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Wie sieht ein gutes Bildungssystem aus ?

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  • Wie sieht ein gutes Bildungssystem aus ?

    Wie sieht ein gutes Bildungssystem nun aus ? wieviel kostet es und wie viel gewinn würde es machen
    was meint ihr

  • #2
    Gewinn kann man da nicht abmessen, da Bildungssysteme sich erst nach Jahren rentieren.

    Für mich gehören kleine Klassen (10-15 Schüler), Praxisbetohntheit (vielleicht auch Vernknüpfungen mit Betrieben), gute Allgemeinbildung (besonders in politischen Sachen und jüngerer Geschichte) und Lehrer, die nicht müde vom Unterrichten sind, sondern sich immer neu engagieren. Meiner Meinung nach ist auch ein Lehrer mit demokratischen Führungsstil der beste; darunter verstehe ich Freundichkeit und Herzlichkeit, bei der man aber merkt, dass Autorität dahinter ist. Ich hab 2 von diesem Typus, und da macht der Untericht einfach Spaß.

    Kosten... Ich weiß nicht, wie viel das deutsche Bildungssystem kostet, aber nochmal die Hälfte sollte es schon sein.

    Und was ich über das deutsche und österreichische Schulsystem gehört habe, flößt mir Grauen ein. Gibt es da wirklich nur Hauptschule und Gymnasium? Das müsste man auch anders regeln, da es mMn ziemlich ungerecht ist, die Schüler fest in Kriterien zu packen. Und so kommen oft auch nur besser situierte an einen Doktortitel.

    Ich will ja nicht sagen, dass Italien in allem gut ist, aber hier gib es Grundschule, Mittelschule und danach eine Oberschule für jedes Bedürfnis: Gymnasien, Handelsschulen, Industrieoberschulen (Elektronik, Informatik), pädagogische Gymnasien, Kunstlizeen, die ganz gemeine Berufsschule, Kosmetikschulen und und und. Das ist wohl viel individueller und deswegen auch besser.
    Natürlich ist das System hierzulande auch unterfinanziert und die Regierung Berlusconi will wohl in Richtung private Institute zwingen. Die Rechten halt.

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    • #3
      Zitat von uriel_ventris Beitrag anzeigen
      Und was ich über das deutsche und österreichische Schulsystem gehört habe, flößt mir Grauen ein. Gibt es da wirklich nur Hauptschule und Gymnasium?
      Na ja - ganz so schlimm ist es in Deutschland nun auch wieder nicht. Ich hab Dir mal eine Grafik rausgesucht:

      *Behandle einen Stein wie eine Pflanze, eine Pflanze wie ein Tier und ein Tier wie einen Menschen.*
      *Alles was einmal war, ist immer noch, nur in einer anderen Form.*
      Indianische Weisheiten
      Ich bin nicht kaffeesüchtig, aber wenn ich irgendwann einmal verbrannt werde, werde ich vermutlich nicht zu Asche zerfallen, sondern zu Kaffeesatz! ;)

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      • #4
        Zitat von uriel_ventris Beitrag anzeigen
        ...

        Und was ich über das deutsche und österreichische Schulsystem gehört habe, flößt mir Grauen ein. Gibt es da wirklich nur Hauptschule und Gymnasium? Das müsste man auch anders regeln, da es mMn ziemlich ungerecht ist, die Schüler fest in Kriterien zu packen. Und so kommen oft auch nur besser situierte an einen Doktortitel.
        ....
        Zitat von Noir Beitrag anzeigen
        Na ja - ganz so schlimm ist es in Deutschland nun auch wieder nicht. Ich hab Dir mal eine Grafik rausgesucht:

        Ja, aber Bildung ist (leider) Ländersache, daher habe ich mal rausgesucht, wie es in Berlin nach der sechsjährigen Grundschule aussieht.

        Schulstrukturreform - Berlin.de
        Dort vor allem auf Bildungsfahrplan klicken.

        Ansonsten sehe ich das genauso: Kleine Klassen, gute Ausstattung, sanierte und ordentliche Schulgebäude, gut ausgebildete und motivierte Lehrkräfte (auch angemessene Anerkennung und Bezahlung, bzw. Rückhalt von der Politik ist Motivierung)... wären ein guter Schritt in Richtung guter Bildung....
        Aber blinder Aktionismus ohne Substanz und Realismus a la Zöllner bringt nur Frust auf allen Seiten!

        Kommentar


        • #5
          Zitat von uriel_ventris Beitrag anzeigen
          Und was ich über das deutsche und österreichische Schulsystem gehört habe, flößt mir Grauen ein. Gibt es da wirklich nur Hauptschule und Gymnasium? Das müsste man auch anders regeln, da es mMn ziemlich ungerecht ist, die Schüler fest in Kriterien zu packen. Und so kommen oft auch nur besser situierte an einen Doktortitel.

