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Irische Bankster greifen tief in unsere Tasche

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    Aktueller Spiegel-Artikel "Endspiel in Europas Casino" von Stefan Schultz:
    Irland flüchtet unter den EU-Rettungsschirm - und deutsche Steuerzahler müssen nun irische Banken retten, die sich mit windigen Hypotheken-Deals verzockt haben.
    Ursprünglich war der Euro-Rettungsschirm dazu gedacht, die Anleger zu beruhigen. Es wurden Milliardenkredite für notleidende Länder in Aussicht gestellt, gleichzeitig wurde immer wieder betont, dass diese wahrscheinlich nie abgerufen werden müssen. Jetzt ist das eingetreten, das nicht eintreten sollte: Die EU-Kredite werden an ein Krisenland vergeben, und die Gefahr, dass Irland die Milliardenhilfen tatsächlich abrufen muss, ist groß. Denn die Probleme im Bankensektor dürften sich in den kommenden Monaten noch deutlich verschärfen, der Finanzbedarf der Regierung entsprechend steigen.
    Das sind Fässer ohne Boden. Wo soll das enden?

    Dabei hat Irland nur 4,5 Millionen Einwohner, aber mehr als 700 Milliarden Dollar Schulden im Ausland.

    Warum hat die EU das alles überhaupt zugelassen?
    Wie haben die Bankster das gemacht?

    Muss Irland jetzt nicht schnellstens raus aus der Eurozone, bevor alles wie beim Domino zusammenkracht?


    .
    EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

    irony aka transportermalfunction schrieb nach 11 Minuten und 50 Sekunden:

    Was mich bei diesem Spielcasino-Betrieb der Banken am meisten ärgert:

    Gewinne gehen in die Taschen der Bankster, Risiken hingegen trägt der Steuerzahler

    :
    :

    Zur Diskussion stehen natürlich auch die Folgen für Irland.
    Zuletzt geändert von irony; 24.11.2010, 16:08. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!

  • #2
    Und das bei einem Land, das durch extrem niedrige Steuersätze im internationalen Unterbietungswettbewerb Unternehmen ins Land gelockt hat.

    Und jetzt, wo die Steuereinnahmen nicht reichen, sollen die anderen Länder, denen man die fetten Brocken weggeschnappt hat, auch noch dafür zahlen.

    Ist Kapitalismus nicht was Wunderbares? Jedenfalls für die Reichen.
    "Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten." (Erwin Pelzig)

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    • #3
      War hier genauso: Geld ging in die Taschen der Bankster, wir durften für bluten.

      Hauptsache die Bankster kriegen auch noch ihre Bonizahlungen.

      Gesetze dagegen gibts bis heute nicht. Warum wohl?! Ein Schelm, wer böses denkt.

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      • #4
        Ich kann, bei aller Sympathie eurer Position (ist ja auch meine! ^^) langsam die Aufregung nicht mehr verstehen.
        Schont doch mal eure Nerven. Blendet es aus. Ob daraus mehr wird oder nicht, ist fern jeglicher Einflussnahme. Jegliche rechtstaatlich-demokratische "Gegenwehr", etwa in Form von Massenprotesten u.ä, wird das Bankstertum und die "aktuelle" Entwicklung nicht beenden, mildern oder umkehren. Dazu sind die Machtstrukturen in den letzten 50 bis eigentlich 150 Jahren zu sehr einseitig gewachsen und verfestigt, die Finanzindustrie zu sehr ent-kapitalisiert und entkoppelt von realen Zusammenhängen.

        Es ist doch wirklich offensichtlich, dass bis zu einem gewaltsamen Umsturz von größerem, globalen Ausmaß oder einem wirklich weltweiten Totalkollaps der gesamten Wirtschaft (und zwar in der Form jahrelangen Hungers, Frierens und Elends auch bei uns) keinerlei grundliegende Änderung eintreten wird. Wir werden NICHT erleben, dass die Politiker von sich aus gegenüber der Finanzindustrie den "Neustart-Button" drücken.

        Ich für meinen Teil komme mit dieser Einstellung besser durch die Bankster-Krise. Nennt mich resignierend, phlegmatisch, aber eher kriegen wir nen gerechtes Steuersystem (haha) und sehen das Ende des Energielobbyismus, als ein Ende des Bankstertums.

