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BIG als Deutschlands politische Zukunft?

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  • BIG als Deutschlands politische Zukunft?

    Multi Kulti ist nicht länger eine Domäne der Grünen.

    Gerade wurde die BIG Partei in Berlin gegründet und tritt auch zu den Wahlen am September an. Rein pragmatisch liest sich der Inhalt recht gut. Hier das Interview in der Welt:

    "Nein zu Sarrazin!": Multikulturelle Partei kämpft gegen Migranten-Stigma - Nachrichten Politik - Wahlen - Berlin Wahl - WELT ONLINE

    Auszusetzen habe ich an dem Gesagten eigentlich nur, dass sie GLEICHGESCHLECHTLICHE Ehen konsequent ablehnen, und das mit der doppelten Staatsbürgerschaft. Klar, dann gäbe es plötzlich 1 Million mehr Wähler für die (oder halt für die Grünen), aber das kann nicht Sinn der Sache sein.

    Zitat von Die Welt
    Keine Partei wächst so schnell wie die BIG-Partei. Sie hat Mitglieder aus 21 Nationen und lehnt gleichgeschlechtliche Ehen und Zinsgeschäfte ab.
    Ich halte die jedenfalls für eine ehrlichere Multi Kulti Fraktion als die Grünen es sind. Die Grünen sind eher aus machtpolitischen Gründen Multi Kulti. Die hingegen scheinen es ehrlich zu meinen. Vor allem eine Sache könnte kaum richtiger sein: Wieso werden Nachkommen von Migranten in manchen Auffassung noch als Migranten angesehen? Macht irgendwie keinen Sinn. Wer in Deutschland geboren ist, ist Deutscher. Ich möchte in keinem Land leben, in dem das Aussehen darüber entscheidet.

    Die konsequente Ablehnung gleichgeschlechtlicher Ehen wäre natürlich ein Rückschritt, doch glaube ich nicht, dass BIG da im Fall des Falles was dran ändern würde. Ich schätze mal, mit dem Programmpunkt sichert man sich die Stimmen konservativer Moslems. So taktieren sie schließlich alle, die Politiker.

  • #2
    Der Multi Kulti Teil ist ja zu befürworten, aber ich fürchte mit der Ablehnung von Homosexuellen Eheschließúngen und Zinsgeschäften wird auch die Partei nie eine große Wählerschaft erhalten, zumal der Verfassungsschutz hier wohl zu prüfen hat, ob die nicht sogar gegen dt Recht verstoßen würden sollten sie gewählt werden. Schließlich beinhaltet das Recht auf freie Entfaltung auch das Recht gleichgeschlechtlich zu heiraten.
    Ihr müsst uns nicht fürchten, es sei denn, Eure Herzen sind nicht rein. Ihr seid Abschaum, der Jagd auf Unschuldige macht.
    Ich verspreche Euch, Ihr könnt euch nicht ewig vor der leeren Dunkelheit verstecken.
    Denn wir werden Euch zur Strecke bringen, wie die räudigen Tiere die Ihr seid.
    und Euch in die tiefsten Abgründe der Hölle verbannen

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    • #3
      Zitat von ThorKonnat Beitrag anzeigen
      Der Multi Kulti Teil ist ja zu befürworten, aber ich fürchte mit der Ablehnung von Homosexuellen Eheschließúngen und Zinsgeschäften wird auch die Partei nie eine große Wählerschaft erhalten, zumal der Verfassungsschutz hier wohl zu prüfen hat, ob die nicht sogar gegen dt Recht verstoßen würden sollten sie gewählt werden. Schließlich beinhaltet das Recht auf freie Entfaltung auch das Recht gleichgeschlechtlich zu heiraten.
      Ich denke das wäre dann schon ein Farce, schließlich interessiert es den Gesetzgeber heute auch nicht wirklich. Gleichgeschlechtliche Ehen gibt es in Deutschland bis heute nicht. Und nein, eine eingetragene Lebenspartnerschaft ist nicht das selbe.

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      • #4
        Es gibt in Deutschland keine gleichgeschlechtliche Ehe, nur eine eingetragene Lebensgemeinschaft. Diese ist aber rechtlich nicht mit der Ehe gleichzusetzen. Es gibt auch in der Politik derzeit keine großen Bestrebungen daran etwas zu ändern, da die Regierung hier eine Abgrenzung zur traditionellen Vater-Mutter-Kind-Ehe vornehmen möchte. Darüber hinaus ist die Ablehnung der gleichgeschlechtlichen Ehe nicht gegen das Gesetz sondern ist durch die Meinungsfreiheit geschützt.

