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Anarchie als Wegbereiter für den Idealkommunismus

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  • Anarchie als Wegbereiter für den Idealkommunismus

    Anarchie als Wegbereiter für einen funktionierenden Idealkommunismus.



    Die Wirklichkeit: Kommunismus ist unmöglich längerfristig lebensfähig, weil der Faktor Mensch mit all seiner Faulheit und seiner Gier involviert ist.



    Die These: Die Anarchie könnte den Weg dazu ebnen, an diesem scheinbar unabänderlichen Standpunkt zu rütteln.



    Begrifferklärung:

    leitet sich von dem griechischen Wort anarchia ab. Ursprünglich bedeutet 'anarchia' einfach die Negation von militärischer Ordnung durch Führertum. Homer (8. Jahrhundert v. u. Zeitrechnung) und Herodot (490 bis etwa 420/425 v. u. Z.) verwendeten den Begriff zur Beschreibung eines Zustandes "ohne anführer" oder "ohne Heerführer", und bei Euripides (480 bis 407 v. u. Z.) bezeichnet 'anarchia' "führerlose Seeleute".

    Aristoteles (384 bis 355 v. u. Z.) definierte die Anarchie als einen "Zustand der Sklaven ohne Herren". Die Bedeutung von 'politischer Herrschaftslosigkeit' erlangte der Anarchiebegriff offensichtlich erstmals bei Xenophon (um 580 bis 480 v. u. Z.), für den die anarchia das Jahr war, in dem es keinen archon (Herrscher) gab.



    Bei den Stoikern, Hedonisten und Cynikern finden sich Ideen die ein 'herrschaftsfreies Gemeinwesen' befürworten, auch wenn sie selber noch nicht von Anarchie reden. Besonders radikal wurden diese freiheitlichen Anschauungen von Zenon (420 bis 350 v. u. Z.), dem Begründer der Stoischen Schule, vertreten. Gegenüber den autoritären theokratischen Ideen Platons nahm Zenon vom Individuum ausgehend eine - aus heutiger Sicht - durchaus als libertär zu verstehende Gegenposition ein. Auch Aristipp[os] (um 435 bis 366 v. u. Z.), der Sokrates-Schüler und Begründer des Hedonismus, scheint ein herrschaftsfreies Gemeinwesen befürwortet zu haben. Er dachte dabei, wohl ebenso wie Zenon, eher an eine "Anarchie" der Weisen.
    Der Begriff "Anarchie"



    Praktisch gesehen bedeutet Anarchie das Fehlen jedweder Gesetze.



    Die Theorie: Erst in der Anarchie, losgelöst von jedweden Fesseln, lässt der Mensch seine Masken fallen, offenbart, wer er wirklich ist, entpuppt seine innere Größe oder auch seine Niedertracht. Anarchie könnte beweisen oder widerlegen, ob der Mensch zu einer idealkommunistischen Lebensweise fähig ist oder nicht. Ungebunden und frei jedweder gesetzlicher Richtlinien ließe sich das entfalten, was tatsächlich im Menschen steckt und noch wichtiger: Es würde Aufschluss darüber geben, wofür der Mensch seine Energien einsetzt, wenn er nur frei ist.



    Die erweiterte These: Die erzwungene Selbstständigkeit ohne staatlichen Schutz, ohne staatliche Zwänge, ohne einen Sündenbock, den man für alles verantwortlich machen kann, würde dem Mensch sein Bewusstsein schärfen und ein Gespür für die tatsächlichen Bedürfnisse entwickeln und gleichwohl seine Fertigkeiten präzisieren. Im weiteren Sinn würde er erkennen, was notwendig ist, um gemeinschaftlich zusammen zu leben. Gegenwärtig im Zwang unseres Alltags erfüllt jeder von uns eine vorgegebene, von oben gesteuerte Funktion. Den Blick für das Gesamtbild haben wir längst verloren. Das Gesamtbild im Auge zu haben, ist aber essenziell für den Idealkommunismus.