          Ich will ja nicht sagen, dass Italien in allem gut ist, aber hier gib es Grundschule, Mittelschule und danach eine Oberschule für jedes Bedürfnis: Gymnasien, Handelsschulen, Industrieoberschulen (Elektronik, Informatik), pädagogische Gymnasien, Kunstlizeen, die ganz gemeine Berufsschule, Kosmetikschulen und und und. Das ist wohl viel individueller und deswegen auch besser.
          Natürlich ist das System hierzulande auch unterfinanziert und die Regierung Berlusconi will wohl in Richtung private Institute zwingen. Die Rechten halt.
          Oh nein, du willst nicht wirklich ausgerechnet Italien mit Deutschland vergleichen. Beim PISA-Test war Italien eines der schwächsten Teilnehmer, gleich neben Griechenland, Mexiko und der Türkei.

          Was allerdings soziale Ungerechtigkeit anbelangt, ist das deutsche Bildungssystem schon ziemlich ausgeprägt.

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          • #6
            Zitat von uriel_ventris Beitrag anzeigen
            Und was ich über das deutsche und österreichische Schulsystem gehört habe, flößt mir Grauen ein. Gibt es da wirklich nur Hauptschule und Gymnasium? Das müsste man auch anders regeln, da es mMn ziemlich ungerecht ist, die Schüler fest in Kriterien zu packen. Und so kommen oft auch nur besser situierte an einen Doktortitel.
            Das was du gehört hast ist bezüglich Deutschland falsch. Wir haben zum einen noch die Realschule - eine Art Mittelding - und dann noch weitere Möglichkeiten, wie z. B. Wirschaftsgymnasien, etc. Siehe die Grafik von Noir.

            Die soziale Ungerechtigkeit gibt es aber, da stimme ich dir zu.


            Ich denke zum einen ein Schulsystem nach z. B. finnischem Vorbild (kleine Klassen, 2 Lehrer pro Klasse) wäre deutlich erfolgreicher. Zum Glück ist das bei uns dank dem demografischen Wandel sowieso am kommen.
            Ansonsten fehlt aber bei uns auch oft die Willigkeit zum Lernen, ich kenne so zum Beispiel einen Hauptschüler, der locker auf das Gymnasium gehen könnte, aber schlicht zu faul zum Lernen/Arbeiten ist.
            "But who prays for Satan? Who in eighteen centuries, has had the common humanity to pray for the one sinner that needed it most, our one fellow and brother who most needed a friend yet had not a single one, the one sinner among us all who had the highest and clearest right to every Christian's daily and nightly prayers, for the plain and unassailable reason that his was the first and greatest need, he being among sinners the supremest?" - Mark Twain

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            • #7
              Zitat von Amaranth Beitrag anzeigen
              Ich denke zum einen ein Schulsystem nach z. B. finnischem Vorbild (kleine Klassen, 2 Lehrer pro Klasse) wäre deutlich erfolgreicher.
              Das ist eine Möglichkeit. Die andere wären Südkorea oder Singapur. Auch sehr erfolgreich.



              Zum Glück ist das bei uns dank dem demografischen Wandel sowieso am kommen.
              Oh, da unterschätzt du aber die Fähigkeit der Politiker, Geld im Bildungssektor zu sparen.

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              • #8
                Zitat von Dannyboy Beitrag anzeigen
                Das ist eine Möglichkeit. Die andere wären Südkorea oder Singapur. Auch sehr erfolgreich.
                Woran misst du diesen Erfolg? Pisa?

                @ Topic: Ein gutes Bildungssystem sollte kostenlos sein, allen eine Chance geben (was in DE nicht gegeben ist aufgrund der Selektion in der 4. Klasse), gut ausgebildete Lehrer haben (auch nicht gegeben aufgrund des Aufbaus des Studiensystems), eine gute Infrastruktur besitzen (hier: marode Schulen), möglichst kleine Klassen haben, einen durchdachten Lehrplan haben und auch außerschulischen Aktivitäten einen Raum geben.
                When I feed the poor, they call me a saint.
                When I ask why the poor are hungry, they call me a communist.


                ~ Hélder Câmara

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                • #9
                  Zitat von Noir Beitrag anzeigen
                  Na ja - ganz so schlimm ist es in Deutschland nun auch wieder nicht. Ich hab Dir mal eine Grafik rausgesucht:

                  Post das bitte nochmal, der Link geht irgendwie nicht.

                  Zitat von Anthea Beitrag anzeigen
                  Ja, aber Bildung ist (leider) Ländersache, daher habe ich mal rausgesucht, wie es in Berlin nach der sechsjährigen Grundschule aussieht.

                  Schulstrukturreform - Berlin.de
                  Dort vor allem auf Bildungsfahrplan klicken.

                  Ansonsten sehe ich das genauso: Kleine Klassen, gute Ausstattung, sanierte und ordentliche Schulgebäude, gut ausgebildete und motivierte Lehrkräfte (auch angemessene Anerkennung und Bezahlung, bzw. Rückhalt von der Politik ist Motivierung)... wären ein guter Schritt in Richtung guter Bildung....
                  Aber blinder Aktionismus ohne Substanz und Realismus a la Zöllner bringt nur Frust auf allen Seiten!
                  Das einzige, was ein gutes Bildungssystem ausmacht, ist einfach genug Geld.

