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  • Sponsor kippt Trainer

    Soetwas hat es in der BL wohl noch nicht gegeben. Reinhold Franz, erst vor 7 Tagen Trainer des KSC geworden, wurde heute beurlaubt, da der Sponsor drohte sein Engagement zurück zuziehen.
    Im Anschluss an die Entscheidung tratt das gesamte Präsidium zurück und wir nur noch zur VErfügung stehen bis Nachfolger eingesetzt werden.
    Zu finden auch hier

    Ich finde es ist eine der schlimmsten Entscheidungen die getroffen werden konnte. Denn IMO sollten die Sponsoren keinen Einfluss auf die Personalplanungen der Vereine haben, es sei denn es wurde vorher im Vertrag festgelegt.
    Diese Aktion dürfte nicht nur dem KSC einen gehörigen Imageschaden zugefügt haben, die gesamte 1. und 2. BL dürften dardurch geschädigt werden.

  • #2
    Kann ich dir nur beipflichten. Der Fuball verkommt total im Sumpf der Sponsoren, der Fernsehanstalten usw.

    Ich bin Ultra und Ultras wären sich schon lange gegen den totalen Kommerz, der zu solchen Entscheidungen führt.

    Die Ultras vom AS Rom haben vor Jahren schon ein Mainfest geschrieben, dass dieses Szenario beschreibt und Forderungen stellt:

    Es wird Zeit, dass alle Fussballfans verstehen, was die UEFA, die FIFA und die Fernsehanstalten unter tatkräftiger Mithilfe der nationalen Verbände mit unserem Fussballsport veranstalten.

    Die Bestrebungen der Spitzenclubs gehen dahin, eine Europaliga einzurichten, die im Endeffekt nur für die finanzstarken Vereine der einzelnen Verbände gedacht ist. Dies würde diesen Vereinen auf Grund der Vermarktung der TV-Rechte enorme Einnahmen sichern, die kleineren Vereine würden aber ausgeschlossen und auf lange Sicht in den Ruin getrieben. Die Anzahl der Fernsehzuschauer würde sicherlich steigen, während der Stadionfussball in seiner ursprünglichen Form nach und nach verschwinden wird.

    In ein paar Jahren wird selbst der Rasen in den Stadien mit Sponsorenwerbung verunstaltet werden und Choreographien werden verboten, weil sie die Aufmerksamkeit der Zuschauer am Bildschirm von den Werbetafeln abziehen. Es werden hunderte Ordner in den Blöcken stehen, die Fans werden im ganzen Stadionbereich von Videokameras aufgenommen, um zu verhindern, dass grosse Fahnen, Transparente oder Feuerwerkskörper ins Stadion gelangen können. Und in ein paar Jahren werden selbst die Leibchen unserer Spieler aussehen, wie die Anzüge von Formel-1 Piloten, jeder Fleck von Werbung besetzt.

    In den Köpfen der Funktionäre nimmt die Zukunft bereits Gestalt an: es wird der gezähmte Fan erwünscht, der moderate Stimmung verbreitet, aber nur soviel, wie als Hintergrundeinspielung für die Fernsehübertragung notwendig ist, der brav applaudiert, wenn man es verlangt und ansonsten still auf seinem Platz sitzt. Es wird keinen Platz mehr für Ultras geben.

    Es gibt eine UEFA-Richtlinie, die besagt, dass die Fans sitzen müssen, man will keine Fans, die aktiv am Spiel teilhaben, man will die Art von Zuschauer, die man in einem Kino oder einem Theater antrifft. Diese Menschen verstehen nicht, dass Fussball unser Leben ist, dass wir für unseren Verein leben, dass wir unsere Schals und unsere Kleidung tragen, die unsere Stadt oder Region representiert. All die "Kurven" ("curva") dieser Welt sollten in diesem Fall zusammenhalten und eine mächtige Einheit gegen die Fussball-Fabrik bilden.