    Anstatt uns dem größeren Begreifen zu nähern, werden wir von Werbung manipuliert, von Desinformation verunsichert und von einer Elite von Reichen dirigiert, für die wir Männchen machen müssen oder kuschen. Sie leben in ihren Eigenheimen, fahren teure Autos und zanken sich über Nichtigkeiten beim Sonntagsgolf. Glaubt ihr, dass auch nur einer von denen lebensfähig wäre, würde man ihnen all das nehmen? Sie auf den Boden der Tatsachen zurückbringen? Die wissen nichts von tatsächlichen Bedürfnissen. Trotzdem sind sie es, die uns peitschen.



    Die Idee von der „reinigenden Anarchie“.



    Um den Filz unserer Alltagszwänge ein für alle mal loszuwerden, die Strukturen, die Zwänge, die Unterdrückung, die Klassenherrschaft, braucht es einen Reinigungsprozess. Einen Katalysator, der den Menschen wieder die Augen öffnet. Der sie vom Regelwerk und vom blinden Schaffen für andere entbindet und ihm die Sinne für Neues und ebenso Altes und Grundsätzliches schärft: Der absoluten Gleichberechtigung.



    Keine Klassen mehr, keine Rassen mehr, keine Kassen mehr, kein Hassen mehr.



    Nur noch Menschsein und das Leben, die eigene Existenz, als das begreifen, was sie ist: Ein Produkt von Umständen mit dem Ziel, ein Optimum zu schaffen. In jedem von uns steckt ein Künstler, der eine bessere Welt mit gerechteren Verhältnissen kreieren möchte. Die Anarchie sollte diesen Künstler in uns entfesseln. Dazu muss jedwedes Nationaldenken strikt und unwiderruflich abgetötet werden, jedweder religiöse Gedanke, wonach manche Menschen wertvoller denn andere wären (tötungswürdige Ungläubige etc.), erstickt werden, jedwede Bevormundung durch vermeintliche Führer, seien sie nun geistlich oder weltlich, entbehrt werden.



    Die schlichte Konklusion: Die Anarchie als reinigendes Feuer, um eine Jedermanns Bewusstsein zu schärfen, Instinkte zu wecken und zu lernen, auf sie zu hören und einen erweiterten, verbesserten Urzustand anstreben.



    Es wäre sehr wertvoll zu erfahren, ob sich hier schon jemand mit solchen Gedankenspielen und Thesen auseinandergesetzt hat. Es gibt noch eine weitere Theorie, wie ein menschengeschärfter Zustand des gesellschaftlichen Idealkommunismus erreicht werden könnte. Falls den jemand beitragen kann, würde es mich freuen. Andernfalls übernehme ich das zu angeratener Zeit.

  • #2
    Dunkel bleibt,der rede sinn (frei nach Goethe)..deine Zusammenhänge erschliessen sich mir grade überhaupt nicht..

    Was haben "Alltagszwänge" mit dem Komunismuss zu tun (als ob es die dort nicht auch geben würde) und was hat das "erreichen des persönlichen "Optimums" damit zu schaffen?? wenn Anarchie es erreichen will,das jeder Mensch die Chance erhält dieses "persönliche Optimum" zu erreichen,warum soll es dann falsch sein,wenn jemand dazu einen "erhabenen" Status über andere erreicht?? Er "kanns" halt..und die anderen nicht..
    .>ACHTUNG, freilaufender "Linker Gutmensch"! VORSICHT BISSIG!<

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    • #3
      @Mol der Fels

      Seltsame These, Anarchie ohne Gesetze, führt schnell zum guten alten wilden Westen. Und ja, dann bekommt man den Menschen in Reinkultur zu Gesicht, mit all seinen guten und schlechten Eigenschaften.
      Wie man daraus allerdings einen Idealkommunismus basteln will, verstehe ich nicht. So ein anarchistischer Zustand, führt dazu, das die Starken die Schwachen dominieren, und ihnen ihre Regeln aufzwingen. Das Ergebnis wäre kein Idealkommunismus (was immer das sein soll?), sondern Sozialdarwinismus in Reinkultur.
      Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
      Dr. Sheldon Lee Cooper

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      • #4
        Die Idee eines anarchistischen Kommunismus wurde sogar kurzfristig verwirklicht: In Spanien während des Bürgerkieges. Nach dem Sieg der Faschisten wurde diese Versuche allerdings gewaltsam beendet.