                  Zitat von Dannyboy Beitrag anzeigen
                  Oh nein, du willst nicht wirklich ausgerechnet Italien mit Deutschland vergleichen. Beim PISA-Test war Italien eines der schwächsten Teilnehmer, gleich neben Griechenland, Mexiko und der Türkei.
                  Ha, der Grund kann sonstwas sein, aber nicht das System an sich. Hier gibt es große Klassen, hohen Ausländeranteil, schlechte Disziplin und und und.

                  Zitat von Amaranth Beitrag anzeigen
                  Das was du gehört hast ist bezüglich Deutschland falsch. Wir haben zum einen noch die Realschule - eine Art Mittelding - und dann noch weitere Möglichkeiten, wie z. B. Wirschaftsgymnasien, etc. Siehe die Grafik von Noir.

                  Die soziale Ungerechtigkeit gibt es aber, da stimme ich dir zu.
                  Ist das aber wirklich so schlimm, wie ich es gehört habe? Das man in Schubladen gesteckt wird, aus denen man nicht mehr rauskommt?

                  Zitat von Kid Beitrag anzeigen
                  Woran misst du diesen Erfolg? Pisa?

                  @ Topic: Ein gutes Bildungssystem sollte kostenlos sein, allen eine Chance geben (was in DE nicht gegeben ist aufgrund der Selektion in der 4. Klasse), gut ausgebildete Lehrer haben (auch nicht gegeben aufgrund des Aufbaus des Studiensystems), eine gute Infrastruktur besitzen (hier: marode Schulen), möglichst kleine Klassen haben, einen durchdachten Lehrplan haben und auch außerschulischen Aktivitäten einen Raum geben.
                  Vor allem das Kostenlose streiche ich fett an. Was auch Mensen und Schulbücher betreffen sollte.

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                  • #10
                    Zitat von uriel_ventris Beitrag anzeigen
                    Post das bitte nochmal, der Link geht irgendwie nicht.
                    Hm...Dann machen wir es doch einfach so:


                    Quelle
                    *Behandle einen Stein wie eine Pflanze, eine Pflanze wie ein Tier und ein Tier wie einen Menschen.*
                    *Alles was einmal war, ist immer noch, nur in einer anderen Form.*
                    Indianische Weisheiten
                    Ich bin nicht kaffeesüchtig, aber wenn ich irgendwann einmal verbrannt werde, werde ich vermutlich nicht zu Asche zerfallen, sondern zu Kaffeesatz! ;)

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                    • #11
                      Zitat von uriel_ventris Beitrag anzeigen
                      Ist das aber wirklich so schlimm, wie ich es gehört habe? Das man in Schubladen gesteckt wird, aus denen man nicht mehr rauskommt?
                      Ja, dass ist nach meiner subjektiven Erfahrung tatsächlich so.

                      Zitat von Amaranth Beitrag anzeigen
                      Das was du gehört hast ist bezüglich Deutschland falsch. Wir haben zum einen noch die Realschule - eine Art Mittelding - und dann noch weitere Möglichkeiten, wie z. B. Wirschaftsgymnasien, etc. Siehe die Grafik von Noir.
                      Ich kann nun nicht für alle Bundesländer diese Aussage bestätigen aber in Sachsen-Anhalt hat man die Aufgliederung in Hauptschule und Realschule abgeschafft. Es gibt nur noch die Sekundarschule neben dem Gymnasium. Welchen Vor- oder Nachteil dieses haben wird, bleibt abzuwarten.

                      Betonen möchte ich aber dass das Niveau auf der Grundschule eindeutig abgenommen hat, was jedoch ein rein subjektiver Eindruck ist.

                      Oftmals Vertretungsstunden und jede Schule hat ein eigenes Lernkonzept.

                      Obschon die Möglichkeit (Grundschule) bestanden hätte zwei Klassen zu bilden, wurde bei uns dann eine mit 28 gebildet.

                      Ansonsten wird, wie bereits gesagt, nur Geld helfen, um eine gute Bildung zu erzielen.
                      Wozu imitieren? Ich verneige mich vor Individualität. (Clint Eastwood)

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                      • #12
                        Und was ich über das deutsche und österreichische Schulsystem gehört habe, flößt mir Grauen ein. Gibt es da wirklich nur Hauptschule und Gymnasium? Das müsste man auch anders regeln, da es mMn ziemlich ungerecht ist, die Schüler fest in Kriterien zu packen. Und so kommen oft auch nur besser situierte an einen Doktortitel.
                        Naja meine Freundin war auf einer Hauptschule in Österreich und studiert jetzt Medizin und Psychologie. Schlimm finde ich dort nicht die Tatsache, dass es keine Realschulen gibt, sondern die Problematik, dass viele Kinder vom Land eine Hauptschule besuchen müssen, da es in der Nähe kein Gymnasium gibt.