    Echte Fans wollen daher diese Fussballregeln:

    Spielertransfers sollten in den Saisonpausen abgewickelt werden, nicht während der Saison

    Die Freiheit für die Spieler, ihre Freude nach einem Goal auszudrücken. Es ist möglich, diese Zeit nachspielen zu lassen

    Förderung heimischer Nachwuchsspieler durch eine Regel der Verbände

    Eine Sperre von einem Jahr von Spielern, die ihren Vertrag nicht erfüllt haben, weil ein anderer Verein mehr Geld geboten hat

    Die Beschränkung, dass Funktionäre eines Vereines nicht in einem zweiten Verein tätig sein dürfen, um "Farm Teams"zu verhindern

    Die Wiederherstellung des alten Landesmeisterpokales mit einem automatisch qualifizierten Meister aus jedem Verband, anstelle einer Liga, in der der Ligavierte eines Landes "Champions-League-Sieger" werden kann

    Das Verbot, dass Clubs oder Verbände Billets für Auswärtsspiele exklusiv an Reiseveranstalter weitergeben dürfen
    Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren!
    Ultras Frankfurt - Nie werden wir so sein, wie ihr uns haben wollt!
    Meine Heimat ist die Stadt in der Nazis gejagt werden, verkehrte Welt für die, die zum Glück nicht gefragt werden.

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    • #3
      Hatte das vorhin auch gelesen. Das macht den Fußball wirklich kaputt.
      Wenn Geld und Sponsoren schon solch eine Macht über die Vereine hat, dann kann das langfristig den Fußball zerstören. Dann rennen Fans womöglich nicht mehr mit Schals rum wo der Vereinsname draufsteht sondern mit Sponsorenschals?

      Der KSC war früher irgendwie von mir gerne gesehen im Profi-Fußball und eigentlich hatte man doch eine gute junge Truppe aufgebaut die hätte was erreichen können.
      Nun ist wohl eher zu befürchten, dass der KSC im Niemandsland verschwindet. ...
      Sorans Fußballblog - Einblicke in die Welt des Fußballs - Spielberichte, Fotos und mehr. :)
      Mein Videokanal - Supportvideos vom Fußball

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      • #4
        Nun, ich bin nicht grundsätzlich gegen Engagement von Sponsoren im Fußball, allerdings sollten diese sich wirklich nicht in sportliche Belange des Vereins einmischen, zumal ich den Verantwortlichen der Sponsoren da auch wirklich die Kompetenz absprechen würde.

        Bleibt nur zu hoffen, dass so etwas nicht zur Regel wird ...
        “Are these things really better than the things I already have? Or am I just trained to be dissatisfied with what I have now?”― Chuck Palahniuk, Lullaby
        They have nothing in their whole imperial arsenal that can break the spirit of one Irishman who doesn't want to be broken - Bobby Sands
        Christianity makes everyone have this mentality that escapism is a bad thing. You know "Don't run away from the real world - deal with it." Why ? Why should you have to suffer? - Marilyn Manson

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        • #5
          Das Problem ist, dass sich die Spirale immer schneller dreht, wenn man sieht, was alles gemacht wird, um Konkurenzfähig zu bleiben, man muss nur mal einen Blick zum Nachbarn im Ösiland werfen......

          Wenn die Herren bei uns nicht aufpassen, endets bei uns mal genauso.
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          • #6
            naja, ich will ja jetzt den KSC und seinen Sponsor nicht unbedingt aufs schärfste verteidigen, aber:
            Wenn ich als Sponsor jährlich Millionen in den Verein stecke, einen oder mehrere Sitze in der Vereinsführung habe, dann will ich auch mitentscheiden, welcher neue Trainer kommt. Außerdem muss man die Situation berücksichtigen: Beim KSC jetzt war es ja wirklich der Fall, dass dem Sponsor wohl ein gewisses Mitspracherecht eingeräumt wurde, aber letzten endes der Präsisdent allein entschieden hat und dann noch einen alten Freund. Also so ganz mit rechten Dingen ging das da nicht zu.