        Wer sich näher informieren möchte, dem sie die Dokumentation "Vivir la Utopie" empfohlen: YouTube - Die Utopie leben - Vivir la utopia 1_10
        “Sag mir, wer dich lobt, und ich sage dir, worin dein Fehler besteht.” - Lenin

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        • #5
          Anarchie führt zur Diktatur,nicht zu einem demokratischen und klassenlosen Kommunismus.

          Das lässt sich in psychologisch-soziologischen Experimenten recht gut zeigen. Man bedenke, dass der Mensch evolutionär nicht aus demokratischen Ursprüngen sondern aus Organisationen ähnlich eines Wolfsrudels entstammt.
          In Experimenten, in denen Menschen führer- und ranglos zu einer Gruppe zusammengewürfelt wurden und eine gemeinsame Aufgabe lösen sollten, zeigte sich, dass sich diese Gruppe mit der Zeit ganz automatisch ähnlich wie ein Wolfsrudel organisierte, automatisch bestimmte Rollenverteilungen herausgebildet wurden. Und darunter auch die Rolle des Alphatiers.
          Eine Anarchie wird daher stets zur Diktatur führen.

          Demokratie ist ein Kunstprodukt, das sich nicht von selbst entwickelt, da das Wesen des Menschen nicht demokratisch ist, es ist etwas, das vom Menschen aktiv geschaffen werden muss. Und selbiges gälte auch für die Idee eines Idealkommunismus (wie auch immer der funktionieren soll).

          Anarchie ist immer nur eine Zwischenstufe zwischen zwei Ordnungen. Wie die Ordnung aussah, aus der sie entstanden ist weiß ich nicht, aber ich bin mir recht sicher wie die Ordnung aussehen wird, in die sie münden wird.

          Kommentar


          • #6
            ich bezweifele grade das wir vom TE dazu irgendwann eine "Antwort" bekommen werden
            .>ACHTUNG, freilaufender "Linker Gutmensch"! VORSICHT BISSIG!<

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            • #7
              @Mol der Fels
              Wenn Anarchie lokal begrenzt ist, warum nicht? Aber Hand aufs Herz, wenn du hier mal schaust (Neuverteilung der Erdenbürger), würdest du in dieser Welt tatsächlich die anarchistische Provinz wählen?

              Der technologische Windhauch

              Für mich gibt es 1 000 Gründe, die gegen Anarchie sprechen. Jetzt stell dir nur mal vor, die Kernfusion gelingt nicht, was dann?

              Ganz einfach, Sonne, Wind und ein globales Stromnetz…

              (Indien könnte während der Trockenzeit Solarüberschüsse exportieren und während der Regenzeit importieren)

              …und das wäre am einfachsten zu bewerkstelligen, wenn die ganze Erdbevölkerung in einem einzigen Staat vereint wäre.

              Nur dann könnten wir die paar handvoll Anarchisten auch mit billigem Strom versorgen.

              Also lieber Mol, wenn du wirklich Anarchie willst, kannst du nicht komplett gegen den Staat sein!

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              • #8
                Zitat von Enas Yorl
                Und ja, dann bekommt man den Menschen in Reinkultur zu Gesicht, mit all seinen guten und schlechten Eigenschaften.
                Das ist der Zweck, der dahinter steckt. Die Menschen müssen sich und ihr Potenzial entblößen. Sie müssen offenbaren, wozu sie ihr Potenzial frei von Gesetzen und Zwängen einsetzen. Sind sie produktiv? Sind sie zerstörerisch? Sind sie faul? Sind sie herrschsüchtig?

                Eine Neuerung setzt zu aller erst Selbsterkenntnis voraus.


                Zitat von Enas Yorl
                Wie man daraus allerdings einen Idealkommunismus basteln will, verstehe ich nicht. So ein anarchistischer Zustand, führt dazu, das die Starken die Schwachen dominieren, und ihnen ihre Regeln aufzwingen.
                Es gibt keine Regeln mehr. Jedwede Regelung, die irgendjemand einem anderen aufbürden will, sind ohne Substanz. Niemand kann jemanden zu etwas zwingen, kein Arbeitgeber, kein Staatsbeamter, kein Geistlicher. Wird das von egal welcher Seite versucht, ist es die Pflicht eines jeden, der nicht zum Sklaven geboren sein will, sich zu wehren und Widerstand zu leisten.



