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Wie kann man den Welthunger besiegen ?

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    #16
    Zitat von Rikerman Beitrag anzeigen
    Ein Grund dafür ist, der Einfluss der Europäer zu Kolonialzeiten.
    Vorher konnten sich die Afrikaner auch ernähren.
    Vorher lebte auch nur ein Bruchteil der heutigen Bevölkerung in den Ländern.


    Dafür brauchten sie allerdings viel Platz. Und durch die Grenzziehung der Europäer auf der Landkarte wurden diese Wanderrouten abgeschnitten.
    Diese extensive Landwirtschaft funktioniert aber auch nur, wenn die Bevölkerungsdichte nicht so groß ist.

    Hohe Nahrungsmittelpreise sind kurzfristig katastrophal, da Arme in den Hunger getrieben werden. Aber langfristig können auch künstlich niedrige Preise schädlich sein. Gerade Kleinbauern können kaum noch Überschüsse erwirtschaften, die sie in bessere Bildung, Infrastruktur und Anbaumethoden investieren können.

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      #17
      Das Bevölkerungswachstum und die Umweltzerstörung in den betroffenen Ländern stoppen. Wenn sich die Leute in Ländern die eh schon nicht genug Ressourcen für die Ernähung der Bevölkerung haben dann auch noch vermehren wie die Karnickel ist es zumindest ökologisch betrachtet sinnvoll wenn dort auch mal Menschen verhungern und sich die Bevölkerungszahl dann auf diese Weise reguliert.
      Ein Ökosystem wie zB in Ostafrika ernährt nun mal eben auf Dauer nur die Menge x an Menschen.

      Dann für eine stabile politische Situation in potentiell vom Hunger bedrohten Länder sorgen.

      Dann dafür sorgen daß die Subventionierung der Agrarproduktion in den hochtechnisierten Ländern abgeschafft wird.

      Den Klimawandel aufhalten.

      Die Spekulation mit Agrarprodukten stoppen.

      Bildung für Mädchen.

      Agrartreibstoffe nicht weiter fördern.

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        #18
        Zitat von shootingstar Beitrag anzeigen
        Das Bevölkerungswachstum und die Umweltzerstörung in den betroffenen Ländern stoppen. Wenn sich die Leute in Ländern die eh schon nicht genug Ressourcen für die Ernähung der Bevölkerung haben dann auch noch vermehren wie die Karnickel ist es zumindest ökologisch betrachtet sinnvoll wenn dort auch mal Menschen verhungern und sich die Bevölkerungszahl dann auf diese Weise reguliert.
        Ein Ökosystem wie zB in Ostafrika ernährt nun mal eben auf Dauer nur die Menge x an Menschen.
        Jawoll! Die Neger schnackseln halt so gerne, dabei sollten sie sich mal lieber darum kümmern, dass was auf den Tisch kommt!

        Dann für eine stabile politische Situation in potentiell vom Hunger bedrohten Länder sorgen.

        Dann dafür sorgen daß die Subventionierung der Agrarproduktion in den hochtechnisierten Ländern abgeschafft wird.

        Den Klimawandel aufhalten.

        Die Spekulation mit Agrarprodukten stoppen.

        Bildung für Mädchen.

        Agrartreibstoffe nicht weiter fördern.
        Und natürlich dafür sorgen, dass die Neger nicht soviel schnackseln!
        Republicans hate ducklings!

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          #19
          Das was hier als "Jawoll! Die Neger schnackseln halt so gerne," bezeichnet wurde (Ich hoffe mal, dass ich richtig liege, wenn ich davon ausgehe, dass es nicht ernst gemeint war) ist natürlich auch ein weiteres "Problem". Jedoch hat das hintergründe, die sich nicht einfach auf die Lust begrenzen lassen.
          Die Gesundheitsversorgung ist in den letzten Jahren auch in Afrika besser geworden, wodurch die Kindersterblichkeit sank. Daran haben sich die Afrikaner noch nicht gewöhnt. (so ging das in Europa übrigens auch, jedoch ist es mittlerweile schon etwas her) Früher musste man einfach mehr Kinder bekommen, damit man später genug Nachkommen hatte, die einem im Alter versorgen können. Denn Rente oder sowas gibt es nunmal nicht.

          Das Kondomverbot der Katholischen Kirche ist natürlich auch nicht unschuldig daran.

