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Staatsformen, wer wählt sie?

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  • Staatsformen, wer wählt sie?

    Wer wählt die Staatsform (Monarchie, Diktatur...)? Ich habe den Wikipedia Eintrag über die "Staatsform(en)" überflogen, und mit der Firefox-Textsuche, nach einigen Begriffen durchsucht, allerdings nichts gefunden. Wählt das Volk die Staatsform, oder jemand der dazu "prädestiniert" ist?

    LG Darth Sidious

  • #2
    Das hängt vom Staat ab. Schau dir einfach die Entstehungsgeschichte diverser Länder an, und du wirst die Antwort selbst finden.

    Generell ist zu sagen, dass eine Staatsform sowohl oktroyiert werden, als auch aus dem Volk entstehen kann.
    "But who prays for Satan? Who in eighteen centuries, has had the common humanity to pray for the one sinner that needed it most, our one fellow and brother who most needed a friend yet had not a single one, the one sinner among us all who had the highest and clearest right to every Christian's daily and nightly prayers, for the plain and unassailable reason that his was the first and greatest need, he being among sinners the supremest?" - Mark Twain

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    • #3
      Zitat von Darth Sidious Beitrag anzeigen
      Wer wählt die Staatsform (Monarchie, Diktatur...)? Ich habe den Wikipedia Eintrag über die "Staatsform(en)" überflogen, und mit der Firefox-Textsuche, nach einigen Begriffen durchsucht, allerdings nichts gefunden. Wählt das Volk die Staatsform, oder jemand der dazu "prädestiniert" ist?

      LG Darth Sidious
      Gut, immerhin hast du zur abwechslung mal gegoogelt...
      Aber wärs wirklich so schwer gewesen den Artikel zu lesen anstelle ihn nach Schlüsselbegriffen zu durchsuchen? Besonders da er auf ne DIN A4 Seite passt...
      Oder vieleicht dem dutzend weiterführender Links folgen.
      Oder nachdenken

      Jedenfalls gibt es nicht eine festgelegte Person oder Personengruppe die die Staatsform wählt.
      Das kommt auf die Entstehungsgeschichte des jeweiligen Staates an.
      DIE GÖTTIN
      "I'd agree with you, but nope" - The Motherfucking Emperor
      "My boobs are killing me because you used them to balance an AK-47!!! Now get out!" - Rei Miyamoto
      "Irgendwann biste als Gegner halt auch mal gebrochen." - Thomas Müller nach dem 7:1 gegen Brasilien

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      • #4
        Zitat von Darth Sidious Beitrag anzeigen
        Wer wählt die Staatsform (Monarchie, Diktatur...)? Ich habe den Wikipedia Eintrag über die "Staatsform(en)" überflogen, und mit der Firefox-Textsuche, nach einigen Begriffen durchsucht, allerdings nichts gefunden. Wählt das Volk die Staatsform, oder jemand der dazu "prädestiniert" ist?

        LG Darth Sidious
        Ich möchte Dir gerne fair gegenübertreten.
        Darum möchte ich gern wissen, in welcher Klasse du bist, und wo ihr in Geschichte gerade seid. Man kann da vielleicht anknüpfen und auch drauf aufbauen.
        Am Firmament der Greifer gleitet, durch Feld und Wald sein Herrscher schreitet. Sein Herrscher? Nun so scheint es wohl.
        Die Freiheit ists, die beide lieben, doch nur der Vogel kann sie fliegen. So reist in seinem Geiste mit: Der Falkner.

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        • #5
          Zitat von T`Pau Beitrag anzeigen
          Ich möchte Dir gerne fair gegenübertreten.
          Darum möchte ich gern wissen, in welcher Klasse du bist, und wo ihr in Geschichte gerade seid. Man kann da vielleicht anknüpfen und auch drauf aufbauen.
          9. Klasse Weimarer Republik (aber auch erst seit einer Schulstunde, d.h. grade mit dem 1. Weltkrieg durch)

          LG Darth Sidious

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          • #6
            Zitat von Darth Sidious Beitrag anzeigen
            9. Klasse Weimarer Republik (aber auch erst seit einer Schulstunde, d.h. grade mit dem 1. Weltkrieg durch)

            LG Darth Sidious
            Gut danke. Das ist zur Orientierung ganz hilfreich.
            Gut daß du die Weimer Republik ansprichst. Vergleich sie doch bitte mit späteren Staatsformen.
            Oder vergleiche ein totalitäres Regime mit Demokratie.
            Wie kommen die Unterschiede zu Stande?
            Am Firmament der Greifer gleitet, durch Feld und Wald sein Herrscher schreitet. Sein Herrscher? Nun so scheint es wohl.
            Die Freiheit ists, die beide lieben, doch nur der Vogel kann sie fliegen. So reist in seinem Geiste mit: Der Falkner.

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            • #7
              Lol, das ist allerdings eine sehr elementare Frage. Staatsformen oder Herrschaftssysteme werden nicht gewählt und auch nicht gemacht, die entwickeln sich und dann kommt je nach Ausgangslage mal das und mal das dabei heraus. Ganz allgemein und oberflächlich gesprochen. Im Detail wird es dann sehr kompliziert und auch immer unterschiedlich.