                        Ansonsten wird, wie bereits gesagt, nur Geld helfen, um eine gute Bildung zu erzielen.
                        Sehe ich absolut nicht so. Gab schon andere Länder, die versucht haben durch pures "Geld drauf schmeißen" gesellschaftliche Probleme zu lösen und die sind damit kläglich gescheitert.

                        Bildung gehört für mich schon mal auf Bundesebene. Ich kann nach wie vor nicht begreifen (und es gibt auch niemand, der mir das vernünftig erklären kann), warum wir in Deutschland 16 Schulsysteme brauchen, die teilweise ja auch erhebliche Unterschiede aufweisen. Weg damit...

                        Auch ist dieses 3 Schulsystem Haupt/Real/Gymi für mich nach wie vor eine später Erfindung der Zeit, in der es noch keine weitläufigen Farbfernseher gab.
                        Dass man sich nicht überwinden kann, dieses ungerechte Schulsystem abzuschaffen ist doch das Paradebeispiel, warum Föderalismusausbeute der Politik das Land hinunter jubelt und nichts vorran geht.
                        Es macht für mich absolut kein Sinn, zukünftige Arbeitnehmer voneinander zu spalten, sie unterschiedlich gut/schlecht auszubilden, nur um dem Gymnasiasten, der später im Idealfall eine Firma hat, dann eben den Hauptschüler vor die Nase zu setzen, die man zu seiner Schulzeit abgesondert hat, damit die Sozialfälle den Rest der Schüler nicht belasten. Absolut hirnrissig, wenn man bedenkt, dass später alle gemeinsam in der Volkswirtschaft tätig sind und ich später als Führungskraft eben genau auf die Leute angewiesen bin.

                        Früher haben Hauptschulen hervorragende Handwerker ausgebildet, was heutzutage eben nicht mehr der Fall ist. Gymnasiasten gehen im internationalen Vergleich zu wenig zum Studieren, und drängen auf den Ausbildungsmarkt, der eigentlich für die beiden anderen Schulstufen gedacht ist. Realschüler besuchen unnützerweise weiterführende Schulen, um sich durchzusetzen wer leer ausgeht, kann man sich ja denken.

                        Bildung lohnt sich für seine Volkswirtschaft zudem auch nur, wenn ich später dafür sorge, dass meine Ausgebildeten das Geld wieder reinscheffeln. Wenn ich dann Ärzte habe die lieber im Ausland arbeiten, als in Deutschland ihre Dienstleistung zu erbringen, oder man für Zeitarbeitsfirmen und Hungerlöhne arbeiten muss, braucht man sich als Arbeiter in Deutschland auch nicht wundern, warum das Leben immer teurer wird.


                        Auch im Bereich der Integration sehe ich in solchen Schulsystemen nur Nachteile. Wenn ich Kinder mit Migrationshinterfund absondere, braucht man sich doch auch nicht wundern, wenn viele der Deutschen Gesellschaft fern bleiben. Ist ja auch nicht so, als ob jeder ausländische Kinder in Deutschland willkommen heisst. Das heisst es eher so etwas: "Der soll sich integrieren, aber kosten darf es mich nix, machen will ich dafür auch nix und vor allem soll er mich in Ruhe lassen". Wenn ich dann schon meine ganze Kindheit Nachteile habe, weil meine Eltern schlecht deutsch sprechen, andere Kinder mich meiden und mich niemand als Teil des Ganzen betrachtet, brauche ich mich doch auch nicht wunderen, warum so viele Kids mit eben diesem Hintergrund auf der Strecke bleiben.

                        Sinnvoller wäre es meiner Meinung nach dafür zu sorgen, dass man gerade leistungsschwache Kinder nicht absondert, sondern sie eben an Schulen in Stärken und Schwächen fördert und das ist eben nicht damit möglich, wenn ich einen eigentlich recht intelligenten jungen Knaben(oder ein Mädchen) auf einer Hauptschule versauern lasse, anstatt sein vielleicht gegebenes Talent in Sprachen o.ä. fördere.

                        Auch glaube ich, dass Eltern ihren Kindern heutzutage von klein auf eine gewisse Leistungsbereitschaft eintrichtern müssen. Es verlangt ja niemand, dass Eltern ihren Kindern die Kindheit rauben sollten. Aber Eigenheiten seiner Kindheit nimmt man eben fürs Leben mit. Egal ob es sich dabei um die Ernährung handelt (dicke Eltern, oftmals dicke Kinder), das Verhalten ("Lass dir nichts sagen"), oder eben auch das Lernverhalten (Kinder die als Kinder schon wenig für die Schule tun, tun auch als Jugendliche im Schnitt sehr viel weniger).

                        Das sind IMO großteilig Gesellschaftsprobleme, die ich nicht damit löse, dass ich Geld auf etwas werfe, dass nicht da ist und wohl auch in Zukunft nicht einfach so vom Himmel fällt...

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                        • #13
                          Zitat von uriel_ventris Beitrag anzeigen
                          ....
                          1.
                          Ha, der Grund kann sonstwas sein, aber nicht das System an sich. Hier gibt es große Klassen, hohen Ausländeranteil, schlechte Disziplin und und und.