        LG
        Whyme
        "Und wie alle Priester haben sie als erstes gelernt, Wahrheit mit "Ketzerei" zu übersetzen."
        -Frank Herbert - Der Herr des Wüstenplaneten

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        • #5
          So sinnfrei, wie die Piratenpartei, die ja schon angeblich im Bundestag sitzen sollte. Heute ein Wahlplakat der Piratenpartei gesehen "Netz für alle". Waaaaaauuuu, das ist mal ein Wahlspruch. In der DDR hatte auch fast jeder ein Netz. Damit ist man dann einkaufen gegangen. Noch sinnbefreitere Sprüche: "Wozu stehe ich hier? Ihr geht ja doch nicht wählen!"

          Hat die BIG-Partei auch solche Sprüche drauf? Jedenfalls wiedersprechen die sich schon allein mit ihrem Namen und dem dazugehörigen Programm. Homoehe nein, Innovationen ja! Ich will jetzt nicht sagen, dass Homoehen was total Modernes und Neues sind... aber.

          Scheint wohl eine neue Populistenpartei zu sein, die grad so gerichtet ist, wie eben der Wind weht.

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          • #6
            Jedenfalls sind sie keine gefühlte Ein Thema Partei wie die Piraten. Liest sich meines Denkens nach ganz in Ordnung.

            Zitat von Gil Grissom Beitrag anzeigen
            Vor allem eine Sache könnte kaum richtiger sein: Wieso werden Nachkommen von Migranten in manchen Auffassung noch als Migranten angesehen? Macht irgendwie keinen Sinn. Wer in Deutschland geboren ist, ist Deutscher. Ich möchte in keinem Land leben, in dem das Aussehen darüber entscheidet.
            Dazu möchte ich noch hinzufügen, dass auch umgedreht ein Schuh draus wird. Deutschsein darf keine Frage des Aussehens sein, sondern der Einstellung und dem Bekenntnis ZU Deutschland. BIG schreibt sich die Integration auf die Fahne. Dazu zählt hoffentlich auch verpflichtende Deutschkenntnisse für jeden, der hier lebt. Alles andere ist keine Integration.

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            • #7
              Zitat von Gil Grissom Beitrag anzeigen
              Ich halte die jedenfalls für eine ehrlichere Multi Kulti Fraktion als die Grünen es sind. Die Grünen sind eher aus machtpolitischen Gründen Multi Kulti. Die hingegen scheinen es ehrlich zu meinen. Vor allem eine Sache könnte kaum richtiger sein: Wieso werden Nachkommen von Migranten in manchen Auffassung noch als Migranten angesehen? Macht irgendwie keinen Sinn. Wer in Deutschland geboren ist, ist Deutscher. Ich möchte in keinem Land leben, in dem das Aussehen darüber entscheidet.
              Weil Deutschland hintergründig noch immer von der Fiktion eines deutschen Volks und nicht wie Frankreich von der Nation ausgeht.

              Zitat von Gil Grissom
              Dazu zählt hoffentlich auch verpflichtende Deutschkenntnisse für jeden, der hier lebt.
              Bei Deutschkenntnissen muss man auch gar nicht mal migrationspolitisch argumentieren. Deutschkenntnisse in Deutschland fördern ganz klar die Zukunftschancen einer Person, genauso wie Mathekenntnisse und jede Form von Bildung. Diese zu besitzen ist nicht nur für den Deutschen gut, der sich integrierte Migranten wünscht, es ist auch für den Migranten gut, der wie jeder Mensch nicht in Armut leben möchte.
              Dagegen gibt es kein Gegenargument. Jeder sollte das bestmögliche aus sich machen können und dazu gehört Bildung und dazu gehört ein gezielt gesteuerter Abbau von Bildungsdefiziten z.B. auf Grund einer Einwandungsgeschichte! Wer in Deutschland aufwuchs, deutsche Schulen besuchte, hat als Erwachsener Deutsch zu können. Das muss kein Deutsch auf Goetheniveau sein, aber eines mit dem man kommunizieren kann.

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              • #8
                Yay, zur Abwechslung mal wieder etwas Homobashing. Ist ja wirklich total was neues. Ich frage mich nur immer, wo da der Hass herkommt? Was kann einen denn daran stören, wenn zwei sich liebende Menschen heiraten?
                Fear is temporary, regrets are forever.

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                • #9
                  Yildiz: Wir wollen eine Ökonomie ohne Zinsen.
                  Genau was wir brauchen. Noch eine Partei, die glaubt, dass man im nationalen Alleingang das Weltfinanzsystem revolutionieren kann.

