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Fragen zur Astronomie?

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  • Fragen zur Astronomie?

    Hi!

    Ich wollte einen neuen Thread eröffnen, in dem interessierte Trekkies Fragen an informierte Trekkies stellen können, und zwar zum Thema Astronomie. Ich denke, dass ich genügend darüber weiss, um die herkömmlichen Fragen beantworten zu können. Wer verstärkt mich? Wer hat Fragen?
    Planeten.ch - Acht und mehr Planeten (neu wieder aktiv!)
    Final-frontier.ch - Kommentare vom Rand des Universums

  • #2
    Nun, da hätte ich mal 2 Fragen:
    • Wie sieht es denn genau in der Mitte unserer Galaxie aus? Ist da die Sternendichte erhöht, und wie "nah" sind die dann beieinander?
    • Welche Faktoren bestimmen die Bildung bzw. Aussehen der verschiedenen Arten von Galaxien?

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    • #3
      Hi Alex

      Im Zentrum der Galaxis ist die Sternendichte tatsächlich erheblich erhöht. Statt durchschnittlichen Abständen von ca 3 bis 4 Lichtjahren wie bei uns sind es dort zwischen 0.1 und 0.2 Lichtjahren, im innersten Zentrum zum Teil noch höher, so dass Planeten in dieser Region (so wie Sha-Ka-Re) gar nicht existieren könnten, da ihre Bahnen durch benachbarte Sterne ständig beeinflusst würden.

      Über den genauen Ablauf bei der Bildung von Galaxien ist man sich nicht so sicher. Etabliert gilt die Vorstellung, dass eine grosse Galaxie (über 10^11 Sterne) zunächst elliptisch ist und sich danach entweder in eine Spiral- oder Balkenspiralgalaxie aufteilen.
      Die Balkenspiralgalaxien könnten ihre Form von Zusammenstössen mit anderen Galaxien haben, was aber nicht absolut sicher ist. Zudem gibt es noch die unregelmässiegen Galaxien, die meistens von vorbeiziehenden anderen Galaxien "verzogen" wurden.
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      • #4
        Danke mal für die Antwort.
        Hätte da aber noch ne Frage:
        Gerade in dem Zusammenhang mit dem Film "Armageddon" habe ich letztens einen Bericht im Fernsehen gesehen, bei dem gesagt wurde, dass um unsere Erde doch ein Haufen solcher Asteroiden oder Meteore kreisen, die der Erde tatsächlich gefährlich werden könnten. War ein ziemlich beunruhigender Bericht. Wollte Dich fragen, was da dran ist und ob es bei unseren heutigen techn. Möglichkeiten einen Weg gibt, eben im Falle einer bevorstehenden Kollision diese zu verhindern. Denke dabei nur an einige Artikel hier im Forum, bei denen vermutet wurde, dass wir techn. sowieso viel weiter sind, als dass wir "Normal-Sterblichen" davon wissen könnten.

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        • #5
          Ich würde mich gerne in euer Gespräch einmischen.

          @Alex:
          ...dass um unsere Erde doch ein Haufen solcher Asteroiden oder Meteore kreisen, die der Erde tatsächlich gefährlich werden könnten. War ein ziemlich beunruhigender Bericht. Wollte Dich fragen, was da dran ist und ob es bei unseren heutigen techn. Möglichkeiten einen Weg gibt, eben im Falle einer bevorstehenden Kollision diese zu verhindern. Denke dabei nur an einige Artikel hier im Forum, bei denen vermutet wurde, dass wir techn. sowieso viel weiter sind, als dass wir "Normal-Sterblichen" davon wissen könnten.

          1. Es stimmt dass es genügend Meteoriten gibt die der Erde gefährlich werden können!!! Zwischen Mars und Jupiter treiben sich jede Menge kosmischer Bruchstücke herum und einige verirren sich immer wieder in die nähe der Erde. Noch gefährlicher sind Kometen aus der Oortschen Wolke, weit jenseits des Plutos. Ein 10 Kilometer großer Brocken würde genügen um ein Massensterben auf der Erde auszulösen. Und zu diesem Punkt kann ich deine Angst (und gewissermaßen auch meine) vermutlich noch weiter schüren. In spätestens 10000 Jahren, oder mehr oder weniger wer weiß dass schon, wird der Eta Carinae (hat die hundertfache Masse unserer Sonne und liegt nur 7500 Lichtjahre entfernt) explodieren und alle Planeten in unserem Sonnensystem aus der Bahn werfen. Oder was noch ernster zu nehmen ist, sind die Gammastrahlenblitze. Sie stellen für unsere Wissenschaftler immer noch ein Rätsel dar. Diese energiereichsten Ereignisse des gesamten Universums sind erst seit 10 Jahren bekannt!!! Würde so ein Blitz in unserem Sonnensystem einschlagen dann wäre die Erdoberfläche radioaktiv verseucht und so gut wie alles Leben vernichtet. Man weiß nicht warum diese Blitze auftretten und wann oder wo!!!!
          Dann rast noch eine Schockwelle auf uns zu die uns aber erst in 50000 Jahren erreichen wird.