                          2.
                          Ist das aber wirklich so schlimm, wie ich es gehört habe? Das man in Schubladen gesteckt wird, aus denen man nicht mehr rauskommt?

                          ....
                          zu 2. Das in Schubladen stecken ist dem Gliederungssystem geschuldet und da zum Beispiel in Berlin (und wie unten zu lesen war, auch ähnlich in SA)diese Gliederung reduziert wurde, ist das evtl. ein Schritt in die richtige Richtung. Außerdem werden die Kinder erst nach der 6. Klasse in das System eingegliedert. Auch ein Vorteil!

                          zu 1. Hoher Ausländeranteil? Was bedeutet das? Bei uns ist der Migrationshintergrundanteil teilweise bei nahezu 100 %, zumindest aber in weiten Teilen des Westens weit über 50%. Das ist ein hoher Anteil. Dafür haben wir eben kleinere Klassen (so um die 20, ich habe 15 Kinder: alles Migranten!)
                          Woher kommt die schlechte Disziplin? Wobei dies in meiner GS nicht das Problem ist.

                          Zitat von Mehani Beitrag anzeigen
                          ...

                          Betonen möchte ich aber dass das Niveau auf der Grundschule eindeutig abgenommen hat, was jedoch ein rein subjektiver Eindruck ist.
                          ...
                          Woran liegt das?

                          Zitat von Rock_Bottom Beitrag anzeigen
                          1.
                          Naja meine Freundin war auf einer Hauptschule in Österreich und studiert jetzt Medizin und Psychologie. Schlimm finde ich dort nicht die Tatsache, dass es keine Realschulen gibt, sondern die Problematik, dass viele Kinder vom Land eine Hauptschule besuchen müssen, da es in der Nähe kein Gymnasium gibt.



                          2.Sehe ich absolut nicht so. Gab schon andere Länder, die versucht haben durch pures "Geld drauf schmeißen" gesellschaftliche Probleme zu lösen und die sind damit kläglich gescheitert.
                          3.
                          Bildung gehört für mich schon mal auf Bundesebene. Ich kann nach wie vor nicht begreifen (und es gibt auch niemand, der mir das vernünftig erklären kann), warum wir in Deutschland 16 Schulsysteme brauchen, die teilweise ja auch erhebliche Unterschiede aufweisen. Weg damit...
                          ...

                          4.
                          Auch im Bereich der Integration sehe ich in solchen Schulsystemen nur Nachteile. Wenn ich Kinder mit Migrationshinterfund absondere, braucht man sich doch auch nicht wundern, wenn viele der Deutschen Gesellschaft fern bleiben. Ist ja auch nicht so, als ob jeder ausländische Kinder in Deutschland willkommen heisst. Das heisst es eher so etwas: "Der soll sich integrieren, aber kosten darf es mich nix, machen will ich dafür auch nix und vor allem soll er mich in Ruhe lassen". Wenn ich dann schon meine ganze Kindheit Nachteile habe, weil meine Eltern schlecht deutsch sprechen, andere Kinder mich meiden und mich niemand als Teil des Ganzen betrachtet, brauche ich mich doch auch nicht wunderen, warum so viele Kids mit eben diesem Hintergrund auf der Strecke bleiben.

                          5.
                          Sinnvoller wäre es meiner Meinung nach dafür zu sorgen, dass man gerade leistungsschwache Kinder nicht absondert, sondern sie eben an Schulen in Stärken und Schwächen fördert und das ist eben nicht damit möglich, wenn ich einen eigentlich recht intelligenten jungen Knaben(oder ein Mädchen) auf einer Hauptschule versauern lasse, anstatt sein vielleicht gegebenes Talent in Sprachen o.ä. fördere.
                          5.
                          Auch glaube ich, dass Eltern ihren Kindern heutzutage von klein auf eine gewisse Leistungsbereitschaft eintrichtern müssen. Es verlangt ja niemand, dass Eltern ihren Kindern die Kindheit rauben sollten. Aber Eigenheiten seiner Kindheit nimmt man eben fürs Leben mit. Egal ob es sich dabei um die Ernährung handelt (dicke Eltern, oftmals dicke Kinder), das Verhalten ("Lass dir nichts sagen"), oder eben auch das Lernverhalten (Kinder die als Kinder schon wenig für die Schule tun, tun auch als Jugendliche im Schnitt sehr viel weniger).

                          ...
                          zu 5. Da hast du grundsätzlich recht, sehe ich ähnlich, aber wer nimmt die Eltern in ihre Pflicht? Die Kita mit einem ordentlichen Bildungskonzept sollte, besonders im Vorschulbereich, verpflichtend und kostenlos sein, dann hätten jene Kinder, die du sicher meintest (und auch die mit Migrationshintergrund) etwas bessere Chancen, in der Schule mitzuhalten....

                          Mit dem vielgliedrigen Schulsystem grenzt man immer die "Schwächsten" ab...

                          zu 4. Wie meinst du das? Wie werden Kinder mit Migrationshintergrund abgesondert (außer durch das erwähnte System, aber das trifft alle)? Kannst du das bitte etwas verdeutlichen? Danke.

