Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Umgang mit Bootsflüchtlingen im Mittelmeer

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Umgang mit Bootsflüchtlingen im Mittelmeer

    Als Folge der Selbstversenkung eines seeuntüchtigen und überfüllten Bootes vor Lampedusa sind viele Menschen im Mittelmeer ertrunken. Aktuell ist eine Debatte entbrannt, wie mit solchen Katastrophen umzugehen ist und wie das Problem grundlegend gelöst werden könne. Hintergrundinformationen gibt es aktuell in jeder größeren Zeitung, ich zitiere daher hier nur die Sammlung bei Spiegel Online:

    Lampedusa - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

    Ein wichtiger Bestandteil dieses Problems sind meiner Meinung nach die Schlepper, die mittlerweile einen gut florierenden Geschäftszweig mit der Flucht der Menschen entwickelt haben. Sie belügen die Menschen über die Zustände und Zukunftschancen in Europa, knöpfen ihnen all ihr Geld aus der Tasche und bringen die Boote mit Absicht in Seenot, um eine Umkehr zu verhindern. Nach meiner Ansicht müsste man primär die Schlepperbanden bekämpfen, da sie für einen stetigen Nachschub an Bootskatastrophen sorgen. Die aktuell speziell an Deutschland gerichtete Forderung, noch mehr Flüchtlinge aufzunehmen, halte ich für grundlegend falsch, da eine Aufnahme ebenfalls noch mehr Menschen dazu motiviert, sich in Gefahr zu bringen.

    Wie seht ihr das? Könnt ihr euch eine gerechte Lösung vorstellen?
    "En trollmand! Den har en trollmand!"

  • #2
    Leitartikel : Friedrichs Flüchtlings-Märchen | Meinung*- Frankfurter Rundschau

    Das trifft den Nagel mMn ganz gut. In der Glücksbärchi-Welt der CSU darf es halt keinen Lösungsansatz für irgendein Problem geben, der ohne harte Strafen auskommt, ganz gleich um welchen Politikbereich es sich handelt.
    "The only thing we have to fear is fear itself!"

    Kommentar


    • #3
      Er hat in Teilen ja Recht. Die Schleuser erzeugen die Bootskatastrophen, da ihr Geschäftsmodell diese erfordert.
      "En trollmand! Den har en trollmand!"

      Kommentar


      • #4
        Hast du den Beitrag von Hebel überhaupt gelesen?
        "The only thing we have to fear is fear itself!"

        Kommentar


        • #5
          Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
          Hast du den Beitrag von Hebel überhaupt gelesen?
          Ja, das habe ich. Dass es in Afrika Armut gibt, ist mir nicht entgangen. Dennoch sind die Schleuser auf Schiffbruch angewiesen, denn eine reguläre Anlandung im Hafen oder auch nur am Strand können sie in den meisten Fällen vergessen, weil die Küstenwache die Boote gar nicht nahe genug heran kommen lassen wird. Um die Leute dennoch zu "liefern" und sie in Europa in Schuldknechtschaft zu halten, werden Schiffbruchsituationen provoziert, um auf diesem Wege eine Rettungsaktion zu erzwingen. Es gab auch schon Berichte von Fällen, wo man die Flüchtlinge einfach über Bord geworfen hat.
          "En trollmand! Den har en trollmand!"

          Kommentar


          • #6
            Es ist schon Traurig was da passiert ist.


            Trotzdem finde ich nicht das man jetzt die Politik ändern sollte. Das ganze Sozial System in Europa ist zur Zeit stark angespannt wegen der Krise. Deswegen sollten wir uns nicht noch das Problem von Afrika aufbürden.

            Und nur weil sie es auf dem Kontinent nicht gebacken bekommen mal ihre Länder aufzubauen sollen wir Zahlen?


            Vieleicht in 5-10 Jahre können wir uns der Armut in Afrika annehmen aber jetzt finde ich sollten wir uns auf Europa und vorallem auf Deutschland beschränken. Bin sogar mal mit der CDU/CSU einer Meinung das Bott ist voll keine weiteren Flüchtlinge aufnehmen.






