je her eine gewisse Sichtweise der Welt und der Gesellschaft mit der ich mich mehr identifizieren konnte als alle anderen Interpretationskonzepte des Daseins an sich.
                    Ich habe auch niemals wirklich davon abgelassen. Es gab zwar eine Phase in meinem Leben indem mich das Thema nicht so stark interessierte, jedoch sind Sci-Fi und ich kontinuierlich zusammengewachsen.
                    Dabei erstreckt sich das Spektrum mittlerweile über Filme, Serien, Comics und Bücher. In der Kindheit auch Hörspiele.
                    Das ging mir ähnlich

                    Zitat von Jobe Beitrag anzeigen
                    Aktuell beschäftigt mich die Frage ob die Vorliebe für Sci-Fi Themen schichtenspezifisch ist oder nicht. Klischeehaft ausgedrückt könnte ich auch fragen: Schließt das Interesse für Fußball etwa ein Interesse für Sci-Fi generell aus ? Ich würde dann dieses Klischee reversiv erfüllen. Ein weiteres Klischee wäre auch: Sind Studenten der verschiedenen Naturwissenschaften naturgemäße Sci-Fi Nerds.?
                    Nein Sci Fi ist kein absolutes Nerd Domeziel. Und Sci Fi schließ auch andere vorlieben nicht aus und geht durch alle schichten der Gesellschaft. Nein nicht alle Studenten und Naturwissenschaftler sind automatisch Sci Fi Fans.

                    Zitat von Jobe Beitrag anzeigen
                    Ja, ich kann die Reaktionen bereits erahnen. Sind das nicht alles Klischees, die nichts, aber rein gar nichts bedeuten ? Oder etwa doch ?
                    Ich selbst habe keine akademische Laufbahn eingeschlagen und dennoch fühle ich mich stark zu SF hingezogen. Und damit meine ich nicht etwa die "kindgerechten" Sachen wie etwa Star Wars. (Sorry, ich sehe das so)
                    Ein Kommentar über SGU erübrigt sich für mich hier, das finde ich zwar nicht gerade kindgerecht aber ziemlich an dem vorbei was für mich gute SF ausmacht.
                    Ein Film wie "Der 200 Jahre Mann", basierend auf einer Kurzgeschichte v. Isaac Asimov, bedeutet mir da mehr. Ich las das etwa 1990 (ich war damals Produktionshelfer in einer metallverarbeitenden Fabrik) und war davon überzeugt, daß das ein Superfilm wäre und war überglücklich als es später tatsächlich verfilmt wurde.
                    Zitat von Jobe Beitrag anzeigen
                    Also nochmal:
                    Spielt die berufliche Laufbahn und der daraus erwachsende, gesellschaftliche Status eine Rolle ob man als Science Fiction Liebhaber unter seinesgleichen (wie man es ja in einem Forum wie diesem definitiv ist) ernst genommen wird oder nicht ?

                    Ich frage das auch deswegen weil ich ein unstudierter Oldie bin und ich manchmal die jüngeren Studenten, die hier posten bei einer gewissen rethorischen Arroganz ertappe.
                    Jeder Charakter hat seine Eigenheiten manchmal halt auch Arroganz. Ich denke jegliche Erfahrungen und Wissen sind je nach Perspektive wertvoll. Deshalb habe auch ich viele Freunde die ein Studium hinter sich haben oder Studieren. Es spielt für mich schlichtweg keine rolle wo man herkommt oder was man tut. Es spielt aber eine Rolle wie man sich verhält. Möglicherweise spielt letztere Frage für den ein oder anderen doch eine Rolle, dass kann ich mir schon vorstellen. Mir ist es jedenfalls egal, da ich mir sicher bin das jeder so seine Qualitäten hat und ich sehr genau weiß wer oder was ich bin und in wieweit ich befähigt bin und wo meine Grenzen liegen. All das hat aber nichts damit zu tun ob man nun Sci Fi Fan ist oder nicht.[/QUOTE]

                    Zitat von Jobe Beitrag anzeigen
                    Manche geben gar nichts von sich preis, ich würde aber gerne wenigstens verraten was ich im Alltag mache. Allerdings fürchte ich die Konsequenzen, die mich angreifbar machen würden. Denn viel zu oft beurteilen Menschen Aussagen auch nachdem WER irgendetwas sagt, egal WAS er sagt. Und ein darauf zielender Kommentar führt leider allzu oft dazu, daß die Stimme plötzlich verstummt.
                    Wie seht Ihr das ?
                    Nein es ist relativ einfach mit Konflikten, die habe ich selten und wenn dann im Regelfall mit nur einer Person wieso sollte ich mich also von einem Board , welches mir gefällt, wegen einer Person distanzieren ? Vielmehr ist es gefährlicher das Informationen dieser art in Falsche Hände geraten, denn man wird in dieser Gesellschaft zeitweilig definitiv nach seinem Status bemessen. Was aber im Regelfall wenig mit den aktiven Member hier on Board zu tun hat. Wenn es um runterputzende, Statusbezogene und beleidigende Kommentare geht - die sind allgemein ein absolutes no go. Sie werden definitiv auch von der Memberseite sehr ungern gesehen.