                          Wer kann denn etwas dafür, dass etliche eingewanderten und teilweise sogar eingebürgerten Menschen nicht gewillt sind, die Sprache ihres Aufnahmelandes zu erlernen und somit ihren Kindern die Chance verringern, im Schulalltag zu bestehen oder auch sich selbst, hier anzukommen.... Müssen sie auch nicht, da es alles, was zum Leben benötigt wird, in Muttersprache zu bewältigen ist (Banken, Läden,..)... Parallelwelt bzw. Gegenwelt! Keine Berufsmöglichkeiten für Mama und Papa (da keine Sprachkenntnisse, kaum oder keine Schulbildung, viele Kinder, frühe und häufige Schwangerschaften (bei den Roma zum Beispiel durchschnittlich ab 12 J.,...) und nur wenig fürs Kind! Zumindest aus meinem Erfahrungsumfeld komme ich überwiegend mit Menschen in Kontakt, auf die das oben Geschilderte zutrifft. Andere gibt es auch, aber die kenne ich nicht persönlich (Doch: Halt: Ein "Kollege" hat türkische Wurzeln! und Bushido hat auch eine erfolgreiche Karriere gemeistert, obwohl er ein ehemaliger Schüler ist....). Und wer sagt solche Dinge, wie du sie oben erwähnst? Sie bekommen doch finanzielle und auch anderweitige Unterstützung....

                          zu 3. Absolute Übereinstimmung! Genau das ist eines der größten Widerstände und Unzulänglichkeiten des Bildungssystems in Deutschland!

                          zu 2. Ja, Geld sinnlos "draufschmeißen" nützt gar nichts. Es muss schon sinnvoll angelegt sein, wie in der Wirtschaft eben auch!

                          zu 1. Ich glaube, Hauptschule ist nicht gleich Hauptschule. Da gibt es zum Beispiel zwischen der HS in Berlin und Bayern enorme Qualitätsunterschiede....
                          Aber das hat sich ja nun bei uns in Berlin erst einmal erledigt.

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                          • #14
                            zu 5. Da hast du grundsätzlich recht, sehe ich ähnlich, aber wer nimmt die Eltern in ihre Pflicht? Die Kita mit einem ordentlichen Bildungskonzept sollte, besonders im Vorschulbereich, verpflichtend und kostenlos sein, dann hätten jene Kinder, die du sicher meintest (und auch die mit Migrationshintergrund) etwas bessere Chancen, in der Schule mitzuhalten....
                            Die Eltern nimmt natürlich absolut niemand in die Pflicht. Deshalb glaube ich auch, dass gesellschaftliche Probleme wie Bildung, Integration, die mit Bildung verknüpft ist, eben auch nicht mit Geld beigelegt wird. Ich kann auch nicht sagen, dass die Jugendlichen von heute keinen Respekt mehr haben und werfe dafür 2 Milliarden Euro irgendwo hinein und ersticke irgendein Verhalten im Keim.

                            Hier habe ich auch zwei Themen angesprochen. 1. die generelle Leistungsfähigkeit aller Kinder und Jugendlichen und 2. die Leistungsfähigkeit von Jugendlichen mit sozial schwachem Umfeld und Migrationshintergrund. Zweiteres ist eben auch ein Faktor, der sich nicht nur auf Schule und Eltern beschränkt, sondern eben auch auf die Gesellschaft.



                            4.
                            Wie meinst du das? Wie werden Kinder mit Migrationshintergrund abgesondert (außer durch das erwähnte System, aber das trifft alle)? Kannst du das bitte etwas verdeutlichen? Danke.

                            Wer kann denn etwas dafür, dass etliche eingewanderten und teilweise sogar eingebürgerten Menschen nicht gewillt sind, die Sprache ihres Aufnahmelandes zu erlernen und somit ihren Kindern die Chance verringern, im Schulalltag zu bestehen oder auch sich selbst, hier anzukommen.... Müssen sie auch nicht, da es alles, was zum Leben benötigt wird, in Muttersprache zu bewältigen ist (Banken, Läden,..)... Parallelwelt bzw. Gegenwelt! Keine Berufsmöglichkeiten für Mama und Papa (da keine Sprachkenntnisse, kaum oder keine Schulbildung, viele Kinder, frühe und häufige Schwangerschaften (bei den Roma zum Beispiel durchschnittlich ab 12 J.,...) und nur wenig fürs Kind! Zumindest aus meinem Erfahrungsumfeld komme ich überwiegend mit Menschen in Kontakt, auf die das oben Geschilderte zutrifft. Andere gibt es auch, aber die kenne ich nicht persönlich (Doch: Halt: Ein "Kollege" hat türkische Wurzeln! und Bushido hat auch eine erfolgreiche Karriere gemeistert, obwohl er ein ehemaliger Schüler ist....). Und wer sagt solche Dinge, wie du sie oben erwähnst? Sie bekommen doch finanzielle und auch anderweitige Unterstützung....
                            Hier sehen wir das unterschiedlich. Wenn du schreibst, dass niemand etwas dafür könne, wenn etliche nicht gewillt sind, beschreibst du hier eine Ursache...