                Zitat von Enas Yorl
                Das Ergebnis wäre kein Idealkommunismus (was immer das sein soll?), sondern Sozialdarwinismus in Reinkultur.
                Das hängt allein davon ab, wozu sich der Mensch hinreißen lässt. Es würde offenbaren, ob der Mensch zum Idealkommunismus fähig wäre.



                Zitat von newman
                Anarchie führt zur Diktatur,nicht zu einem demokratischen und klassenlosen Kommunismus.
                Das ist erstmal nur eine Behauptung. Doch mehr als Spekulation und Gedankenspiele habe ich ebenfalls nicht zu bieten. Aus nachvollziehbaren Gründen: Das Experiment wurde nie gewagt.

                Zitat von newman
                Das lässt sich in psychologisch-soziologischen Experimenten recht gut zeigen. Man bedenke, dass der Mensch evolutionär nicht aus demokratischen Ursprüngen sondern aus Organisationen ähnlich eines Wolfsrudels entstammt.
                In Experimenten, in denen Menschen führer- und ranglos zu einer Gruppe zusammengewürfelt wurden und eine gemeinsame Aufgabe lösen sollten, zeigte sich, dass sich diese Gruppe mit der Zeit ganz automatisch ähnlich wie ein Wolfsrudel organisierte, automatisch bestimmte Rollenverteilungen herausgebildet wurden. Und darunter auch die Rolle des Alphatiers.
                Eine Anarchie wird daher stets zur Diktatur führen.
                Weil das in dem Film Postman so war?

                Das Resultat wird von den Menschen gelenkt und geformt, und folgt nicht irgendeiner festgelegten, unabänderlichen Bestimmung. Die Freiheit von allen Zwängen und Gesetzen verlockt den Menschen, sich zu offenbaren. Vielleicht sollte man den Menschen mehr zutrauen, als immer nur wieder in altbekannte Muster zu verfallen.


                Zitat von newman
                Demokratie ist ein Kunstprodukt, das sich nicht von selbst entwickelt, da das Wesen des Menschen nicht demokratisch ist, es ist etwas, das vom Menschen aktiv geschaffen werden muss. Und selbiges gälte auch für die Idee eines Idealkommunismus (wie auch immer der funktionieren soll).
                Ein Kunstprodukt, du sagst es. Doch um Kunst zu schaffen, ist erstmal Einreißen und Säubern von Nöten. Wenn etwas Neuartiges entstehen soll, so kann es nur aus Menschlichkeit entstehen. Wir sind aber inzwischen so weit vom Menschsein entfernt, dass vergessen worden ist, was Menschsein überhaupt bedeutet. Es bedeutet nicht X-Box-Spielen, es bedeutet nicht 1x Urlaub im Jahr und es bedeutet nicht, vor geldgeilen Pfeffersäcken zu Kreuze zu kriechen. Um Menschlichkeit wieder zu erlernen, ja erst wieder neu zu definieren, muss alles zurück auf Null. Keine Zwänge, keine Regeln. Nur Menschsein. Nur daraus kann Neuartiges gebären.

                Zitat von newman
                Anarchie ist immer nur eine Zwischenstufe zwischen zwei Ordnungen. Wie die Ordnung aussah, aus der sie entstanden ist weiß ich nicht, aber ich bin mir recht sicher wie die Ordnung aussehen wird, in die sie münden wird
                Den Ausgang bestimmen allein die Menschen. Nur darauf kommt es an. Es bestimmen nicht die Konzerne, nicht die gelackten Politiker, nicht die gutsituierten Porschefahrer, nicht der Geldadel, nicht die Selbstständigen, nicht die Weißkittel und nicht die Banken.





                Zitat von OTGMarauder
                ich bezweifele grade das wir vom TE dazu irgendwann eine "Antwort" bekommen werden
                Warum zweifelst du? Weil es bequemer wäre? Was hast du zu verlieren? Wertgegenstände? Deine Lebensversicherung? Deine Pension als Staatsbeamter? Dein Haus? Dein 14. Monatsgehalt? Wie bedauerlich für dich. Wie gerechtigkeitslockend für die Nichtnutznießer solcher Vorzüge.



