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Margaret Thatcher ist tot!

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  • Margaret Thatcher ist tot!

    Das ist, glaube ich, einen eigenen Thread wert.

    Eben kommt über'n Newstricker, dass Margret Thatcher tot ist: Großbritannien: Ex-Premierministerin Thatcher gestorben - SPIEGEL ONLINE

    Die ist, bzw. war, ja so berühmt wie berüchtigt. Für ihre Anhänger hat sie GB gerettet und fit gemacht, für ihre Gegner hat sie die Deindustrialisierung zu verantworten und den aufgeblasenen Finanzsektor.

    Wie steht ihr so zur "Eisernen Lady"?

    €: Bei CBC gibt's einen Artikel über ihre politische Laufbahn: http://www.cbc.ca/news/world/story/2...land-dead.html
    Zuletzt geändert von SF-Junky; 08.04.2013, 14:39.
    Flassbeck Economics | Keynes-Gesellschaft | Steve Keen's Debtwatch

    "It is better to die for an idea that will live, than to live for an idea that will die." - Steve Biko

  • #2
    Ich denke, dass es nicht angebracht ist, den Tod eines Menschen hier zu feiern. Denn auf etwas anderes wird dieser Thread wahrscheinlich nicht hinaus laufen.
    "En trollmand! Den har en trollmand!"

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    • #3
      Tja, wie heißt es so schön? Der Tod kriegt sie alle, auch ohne Danone Joghurt.

      Von vielen Briten gehasst und von wenigen gefeiert.

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      • #4
        Zitat von Liopleurodon Beitrag anzeigen
        Ich denke, dass es nicht angebracht ist, den Tod eines Menschen hier zu feiern. Denn auf etwas anderes wird dieser Thread wahrscheinlich nicht hinaus laufen.
        Häh?
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        "It is better to die for an idea that will live, than to live for an idea that will die." - Steve Biko

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        • #5
          Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
          Häh?
          In Anbetracht der doch ziemlich "linken" Mehrheitsmeinung in diesem Forum kann ich mir gut vorstellen, das einiges an Kommentaren wie "Na endlich" oder ähnliches aufläuft. Aber wollte man nur noch Threads eröffnen, bei denen man sich sicher ist, das sie nicht von irgendwelchen Chaoten gekapert werden, könnte man sich das posten auch gleich ganz sparen.

          Zurück zum Thema: Es kam ja nicht wirklich unerwartet, 87 und ein extrem labiler Gesundheitszustand, da war es klar, das es nur noch eine Frage der Zeit war. Viele Entscheidungen aus Thatchers Amtszeit, insbesondere der Radikale Abbau des Sozialstaates muss man natürlich auch heute noch kritisch hinterfragen, aber im großen und ganzen ging es Großbritannien nach Thatcher deutlich besser als vorher. Und nicht hoch genug kann man ihr ihre unnachgiebige Haltung im Falklandkrieg und den daraus resultierenden britischen Sieg anrechnen, der schließlich der Anfang vom Ende der Militärjunta in Argentinien war. Sicherlich war sie alles andere als perfekt, aber Schlussendlich eine imponierende und die Nachkriegsepoche prägende Figur, die sich ihren Platz in den Geschichtsbüchern verdient hat.

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          • #6
            Zitat von Kopernikus Beitrag anzeigen
            In Anbetracht der doch ziemlich "linken" Mehrheitsmeinung in diesem Forum kann ich mir gut vorstellen, das einiges an Kommentaren wie "Na endlich" oder ähnliches aufläuft. Aber wollte man nur noch Threads eröffnen, bei denen man sich sicher ist, das sie nicht von irgendwelchen Chaoten gekapert werden, könnte man sich das posten auch gleich ganz sparen.
            Ich wüsste nicht, dass hier jemals der Tod von Menschen großartig bejubelt worden wäre. Aber der Dino hätte natürlich gerne selber was sachliches beitragen können. So wirkt sein Post ziemlich trollig.


            Zurück zum Thema: Es kam ja nicht wirklich unerwartet, 87 und ein extrem labiler Gesundheitszustand, da war es klar, das es nur noch eine Frage der Zeit war. Viele Entscheidungen aus Thatchers Amtszeit, insbesondere der Radikale Abbau des Sozialstaates muss man natürlich auch heute noch kritisch hinterfragen, aber im großen und ganzen ging es Großbritannien nach Thatcher deutlich besser als vorher.
            Arbeitslosigkeit und Armut höher als vorher; aus Außenhandelsüberschüssen ein persistentes Defizit gemacht; Niedergang des produzierenden Gewerbes. Also ja, da übliche neoliberale Erfolgsbilanz, die ja auch Kohl und Reagan vorzuweisen hatten.

            Falkland war prinzipiell i.O., wobei man hier im Einzelnen auch allerhand hinterfragen kann.
            Zuletzt geändert von SF-Junky; 08.04.2013, 17:04.
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            • #7
              GB ging es während Thatchers Schreckensherrschaft ganz sicher nicht besser. Okay, der Wirtschaft und den Politikern und den Spitzenverdienern vielleicht, wie jetzt auch vermehrt unter Merkel. Aber das normale Arbeitervolk hat gelitten bis zum Erbrechen.

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              • #8
                Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
                Wie steht ihr so zur "Eisernen Lady"?
                Das Hauptsächliche, das ich mit ihr verbinde, sind Arbeitslosigkeit, no future und Punk.