                            Ich sehe darin eher ein Symptom, als die Ursache eines Problems. Leistungsverweigerung hat keine genetischen, oder ethnischen Hintergrund, höchstens eine falsche Perspektive.
                            Für mich ist es auch nicht die Schuld eines Hartz 4lers, wenn er Arbeitslosengeld 2 bezieht, obwohl er studiert und jahrelang gearbeitet hat. Es wird nun mal immer eine Anzahl geben, die nicht will. Dies ist aber eine Anzahl von Menschen, die man nie wird einbinden können. Da hilft dann auch keine Kita, keine Kürzung des ALGs oder sonst was. Ich glaube aber, dass man generell unterscheiden muss zwischen Menschen, die gar nicht wollen (und ich tue jetzt einfach mal so, als ob Eltern ihre Kinder nicht zu Obdachlosen erziehen) und eben denen, die wollen, oder verlernt haben zu wollen.
                            Ich habe mit vielen Ausländern nämlich die umgekehrte Erfahrung gemacht (Kann mir vorstellen, dass das in Berlin noch ein ganz anderes extrem ist. Bin selber aus Ba Wü), dass gerade ausländische Eltern, im Gegensatz zu den deutschen wahnsinnig streng sind.

                            Auch meine Eltern kamen nach ihrem Studium nach Deutschland und wurden hier privat in der "deutschen Nachbarschaft", wie auch im Beruf nicht akzeptiert, weil dort niemand einen ausländischen Chef haben wollte. Dass auch ich als Kind dadurch gelitten habe war klar, weil...natürlich wollte ich etwas mit anderen machen, aber wer wollte schon was mit dem doofen Ausländer zu tun haben? Was übrig bleibt ist eben das Phänomen der Ausländer, die unter sich sind und bleiben wollen, weil man auch von Kind auf nichts anderes kennt. Ich kann meinen Eltern nun mal nicht die Schuld daran geben, weil man es ihnen hier nie beigebracht hat, was es heisst, sich zu integrieren. "Tut uns Leid, ihr Kind kann nicht zu uns in den Sportverein...schönen Tag noch."

                            Ich habe das Glück gehabt, dass ich eine deutsche Pflegefamilie gehabt habe, weil meine Ellis eben arbeiten mussten und siehe da...ich hab meine zwei Diplome bekommen .
                            Was ich damit sagen will ist, dass ich eben auch viele Freunde habe, die den Sprung nicht geschafft haben. Sie sind in der zweiten Generation hier, haben einen schlechteren Bildungsabschluss und immer noch wenig Kontakt zu Deutschen, was sich mit 28 Jahren immer noch auf die Sprache auswirkt ("Ich weiß schon wo Bahnhof ist"). Die haben mittlerweile natürlich auch Kinder, die wieder in einer, wenn auch besseren Position als wir damals sind, dass sie eben den elterlichen Hintergrund haben, die ihnen das beibringen, was wir damals eben gelernt haben.

                            Natürlich muss man als Elternteil auch über seinen Schatten springen, aber bei Integration und Bildung geht es eben auch darum, dass solche Kinder früh genug von der Gesellschaft wahr genommen werden und wenn ich "etliche" Leute so sehe, dann werden die notwendigen Brücken eben nicht gebaut. Also auch von unserer Seite nicht. Kenne nämlich auch genug Menschen, die nicht wollen, dass ihre Kinder mit Ausländern spielen und da gehts dann eben auch los wie bei mir.

                            Als Kind dann schon in der eigenen Welt, auf der Hauptschule im Denken nur bestärkt und in der Arbeitswelt will den "Ümüt Türgicü" dann auch niemand in der Firma haben?!

                            Ähnlich ist es doch bei Frauen und der aktuellen Diskussion um die Frauenquote?!

                            Frauen sind nicht deshalb in Vorständen so wenig vertreten weil sie dumm sind, oder schlechter ausgebildet, sondern weil sie...ja genau...weil sie Frauen sind. Die Gesellschaft, also eben unsere "Vorbilder in Industrie und Wirtschaft" sind einfach nicht dazu in der Lage, tatsächlich eine Gleichberechtigung zu schaffen.

                            Und in beiden Fällen denke ich eben, dass es etwas ist, dass von beiden Seiten gewollt werden muss. Wenn viele Frauen heutzutage dastehen und sagen, dass es ihnen eigentlich egal ist, dass sie schlecht bezahlt und ihre Kollegen befördert werden, da sie sich daran gewöhnt haben, dann sage ICH auch nicht: "Wenn ihr nicht wollt, geht zurück an den Herd."

                            Interessant finde ich es nämlich auch, dass es auch andere Länder mit diesen Ausländerballungsräumen gibt.