                Zitat von julian apostata
                Wenn Anarchie lokal begrenzt ist, warum nicht? Aber Hand aufs Herz, wenn du hier mal schaust (Neuverteilung der Erdenbürger), würdest du in dieser Welt tatsächlich die anarchistische Provinz wählen?
                Von Provinzen kann keine Rede sein. Man könnte es zwar auf einen Versuch ankommen lassen, wie die Bürger einer zivilisierten Nation auf Anarchie reagieren, doch nachhaltigen Sinn sehe ich darin nicht. Die bestehenden Systeme verdrängt man nicht für immer, indem man sie mancherorts weiterwuchern lässt. Der Kapitalismus hat schon einmal den Kommunismus verdrängt, was sich durchaus wiederholen könnte, wenn nur der Funke des Neids und der Habgier unter den Einträchtigen des Idealkommunismusses entfacht wird. Natürlich ist das erstmal nur eine Hypothese. Der Idealkommunismus funktioniert nur mit entsprechend geeichten Menschen. Doch auch in denen könnte dieser Funke wieder geschürt werden. Dann begänne alles von neuem: Der Kapitalismus überrennt den Kommunismus. Wobei es, wie schon gesagt, bislang nirgendwo einen Reinkommunismus gegeben hat.

                Zitat von julian apostata
                Für mich gibt es 1 000 Gründe, die gegen Anarchie sprechen. Jetzt stell dir nur mal vor, die Kernfusion gelingt nicht, was dann?

                Ganz einfach, Sonne, Wind und ein globales Stromnetz…

                (Indien könnte während der Trockenzeit Solarüberschüsse exportieren und während der Regenzeit importieren)

                …und das wäre am einfachsten zu bewerkstelligen, wenn die ganze Erdbevölkerung in einem einzigen Staat vereint wäre.

                Nur dann könnten wir die paar handvoll Anarchisten auch mit billigem Strom versorgen.

                Also lieber Mol, wenn du wirklich Anarchie willst, kannst du nicht komplett gegen den Staat sein!
                Wieso denkst du, dass es einen Staat braucht, um solche Errungenschaften zu nutzen?



                Darüber hinaus sollte die Anarchie kein Dauerzustand sein, sondern lediglich das Instrument, durch das sich die Menschen zu erkennen geben. Sind sie produktiv? Sind sie faul? Handeln sie eigenverantwortlich, auch wenn sie niemand anpeitscht? Zeigen sie Solidarität und Mitgefühl? Sind sie herrschsüchtig oder hierachriehörig? All das gälte es zu verifizieren. Durch das reinigende Feuer der Anarchie. Vorher ist an einen Neuanfang nicht zu denken. Die bestehenden Strukturen müssen restlos eliminiert werden, ein Urzustand hergestellt werden.


                Es braucht ein globales Fundament, in der alle Menschen denselben Bedürfnissen entsprechen. Derzeit könnten wir davon gar nicht weiter davon entfernt sein. Kinder aus reichem Hause buhlen darum, ob ihr erstes Auto ein Ferrari oder ein Porsche sein wird. Kinder aus armem Hause sind froh, wenn sie sich überhaupt den Führerschein leisten können. Eigenheimbesitzer machen sich Gedanken um ihre blumenbegrünte Hausfassade, finanziell schwach gestellte Mieter fürchten dagegen tagtäglich den Rauswurf und die nachfolgende Obdachlosigkeit. Und dann werfe man noch einen Blick in die dritte Welt, wo es weder Autos noch Führerscheine noch Häuser gibt. All das sind Mauern, die uns trennen. Diese Mauern müssen eingerissen werden.

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                • #9
                  Zitat von sita Beitrag anzeigen
                  .

                  ......


                  Und wo bleibt das ganze Theoritsche Geschwurbel,wenn dir der Grobian der jetzt nebenan wohnt und Hartz IV bezieht,weil er nix kann ausser draufhauen,morgen sagt das er jetzt dein "Boss" ist und dir dazu (als Argumentationshilfe) direkt einen in die Fresse haut..und weit und breit ist keiner zu sehen,der ihn dafür zur rechenschaft zieht oder dir hilft..
                  spätestens dann wünschen sich alle Anarchisten ein Staatliche gewalt wieder zurück,die in der lage ist sie vor solchen "Auswüchsen" zu schützen