                    LG Infinitas
                    -

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                    • #11
                      Ich finde die Fragestellungrecht intressant und mir fällt dazu eigentlich nur ein einen "Schwank" aus der (meiner) vergangenheit zum besten zu geben.
                      Aber zuerst mal habe ich zb.kein Problem damit,mein Alter oder meinen Beruf bzw. beruflichen Status "bekannt" zu geben,wobei ich das auf der anderen Seite aber auch nicht "Herausstellen" würde,nur um in einer Diskussion damit zu betonen das genau ICH derjenige bin der genau "Bescheid" weiss ,was manche ja gerne tun indem sie ihr Studium oder ihren momentanen Job als den ultimativen "Durchblickfaktor" ins Rampenlicht stellen. Sicherlich ist es manchmal hilfreich,grade bei Diskussionen hier im OT,zu wissen woher derjenige denn seine "Argumente" bezieht,ob er nur was gehört oder gar gelesen hat,oder ob er sogar persönliche Erfahrungen hat..oder ob er das nur aufgrund der Erfahrung seines Lebensalters beurteilt...
                      Aber nun zum "Schwank": Vor mittlerweile 11 jahren (scheisse ist das wirklich schon so lange her) hab ich Spass daran gehabt wegen eines RTS Games namens "Cossacks" einem "Clan" beizutreeten (daher kommt übrigens das [OTG] (off topice Gang) in meinem Nick). Wir haben gezockt und uns im entsprechenden Forum von CDV herumgestritten. Da war ein User namens "Golden Hind" ein absoluter Zankapfel,er wusste absolut ALLES besser und hat das mit absolut absurden Ideen und Postings auch verteidigt (sorry wenn ich das so sagen muss, er war sozusagen der "Antiker92" des Cossacks Forums ) grauenhaftes Deutsch (wegen "Translate.ru) teilweise absoluter Bullshit was er schrieb und nichts und niemand konnte ihn von seiner (Blödsinnigen) Meinung abbringen ohne das er auch nur den "Hauch" eines Beweises seiner Behauptungen erbracht hätte..
                      soweit so gut,das ging über 2 Jahre so (und ich denke jeder kann nachempfinden was das alles heisst,der sich in einem Forum einen "Lieblingsfeind" erkoren hat )..und dann kam Cosacks2 heraus und so ziemlich alle trafen sich auf einer entsprechenden Con zum release des games.

                      Was war ich "platt" die Leute dann mal real zu sehen und zu erleben....
                      besagter "Golden Hind" den ich vorher für einen grade aus Kasachstan eingewanderten,dem deutschen nicht mächtigen,pubertierenden 15Jährigen hielt,entpuppte sich als fast 60Jähriger,gestandener Mann,der erfolgreich mehrere Firmen leitetete und im Monat mehr verdient als ich im Jahr..während einige meiner "Meinungskollegen" sich dann als wirklich pubertierende Gymnasiasten/Studenten herausstellten,die ich aufgrund der Art ihrer Postings doch eher als "Gestandene" Personen gesehen hatte..

                      seither gebe ich realtiv wenig auf das was man von sich selber auch in einem Forum preisgibt...sicherlich hilft das ein wenig das "Gegenüber" einzuschätzen..aber den "Durchblick" bringt es sicherlich nicht
                      .>ACHTUNG, freilaufender "Linker Gutmensch"! VORSICHT BISSIG!<

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                      • #12
                        Zitat von Jobe Beitrag anzeigen
                        Beim Durchforsten der Threads und beim Anschauen der Profile ist mir aufgefallen, daß nur wenige Angaben zu ihrer Realperson machen. Das ist natürlich jedem freigestellt und ich finde das auch völlig O.K.
                        Allerdings stellt sich für mich dadurch auch die Frage: Aus welchem Grund ?
                        Weil man in einem öffentlichen Forum nun mal so wenig wie möglich von sich selber preisgeben sollte. Das ist auch nicht paranoid, sondern eine alte Forenweisheit.

                        Weiterhin wird man nie wissen, ob die Angaben im Profil der Wahrheit entsprechen. Mit ein bisschen Kreativität kann sich hier jeder eine Bilderbuchkarriere zusammenbasteln und mit "Beweise" belegen. Hinter einem tollen Profil kann sich ein Idiot verbergen, hinter einem "leeren" Profil aber ein intelligenter, weitgereister, erfahrener Mensch.