                            Ich habe mal ein Jahr in New York gewohnt und eines der besten und beliebtesten Gegenden dort ist "China Town". Da leben nur Ausländer und gesprochen wird dort eigentlich kaum ein Wort englisch.
                            Irgendwie muss es es ja sicherlich auch an der Sozialbildung liegen, die wir selbst, aber eben auch die Ausländer in Deutschland haben. Kann mir nicht vorstellen, dass wir als Menschen so anders sind.

                            zu 1. Ich glaube, Hauptschule ist nicht gleich Hauptschule. Da gibt es zum Beispiel zwischen der HS in Berlin und Bayern enorme Qualitätsunterschiede....
                            Aber das hat sich ja nun bei uns in Berlin erst einmal erledigt.
                            Ging hier jetzt generell um die österreichischen und deutschen Hauptschulen und das man in Österreich in ländlichen Gegenden wohl gar keine andere Wahl hat, weil es nicht überall Gymnasien gibt...

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                            • #15
                              @Rock_Bottom
                              Sehe ich absolut nicht so. Gab schon andere Länder, die versucht haben durch pures "Geld drauf schmeißen" gesellschaftliche Probleme zu lösen und die sind damit kläglich gescheitert.
                              Natürlich darf man nicht nach dem „Gießkannenprinzip“ verfahren. Die Kürze meiner Aussage ließ Eure Vermutung zu, war aber von mir nicht in diesem Sinne gemeint.

                              Einhergehen mit mehr Geld muss eine Veränderung des Schulsystems, wobei auch der von Euch geschilderte Ansatz zur Aufgabe des dreigliedrigen Schulsystems erwägenswert ist.

                              Unabhängig von den Gründen, die zu den unterschiedlichen Leistungsständen der Schüler führen, müssen diese beseitigt werden. Hierzu bedarf es aber auch einer intensiveren Betreuung der leistungsschwächeren Schüler, was aber mehr Personal erfordert, um individuell Schüler zu fördern. Sofern wir dann noch z. B. ein Vorschuljahr fordern (freiwillig oder nicht) und die Kitas dann kostenlos sein sollen, wird erst recht deutlich, dass hierfür zwingend Geld erforderlich ist.

                              Dein geschildertes Beispiel:
                              Zitat von Rock_Bottom Beitrag anzeigen
                              Sinnvoller wäre es meiner Meinung nach dafür zu sorgen, dass man gerade leistungsschwache Kinder nicht absondert, sondern sie eben an Schulen in Stärken und Schwächen fördert und das ist eben nicht damit möglich, wenn ich einen eigentlich recht intelligenten jungen Knaben(oder ein Mädchen) auf einer Hauptschule versauern lasse, anstatt sein vielleicht gegebenes Talent in Sprachen o.ä. fördere.
                              zeigt ja gerade, dass die Einbeziehung aller Schüler in den Bildungsprozess Geld erfordert.

                              Eure geschilderten Alternativen bedeuten in letzter Konsequenz immer Geld. Die Zusammenlegung aller Schulformen Haupt-Real-Gymi führt sicherlich eher dazu, dass eine Ausgrenzung der Schwachen verhindert wird. Dann ist es aber auch zwingend, dass in jeder Klasse genug Personal vorhanden ist, um individuell auf die Schüler einzugehen. Schlußendlich würde sich ansonsten der Vorteil in einen Nachteil für die guten Schüler verkehren, da diese nicht mehr ihrem Leistungsstand entsprechend gefördert werden. Und hiermit meine ich nicht die guten Schüler aus dem sog. „Gutem Hause“ sondern auch Schüler die nicht der Oberschicht entstammen. Die Unterschiede in den Leistungen können auch allein in der Natur der Sache liegen, wobei ich aber die Debatte um Integration und den Migrationshintergrund nicht verharmlosen will.

                              Die Diskussion über Integration von ausländischen Schülern oder Schüler mit Migrationshintergrund würden wir gar nicht führen, wenn wir von Anfang an diese in das Bildungssystem konsequent einbezogen hätten. Das hätte mit intensiver Betreuung dieser Schüler erfolgen müssen, mit der weiteren Folge, dass sie auch überhaupt nicht abgehängt worden wären bzw. Außenseiter sind. Diejenigen, die aus Prinzip nicht wollen, können wir sowieso nicht mitnehmen.


                              @Anthea
                              Woran liegt das?
                              Schön mal einen Lehrer zu diesem Thema zu hören.
                              Derzeit scheinen mir die Lehrer überfordert und gefrustet zu sein. Soweit ich das einschätzen kann, sind es wohl die ständig sich ändernden Lehrpläne und die Inkonsequenz der jeweiligen Länder dauerhafte Vorgaben zu liefern. Man hat das Gefühl jede Schule „wurschtelt“ vor sich hin. Vertretungslehrer können faktisch keinen vernünftigen Unterricht gestalten, da diesen natürlich unbekannt ist, welches Konzept welche Schule verfolgt. Nur als Beispiel möchte ich hier anführen, dass der jahrgangsübergreifende Unterricht der 1. und 2. Klasse an jeder Grundschule anders gestaltet wird.
                              Wozu imitieren? Ich verneige mich vor Individualität. (Clint Eastwood)

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