                R.I.P.
                *Behandle einen Stein wie eine Pflanze, eine Pflanze wie ein Tier und ein Tier wie einen Menschen.*
                *Alles was einmal war, ist immer noch, nur in einer anderen Form.*
                Indianische Weisheiten
                Ich bin nicht kaffeesüchtig, aber wenn ich irgendwann einmal verbrannt werde, werde ich vermutlich nicht zu Asche zerfallen, sondern zu Kaffeesatz! ;)

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                • #9
                  Ups, Ich dachte sie wäre schon lange von uns gegangen (hab sie wohl mit Reagan verwechselt), wobei fortgeschrittene Demenz letztendlich nicht so sehr vom Tod verschieden ist.

                  Tja, die messerstechende Naturwissenschaftlerin ohne Herz- hätte Angie ihren politischen Aufstieg auch ohne dieses inspirierende Vorbild vollzogen?
                  I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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                  • #10
                    Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
                    Aber der Dino hätte natürlich gerne selber was sachliches beitragen können. So wirkt sein Post ziemlich trollig.
                    Eigentlich wollte ich mir für eine Antwort auch etwas mehr Zeit nehmen, aber Kopernikus hat meine Bedenken schon sehr schön in Worte gefasst.
                    "En trollmand! Den har en trollmand!"

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                    • #11
                      Margaret Thatcher möge in Frieden ruhen.

                      Aber ihr Thatcherismus dürfte uns noch lange beschäftigen.
                      Das was sie und die Tories ab ihrer Regierungsübernahme 1979 begannen und was dann Tony Blair (Labour) und Gerhard Schröder (SPD) später fortführten bzw. weiter ausbauten, das ist auch heute unter Schwarzgelb immer noch präsent. Das macht auch uns Deutsche zu ihren Erben.
                      In Anbetracht dessen, wird sie wohl "unsterblich" bleiben.

                      Ihr berühmtester, wenn auch viel kritisierte, Ausspruch war: "There is no such thing as society."
                      Zuletzt geändert von Galactus; 08.04.2013, 17:57.
                      "Ganz egal wo Ihr hingeht - da seid Ihr dann." (Buckaroo Banzai)

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                      • #12
                        Zitat von Kopernikus Beitrag anzeigen
                        In Anbetracht der doch ziemlich "linken" Mehrheitsmeinung in diesem Forum kann ich mir gut vorstellen, das einiges an Kommentaren wie "Na endlich" oder ähnliches aufläuft. Aber wollte man nur noch Threads eröffnen, bei denen man sich sicher ist, das sie nicht von irgendwelchen Chaoten gekapert werden, könnte man sich das posten auch gleich ganz sparen.
                        Keks?

                        Naja, abgesehen vom "angeeigneten Wissen" würde mich eher die Haltung der UKs zu ihr interessieren als das was hier e schon einige Male zu lesen war, quasi die Platzhaltermeinung, ohne selber die Zeit unter ihr miterlebt zu haben.
                        Abgesehen davon würde ich aber definitiv meinen, dass "konservativ" als Richtung unter ihr definitiv eine Wandlung vollzogen hat und mit konservativer Politik/Politiker, wie sie wohl bis in die 60er Jahre gemacht wurde, nichts mehr zu tun hat. Ein Paradigmenwechsel sozusagen.
                        Die Grenzenlose Freiheit Einzelner Bedeutet Stets Die Begrenzung Der Freiheit Vieler!
                        Willkommen in der DDR - Demokratischen Diktatur der Reichen

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                        • #13
                          War mir garnicht bewusst, dass sie überhaupt noch lebte.

                          Nunja, RIP.

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                          • #14
                            Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
                            Falkland war prinzipiell i.O., wobei man hier im Einzelnen auch allerhand hinterfragen kann.
                            Man darf wohl durchaus bezweifeln, ob es nicht eine bessere Möglichkeit gegeben hätte als ein nationalistisches Massaker am anderen (aus britischer Sicht) Ende der Welt zu veranstalten.

                            Thatcher und Reagan haben einfach gemäß der Tradition ihrer Länder den neoliberalen Umbau ihrer Gesellschaft schneller und weitergehender vorrangetrieben. Wie nachfolgende Regierungen gezeigt haben war dieser Pfad diktiert von der Entwicklung des Kapitalismus und es wurden entsprechend (fast) überall ähnliche Entwicklungen in Gang gesetzt.
                            “Sag mir, wer dich lobt, und ich sage dir, worin dein Fehler besteht.” - Lenin

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                            • #15
                              Zitat von HerrHorst Beitrag anzeigen
                              Man darf wohl durchaus bezweifeln, ob es nicht eine bessere Möglichkeit gegeben hätte als ein nationalistisches Massaker am anderen (aus britischer Sicht) Ende der Welt zu veranstalten.
                              Ach herrje, was für ein Massaker denn? Wurden massenweise Zivilisten oder PoW erschossen, oder sonstige Kriegsverbrechen verübt?

                              Eher könnte man fragen, ob man nicht von vornherein mehr zum Schutz der Inseln hätte tun können. Ist ja nicht so, dass die argentinische Aggression plötzlich und ohne jede Vorwarnung passiert wäre.

                              €: Das hier hingegen ist aber mal wirklich abgrundtief geschmacklos: http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-893251.html

                              Ekelhaft.
                              Flassbeck Economics | Keynes-Gesellschaft | Steve Keen's Debtwatch

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