                        Wer was ist, das merkt man sowieso erst im direkten Gespräch bzw man lernt es aus den Posts. Und da dies so ist, ist es auch egal, was so alles im Profil steht. Bestenfalls ist es eine nette Beigabe, mehr nicht.
                        Ein kleines Land kann nicht mit einem großen wetteifern, wenige nicht mit vielen; die Schwachen nicht mit den Starken.

                        - Mencius

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                        • #13
                          Also ich hab nix im profil stehen,weil ich das nicht als wichtig erachte.Wobei ich sagen muss dass ich kein problem damit habe zu erwähnen,wo ich Gesellschaftlich stehe.Ich bin ein einfacher Arbeiter,habe keine Berufsausbildung und verdiene meine Brötchen mit harter körperlicher Arbeit.
                          Einen Unterscheid merke ich schon was den einen oder anderen Post angeht insofern gehe ich oft davon aus, dass je nach Qualität des Posts ein gewisser Bildungsgrad dahinter steckt,was mich dann zu der Erkenntnis führt das ein entsprechender "Stand" in der Gesellschasft vorhanden ist.Das merkt man z.B. im Technik Unterforum,wo ganz klar zu lesen ist,dass da ein Abiturient oder Student schreibt,wenn es z.B. um Kosmologie oder Physik geht,da unterscheidet sich schon der Studierte vom Laien,für den normalen Hauptschüler sicherlich ein Problem dort mitzuhalten,was die Argumentation angeht,was z..B. komplexe wissenschaftliche Thesen und Formeln angeht.
                          Auch im Politik Unterforum merkt man schon einen gewissen Bildungsgrad,wenn man sich z.B. Themen wie Islamisierung,Religion ect anschaut und durchliesst,dort merke ich deutlich den Unterscheid zwischen gebildeten User und dem allgemeinen Pöbel der Vorurteile schürt und verbreitet.
                          ABER...man kann sich natürlich auch irren.Nicht immer treffen die Annahmen zu.Hier muss man aufpassen um nicht falsche Schlüsse zu ziehen...deshalb mache ich mir gar nicht erst den Stress zu versuchen die User anhand ihrer Posts zu analysieren und in Gesellschaftliche Schichten einzuteilen.
                          "Eines Tages wird alles gut sein, das ist unsere Hoffnung. Heute ist alles in Ordnung, das ist unsere Illusion." Voltaire

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                          • #14
                            Zitat von Jobe Beitrag anzeigen
                            Also nochmal:
                            Spielt die berufliche Laufbahn und der daraus erwachsende, gesellschaftliche Status eine Rolle ob man als Science Fiction Liebhaber unter seinesgleichen (wie man es ja in einem Forum wie diesem definitiv ist) ernst genommen wird oder nicht ?

                            Ich frage das auch deswegen weil ich ein unstudierter Oldie bin und ich manchmal die jüngeren Studenten, die hier posten bei einer gewissen rethorischen Arroganz ertappe.
                            Also mir kam mal einer mit "ich habstudiert, du bist Bauarbeiter, also hast du eh keine Bildung".. frei übersetzt.
                            und ja, das mit den Studenten ist mich auch schon aufgefallen.
                            >ACHTUNG, freilaufender "Linker Gutmensch"! VORSICHT BISSIG!<

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                            • #15
                              Studium oder Berufsausbildung hat ja auch gar nicht zwingend so viel zu sagen.
                              Jemand, der 25 Jahre in einem Bereich tätig ist, kennt sich nicht unbedingt schlechter aus als jemand, der 3 Jahre das Thema studierte.

                              Die Herangehensweise an ein Problem ist oft nur unterschiedlich.
                              Es gibt eben auch einfach unterschiedliche Persönlichkeiten. Der eine geht lieber "learning by doing" vor und eignet sich sozusagen nebenbei während der praktischen Tätigkeit das theoretische Wissen an, der andere geht lieber von einem gedanklichen Überbau aus und arbeitet sich danach von der abstrakten Theorie in die praktische Umsetzung vor.

                              Ich bin im Moment der einzige aus meiner Familie, der studiert, finde aber nicht, dass ich klüger bin als andere. Mir liegen halt einfach nur andere Dinge, die in einem Studium wichtig sind, während mir auf der anderen Seite manch anderes weniger gelingt als meinem nicht-studierenden Bruder.


                              Und was ist überhaupt sozialer Status?
                              Sind das akademische Titel, ist das Geld bzw. viele Statussymbole, ist das Karriere oder ist das ein überragendes Allgemeinwissen?
                              All diese Dinge bedingen sich nicht unbedingt. Man kann Geld haben und ein Idiot sein. Man kann Akademiker sein aber sich eben nur Spezialwissen angeeignet haben, während der Postboote von nebenan in seiner Freizeit die Weltgeschichte auswendig lernt. Man kann intelligent sein aber aufgrund anderer Eigenschaften in der Karriere nicht weit kommen...

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