                  @all:
                  gibts hier eigentlich irgendeinen Grund aus dem man nach verfassen von 2-3 Beiträgen gleich nen neuen Account anlegen muss um auf sein eigenes Topic zu antworten

                  oder warum sonst erstellt jemand nach 2Beiträgen einen solchen Thread..ist danach nie mehr im Forum gesehen und ein paar tage später antwortet jemand "genauso neues,mit der gleichen Beitragszahl" in fast den gleichen Worten..und ist danach wahrscheinlich genauso verschwunden wie der ursprüngliche TE
                  .>ACHTUNG, freilaufender "Linker Gutmensch"! VORSICHT BISSIG!<

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                  • #10
                    Zitat von sita Beitrag anzeigen
                    Das ist der Zweck, der dahinter steckt. Die Menschen müssen sich und ihr Potenzial entblößen. Sie müssen offenbaren, wozu sie ihr Potenzial frei von Gesetzen und Zwängen einsetzen. Sind sie produktiv? Sind sie zerstörerisch? Sind sie faul? Sind sie herrschsüchtig?
                    Wenn du das studieren willst, empfehle ich einige Regionen Afrikas, speziell Somalia. Es ist ja nicht gerade so, das Anarchie für die Menschheit eine neue Erfahrung ist, vielmehr haben Teile der Menschheit diesen Zustand immer wieder durchgemacht.

                    Zitat von sita Beitrag anzeigen
                    Es gibt keine Regeln mehr. Jedwede Regelung, die irgendjemand einem anderen aufbürden will, sind ohne Substanz. Niemand kann jemanden zu etwas zwingen, kein Arbeitgeber, kein Staatsbeamter, kein Geistlicher. Wird das von egal welcher Seite versucht, ist es die Pflicht eines jeden, der nicht zum Sklaven geboren sein will, sich zu wehren und Widerstand zu leisten.
                    Klar gibt es dann noch eine Regel, und zwar die des Stärkeren. Das hat sich zigtausendfach in der menschlichen Geschichte wiederholt. Ein Idealkommunnismus (was genau soll das sein?), ist dabei nie herausgekommen.

                    Zitat von sita Beitrag anzeigen
                    Das hängt allein davon ab, wozu sich der Mensch hinreißen lässt. Es würde offenbaren, ob der Mensch zum Idealkommunismus fähig wäre.
                    Sieh dir mal an, wozu die Warlords in Afrika so alles fähig sind, und zieh daraus deine Schlüsse.

                    Zitat von sita Beitrag anzeigen
                    Das ist erstmal nur eine Behauptung. Doch mehr als Spekulation und Gedankenspiele habe ich ebenfalls nicht zu bieten. Aus nachvollziehbaren Gründen: Das Experiment wurde nie gewagt.
                    Quatsch, was heißt hier Experiment? Die menschliche Geschichte und Realität ist voll von anarchistischen Zuständen. Was dabei herausgekommen ist, kannst du nachlesen, dann hast du aber viel zu tun.

                    Zitat von [OTG]Marauder Beitrag anzeigen
                    @all:
                    gibts hier eigentlich irgendeinen Grund aus dem man nach verfassen von 2-3 Beiträgen gleich nen neuen Account anlegen muss um auf sein eigenes Topic zu antworten
                    Gelebte Anarchie? Keine Regeln, alles ist möglich. Da muss man natürlich konsequent sein.
                    Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
                    Dr. Sheldon Lee Cooper

                    Kommentar


                    • #11
                      Zitat von Enas Yorl Beitrag anzeigen



                      Gelebte Anarchie? Keine Regeln, alles ist möglich. Da muss man natürlich konsequent sein.
                      Axo...danke für die Erklärung..ich dachte schon da würde was bedeutendes dahinter stecken...
                      Das Problem der "alles " beseitigenden Anarchisten war schon von Je her,das man für deren "Vorstellung" halt sehr viele der gesellschaftlichen "Normen" braucht,die sie ja eigentlich ablehnen...ohne jede "Regellung" tritt einfach immer nur das Recht des stärkeren hervor..was ja aber genau der "Kritikpunkt" ist.."Anarchie" ist mit Menschen gar nicht möglich und Komunismuss genauso wenig (von der Idee her)
                      .>ACHTUNG, freilaufender "Linker Gutmensch"! VORSICHT BISSIG!<

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                      • #12
                        Zitat von Enas Yorl Beitrag anzeigen
                        Gelebte Anarchie? Keine Regeln, alles ist möglich. Da muss man natürlich konsequent sein.
                        Anarchie bedeutet "keine Herrschaft", nicht "keine Regeln".