            Grundsätzlich bin ich ja auch dagegen, dass mittlerweile die Sponsoren eine solche macht haben, aber wenn ich meinen Sponsoren Mitspracherecht einräume, dann muss ich auch dazu stehen und darf mich dann nicht beklagen, wenn der Sponsor sich aufregt.
            "Steigen Sie in den Fichtenelch! - Steigen Sie ein!"

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            • #7
              Es kann und darf nicht sein, dass Sponsoren Mitspracherecht erhalten. Fertig aus! Sonst ist ein Verein, der auf Sponsoren angewiesen ist, im Prinzip Handlungsunfähig! Und das Sponsoren entscheiden, wer Trainer wird, bzw. Trainer entlassen, weil er ihnen nicht passt, ist ein schlechter Witz.

              Gegenbeispiel:

              Sponsoren in der Formel 1! Die pumpen auch Unsummen in die Rennställe, aber glaubst du ein Michael Schumacher oder Ferrari lassen sich sagen, wer entlassen wird und wer nicht? Die bleiben schön im Hintergrund und das ist aucvh gut so.

              In Östereich heißen die Verein wie ihre Sponsoren und diese haben eine unglaubliche MAcht, die Liga hat keine Konkurenzsituation mehr und Vereine sind nur noch Marionetten!
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              • #8
                Zitat von Munro22
                Sponsoren in der Formel 1! Die pumpen auch Unsummen in die Rennställe, aber glaubst du ein Michael Schumacher oder Ferrari lassen sich sagen, wer entlassen wird und wer nicht? Die bleiben schön im Hintergrund und das ist aucvh gut so.
                In der tat ja. Bis auf vielleicht bei Ferrari, Williams und McLaren bestimmen fast überall die Sponsoren, wer da im Cockpit sitzt. Sie machen es zwar nicht immer, aber die Möglichkeit haben sie.

                Und ob das nun irgendjemand gut findet oder nicht, wer seinem Sponsor vertraglich mitspracherecht zusichert, muss sich auch daran halten. Vertrag ist Vertrag. Somit ist zumindest in diesem Fall die Sache für mich noch verständlich.
                "Steigen Sie in den Fichtenelch! - Steigen Sie ein!"

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                • #9
                  Zitat von Dr.Bock
                  In der tat ja. Bis auf vielleicht bei Ferrari, Williams und McLaren bestimmen fast überall die Sponsoren, wer da im Cockpit sitzt. Sie machen es zwar nicht immer, aber die Möglichkeit haben sie.
                  JEIN! Beim Fußball werden auch Spieler mit Hilfe von Sponsoren gekauft und die sagen auch ja oder nein! Darum gehts nicht! Es entscheidet aber kein Sponsor Internas von wegen welcher Mechaniker, welcher Ingenieur usw.

                  Zitat von Dr.Bock
                  Und ob das nun irgendjemand gut findet oder nicht, wer seinem Sponsor vertraglich mitspracherecht zusichert, muss sich auch daran halten. Vertrag ist Vertrag. Somit ist zumindest in diesem Fall die Sache für mich noch verständlich.
                  Da stimme ich zu. Ich sage ja nur, das sowas von vornherein nicht verinbart werdendarf.
                  Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren!
                  Ultras Frankfurt - Nie werden wir so sein, wie ihr uns haben wollt!
                  Meine Heimat ist die Stadt in der Nazis gejagt werden, verkehrte Welt für die, die zum Glück nicht gefragt werden.

