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Wer wäre Hitlers Nachfolger geworden?

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  • Omikron
    hat ein Thema erstellt Wer wäre Hitlers Nachfolger geworden?

    Wer wäre Hitlers Nachfolger geworden?

    Ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit dieser Thematik und bin noch immer auf kein klares Ergebnis gekommen. Wäre Adolf Hitler um 1941 gestorben, wer hätte seine Nachfolge angetreten? Nach Rudolf Heß' Flug nach England gab es offiziell keinen Stellvertreter des Führers mehr. Wer hätte aber dann in diesem Fall seinen Platz eingenommen?

    Göring, Himmler, Goebbels, Bormann, Ribbentrop oder irgendjemand anderes? Wer war der 2. Mann im NS-Regime? Weiß jemand von euch mehr als ich?

  • Eratosthenes
    antwortet
    Ich denke eher das einen ziemlichen Zwist um die Nachfolge gegeben hätte. Kommt letztlich darauf an wie der Krieg verlaufen wäre, hätte es keinen Hitler mehr gegeben (und seine Fehlentscheidungen) wäre der Kriegsgewinn durchaus möglich gewesen. Göring wäre vermutlich der Nachfolger gewesen aber der war letztlich genaus ein Trottel, Goebbels wäre vielleicht eine bessere Alternative gewesen da er vermutlich Politisch vermutlich mehr auf dem Kasten gehabt hätte im Falle von Friedensverhandlungen.

    Der Zwerg Himmler wäre kein Nachfolger geworden der hätte sich irgendwo in Frankreich seinen Traum von einem eigenen SS Staat mit seinen Ordensburgen errichtet.

    Man sollte aber auch nicht die Möglichkeit außer Acht lassen das einige von der Spitze der Wehrmacht die Kontrolle übernommen und die Nazis ins Nirvana geschickt hätten. Denn ohne Hitler wäre in der Bevölkerung dieser Fanatismus für einen Führer (vielleicht) nicht mehr da gewesen und man hätte irgendwie Friedensverhandlungen beginnen können.

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  • DeLouise
    antwortet
    Zitat von Liopleurodon Beitrag anzeigen
    Mich treibt des öfteren die Frage um, wie sich Deutschland wohl entwickelt hätte, wenn Hitler Ende 1932 bei einem Anschlag erschossen oder bei einem Unfall ums Leben gekommen wäre. Immerhin hatte die NSdAP bei den Reichstagswahlen vorher satte 2 Millionen Stimmen eingebüßt.

    Wäre der Spuk irgendwann erloschen? Immerhin waren sowohl die Partei als auch seine Anhänger so sehr auf die Person Hitler fixiert, dass sie ohne ihn vermutlich nicht mehr handlungsfähig gewesen wären und sich durch interne Querelen und Machtkämpfe selbst zerlegt hätten.
    Ich denke zunächst hätte Göbbels übernommen. Da auch dieser irgendwann weggestorben wäre gehe ich davon aus, dass die extreme Verblendung nach und nach einem deutlich realistischerem, weniger extremen Bild gewichen wäre.

    Der Nationalsozialismus ist eine Form des Faschismus, die in genau dieser Ausprägung auch in diese Zeit gepasst hat. Eine Art von Faschismus in gleicher Form zu einem anderen Zeitpunkt wäre mit diesen extreem Folgen wohl eher unwahrscheinlich gewesen.

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  • Liopleurodon
    antwortet
    Zitat von Omikron Beitrag anzeigen
    Ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit dieser Thematik und bin noch immer auf kein klares Ergebnis gekommen. Wäre Adolf Hitler um 1941 gestorben, wer hätte seine Nachfolge angetreten? Nach Rudolf Heß' Flug nach England gab es offiziell keinen Stellvertreter des Führers mehr. Wer hätte aber dann in diesem Fall seinen Platz eingenommen?
    Mich treibt des öfteren die Frage um, wie sich Deutschland wohl entwickelt hätte, wenn Hitler Ende 1932 bei einem Anschlag erschossen oder bei einem Unfall ums Leben gekommen wäre. Immerhin hatte die NSdAP bei den Reichstagswahlen vorher satte 2 Millionen Stimmen eingebüßt.

    Wäre der Spuk irgendwann erloschen? Immerhin waren sowohl die Partei als auch seine Anhänger so sehr auf die Person Hitler fixiert, dass sie ohne ihn vermutlich nicht mehr handlungsfähig gewesen wären und sich durch interne Querelen und Machtkämpfe selbst zerlegt hätten.

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  • Omikron
    antwortet
    Es ist schon lange her, dass ich die Sache mit dem Erschießungsbefehl irgendwann mal aufgeschnappt habe, ich glaube es war in der Dokumentation "Hitlers Helfer - Göring". Ich habe jedoch soeben in Wikipedia nachgelesen, wo nichts über den Erschießungsbefehl steht.

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  • Tibo
    antwortet
    Zitat von Omikron Beitrag anzeigen
    Obwohl Hitler Göring nicht hinrichten ließ, gab er doch einen Befehl aus, der der SS (?) befahl, Göring im Fall einer Niederlage hinzurichten
    Wieso das denn?


