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Lebensverhältnisse verschlechtern sich konstant

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  • Lebensverhältnisse verschlechtern sich konstant

    Wie kommt das eigentlich?

    Wer wie ich schon 30 bzw. drüber ist, wird sich erinnern können, dass Deutschland mal ein wohlhabendes Land mit wohlhabenden und freien Bürgern war.
    Heute sind wir immer noch ein wohlhabendes Land, aber der Wohlstand der Bürger ist seit Jahren nur noch am Sinken.

    Praxisgebühren, Medikamentenzuzahlungen, horrende Kosten bei Zahnbrücken usw., dazu gleichzeitige kaum Lohnerhöhungen, Nullrunden für die Rentner, und die Lebensmittelpreise.....

    Was läuft hier falsch? All das gabs in den Achtzigern noch nicht. Wohin ist all dieser Wohlstand verflossen? Wohin ist das Sozialsystem abgesackt? Es gab mal "Arbeitslosengeld", weiß das noch wer? Ich habs nie bezogen, aber sowas gabs ehrlich mal! Und zwar unbegrenzt! WO IST ALL DAS GELD HIN?????

    Seit den Achtzigern hat Deutschland Wirtschaft regelmäßig Rekordzahlen verzeichnet. Wirtschaftswachstum fast ohne Unterbrechung! Wohlstand schrien sie überall! Aber wo ist der Wohlstand eigentlich hin?

    Ich verstehe es einfach nicht. Ich glaube, die Gründungsväter der BRD und auch weiter zurückliegende Politiker wie Bismarck, der die Sozialhilfen eingeführt hat, ich glaube, die wäre alle sehr enttäuscht von dem was aus Deutschland mittlerweile geworden ist.

  • #2
    Schau Dir die Haare der Menschen auf den Straßen an und bewundere die Haarfarben, dann weißt Du was los ist! Grau in grau wohin man sieht. Die deutsche Bevölkerung leidet unter einer Lüge, die seit Jahrzehnten aufrecht erhalten wird: Wir brauchen keine Kinder, denn die Rente ist sicher und Du musst nur tüchtig sein und Steuern zahlen!

    Warum hat es die Politik so gemacht und nicht anders? Weil es günstiger ist! Bildung und Erziehung kostet Geld! Und der jeweiligen Amtszeit ist es immer besser gewesen die Menschen zur Mehrarbeit anzuspornen als zur Familiengründung. Deutschland stirbt seit Jahrzehnten, doch wie bei einem Krebsgeschwür hat man es erst gemerkt, als es schon zu spät war. Eine Gesellschaft ohne Kinder ist zum Untergang verdonnert.

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    • #3
      Zitat von K-Pax Beitrag anzeigen
      WO IST ALL DAS GELD HIN?????

      Seit den Achtzigern hat Deutschland Wirtschaft regelmäßig Rekordzahlen verzeichnet. Wirtschaftswachstum fast ohne Unterbrechung! Wohlstand schrien sie überall! Aber wo ist der Wohlstand eigentlich hin?
      Der Wohlstand wurde verkonsumiert.

      Wohlstand ist kein Zustand, den man einmal erreicht und den man dann immer hat. Wohlstand ist etwas, was laufend neu generiert werden muss. Aber darin sind wir hierzulande - trotz aller Unkenrufe - immer noch ziemlich gut.

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      • #4
        Zitat von K-Pax Beitrag anzeigen
        Aber wo ist der Wohlstand eigentlich hin?
        Der ist größtenteils immer noch da, die meisten Leute sehen ihn vor lauter Rumgejammer, wie schlecht es ihnen doch geht und wie toll es doch alles früher war, als die Welt noch in Ordnung war, nicht.

        €: Ach ja, und man hat auch niemals unbegrenzt Arbeitslosengeld gekriegt. Das ist nach einer gewissen Zeit immer in Sozialhilfe übergegangen, welche durch Schröder zu Hartz IV verwurstet wurde. Auch dies bekommt man theoretisch unbegrenzt.
        Zuletzt geändert von SF-Junky; 20.06.2011, 13:19.
        "The only thing we have to fear is fear itself!"