              In Deutschland herrschte z.B. lange Zeit der Adel. Zunächst gab es bei den Tedescen die Stammes- und Heerführer, Herzöge und ein Herzog heißt Herzog, weil er immer vorne herzog und der Rest waren die Zöglinge, die wurden gezogen. Grafen waren ursprünglich Beamte, Fürsten Herzöge mit Sonderämtern und Könige wurden gewählt und zum Kaiser gesalbt (manchmal auch nicht). Aber das ließe sich nicht verallgemeinern, Frankreich und Polen sahen schon ganz anders aus.
              Republicans hate ducklings!

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              • #8
                Zitat von Darth Sidious Beitrag anzeigen
                Wer wählt die Staatsform (Monarchie, Diktatur...)? Ich habe den Wikipedia Eintrag über die "Staatsform(en)" überflogen, und mit der Firefox-Textsuche, nach einigen Begriffen durchsucht, allerdings nichts gefunden. Wählt das Volk die Staatsform, oder jemand der dazu "prädestiniert" ist?
                Mal das Volk, mal der Führer, mal Gaddafi, mal eine internationale Koalition, mal eine Besatzungsmacht.... Alles ist möglich und alle fühlen sich "prädestiniert".
                "En trollmand! Den har en trollmand!"

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                • #9
                  Aber, ich verstehe noch nicht ganz. Es muss doch die "Mehrzahl" (meistens das Volk) dafür sein, sonst könnte ja jeder daher kommen. Beispiel Person X geht nach Region X im 3. Jahrhundert und sagt ich werde hier die Diktatur einführen, ob es euch passt oder nicht. Das kann man doch nicht einfach so machen!

                  LG Darth Sidious

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                  • #10
                    Zitat von Darth Sidious Beitrag anzeigen
                    Aber, ich verstehe noch nicht ganz. Es muss doch die "Mehrzahl" (meistens das Volk) dafür sein, sonst könnte ja jeder daher kommen. Beispiel Person X geht nach Region X im 3. Jahrhundert und sagt ich werde hier die Diktatur einführen, ob es euch passt oder nicht. Das kann man doch nicht einfach so machen!

                    LG Darth Sidious
                    Sind deine Fragen ernstgemeint?
                    Du willst wissen, wie man zu einem Herrscher wird?
                    Intrigen Macht Geld Politik und Beziehungen...
                    Oder feststehende Parteien, Wahlen, Demokratie...
                    Aber irgendwie ist diese Frage doch sehr naiv.
                    Am Firmament der Greifer gleitet, durch Feld und Wald sein Herrscher schreitet. Sein Herrscher? Nun so scheint es wohl.
                    Die Freiheit ists, die beide lieben, doch nur der Vogel kann sie fliegen. So reist in seinem Geiste mit: Der Falkner.

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                    • #11
                      Zitat von Darth Sidious Beitrag anzeigen
                      Aber, ich verstehe noch nicht ganz. Es muss doch die "Mehrzahl" (meistens das Volk) dafür sein, sonst könnte ja jeder daher kommen. Beispiel Person X geht nach Region X im 3. Jahrhundert und sagt ich werde hier die Diktatur einführen, ob es euch passt oder nicht. Das kann man doch nicht einfach so machen!

                      Doch, natürlich. Das hat sogar für den größten Teil der menschlichen Geschichte genau so funktioniert. Bei den Römern z.B. war die normale Form des Machtwechsels der Militärputsch. Man musste "nur" die richtigen Leute einschüchtern, überzeugen oder kaufen, um die Kontrolle über einen Staat zu übernehmen.

                      Wer das Militär, die Polizei oder den Geheimdienst unter seiner Kontrolle hat, kann im Staat die Macht übernehmen. Das Fußvolk fügt sich, wenn auch nicht immer freiwillig; manchmal nur aus Mangel an Alternativen.
                      "En trollmand! Den har en trollmand!"

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                      • #12
                        Zitat von Darth Sidious Beitrag anzeigen
                        Es muss doch die "Mehrzahl" (meistens das Volk) dafür sein, sonst könnte ja jeder daher kommen.
                        Mir widerstrebt zu antworten, aber nach einigen anderen Wortmeldungen möchte ich doch diesen Satz aufgreifen. Aus der Politikwissenschaft ist die Anmerkung doch ein recht zentraler! Kein Regime (System oder was auch immer) kann einfach so aufoktroyiert werden. Weil doch (und gerade mit Hinsicht der ehemaligen staatskapitalistischen Länder, auch Ostblock genannt) immer wieder "beschrieben" wird, dass zB halt Lenin und die Bolschewiki gekommen wären und dann einfach den Sack zugemacht hätten... So einfach ist es dann doch nicht. Auch die DDR kann nicht einfach so 40 Jahre bestehen, wenn es nicht eine gewisse (überwiegende) Zustimmung zu dieser Staatsform gibt (und es gilt halt auch hier: wer schweigt, stimmt zu).
                        Die Grenzenlose Freiheit Einzelner Bedeutet Stets Die Begrenzung Der Freiheit Vieler!
                        Willkommen in der DDR - Demokratischen Diktatur der Reichen

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                        • #13
                          Zitat von Darth Sidious Beitrag anzeigen
                          Aber, ich verstehe noch nicht ganz. Es muss doch die "Mehrzahl" (meistens das Volk) dafür sein, sonst könnte ja jeder daher kommen. Beispiel Person X geht nach Region X im 3. Jahrhundert und sagt ich werde hier die Diktatur einführen, ob es euch passt oder nicht. Das kann man doch nicht einfach so machen!