    Zitat von Omikron Beitrag anzeigen
    Edit: Ich habe mir gerade den Link von SF-Junky durchgelesen. Es ist schon irgendwie ironisch. "Ein Jahr später übertrug ihm Hitler per Erlass vom 29. Juni 1941 die Führernachfolge mit allen Vollmachten für den Fall, dass er, Hitler, „seiner Handlungsfähigkeit beraubt“ sei" (Wikipedia). Als im April 1945 genau dies geschah, sah Hitler es als Hochverrat an.
    Nun ja Hitler war ja eh spärlich mit Stärken ausgestattet und ne realistische Selbsteinschtzung war da eben nicht dabei.

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  • Omikron
    antwortet
    Richtig.
    Kurz vor seinem Tod diktierte Hitler sein persönliches Testament, in dem er Goebbels zum Reichskanzler und Dönitz zum Reichspräsidenten ernannte. Göring und Himmler hatte er zu diesem Zeitpunkt schon all ihrer Ämter enthoben. Obwohl Hitler Göring nicht hinrichten ließ, gab er doch einen Befehl aus, der der SS (?) befahl, Göring im Fall einer Niederlage hinzurichten. Die letzten Tage des dritten Reiches wurden sehr gut in dem Film "Der Untergang" aufgearbeitet, den kann ich jedem nur empfehlen.

    Ich hatte auch immer den Eindruck, Göring wäre trotz seiner Inkompetenz der zweite Mann im Staat gewesen. Allerdings hatte sich dieser mit der Zeit immer mehr von der Wirklichkeit abgekapselt und wurde immer drogensüchtiger, weswegen er gegen Ende nie in der Lage gewesen wäre, das Reich zu führen.

    Edit: Ich habe mir gerade den Link von SF-Junky durchgelesen. Es ist schon irgendwie ironisch. "Ein Jahr später übertrug ihm Hitler per Erlass vom 29. Juni 1941 die Führernachfolge mit allen Vollmachten für den Fall, dass er, Hitler, „seiner Handlungsfähigkeit beraubt“ sei" (Wikipedia). Als im April 1945 genau dies geschah, sah Hitler es als Hochverrat an.

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  • Tibo
    antwortet
    Zitat von Thomas W. Riker Beitrag anzeigen
    Himmler wurde von Hitler ebenfalls aus der NSDAP ausgeschlossen und aller Ämter enthoben.
    Ja nachdem er über den Schwedischen RotKreuz-Kerl die einseitige Kapitulation an Eisenhower hat anbieten lassen.

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  • Thomas W. Riker
    antwortet
    Ich muß mich aber auch korrigieren:
    Hitler ernannte Goebbels zum Reichskanzler.

    Himmler wurde von Hitler ebenfalls aus der NSDAP ausgeschlossen und aller Ämter enthoben.

    Die Sekretärin hieß Traudl Junge.

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  • Tibo
    antwortet
    Zitat von Thomas W. Riker Beitrag anzeigen
    Hitler fasste ein Telegramm Görings am 23.4.45 als Staatsstreich und Hochverrat auf und ließ ihn am Obersalzberg von der SS festsetzen. Im Testament vom 29.4. schloß Hitler ihn aus der NSDAP aus und enthob ihn aller Ämter. Merkwürdigerweise ließ Hitler Göring nicht hinrichten.

    Hermann Göring ? Wikipedia
    Ich hab das wohl mit Himmlers Angebot der einseitigen Kapitulation an Eisenhower verwechselt. Danke für die Korrektur.

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  • Thomas W. Riker
    antwortet
    Hitler fasste ein Telegramm Görings am 23.4.45 als Staatsstreich und Hochverrat auf und ließ ihn am Obersalzberg von der SS festsetzen. Im Testament vom 29.4. schloß Hitler ihn aus der NSDAP aus und enthob ihn aller Ämter. Merkwürdigerweise ließ Hitler Göring nicht hinrichten.

    Hermann Göring ? Wikipedia


    Dönitz war -testamentarisch von Hitler am 30.4.45 ernannt- vom 1. bis 23.5.45 Reichspräsident, mit Hitlers Tod gab es keinen Reichskanzler.

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  • Tibo
    antwortet
    Soweit ich weiß hat Hitler sehr erboßt auf Görings Gefangennahme reagiert und ihn darufhin als seinen Nachfolger abgesetzt und dann Dönitz benannt.
    Ich frage mich nur was diesen bewog das Erbe anzutreten.

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  • Thomas W. Riker
    antwortet
    Laut des Hitler-Films* hat Hitler am Tage seines Freitods sowohl ein privates (wohl ziemlich kurzes) und ein politisches Testament verfasst, das von seiner persönlichen Sekretärin (die den Endkampf um Berlin überlebte) getippt wurde.


    *Danke unten an Omikron : Ich meine "Der Untergang".
    Zuletzt geändert von Thomas W. Riker; 18.06.2012, 21:07.

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  • SF-Junky
    antwortet
    Ich dachte, Göring sollte das im Falle das Falles immer machen, bis er kurz vor Kriegsende beim Führer in Ungnade gefallen ist. Mein Geschi-Lehrer meinte auch mal, dass der Dicke sowieso schon zu zugedröhnt war, um noch irgendwie staatenlenkerisch agieren zu können - wobei es da eh nicht mehr viel zum Staatenlenken gab. Wie auch immer, geworden ist es ja dann Dönitz, testamentarisch von Hitler bestimmt. Ich weiß allerdings nicht, wann dieses Testament aufgesetzt worden ist, afaik aber auch erst im April 1945.

    €: Jub, ab 1941 war es formal Göring: http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann...und_Stalingrad

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