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        • #5
          All das gabs jedenfalls noch nicht, und das System funktionierte trotzdem:

          Praxisgebühren, Medikamentenzuzahlungen, horrende Kosten bei Zahnbrücken usw., dazu gleichzeitige kaum Lohnerhöhungen, Nullrunden für die Rentner, und die Lebensmittelpreise.....

          Die Kaufkraft unseres Geldes ist geringer als zu D-Mark-Zeiten. Was früher 10 Mark kostete, kostet heute 10 EUR und mehr. Die Löhne haben sich aber nicht verdoppelt.

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          • #6
            Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
            Der ist größtenteils immer noch da, die meisten Leute sehen ihn vor lauter Rumgejammer, wie schlecht es ihnen doch geht und wie toll es doch alles früher war, als die Welt noch in Ordnung war, nicht.
            Wir brauchen wirklich einen "Gefällt mir"-Button.

            Zitat von Kristian
            Die deutsche Bevölkerung leidet unter einer Lüge, die seit Jahrzehnten aufrecht erhalten wird: Wir brauchen keine Kinder, denn die Rente ist sicher und Du musst nur tüchtig sein und Steuern zahlen!
            Im Umkehrschluss bedeutet das: Keine Steuern zahlen, dafür möglichst viele Kinder in die Welt setzen. Das hat im 18. Jahrhundert wahrlich zu paradieshaften Lebensverhältnissen geführt.

            Zitat von K-Pax
            Die Kaufkraft unseres Geldes ist geringer als zu D-Mark-Zeiten. Was früher 10 Mark kostete, kostet heute 10 EUR und mehr. Die Löhne haben sich aber nicht verdoppelt.
            Auf welche Statistiken beziehst du dich da?

            Ich glaube, die Gründungsväter der BRD und auch weiter zurückliegende Politiker wie Bismarck, der die Sozialhilfen eingeführt hat, ich glaube, die wäre alle sehr enttäuscht von dem was aus Deutschland mittlerweile geworden ist.
            Mit dem gegenwärtigen Zustand der Sozialdemokratie wäre Bismarck wohl sehr zufrieden. Das Ausmaß des Wohlfahrtsstaates würde ihn aber wohl eher verblüffen, schließlich hat er das Renteneintrittsalter bewusst 15 Jahre über der damaligen Lebenserwartung angesetzt.
            I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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            • #7
              Daran haben sich alle Regierungen in den letzten 30 Jahren beteiligt:
              Rückgang der Lohnquote
              Erhöhung der Staatsverschuldung und der zu zahlenden Zinsen sowie der Neuverschuldung
              Abschaffung der Vermögenssteuer
              Senkung des Spitzensteuersatzes
              Rückgang des Anteils der Körperschaftssteuer und anderer Gewinnsteuern am Gesamtsteueraufkommen
              Abwälzung von Sozialausgaben auf die Arbeitnehmer (Streichung von Leistungen in der Krankenversicherung, Zuzahlungen, Aufgabe der paritätischen Finanzierung ...)

              Es findet seit über zwanzig Jahren eine gigantische Umverteilung statt. Die Armen werden ärmer und die Reichen immer noch reicher. Der Mittelstand strampelt sich ab und kommt nicht von der Stelle, weil er fast alle Lasten tragen muss.
              "Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten." (Erwin Pelzig)

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              • #8
                Zitat von K-Pax Beitrag anzeigen
                Was läuft hier falsch? All das gabs in den Achtzigern noch nicht. Wohin ist all dieser Wohlstand verflossen? Wohin ist das Sozialsystem abgesackt? Es gab mal "Arbeitslosengeld", weiß das noch wer? Ich habs nie bezogen, aber sowas gabs ehrlich mal! Und zwar unbegrenzt! WO IST ALL DAS GELD HIN?????
                Z.B. in den irrwitzigen Umzug sämtlicher Ministerien quer durchs Land, der auch nach 20 Jahren noch nicht abgeschlossen ist und z.B. in die Auslandseinsätze der Bundeswehr. Die Liste ließe sich beliebig fortführen.
                Ich halte es aber für Unsinn, ein Argument mit -das gab es damals noch nicht- zu beginnen. Wo will man denn da ansetzen? 1880? 1780?
                Und solange sich genügend Familien wenigstens zwei Autos, ein Haus und zweimal Urlaub im Jahr leisten können, wird mal wieder auf hohem Niveau gejammert. Wobei die Beobachtung der größer werdenden Schere zwischen Arm und Reich durchaus richtig sein kann. Allerdings wird bei einer niedrigen Arbeitslosenquoten den meisten das Glück in die eigenen Hände gelegt...
                Heaven is where the police are British, the chefs are Italian, the mechanics German, the lovers French and it all is organized by the Swiss.
                Hell is where the police are German, the chefs are British, the mechanics french and the lovers are Swiss and it all is organized by the Italians.