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            #20
            Also wenns nach der Bevölkerungszahl ginge müssten wir in Europa ja sterben wie die Fliegen.
            Wir haben eine drei Mal so hohe Bevölkerungsdichte wie Afrika. Obwohl Afrika der wesentlich größere Kontinent ist, leben darauf gerade einmal 1 Milliarde Einwohner, nur etwas mehr als die rund 730 Millionen in Europa. (von Ländern wie Indien oder China will ich gar nicht beginnen)

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              #21
              Zitat von newman Beitrag anzeigen
              Also wenns nach der Bevölkerungszahl ginge müssten wir in Europa ja sterben wie die Fliegen.
              Wir haben eine drei Mal so hohe Bevölkerungsdichte wie Afrika. Obwohl Afrika der wesentlich größere Kontinent ist, leben darauf gerade einmal so viele Einwohner wie in Europa.
              Wobei das ja nur teilweise vergleichbar ist und Deutschland außerdem sehr dicht besiedelt ist und daher IMHO nur begrenzt als Vorbild dienen kann. Natürlich gibt es da Staaten, denen es theoretisch ohne weiteres möglich wäre ihre Bevölkerung auch bei unserer Bevölkerungsdichte noch zu ernähren, allerdings liegen die tendenziell südlich der Sahara.
              I am altering the movie. Pray I don't alter it any further.

              - George Lucas

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                #22
                Zitat von Leandertaler Beitrag anzeigen
                Wobei das ja nur teilweise vergleichbar ist und Deutschland außerdem sehr dicht besiedelt ist und daher IMHO nur begrenzt als Vorbild dienen kann. Natürlich gibt es da Staaten, denen es theoretisch ohne weiteres möglich wäre ihre Bevölkerung auch bei unserer Bevölkerungsdichte noch zu ernähren, allerdings liegen die tendenziell südlich der Sahara.
                Der größte Teil der afrikanischen Bevölkerung liegt ja auch tendenziell südlich der Sahara.

                Und in einer Welt, in der Schiffe und Flugzeuge existieren, ist das sowieso kein Argument mehr.
                Hat man selbst eine Ressourcen nicht, kann man ja importieren. Es ist zumindest was Afrika angeht kein Problem der Bevölkerung sondern des Wohlstands und politischen Instabilität. Bei Indien mag es mit einer Bevölkerungsdichte von weit mehr als 300 Einwohnern pro m² selbst bei Wohlstand eine Herausforderung werden, aber Afrika mit Essen zu versorgen sollte einen logistisch vor keine großen Probleme stellen.

                Ich würde mal behaupten Deutschland hätte bei sonst gleicher Ausgangslage keine größeren Sorgen sich mit Essen zu versorgen, wenn es ein afrikanisches Land wäre. Wir haben ja auch keine Sorgen unsere rund 50 Millionen Autos mit Benzin zu versorgen, obwohl wir davon Null im eigenen Land zapfen können.

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                  #23
                  Allerdings sind wir doch nicht wirklich ein Vorbild und leben letztendlich gehörig auf Kosten anderer. Bei uns gibt es praktisch kein Stück unberührte Natur mehr und deshalb holzen wir für unsere billigen Burger usw. jetzt den brasillianischen Regenwald ab und was weiß ich noch alles. Wir verlagern einfach die ganzen Sauerein, die uns unseren aktuellen Lebensstil ermöglichen in's Ausland. Das geht aber eben nur solange es irgendwelche Entwicklungsländer gibt, mit denen man es halt machen kann.
                  I am altering the movie. Pray I don't alter it any further.

                  - George Lucas

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                    #24
                    Zitat von Leandertaler Beitrag anzeigen
                    Allerdings sind wir doch nicht wirklich ein Vorbild und leben letztendlich gehörig auf Kosten anderer. Bei uns gibt es praktisch kein Stück unberührte Natur mehr und deshalb holzen wir für unsere billigen Burger usw. jetzt den brasillianischen Regenwald ab und was weiß ich noch alles. Wir verlagern einfach die ganzen Sauerein, die uns unseren aktuellen Lebensstil ermöglichen in's Ausland. Das geht aber eben nur solange es irgendwelche Entwicklungsländer gibt, mit denen man es halt machen kann.
                    Ich weiß. Es gibt ganz klar einen Konflikt zwischen ökologischen und sozialen Zielen.
                    Die Bevölkerung ist sehr ungleich verteilt. Wenn man wirklich alle ernähren wollte, käme man vermutlich nicht darum herum Umweltziele zu verfehlen aber auch einen Mittelweg der Lebensstile zu finden. (mal ganz davon abgesehen, dass die momentane Wirtschaft gar nicht darauf ausgerichtet ist)

                    Da würde mich die Position der Grünen interessieren, die i.d.R. beides nebeneinander befürworten. Aber was wenn sie sich entscheiden müssten...

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                      #25
                      Letztendlich ist es wohl ganz einfach so, dass wir verzichten müssen. Probleme sind ja letztendlich nicht nur Treibhausgase und Flächenverbrauch, auch die Rohstoffpreise werden durch die Decke gehen, wenn die ganzen Inder und Chinesen mal so leben wollen, wie wir. Selbst die Vorräte an eigentlich selbstverständlichen Dinge wie Phosphaten zur Herstellung von Mineraldünger gehen aus, jedenfalls die Vorräte, die nicht stärker mit teils radioktiven Schwermetallen belastet sind. Wir können es uns noch leisten das saubere Zeug zu verwenden, die Entwicklungsländer kriegen halt den Rest.