          2.Die NASA installiert seit Jahren Warnsysteme aber mehr gibt es noch nicht!!! Die meisten Asteroiden könnten mit keiner Atombombe zerstört werden. Sondern würden nur in mehrere kleiner Brocken zerfallen.

          Zu diesem Thema, ob wir was machen können sprich die Technik besitzen um einen Asteroiden aufzuhalten, habe ich einmal einen Professor an der Universität in Wien befragt. Er sagte mir: " Wenn ein Asteroid auf die Erde zurast, besitzen wir die Technik um rechtzeitig in Panik zu geratten, aber mehr auch schon nicht.

          Ich muß zugeben da hatte ich dann auch ein paar schlaflose Nächte!!!! Wenn soetwas passiert sind wir ziemlich machtlos dagegen.
          <<I brought back a little surprise for the Dominion.>> (Benjamin Sisko)

          Die Erde ist das einzige Irrenhaus, das von seinen Insassen verwaltet wird.
          (René Wehle)

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          • #6
            Der Bericht, von dem du geschrieben hast, spricht wahrscheinlich die sog. erdnahen Asteroiden an. Jeder Asteroid, der die Erdbahn kreuzt, gilt als "erdnah". Alle erdnahen Asteroiden zu erfassen ist das Ziel eines aktuellen Suchprogrammes der NASA. Die grossen Brocken, also die vom Dinosaurierauslösch-Format, wurden wahrscheinlich schon alle entdeckt. Aber es gibt zweifelsohne noch jede Menge, die wir noch nicht entdeckt haben, einfach weil sie zu klein und zu schwach sind, um sie aufzuspüren. Aber auch von dieser Grösse gibt es noch etliche, die zumindest die Sprengkraft von einigen Atombomben herbringen würden. Längerfristig geht von den erdnahen Asteroiden wohl eine kleiner Gefahr aus als von den Kometen, die unverhofft im Sonnensystem auftauchen und die Erde bedrohen können. (ein Zusammenstoss mit einem erdnahen Asteroiden wäre Jahre oder Jahrzehnte im Vorraus vorausehbar (wenn man die Bahn kennt) ein solcher Komet taucht innerhalb eines Jahres auf: Keine Vorbereitungszeit, falls kein sehr flexibles Abwehrsystem vorhanden ist!)

            Abwehrsysteme: Es ist sicher sehr schwierig, etwas zu entwickeln, das uns in jedem Fall beschützen könnte, denn jeder Asteroid ist anders. Die einen bestehen fast nur aus Metall, andere aus Gestein, andere gleichen fliegenden Kieselhaufen, Kometen bestehen vorwiegend aus Eis. Vorgeschlagen wurden:

            -Atombomben drängen den Asteroiden von seiner Bahn ab.
            -Ein eingebautes Triebwerk bringt den Asteroiden von seiner Bahn ab
            -Atombomben sprengen den Asteroiden (sehr gefährlich!)
            -Bei Kometen: Schmelzen der Oberfläche durch Sonnenkollektoren, um eine Bahnänderung (durch die Verdampfung) zu erreichen.

            Doch "Ablenktechnologien" sind ein zweischneidiges Schwert. Sie können auch missbraucht werden. Wer bewahrt uns davor, dass uns mitte nächstes Jahrhundert nicht ein neuer kalter Krieg bevorsteht, in dem die Weltmächte (wer? China? Indien? die USA vielleicht :-) ?) drohen, mit kleinen Asteroiden das feindliche Land zu zerstören?
            Die Amis glaubten einst, die Russen hätten einen entsprechenden Plan, und nannten ihn "Iwans Hammer". War aber eine Einbildung. (meines wissens)
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            • #7
              @Bynaus

              Wie du an dem Bericht oben entnehmen kannst werde ich mich dir anschließen und Fragen so gut ich kann beantworten.
              <<I brought back a little surprise for the Dominion.>> (Benjamin Sisko)

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              • #8
                Danke für die Unterstützung, Peter R.!
                Übrigens Alex: Die Gammastrahlenblitze, von denen Peter R. schreibt, werden möglicherweise durch eben jene Hypernovas ausgelöst, die schon in anderen Threads angesprochen wurde. Man weiss das nicht sicher, aber es wäre sozusagen die naheliegendste Erklärung.
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                • #9
                  Na danke mal Peter und Bynaus! Jetzt kann ich garantiert noch besser schlafen...
                  Ist schon ne beruhigende Vorstellung, dass meine bzw. unser aller DNA von ein paar Gamma-Strählchen gegrillt wird , oder in einer riesen Flutwelle zu ersaufen (ziehe da Bier vor) , oder von ner Schockwelle in seine molekularen Bestandteile zerlegt zu werden . Hoffen wir mal, dass es das Universum noch ne Weile gut mit uns meint...