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                • #9
                  Wie misst man Wohlstand? Wie hoch sollte er sein? Was beinhaltet er? Ist er tatsächlich gesunken? Und wenn ja, wie wollen wir dieses festgestellt haben?
                  Nach wie vor ist die soziale Absicherung trotz des allg. Meckerns auf ALG II vorhanden. Das haben andere Länder nicht.

                  Die Deutschen sind "Reiseweltmeister" und solange dieses der Fall ist, kann ich nicht so recht daran glauben, dass sich die Lebensverhältnisse verschlechtert haben. Rein subjektiv sehe ich es ähnlich wie K-Pax aber ich glaube es ist darauf zurückzuführen, dass sich in Deutschland eine neg. Stimmung verbreitet hat, nach dem Motto: "Ich hab kein Geld". Zeitgleich klingelt das i-phone und die Kumpels werden zur Präsentation des neuesten Flat-Fernsehers anläßlich der Frauen-WM eingeladen.

                  Zitat von burpie Beitrag anzeigen
                  ....Allerdings wird bei einer niedrigen Arbeitslosenquoten den meisten das Glück in die eigenen Hände gelegt...
                  Kannst Du das noch ausführen?
                  Wozu imitieren? Ich verneige mich vor Individualität. (Clint Eastwood)

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                  • #10
                    Zitat von Mehani Beitrag anzeigen
                    Kannst Du das noch ausführen?
                    Ich meinte das dahingehend, dass den Arbeitstätigen die Möglichkeit gegeben ist, für ihre eigene Definition von Wohlstand Sorge zu tragen...
                    Heaven is where the police are British, the chefs are Italian, the mechanics German, the lovers French and it all is organized by the Swiss.
                    Hell is where the police are German, the chefs are British, the mechanics french and the lovers are Swiss and it all is organized by the Italians.

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                    • #11
                      Will hier jemand in die DDR des Jahres 1953 zurück, als ein durchschnittlicher Arbeiter fünf Stunden für ein Pfund Butter arbeiten musste?
                      Als niemand in der BRD eine Tiefkültruhe, keinen Farb-TV hatte, Telefone nur in Ämtern und Betrieben waren ...
                      Es gibt keine realen Lohnsteigerungen von 5 - 10% mehr.
                      Natürlich ist es kein Vergnügen evtl jahrelang auf Hartz IV-Niveau zu leben, aber die soziale Sicherung in Deutschland ist immer noch besser als in den meisten Staaten der Welt.
                      \\// Dup dor a´az Mubster
                      TWR www.labrador-lord.de
                      United Federation of Featherless
                      SFF The 6th Year - to be continued

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                      • #12
                        Also jetzt mal ehrlich, ich kann nicht erkennen, wo dieser Thread nun eigentlich hinführen soll bzw. was nun die Diskussionsgrundlage sein soll. Außer einem allgemeinen Mimimi wie schön es früher war, was man an jedem Stammtisch hören kann, gibt es keinerlei Diskussionsgrundlage.

                        Ich will den Thread und seinen Ersteller nicht runtermachen, aber ein wenig spezieller sollte es dann doch sein imo.
                        "The only thing we have to fear is fear itself!"

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                        • #13
                          Zitat von K-Pax Beitrag anzeigen
                          Wie kommt das eigentlich?

                          Wer wie ich schon 30 bzw. drüber ist, wird sich erinnern können, dass Deutschland mal ein wohlhabendes Land mit wohlhabenden und freien Bürgern war.
                          Heute sind wir immer noch ein wohlhabendes Land, aber der Wohlstand der Bürger ist seit Jahren nur noch am Sinken.