            Und ich Schreibe hier jetzt nur von den Armutflüchtlinge---- Kriegs und Politik sollten wir weiter aufnehmen aber eben auch nur solange wie nötig. Und das betrifft Flüchtlinge allgemein und nicht nur aus Afrika
            Ich war nie gut in Sig Schreiben*sniff* Schenkt mir wer eine:)

            Kommentar


            • #7
              Zitat von Kirika Beitrag anzeigen
              Es ist schon Traurig was da passiert ist.


              Trotzdem finde ich nicht das man jetzt die Politik ändern sollte. Das ganze Sozial System in Europa ist zur Zeit stark angespannt wegen der Krise. Deswegen sollten wir uns nicht noch das Problem von Afrika aufbürden.
              Das brauchen wir nicht. Wir sind eins der Probleme Afrikas.

              Zitat von Kirika Beitrag anzeigen
              Und nur weil sie es auf dem Kontinent nicht gebacken bekommen mal ihre Länder aufzubauen sollen wir Zahlen?
              Die Kolonialzeit hat viel der ursprünglichen "Ordnung" zunichte gemacht. Es waren die Europäer, die die "Länder" eingeteilt haben. Und da sie besser bewaffnet waren als die Einheimischen, war es diesen Europäern auch scheißegal, ob sie da zwei oder drei verfeindete Stämme in einem Land zusammengefasst haben.

              Wieviele Kriege gab es in Europa, nur weil die Deutschen und die Franzosen es über Jahrhunderte nicht gebacken bekommen haben, friedlich nebeneinander zu leben?

              Zitat von Kirika Beitrag anzeigen
              Vieleicht in 5-10 Jahre können wir uns der Armut in Afrika annehmen aber jetzt finde ich sollten wir uns auf Europa und vorallem auf Deutschland beschränken. Bin sogar mal mit der CDU/CSU einer Meinung das Bott ist voll keine weiteren Flüchtlinge aufnehmen.
              Wir profitieren von dieser Armut, wir schaffen diese Armut. Wir sind täglich darin verwickelt. Sollten wir damit Pause machen? Wir reden hier von geschätzten 40-45 Milliarden Gesamtumsatz (2011 waren es 42,4 Milliarden, für's laufende Jahr und 2012 finde ich gerade keine Zahlen), die sich ca 50/50 auf Import und Export verteilen. Wir importieren hauptsächlich Rohstoffe und verkaufen den Afrikanern einen Teil der daraus gefertigen Waren teuer zurück.

              Zitat von Kirika Beitrag anzeigen
              Und ich Schreibe hier jetzt nur von den Armutflüchtlinge---- Kriegs und Politik sollten wir weiter aufnehmen aber eben auch nur solange wie nötig. Und das betrifft Flüchtlinge allgemein und nicht nur aus Afrika
              Und wo ist die Grenze? Wenn der Krieg gerade vorbei ist und das Land immer noch nicht die Bevölkerung ernähren kann - sind das dann Armuts- oder noch Kriegsflüchtlinge?

              Wenn wir wirklich "einfach unsere Ruhe" vor der afrikanischen Armut haben wollen, weil wir ja selbst "so große Probleme" haben, dann sollten wir hier mal einfach die "wohlmeinende" Maske fallen lassen und auf dem Kontinent alle und jeden mit noch mehr Waffen beliefern. Dann reduziert sich das Problem von selbst, je mehr an Land sterben desto weniger schaffen's in die Boote. Das wäre dann wenigstens konsequent.
              Karl Ranseier ist tot. Der wohl erfolgloseste Foren-Autor aller Zeiten wurde heute von einem Bus auf der Datenautobahn überfahren.

              "Ich mag meine Familie kochen und meinen Hund" - Sei kein Psycho. Verwende Satzzeichen!

              Star Wars 7? 8? Spin-Offs? Leute, das Haftmittel für meine Dritten macht bessere Filme!

              Kommentar


              • #8
                Gib' dir nicht zu viel Mühe, Karl Ranseier. Von kirika habe ich hier noch nie etwas gelesen, was über plumpe Rechtsaußenpolemik hinausgeht. Wäre mir auch neu, dass sie mehr als einmal in einem Thread postet.

                Inhaltlich stimme ich dir weitgehend zu. Ergänzend muss man noch sagen, dass der Export subventionierter Lebensmittel weiterhin ein ganz massives Problem darstellt.