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                  • #10
                    @ Chloe
                    Laut dem Interview haben auch GB und USA zumindest dahindenkende Pläne. Was bei deren Schuldenstand nicht verwunderlich sein sollte.

                    Zitat von Maritimus Beitrag anzeigen
                    Yay, zur Abwechslung mal wieder etwas Homobashing. Ist ja wirklich total was neues. Ich frage mich nur immer, wo da der Hass herkommt? Was kann einen denn daran stören, wenn zwei sich liebende Menschen heiraten?
                    Das sollte man nicht überbewerten, glaube ich. Und mit Hass hat das auch nichts zu tun. Nur mit einem religiösen Verständnis. Das ist eine von Moslems gegründete Partei. Als solche Schwulenehen zuzulassen, würde ihnen die Wählerbasis vergraulen. Das ändert aber nichts daran, dass diese Gesinnung sich niemals durchsetzen wird. Schwulenehen haben wir vielleicht nicht in BRD, aber Schwule und Lesben sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen und brauchen sich nicht mehr zu verstecken, können sich jederzeit gefahrlos outen. Diese Entwicklung kann keine einzelne Partei mehr rückgängig machen. Nicht einmal dann, wenn sie total fundamentalistisch wäre. Deshalb ist diese Forderung meines Erdenkens nach einfach nur taktisch motiviert, Moslems zu erreichen. Eine Bewegung wird sich daraus nicht ergeben.

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                    • #11
                      Zitat von Maritimus Beitrag anzeigen
                      Yay, zur Abwechslung mal wieder etwas Homobashing. Ist ja wirklich total was neues. Ich frage mich nur immer, wo da der Hass herkommt? Was kann einen denn daran stören, wenn zwei sich liebende Menschen heiraten?
                      Umgekehrt wird ein Schuh draus: Was soll es den Staat kümmern, wenn zwei Menschen (ob sie sich lieben oder nicht) heiraten?
                      Es wäre doch der heutigen Zeit viel angemessener, alle Eheprivilegien abzuschaffen. Die Ehe wäre dann wieder eine rein religiöse Sache. Und wenn sich zwei oder mehr Wesen gleichen oder gemischten Geschlechtes irgendwie gegenseitig Dinge versprechen oder zusichern wollen, dann können sie auch einfach so einen privatrechtlichen Vertrag aufsetzen. Das geht dann keinen anderen etwas an.

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                      • #12
                        Zitat von Gil Grissom Beitrag anzeigen
                        @ Chloe
                        Laut dem Interview haben auch GB und USA zumindest dahindenkende Pläne. Was bei deren Schuldenstand nicht verwunderlich sein sollte.
                        Nein, das haben sie nicht. Jedenfalls niemand, der nennenswerten Einfluss hätte.

                        "Man", d.h. irgendwelche ökonomischen Gruppierungen, die es sowohl in GB als auch in den USA als auch in Deutschland gibt, denkt seit 120 Jahren über dieses Thema nach, seit ein gewisser Silvio Gesell dieses Konzept veröffentlicht hat. In orthodoxen Kreisen werden diese Leute als "monetary cranks" betrachtet, also eine spinnerte Sekte (was nicht viel zu bedeuten hat, da die Neoklassik in weiten Teilen auch eine spinnerte Sekte ist).

                        Mir persönlich verursacht das ganze Thema "Zinsen" in der Ökonomie ohnehin ausgewachsene Migräne und besonders im Zusammenhang mit Gesell suche ich nach diversen Begegnungen mit diesen Vertretern schon das Weite, wenn irgendwo etwas von "zinslosem Geld" auftaucht. Ich habe die Auseinandersetzung damit vertagt, bis ich in Rente bin. Irgendwie holt es micht aber immer wieder ein.

                        Eine Partei, die das im Programm hat und auch noch glaubt, man könne das mal einfach in Deutschland einführen, wähle ich bis auf Weiteres nicht.

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                        • #13
                          Klingt für mich nach ner Muslimpartei.

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                          • #14
                            Zitat von Gil Grissom Beitrag anzeigen
                            Ich halte die jedenfalls für eine ehrlichere Multi Kulti Fraktion als die Grünen es sind. Die Grünen sind eher aus machtpolitischen Gründen Multi Kulti.
                            Man kann Claudia Roth ja viel unterstellen, aber dass ihre Türkei-Lobgesänge nur machtpolitisch begründet wären, gehört sicherlich nicht dazu. Auch finde ich es völlig abwegig, dass die Grüne Basis Cem Özdemir bei der Bundestagswahl einen sicheren Listenplatz verweigert haben soll, weil er türkischer Herkunft ist.
                            I am altering the movie. Pray I don't alter it any further.