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        • #5
          Wundert es nochjemand das wir sturen Schweizer ums verrecken nicht in die EU wollen?
          Ich meine, wir hatten auch unsere kleinen Bankenkriesen, und wir mussten die UBS stützen.
          Aber die haben den Kredit mit Zinsen auf Hehler und Pfennig zurückgezahlt.

          Dass sich die Politik jeglicher Erkenntnis aus der Sache verschliesst, darf nun wirklich niemanden überraschen.
          So lauft das nunmal in jeder modernen Kleptokratie.

          Mein Rat an Deutschland: Tretet aus der EU aus. Ihr seid dort nur noch der Bezahlvater.
          Understanding the scope of the problem is the first step on the path to true panic.

          - Florance Ambrose

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          • #6
            Wir leiden aber auch besonders, weil ein Schweizer die Deutsche Bank gekapert hat und bestens mit Mutti befreundet ist. ^^
            "Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten." (Erwin Pelzig)

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            • #7
              Es ist doch sowieso absehbar das wir zusammen mit den Amerikanern das System durch Inflation wieder auf null setzen werden. Die können angesichts der Geldmengen die sie neu geschaffen haben, ihrer Verschuldung und vor allem aufgrund ihres Handelsdefizits garnicht anders.
              Und wir werden mitziehen.

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              • #8
                Die Eurozone zahlt doch nur aus Schiss, nach einer griechischen oder irischen Staatsinsolvenz selbst einen Credit Spread auf seine Staatsanleihen schlagen zu müssen.

                Allein deswegen zahlen sie.
                Ob das langfristig die Lösung sein kann, bezweifle ich. Sieht für mich ein bisschen nach Insolvenzverschleppung aus.
                When I feed the poor, they call me a saint.
                When I ask why the poor are hungry, they call me a communist.


                ~ Hélder Câmara

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                • #9
                  Kleiner Newsflash:
                  Irischer Ministerpräsident kündigt Neuwahlen an
                  Das Parlament soll im Januar aufgelöst werden.

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                  • #10
                    Ja, auch schon gelesen.
                    Nu, das nennt man wohl "Flucht aus der Verantwortung".

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                    • #11
                      Dem ist doch der Koalitionspartner davongelaufen.
                      Grüne halt...

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                      • #12
                        Worauf ich mir absolut keinen Reim machen kann ist folgendes:
                        Cowens wirtschaftsliberale Fianna-Fáil-Partei regiert mit den Grünen und der Unterstützung von Parteilosen.
                        Irland wird von GELB-GRÜN + Parteilosen regiert?
                        Kann mir das mal einer erklären?
                        Wer räumt dann bei den Neuwahlen ab?

                        So tief wie die Iren in der Scheiße stecken, kommt wohl das härteste Sparpaket aller Zeiten, oder was?

                        Erst mal soll Deutschland nur lächerliche 25 Milliarden zahlen. Na, ist ja kein Problem.

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                        • #13
                          Ja, ja und dann sind natürlich 5 Euro für Hartz 4 Empfänger noch zu viel.

                          Ja, Deutschland sollte raus aus der EU, sich wieder um den Binnenmarkt kümmern und versuchen, den Export nichtzu tief in die Scheiße zu reiten. Aber der Binnenmarkt muss definitiv wachsen. So, wie es jetzt ist, gehts einfach nicht.

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                          • #14
                            Dieser Rettungsschirm war ja so gebastelt worden, dass angeblich nie, nie, niemals jemand das Geld wirklich vom Tisch holt .

                            Was für ein Schwachsinn! Wenn die Staatschefs so dumm sind, das Geld auf den Tisch zu legen, warum sollten diese schmierigen Bankster nicht ihre gierigen Finger danach ausstrecken?

                            Fakt ist: Von den ganzen Finanzproblemen ist nicht ein einziges gelöst.

                            Vielleicht gibt es ja statt Hartz-IV bald ein Hartz-Null, d.h. überhaupt kein Geld mehr für Soziales.

                            Aber selbst ein solcher Ultra-Sparkurs befreit die Staatsfinanzen nicht aus dem Klammergriff der Bankster.

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                            • #15
                              Bin ich eigentlich der einzige, der es komisch findet, dass es immer die Steuerparadiese sind, die pleite gehen? Schade, dass die FDP sich in den nächsten Jahren ziemlich aus der Regierungsposition verflüchtigen wird, es wäre doch interessant zu sehen, wie lange es dauern würde, bis Guido die Bundesrepublik zum Pleitegeier gemacht hat.
                              "The only thing we have to fear is fear itself!"

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