                Zwei Dokus, die ich zufällig unlängst gesehen habe und dazu ganz gut passen:

                Kongos verfluchter Schatz - Die unmenschliche Coltan-Gewinnung - YouTube

                Waffenhandel -Ein Bombengeschäft (Full Doku) GERMAN - YouTube

                Und noch ein kurzer Beitrag zum Thema Agrarexporte: http://www.youtube.com/watch?v=nriwnpxiIss
                "The only thing we have to fear is fear itself!"

                Kommentar


                • #9
                  Die hier diskutierten Lösungsansätze sind mittel-, vor allem aber langfristiger Natur.
                  Dabei wird ignoriert, dass jedes Jahr zigtausende Flüchtlinge aus Syrien, Eritrea und Zentralafrika, aber auch "ganz normale" Wirtschaftsmigranten, unter "Hilfe" von verbrecherischen Syndikaten versuchen, nach Europa zu gelangen.
                  Hier sind sofort wirksame Maßnahmen nötig. Aber ich fürchte, es gibt sie nicht. Dafür sind die Zahlen einfach zu groß, was aber nicht heißt, dass momentan genug getan würde. Insbesondere Südeuropa muss sich hier mal ehrlich und aufrichtig zeigen. Wenn die Schweiz 2012 in absoluten Zahlen viermal so vielen Flüchtlingsanträgen entsprochen hat wie Deutschland (!), dann läuft eben immernoch etwas schief.

                  Der Effekt von Lampedusa dürfte wohl eher sein - wenn überhaupt -, dass der Europäische bzw. US-amerikanische Lebenswandel einer Reflexion unterzogen wird, vor allem das Bedürfnis nach billigen Lebensmitteln - zu massiven Verdrängungsprozessen und Migrationsbewegungen führt ja auch ganz banal zu illegaler Enteignung und Verteibung, und das nicht nur in Afrika.
                  Wir alle kennen wohl die Berichte aus Paraguay: Örtliche Polizeichefs schicken ihre Jungs aufs Land und lassen für amerikanische und französische Fleischkonzerne Bauernhöfe und Dörfer räumen, damit jene Konzerne dann Weideflächen für billiges Fleisch haben.
                  Aber nicht nur der Westen macht sich an den Problemen, die im wahrsten Sinne des Wortes dann in Europa anlanden, Schuldig, sondern auch in immer größerem Umfang China. In Äthiopien und Mozambique werden riesige Flächen an chinesische Fonds verschachert, die Menschen vom Ackerboden vertrieben, und anschließend von Söldnern unter Einsatz von Schusswaffen davon abgehalten, den fruchtbaren Boden zu betreten.

                  Kommentar


                  • #10
                    Ich gehöre auch zu denen, die "Fair Trade"-Ansätze befürworten. Allerdings werden deren Auswirkungen eher mittel- bis langfristig stattfinden. Für die Bootsflüchtlinge sind allerdings kurzfristige Lösungsansätze gefragt.
                    "En trollmand! Den har en trollmand!"

                    Kommentar


                    • #11
                      Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
                      Gib' dir nicht zu viel Mühe, Karl Ranseier. Von kirika habe ich hier noch nie etwas gelesen, was über plumpe Rechtsaußenpolemik hinausgeht. Wäre mir auch neu, dass sie mehr als einmal in einem Thread postet.
                      Was soll den jetzt dieser Mist mich als Nazi hinzustellen nur weil ich nicht mich um andere Länder Kümmer sondern erstmal dafür bin das eigene Land in Ordnung zu bringen.

                      Und ich schreibe nun mal nicht so oft im Forum
                      Ich war nie gut in Sig Schreiben*sniff* Schenkt mir wer eine:)

                      Kommentar


                      • #12
                        Kurze Anmerkung in eigener Sache:

                        Doppelaccounts und die dazugehörigen Kommentare werden gelöscht. Das ist mit einigen Kommentare hier gerade passiert.
                        Wenn jemand ein Problem mit dem alten Account hat, dann melde man sich bitte ZUERST bei den Admins.

                        Und jetzt bitte zurück zum Thema.
                        Zuletzt geändert von xanrof; 11.10.2013, 22:28.
                        .

                        Kommentar


                        • #13
                          Zitat von Kirika Beitrag anzeigen
                          Es ist schon Traurig was da passiert ist.
                          "...aber, um unseren Wohlstand zu sichern passieren solche Dinge nunmal". Einen Satz den man Politikern nur allzu gut kennt, um die inhumane EU Grenzpolitik inkl. Frontex zu "rechtfertigen".