                      Die Grünen haben vor ein paar Jahren mal dazu aufgerufen den Fleischkonsum der Deutschen aus verschiedenen Grünen (Klimaschutz, Naturschutz, Gesundheit) von im Mittel 1,5kg pro Woche auf 300g zu reduzieren. Derartige Forderungen sind vermutlich aber immer seltener zu erwarten, vor allem von den Mitgliedern der Grünen, die sich gerne als zukünftige Volkspartei sehen. Daher dürften sie die Erfahrungen, die sie nach dem Vorschlag, den Benzinpreis langfristig auf 5DM zu erhöhen, gemacht haben, nicht unbedingt wiederholen wollen. Und dass dem sonderlich viele Leute nachkommen würden, glaube ich sowieso nicht. Kurzum, an eine Lösung dieser Probleme glaube ich nicht.
                      I am altering the movie. Pray I don't alter it any further.

                      - George Lucas

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                        #26
                        Zitat von Rikerman Beitrag anzeigen
                        Das Kondomverbot der Katholischen Kirche ist natürlich auch nicht unschuldig daran.
                        Jaja, das alte Gerücht. Im Ernst: So viele Katholiken gibt es gar nicht in Afrika, und sie haben statistisch gesehen nicht mehr Kinder als Protestanten, Animisten, Moslems und Atheisten.

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                          #27
                          Zitat von Leandertaler Beitrag anzeigen
                          Die Grünen haben vor ein paar Jahren mal dazu aufgerufen den Fleischkonsum der Deutschen aus verschiedenen Grünen (Klimaschutz, Naturschutz, Gesundheit) von im Mittel 1,5kg pro Woche auf 300g zu reduzieren. Derartige Forderungen sind vermutlich aber immer seltener zu erwarten, vor allem von den Mitgliedern der Grünen, die sich gerne als zukünftige Volkspartei sehen.
                          Bei Forderungen, die den Lebensstil anderer angeht, kann man sich ja weiterhin austoben.

                          Aber nehmen wir an wir hätten die hypothetische Möglichkeit über Umverteilung und moderne Technologien den Welthunger (soziales Ziel) zu besiegen aber dafür wäre aufwändiges Hin- und Herkarren von Nahrungsmitteln notwendig, das die Umwelt verpestet, und man müsste die Umwelt ganz den landwirtschaftlichen Zielen unterwerfen...

                          Alles nicht so einfach.

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                            #28
                            Fragt sich auch, wo die Kondome herkommen sollen. Sprießen die aus Afrikas fruchtbare Böden überall vom Horn bis in die tiefste Pampa, sobald nur der Papst sagt: "Okeeeee, nur zu, ihr geilen Schlingel, benutzt sie"?

                            Kommentar


                              #29
                              Zitat von newman Beitrag anzeigen
                              Bei Forderungen, die den Lebensstil anderer angeht, kann man sich ja weiterhin austoben.
                              Damit gewinnt man aber keine Wähler.

                              Aber nehmen wir an wir hätten die hypothetische Möglichkeit über Umverteilung und moderne Technologien den Welthunger (soziales Ziel) zu besiegen aber dafür wäre aufwändiges Hin- und Herkarren von Nahrungsmitteln notwendig, das die Umwelt verpestet, und man müsste die Umwelt ganz den landwirtschaftlichen Zielen unterwerfen...

                              Alles nicht so einfach.
                              Das kann letztendlich nur darauf hinauslaufen bei beidem gewissen Kompromisse einzugehen.
                              Außerdem würde es ja sowieso niemanden geben, der das so oder so regelt. Entwerder die Entwicklungsländer stellen ihre Nahrung selbst her bzw. werden reich genug, um sich Nahrung zu kaufen, dann sorgt der Markt dafür, dass mehr hergestellt wird oder sie können es sich halt einfach nicht leisten und dann wird auch nicht mehr hergestellt, bzw. anders verteilt.
                              I am altering the movie. Pray I don't alter it any further.

                              - George Lucas

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                                #30
                                Wie kann man den Welthunger besiegen?

                                Komplexe Themen haben keine einfache Antwort, 3 Komplexe von Rahmenbedingungen sollte aber gegeben sein (bezogen auf Armutsbekämpfung allgemein) und zwar PWT:

                                - Gute Politik

                                Bsp: Verantwortlichkeit der Regierung, faire Wahlen, Gewaltenteilung, Bereitstellung öffentlicher Güter, zwischenstaatliche Kooperation

                                - Gute Wirtschaft

                                Bsp: Freihandel, offene Märkte, Infrastrukturaufbau, Korruptionsbekämpfung

                                - Gute Technologie

                                Bsp: billige Wasseraufbereitungsgeräte, AIDS-Medikamente und GMOs für die Landwirtschaft
                                I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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