                            - George Lucas

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                            • #15
                              Zitat von Gil Grissom Beitrag anzeigen
                              Auszusetzen habe ich an dem Gesagten eigentlich nur, dass sie GLEICHGESCHLECHTLICHE Ehen konsequent ablehnen, und das mit der doppelten Staatsbürgerschaft. Klar, dann gäbe es plötzlich 1 Million mehr Wähler für die (oder halt für die Grünen), aber das kann nicht Sinn der Sache sein.
                              Ich würde jetzt dann doch gerne mal einen Beweis sehen, dass Homosexuelle und vor allem Migranten bzw. Deutsche mit Migrationshintergrund hauptsächlich Grün wählen. Das muss nach Meinung einiger hier ja gegen 100% tendieren.


                              Ich halte die jedenfalls für eine ehrlichere Multi Kulti Fraktion als die Grünen es sind. Die Grünen sind eher aus machtpolitischen Gründen Multi Kulti. Die hingegen scheinen es ehrlich zu meinen. Vor allem eine Sache könnte kaum richtiger sein: Wieso werden Nachkommen von Migranten in manchen Auffassung noch als Migranten angesehen? Macht irgendwie keinen Sinn. Wer in Deutschland geboren ist, ist Deutscher. Ich möchte in keinem Land leben, in dem das Aussehen darüber entscheidet.
                              Die Grünen meinen es auch ehrlich mit Multikulti, ansonsten Zustimmung.


                              Zitat von ThorKonnat Beitrag anzeigen
                              Der Multi Kulti Teil ist ja zu befürworten, aber ich fürchte mit der Ablehnung von Homosexuellen Eheschließúngen und Zinsgeschäften wird auch die Partei nie eine große Wählerschaft erhalten, zumal der Verfassungsschutz hier wohl zu prüfen hat, ob die nicht sogar gegen dt Recht verstoßen würden sollten sie gewählt werden. Schließlich beinhaltet das Recht auf freie Entfaltung auch das Recht gleichgeschlechtlich zu heiraten.
                              Häh, wieso soll das ein Fall für den Verfassungsschutz sein, Homosexuellen das Heiraten verbieten zu wollen. Sicherlich ist eine solche Haltung große Mäusekacke, aber eine grundsätzlich verfassungsfeindliche Haltung kann ich darin trotz vehementer Ablehnung dieser Position nicht erkennen.


                              Zitat von Gil Grissom Beitrag anzeigen
                              Dazu möchte ich noch hinzufügen, dass auch umgedreht ein Schuh draus wird. Deutschsein darf keine Frage des Aussehens sein, sondern der Einstellung und dem Bekenntnis ZU Deutschland. BIG schreibt sich die Integration auf die Fahne. Dazu zählt hoffentlich auch verpflichtende Deutschkenntnisse für jeden, der hier lebt. Alles andere ist keine Integration.
                              Richtig.


                              Zitat von Pyromancer Beitrag anzeigen
                              Umgekehrt wird ein Schuh draus: Was soll es den Staat kümmern, wenn zwei Menschen (ob sie sich lieben oder nicht) heiraten?
                              Es wäre doch der heutigen Zeit viel angemessener, alle Eheprivilegien abzuschaffen. Die Ehe wäre dann wieder eine rein religiöse Sache. Und wenn sich zwei oder mehr Wesen gleichen oder gemischten Geschlechtes irgendwie gegenseitig Dinge versprechen oder zusichern wollen, dann können sie auch einfach so einen privatrechtlichen Vertrag aufsetzen. Das geht dann keinen anderen etwas an.
                              Man möge zwischen standesamtlicher und kirchlicher Ehe unterscheiden. Was die Kirche mit ihrer Ehe macht, kann mir und dem Staat relativ wurscht sein. Wenn die Popenriege es ablehnt, zwei Leute zu verheiraten, nur weil sie gleichen Geschlechts sind oder krumme Nasen haben - deren Bier. Für den Staat sollten solche Gründe keine Rolle spielen.

                              Ich finde auch, dass Steuerprivilegien abgeschafft werden sollten. Eine Trauscheinsubventionierung brauchen wir nicht. Allerdings gibt es noch ein paar Sachen, wo eine Ehe Sinn macht, z.B. Benachrichtigung bei einem Unfall und so Zeug.


                              Zitat von Adm.Hays Beitrag anzeigen
                              Klingt für mich nach ner Muslimpartei.
                              Da ist aber jemand wortgewaltig, mein lieber Scholli.
                              "The only thing we have to fear is fear itself!"

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