                        Kommentar


                        • #13
                          Zitat von Pyromancer Beitrag anzeigen
                          Anarchie bedeutet "keine Herrschaft", nicht "keine Regeln".
                          Noja..aber regeln heisst doch,das es wen gibt der die regeln auffstellt und sogar wenn dieses aufstellen in einer Art "Konsenz" aller erfolgt ist..muss es danach dennoch ein paar "Buhmänner" geben die diese regeln auch durchsetzen bzw. deren einhaltung überwachen..womit dann schon wieder eine Hirarchie geschaffen wird (werden muss) die man als Anarchist/Kommunist ja ablehnt..kann also irgendwie nicht wirklci funktionieren..
                          .>ACHTUNG, freilaufender "Linker Gutmensch"! VORSICHT BISSIG!<

                          Kommentar


                          • #14
                            Zitat von sita Beitrag anzeigen
                            Weil das in dem Film Postman so war?
                            Nö, in entsprechenden Experimenten der Wirtschaftspsychologie und soziologie, die versucht zu erforschen wie sich Menschen in Teams verhalten, um Rückschlüsse zu ziehen auf was man bei der Zusammenstellung von Teams achten muss.
                            Die natürliche Selbstorganisation der Menschen war dabei keine demokratische.



                            Ein Kunstprodukt, du sagst es.
                            Hast du je erlebt, dass ein Bild sich selbst malt?
                            Nein, der Künstler musste dafür eine aktive Anstrengung aufwenden.
                            Und wenn das für irgendetwas stimmt, dann für den Kommunismus. Denn wie der stabil funktionieren soll verstehe ich bis heute nicht einmal theoretisch, d.h. man bräuchte rein hypothetisch gesprochen sauklevere Designer dessen Funktionsweisen (ansonsten landet man wieder im Linksfaschismus) und ganz bestimmt keine Anarchie.

                            Zitat von Pyromancer
                            Anarchie bedeutet "keine Herrschaft", nicht "keine Regeln".
                            Wobei ohne Herrschaft die Regeln vollkommen relativ und vom momentanen Befinden der Gesellschaft abhängig.

                            Kommentar


                            • #15
                              Zitat von [OTG]Marauder Beitrag anzeigen
                              @all:
                              gibts hier eigentlich irgendeinen Grund aus dem man nach verfassen von 2-3 Beiträgen gleich nen neuen Account anlegen muss um auf sein eigenes Topic zu antworten

                              oder warum sonst erstellt jemand nach 2Beiträgen einen solchen Thread..ist danach nie mehr im Forum gesehen und ein paar tage später antwortet jemand "genauso neues,mit der gleichen Beitragszahl" in fast den gleichen Worten..und ist danach wahrscheinlich genauso verschwunden wie der ursprüngliche TE
                              Paranoide Menschen leiden oft an zusätzlicher Selbstüberschätzung. Sie sind der Meinung, dass das was die da verfassen, so dermaßen genial sein muss, dass sie deswegen sich verstecken müssen. Weil sie doch sowas besonderes sind.

                              Und besonders Anarchisten halten sich selbst für das Nonplusultra in der menschlichen Entwicklung. Ihre Ideen von einer anarchischen Welt sind so dermaßen genial und zukunftsweisend, dass wir Normalsterblichen noch nicht reif genug dafür sind.

                              Zum Glück haben Anarchos keine sonderlich hohe Lebenserwartung, so dass meistens spätestens nach Aufnahme der ersten Vollzeitbeschäftigung (nach dem Studium oder der Berufsausbildung) oder dem ersten eigenem Nachwuchs das träumerisch Weltbild zurechtgerückt wird.

                              Einige Anarchos bleiben dann trotzdem erhalt, weil es doch so toll ist "gegen" zu sein und ausserdem fühlt man sich immer an seine Jugend erinnert (Romantik pur).
                              Zuletzt geändert von Kristian; 19.05.2011, 12:32.

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