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                  • #10
                    Das von Munro 22 beschriebene Horrorszenario ist wirklich erschreckend, aber ich denke nicht, dass es soweit kommen wird, dass man keine Fahnen etc. mehr ins Stadion mitnehmen darf.
                    Die Tendenz zum Kommerz ist jedoch in der Tat vorhanden.
                    Man sollte meinen, dass die Vereine vorsichtiger agieren werden in den nächsten Jahren, nachdem in den letzten Jahren ein Rückgang an Fernseheinnahmen z.B. zu verzeichnen war, was viele Vereine in prekäre Situationen getrieben hat. Vielleicht war ihnen das eine Warnung, sich nicht zu sehr dem Kommerz hinzugeben.
                    Das ist aber auch eher eine Hoffnung meinerseits - sicher bin ich mir da nicht.

                    Sachen wie das Verbot, beim Torjubel das Trikot auszuziehen, oder z.B. das Stehplatzverbot bei internationalen Spielen sind verkehrt. Dagegen gibt es ja schon jetzt sehr viel Gegenwehr. Und ich denke, diese Gegenwehr wird auch nicht erlischen, und deshalb wird ein Fussballspiel in 20 Jahren dem heutigen noch relativ ähnlich sein.

                    Ich denke auch, der Erfolg einer Europaliga wäre nicht so groß, wie von den großen Vereinen erhofft. Zumal die DFL z.B. sicher alles dagegen unternehmen würde, so eine Europaliga ins Leben zu rufen, und wohl zur Not auch die Bayern und Leverkusen aus der Bundesliga ausschließen würde bzw sie vor die Wahl stellen würde: Bundesliga oder Europaliga. Und ich denke, das das den Bayern dann doch zu heikel wäre, denn damit würde man allen Fans vor den Kopf stoßen.

                    Wie die Lage in Österreich genau ist, kann ich nicht beurteilen, dazu kenne ich mich zuwenig aus

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                    • #11
                      Zitat von Munro22
                      Es kann und darf nicht sein, dass Sponsoren Mitspracherecht erhalten. Fertig aus! Sonst ist ein Verein, der auf Sponsoren angewiesen ist, im Prinzip Handlungsunfähig! Und das Sponsoren entscheiden, wer Trainer wird, bzw. Trainer entlassen, weil er ihnen nicht passt, ist ein schlechter Witz.
                      Wo ist der Unterschied zu Trainerrauswürfen die in der Presse oder den Fanclubs entschieden wurden?

                      Immer hat eine Minderheit sich das Recht herausgenommen für bzw meist sogar gegen die Mehrheit zu entscheiden. Und die wirtschaftliche Vereinsführung unter Druck gesetzt.

                      Wo ist das jetzt "gerechtfertigt" und wo nicht? Das ist wohl eher eine subjektive Frage, die man allgemein gar nicht vorher festlegen kann...
                      Objektiv gesehen ist das aber alles schlecht.



                      IMO sollte der Verein sowieso häufiger mal die Augen aufmachen und gucken ob der Trainer oder doch eher die Diven unter den Spielern die Schuld an der Misere tragen, die kommen doch immer wieder ungeschoren davon mit ihrer Verweigerungshaltung. DAS find ich noch viel schlimmer als das o.g. Problem
                      »We do sincerely hope you'll all enjoy the show, and please remember people, that no matter who you are, and what you do to live, thrive and survive, there are still some things that make us all the same. You, me, them, everybody!«

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                      • #12
                        Zitat von Sternengucker
                        Wo ist der Unterschied zu Trainerrauswürfen die in der Presse oder den Fanclubs entschieden wurden?
                        Es gibt nunmal Zuständigkeiten. Für die Leute, die beim Verein für die sportlichen Belange zuständig sind, ist genau das der Hauptberuf. Sie sind um ein vielfaches näher an der Mannschaft dran, und haben dadurch zurecht das Recht, zu entscheiden, ob ein Trainer noch zur Mannschaft passt, oder nicht.

                        Ich wüsste nicht, warum die Presse oder die Fanclubs oder sie Sponsoren eher ein Anrecht auf diese Entscheidung haben sollten
                        Nene, so wie das geregelt ist, macht das schon Sinn, und daran sollte sich auch nichts ändern.

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