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                  • #10
                    Originally posted by Alex
                    Hoffen wir mal, dass es das Universum noch ne Weile gut mit uns meint...
                    Das wird es sich wohl zweimal überlegen, wenn man bedenkt was wir mit einem ihrer "Kinder" anstellen.


                    Um noch mal auf den Asteroidengütel zwischen Mars und Jupiter zurück zukommen.
                    Wie Dicht sind da die Asteroiden und in wieweit beeinflussen sie die Routen der Sonden die das innere Sonnensystem verlassen?


                    [Edited by The Bastard on 22-01-2001 at 18:19]
                    »Ich habe nie eine Chance hastig vergeben, sondern lieber gemütlich vertändelt.« - Willi »Ente« Lippens

                    Läuft!
                    Member der No - Connection

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                    • #11
                      @The Bastard

                      Also ich kann dir nur sagen das es eine ganze Menge Asteroiden sind. Wieviel genau das weiß nur Gott. Die Dichte reicht von einer Größe von Fußball bis kleines Dorf. ( sprich 30 cm - 5 Km). In wie fern Sonden beeinflußt werden weiß ich nicht!!! Nur nach den Problemen der NASA zu urteilen scheinen sie den Wissenschaftlern große Sorgen zu bereiten.
                      <<I brought back a little surprise for the Dominion.>> (Benjamin Sisko)

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                      • #12
                        Ich kann Peter R. nur beipflichten. Die Asteroiden sind, obwohl es sehr viele gibt, sehr dünn gesäht, angesichts der unendlichen Weiten! Nein im Ernst: So etwas wie ein Asteroidengürtel bei Star Trek, wo man aufpassen muss, dass man, wenn man dem einen Asteroiden ausgewichen ist, nicht gleich in den nächsten reinkracht, sowas kann man bei uns im Sonnensystem nie beobachten. Die Asteroiden nähern sich selten mehr als einige Millionen Kilometer, alles andere sind Ausnahmen. Daher stellen sie nicht wirklich eine für Raumsonden oder Raumschiffe dar.
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                        • #13
                          @Alex

                          Welche Faktoren bestimmen die Bildung bzw. Aussehen der verschiedenen Arten von Galaxien?
                          Da du dich für das entstehen der Galaxien interessierst habe ich da für dich eine sehr interessante Website die sich mit dem Zusammenprall und anderen Phänomenen der Galaxien beschäftigt!!!

                          Unter: http://www.cita.utoronto.ca/~dubinski/tflops findet man sehr gute Informationen zu diesem Thema!!!
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                          • #14
                            Der Asteriodengürtel zwischen Mars und Jupiter ist nicht so dicht, daß Raumsonden dort nicht durchkommen würden. Die Abstände sind immer noch riesig und bisher ist keiner der Raumsonden, die das innere des Sonnensystem verlassen haben, irgendetwas passiert. Auch die Ringe des Saturn sind nicht so gefährlich wie man es angenommen hatte. Die Materialdichte ist hier zwar noch ein bißchen höher, aber auch dort sind Raumsonden der NASA mitten hindurchgeflogen ohne Schaden zu nehmen.

                            Damit melde ich mich als dritte Astronomie-Fan an.

                            Streicher
                            ChemieOnline
                            Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

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                            • #15
                              @ Streicher

                              Cool dass du auch dabei bist!
                              Nur eine Frage: Bist du sicher, dass die Voyager-Sonden durch die Saturnringe geflogen sind? Das möchte ich bezweifeln, da diese tatsächlich sehr dicht sind (im Vergleich zum Asteroidengürtel, da hast du natürlich recht) Es gab zwar nahaufnahmen von den Ringen, aber HINDURCH? Das wäre ein rechtes Himmelfahrtskommando! Die NASA wusste ja nicht vieles über die Ringdichte, und es wäre echt schade, wenn die Sonde durch eine selbstüberschätzung zerstört worden wäre. Ich seh mal nach, ob ich was finden kann (Internet oder so), um meine Zweifel zu bestärken oder zu schwächen.
                              Planeten.ch - Acht und mehr Planeten (neu wieder aktiv!)
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