                          Praxisgebühren, Medikamentenzuzahlungen, horrende Kosten bei Zahnbrücken usw., dazu gleichzeitige kaum Lohnerhöhungen, Nullrunden für die Rentner, und die Lebensmittelpreise.....
                          Denkt man dreißig Jahre zurück, und vergleicht man es mit den Leben von heute, stellt man fest, das in dieser Zeit der Anspruch an den Besitz von materiellen Gütern erheblich gestiegen ist.
                          1981 hatte ein Privathaushalt keinen Computer, selten einen Videorekorder, und ein Telefon hatte damals auch nicht jeder. Ach ja, die meisten Menschen waren damals noch fähig sich mit Nahrung zu versorgen, ohne ihr Geld für Fertigprodukte oder Fastfood zu verschleudern.
                          Ich glaube ehrlich gesagt, vielen Menschen in Deutschland, geht es heute im Vergleich zu 1981, gar nicht mal so schlecht.
                          Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
                          Dr. Sheldon Lee Cooper

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                          • #14
                            Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                            Im Umkehrschluss bedeutet das: Keine Steuern zahlen, dafür möglichst viele Kinder in die Welt setzen. Das hat im 18. Jahrhundert wahrlich zu paradieshaften Lebensverhältnissen geführt.
                            Quatsch! Die Lebensverhältnisse waren für damalige Zeiten genau richtig. Dank der neuen Welt sind viele Menschen, die durch den strengen Katolizismus (viele Kinder, viele Schafe) in Europa entstanden sind, ausgewandert und Europa hatte deshalb in dieser Zeit ein relativ gesundes Wachstum. Das ist mitunter auch der Grund dafür, warum in diesen Zeiten es so viele Revolutionen und Aufstände gab, weil der Wohlstand der mittleren und sogar unteren Schicht wuchs und deshalb mehr Rechte von dort gefordert wurden.

                            Das Problem ist doch heute so: Ich muss viel Geld verdienen, damit ich viel Steuern zahlen kann, weil es nicht genug Mitmenschen gibt, die ebenfalls Steuern zahlen. Aus diesem Grund haben wir trotz Fachkräfte- aber auch einfache Arbeitskräftemangel eine solch hohe Arbeitslosigkeit. Denn natürlich gibt es viele unmenschliche Minijobs, aber noch viel mehr gibt es unbesetzte Jobs, weil einfach niemand mehr da ist, der diese Stellen besetzen kann und der das Geld auch wert sein würde. Denn wenn man heute jemanden mit höherer Bildung einstellt, muss man einem Berufseinsteiger schon mindestens ca. 3000 Brutto zahlen und somit kostet solch eine Arbeitskraft rund 4000 Euro (inkl. Nebenkosten) im Monat. D.H. dass von dem Geld, welches der Arbeitgeber monatlich für seinen Arbeiter zahlt, rund 2400 Euro an die Gemeinschaft gehen. Das ist der Wahnsinn!!

                            Klar, wenn man derzeit noch einen gutbezahlten Job hält, merkt man kaum etwas vom sinkenden Wohlstand... im Gegenteil! Durch die wachsende Armut sinken auch einige Preise, weil sich der Markt darauf einstellen muss. D.H. dass ein Gutverdienender letztenendes durch die Armut einen höheren Wohlstand hat.

                            Trotzdem... es fehlen Menschen in Deutschland. In Städten vielleicht nicht so merkbar wie auf dem Lande, aber sie fehlen sehr. Überall sieht man mittlerweile an den Schaufenstern Aushänge mit Jobangeboten. Und spätestens wenn die Arbeitskräfte, die für die Infrastruktur zuständig sind, in den Ruhestand gegangen sind, wird es die Gesellschaft ordentlich zu spüren bekommen. Schon heute fehlen bei der Polizei Nachwuchkräfte. Die Feuerwehr geht auch schon durch die Schulen, um junge Menschen für sich zu werben. Hochschulen machen sich schon große Sorgen, weil ab nächstes Jahr die Neuzugänger drastisch wegbrechen werden.