                          - - - Aktualisiert - - -

                          Zitat von Kirika Beitrag anzeigen
                          Was soll den jetzt dieser Mist mich als Nazi hinzustellen nur weil ich nicht mich um andere Länder Kümmer sondern erstmal dafür bin das eigene Land in Ordnung zu bringen.
                          Dieses Länder gehen dich sehr wohl etwas an, du profitierst nämlich, wie wir alle, von deren Ausbeutung. Diese Menschen sind dir "schei**egal, schon klar, aber es gibt nunmal keine moralische "Rechtfertigung" für diese Politik.

                          "Zuerst kommt das Fressen, dann die Moral" (Brecht)
                          "Unveräußerliche... Menschenrechte … Schon allein das Wort ist rassistisch!"
                          Azetbur

                          Kommentar


                          • #14
                            Zitat von textor Beitrag anzeigen
                            "...aber, um unseren Wohlstand zu sichern passieren solche Dinge nunmal". Einen Satz den man Politikern nur allzu gut kennt, um die inhumane EU Grenzpolitik inkl. Frontex zu "rechtfertigen".

                            - - - Aktualisiert - - -



                            Dieses Länder gehen dich sehr wohl etwas an, du profitierst nämlich, wie wir alle, von deren Ausbeutung. Diese Menschen sind dir "schei**egal, schon klar, aber es gibt nunmal keine moralische "Rechtfertigung" für diese Politik.

                            "Zuerst kommt das Fressen, dann die Moral" (Brecht)

                            Naja Textor scheiß egal sind sie mir nun auch nicht aber was sollen wir den tun? Ganz Afrika als Flüchtlinge bei uns aufnehmen? Wenn Europa nicht so streng wäre in der Einreise würden bald 10.000te versuchen hier her zu kommen und was dann? Glaubst du auch nur ein Sozial System in Europa könnte das aushalten? Und woher die Arbeit nehmen? Also lieber helfen ihre Länder aufzubauen damit sie dort bleiben können.


                            Und wir tun ja schon viel mit unseren Steuern gibt es Entwicklungshilfe in Afrika, Nahrung usw. Auch werden Regelmäßig Spenden geschickt.
                            Ich war nie gut in Sig Schreiben*sniff* Schenkt mir wer eine:)

                            Kommentar


                            • #15
                              Zitat von Kirika Beitrag anzeigen
                              Naja Textor scheiß egal sind sie mir nun auch nicht aber was sollen wir den tun? Ganz Afrika als Flüchtlinge bei uns aufnehmen? Wenn Europa nicht so streng wäre in der Einreise würden bald 10.000te versuchen hier her zu kommen und was dann? Glaubst du auch nur ein Sozial System in Europa könnte das aushalten? Und woher die Arbeit nehmen? Also lieber helfen ihre Länder aufzubauen damit sie dort bleiben können.


                              Und wir tun ja schon viel mit unseren Steuern gibt es Entwicklungshilfe in Afrika, Nahrung usw. Auch werden Regelmäßig Spenden geschickt.
                              1.Ein Flüchtling der Arbeit findet ist, keine "Belastung" für unser Sozialsytem, da er Steuern zahlt, und wenn er diese nicht findet bzw. sich nicht in unsere Gesellschaft integriert wird er so und so deportiert. Also hör auf mit diesem Schwachsinn von wegen "Belastung" für unser Sozialsystem, das ist tatsächlich Rechtspolemik in Reinkultur, in Ö auch unter "FPÖ Polemik" bekannt
                              2."Entwicklungshilfe", das ich nicht lache, wir beuten diese Länder systematisch aus (!), die paar Millionen bzw. gebaute Brunnen könnte man sich gleich sparen, ist doch reine Beruhigung des schlechten Gewissens.
                              Belüg dich ruhig weiter, aber bitte belästige uns nicht mit diesem Nonsens. Ist ja Bild-Zeitung Niveau, was du hier an den Tag legst...
                              "Unveräußerliche... Menschenrechte … Schon allein das Wort ist rassistisch!"
                              Azetbur

                              Kommentar

                              Lädt...
                              X