                          LG Darth Sidious
                          Ansammlungen von Macht und Verantwortung haben zunächst mit Ämtern zu tun. Es ist eine Aufgabe - wie z.B. die Anführerschaft auf einer Wanderung - zu erledigen und wer die erledigt, hat dann auch das Sagen. Wenn diese Ämter dann in der Familie weitergegeben werden, kommt es zu Adelsherrschaften. So ist der Adel entstanden.

                          Aber das ist eben von Einzelfall zu Einzelfall auch verschieden.

                          Auch die DDR kann nicht einfach so 40 Jahre bestehen, wenn es nicht eine gewisse (überwiegende) Zustimmung zu dieser Staatsform gibt (und es gilt halt auch hier: wer schweigt, stimmt zu).
                          Die DDR war keine Zustimmungsdiktatur, im Gegensatz zum "Dritten Reich". Mehrfach, 1953 und 1968 mussten die Panzer im Ostblock aufrollen. Sogar eine Mauer wurde gebaut. Und als die Panzer nicht mehr rollten, war auch ganz schnell vorbei die Geschichte. Trotzdem war die DDR für die Menschen natürlich Heimat und sie haben sich im System eingerichtet, so gut es ging. Aber "Zustimmung" ist dann doch etwas anderes.
                          Republicans hate ducklings!

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                          • #14
                            Zitat von Darth Sidious Beitrag anzeigen
                            Aber, ich verstehe noch nicht ganz. Es muss doch die "Mehrzahl" (meistens das Volk) dafür sein, sonst könnte ja jeder daher kommen. Beispiel Person X geht nach Region X im 3. Jahrhundert und sagt ich werde hier die Diktatur einführen, ob es euch passt oder nicht. Das kann man doch nicht einfach so machen!

                            LG Darth Sidious
                            Legitimität ist natürlich wichtig. Natürlich kann jeder kommen und seinen eigenen Clan aufbauen. Umso größer das Herrschaftsgebiet, umso mehr muss derjenige der die Macht beansprucht diese festigen. Nach Max Weber kann dies auf unterschiedlichen Wegen erfolgen.

                            In ursprünglicher Form m.E. eher charismatisch. Das heißt, der Führer ist aufgrund seiner Persönlichkeit oder bestimmter individueller Taten dazu fähig, Macht auszubauen. Später kann er dies zu einer traditionellen Herrschaft ausbauen. Salopp formuliert: Die Leute gewöhnen sich daran, dass er und die von ihm bestimmten Herrscher Macht ausüben.

                            Irgendwann und irgendwie werden dann mit der Zeit andere Staatsformen daraus. Vor allem wenn dann diese "Staatsgebilde" größer werden als nur eine Handvoll Personen. Das kann monarchistisch sein oder auch eine beliebige andere Form. Dazu musst du dir halt wirklich die jeweiligen historischen Ursprünge der einzelnen Staaten ansehen. Und etwas mehr lesen als einen einzelnen Wiki-Eintrag.
                            "Aufgrund eines Pünktlichkeitsdefizits verspätet sich dieser Beitrag um 64+ ms" | #Krümelchen2018
                            "Bajoranische Arbeiter...." - Hamburg Silvester 2016/17

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                            • #15
                              Zitat von Eye-Q Beitrag anzeigen
                              Mir widerstrebt zu antworten, aber nach einigen anderen Wortmeldungen möchte ich doch diesen Satz aufgreifen. Aus der Politikwissenschaft ist die Anmerkung doch ein recht zentraler! Kein Regime (System oder was auch immer) kann einfach so aufoktroyiert werden. Weil doch (und gerade mit Hinsicht der ehemaligen staatskapitalistischen Länder, auch Ostblock genannt) immer wieder "beschrieben" wird, dass zB halt Lenin und die Bolschewiki gekommen wären und dann einfach den Sack zugemacht hätten... So einfach ist es dann doch nicht. Auch die DDR kann nicht einfach so 40 Jahre bestehen, wenn es nicht eine gewisse (überwiegende) Zustimmung zu dieser Staatsform gibt (und es gilt halt auch hier: wer schweigt, stimmt zu).
                              Aber wie kommt/kam den der Adel an die Macht? Wer will schon jemanden als Herrscher der die Zivilbevölkerung unterdrückt und bis aufs letze ausquetscht? Den Bauern wurde ja so ziemlich alles weggenommen, und für die "normalen" Leute hat der Adel doch auch nicht wirklich was "gebracht".

                              LG Darth Sidious

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