                            Und zu unserem Wohlstand kann man auch nur sagen, dass dieser auf Pump erzeugt wurde. Nicht nur in finanzieller sondern auch in sozialer Hinsicht! Heute scheint es ja wieder cool zu sein, wenn man sich für Familiengründung interessiert, jedoch war das über mehrere Jahrzehnte nicht der Fall. Und diese Jahrzehnte werden wir nun zu spüren bekommen.

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                            • #15
                              Wohin dieser Thread führen soll, soll mir ehrlich gesagt egal sein. Ich wollte hier nur einem sicherlich subjektiven aber deswegen nicht falschen Gefühl nachgeben, dass sich in den letzten 20 Jahren weder versorgungstechnisch noch in Sachen Lebensqualität für den deutschen Michel etwas zum besseren gewendet hat. Und das obwohl die Wirtschaft durchweg boomte. Nichtmal die Finanzkrise konnte das ausbremsen. Trotzdem schlägt der Fiskus immer härter zu. Ich zahle beim Zahnarzt, ich zahle beim Ohrenarzt, ich zahle beim Internisten. Ich zahle danach in der Apotheke für Medikamente und bekomme für meine Zahnkrone nochmal eine gesalzene Rechnug. Ich zahle, wenn mich der Sanka fahren muss, ich zahle für mobile Pflegedienste. Ich zahle Unsummen für Benzin, für die Bahn, für Autos und Führerschein. Und auch für Lebensmittel.

                              Von der Euroumstellung 2001 haben vor allem die Bürger von wirtschaftssschwachen Ländern profitiert. Die von wirtschaftsstarken haben Kaufkraft eingebüßt. Zum Beispiel Südtirol/Italien: Was vormals 25.000 Lire gekostet hat (entsprach seinerzeit ca. 25 DM), kostete nach der Euroeinführung ganz einfach 25 EUR. Gleichwohl haben die Italiener, wenn sie vormals 3.600.000 Lire pro Monat verdiet haben, fortan 3.600 EUR verdient. Ob das überall in Italien so war, weiß ich nicht, aber in Südtirol war es so. Die hatten also plötzlich 3.600 EUR auf der Kralle.

                              Und wie wars bei uns? Umrechnungsfaktor 1,96. Wer vormals 3.600 DM verdient hat, verdiente nachher 1.900 EUR. Und dann fahre mit diesen 1.900 EUR mal nach Südtirol und sehe, was die plötzlich für Preise haben. Denen machte das natürlich nichts, denn sie verdienten ja auch das Doppelte.

                              Unsere Kaufkraft ging verloren, die von wirtschaftsschwächeren nahm dafür zu. Ist ja auch völlig logisch, denn für eine gemeinsame Währung braucht es einen Mittelwert, wo man sich begegnet. Ganz klar, dass die Bürger von wirtschaftsstärkeren Länder kaufkraftverluste hinnehmen mussten. Warum hat man uns Deutschen das trotzdem angetan? Wahrscheinlich weil unseren Politikern wichtiger war, Geschichte zu schreiben, als ihrem Volksauftrag nachzukommen, das Beste für ihr Volk zu wollen.

                              Wir haben damals verloren und jetzt mit der Griechenlandkrise verlieren wir wieder. Ich nehme an, dass dahin unser Wohlstand verschwunden ist. Natürlich auch in die Aufnahme von 15 Mio. DDR-Bürgern in all unsere Systeme (Renten-, Sozial-, Kranken- etc.) und eine noch zusätzliche Unzahl anderer, die auf verschlungenen Wegen deutsche Wurzeln geltend machen konnten.

                              Nebenbei bemerkt: Ich klage keineswegs über meine eigenen Verhältnisse. Ich arbeite seit etwa nem halben Jahr bei Audi Ingolstadt, und die Audi ist ein super Arbeitgeber. Ich verdiene sehr gut und habe sehr viele zusätzliche Vergünstigungen und Absicherungen, die mir dieser Arbeitgeber gewährt. Anders ausgedrückt: Auf meine Person bezogen habe ich gar nichts zu klagen. Ich weiß aber auch, dass so etwas eine Ausnahme ist und ich ein Riesenglück damit hatte.
                              Zuletzt geändert von K-Pax; 20.06.2011, 18:15.

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