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Atomantrieb für Raumschiffe

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  • Atomantrieb für Raumschiffe

    Die NASA hat jetzt ein Forschungsprojekt gestartet, um einen Atomantrieb für Raumschiffe zu entwickeln.
    Dieser soll die Flugzeit für eine Marsmission von 6 auf 2 Monate verkürzen.

    Ich habe leider nichts über das technische Prinzip dieses Antriebes gefunden.

    Kann mir mal jemand erklären, wie die aus der Kettenreaktion entstehende Energie in Schubkraft umgesetzt werden soll?
    "I now inform you that you are too far from reality." Mohamed Saeed al Sahaf

  • #2
    Wie bei einem Atomkraftwerk über die Wärme: Die entstehende Wärme erhitzt Wasserstoff, der sich dadurch ausdehnt und "hinten" aus dem Triebwerk strömt. Da die Temperaturen und damit die Ausströmgeschwindigkeiten sehr hoch werden können, hat man damit einen ziemlich effektive Antrieb.
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    • #3
      Die Frage ist nur, ob der auch umgesetzt wird. Sicher wird es in der Öffentlichkeit sehr große Protestwellen dagegen geben, dass so ein Raumschiff startet. Es liegt wohl an den Ingenieuren, als wie sicher sie das ganze verkaufen können.
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      • #4
        Hm, klingt ja ganz gut.
        Nur wenn es Probleme beim Start geben sollte, haben wir den Salat.
        Aber der Antrieb wird wohl auch sehr viel kosten...


        Im vorzeitigen Ruhestand.

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        • #5
          Ich hab mal ein bissel Gegoogelt

          NASA strebt mit Atomantrieb ins All
          Vor 30 Jahren hatte die NASA den Plan als nicht machbar aufgegeben. Nun unternimmt die US-Raumfahrtbehörde einen zweiten Anlauf: In naher Zukunft sollen Raumschiffe mit Atomantrieb unser Sonnensystem erkunden und damit vollkommen neue Möglichkeiten eröffnen.

          Die Vorstellungen klingen verlockend: Raumschiffe und Sonden mit Atomantrieb könnten das Sonnensystem mit noch nie da gewesener Geschwindigkeit durchqueren und damit die Reisezeiten drastisch verkürzen.

          Ferne Planeten in "greifbarer Nähe"

          Damit würden auch die gesundheitlichen Strapazen für Astronauten deutlich verringert. So könnte sich ein bemannter Flug zum Mars von zwei Jahren auf unter ein Jahr verkürzen. Selbst ferne, bisher unerforschte Planeten wie Pluto rücken in greifbarere Nähe.

          Sogar der von Kritikern als eiskalter Sparmanger beschriebene neue NASA-Chef Sean O'Keefe kommt bei der Schilderung der neuen Möglichkeiten ins Schwärmen.

          Atomantriebe und -generatoren könnten der Menschheit endlich helfen, "die Probleme von Zeit und Raum" bei der Weltallerkundung zu lösen, erklärte er.

          NASA rechnet mit einer Milliarde Dollar an Kosten

          Ein erster Schritt in die Zukunft ist bereits getan. Im neuen Haushalt der Regierung von Präsident George W. Bush sind in aller Stille 125 Millionen Dollar (143 Mill. Euro/1,97 Mrd. S) für die Entwicklung der Nukleartechnologie eingeplant worden.

          Insgesamt eine Milliarde Dollar hat die NASA für die Entwicklung vorgesehen. Nicht gerade viel, nachdem die ersten Versuche, die 1972 nach 13 Jahren aufgegeben wurden, bereits zehn Milliarden Dollar (11,44 Mrd. Euro/157 Mrd. S) verschlungen hatten. Doch die NASA ist optimistisch, dass die Fortschritte in der Atomtechnologie und bei Raketenantrieben diesmal einen Durchbruch ermöglichen.

          Atomantrieb: Wenig Raum - viel Brennstoff

          Der große Vorteil eines Atomantriebs besteht darin, dass auf kleinstem Raum genügend Brennstoff erzeugt werden kann, um eine Sonde über einen langen Zeitraum anzutreiben.

          Bisher wurden die Sonden immer auf die gleiche Weise auf ihre langen Reisen gebracht. Mit einem kurzen, nur wenige Minuten langen Schub ihrer konventionellen Antriebsraketen überwinden sie die Erdanziehung und treiben dann auf ihr fernes Ziel zu.

          Schwung können sie zwischendurch nur holen, indem sie Planeten oder Monde umrunden und deren Anziehungskraft nutzen, um sich einen Schubs geben zu lassen.

          Befürworter: Revolution der Weltraumforschung

          Kein Wunder also, dass viele in der NASA und nicht zuletzt die Astronauten das neue Programm begrüßten. Auch die "Planetary Society", die sich als größter Interessenverband der Weltrauminteressierten bezeichnet, lobte die Atompläne.

          Diese Entwicklung werde die Weltraumforschung ähnlich revolutionieren, wie die Möglichkeiten der US-Marine durch den Einsatz von Atom-U-Booten revolutioniert wurden, hieß es vom Interessenverband.

          Einsparungen bei anderen Programmen

          Die Befürworter des Atomprogramms nehmen es auch in Kauf, dass die Pluto-Kuiper-Mission zur Erkundung des Pluto deswegen aus Ersparnisgründen gestrichen wurde. Auch die Raumstation ISS und die Raumfähren müssen mit mehreren hundert Millionen Dollar weniger auskommen.



          Gefahr einer atomaren Verseuchung?

          Erste Kritik an dem Programm kam von Atom- und Rüstungsgegnern. Sie sehen die Gefahr einer atomaren Verseuchung, falls es beim Start ein Unglück geben sollte. Außerdem fürchten sie, dass die NASA damit Forschungshilfe für Sternenkriegspläne des Verteidigungsministeriums leisten soll.

          Beide Kritikpunkte weist die NASA entschieden zurück. So sollen die Atomantriebe nicht beim Start von Raketen eingesetzt werden, sondern erst in der Umlaufbahn.

          Einige Wissenschaftler favorisieren sogar die Idee, die Raumschiffe in der Umlaufbahn zusammenzubauen und auch erst dort den Atomantrieb einzusetzen.

          NASA: Ein "rein wissenschaftliches Programm"

          Und die Gefahr einer zu engen Zusammenarbeit zwischen NASA und Pentagon sieht die NASA nicht. Sprecher Donald Savage erklärte, dies sei ein rein wissenschaftliches Programm und diene allein der Erforschung des Sonnensystems.

          (Thomas Müller, dpa)
          Quelle

          Naja, wenn sie's wieder Aufgreifen dann werden sie es diesmal sicherlich versuchen auch Technisch soweit zu Entwickeln, das es umsetzbar wird.... Denke/Hoffe ich zumindest!

          Llap
          Kuno
          O' mein Gott!....es ist voller Sterne.
          ----------------------------------------
          Streite nie mit Idioten. Erst ziehen sie dich auf ihr Niveau herab, dann machen sie dich mit ihrer Erfahrung nieder!

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          • #6
            Ich denke nicht, dass es bei einem Unfall zu einer ernstzunehmenden nuklearen Verseuchung kommen würde.
            Die wahrscheinlichkeit, dass die kritische Masse dabei überschritten würde ist sehr gering. Und die Strahlenbelastung bei etwas, durch eine explosion verteiltem, Radioaktiven Material ist wohl nicht besonders hoch.
            Problematisch könnte da nur ein Plutoniumreaktor werden. Den das ist (unabhängig von der Radioaktivität) sehr giftig.

            Die Kosten sind auch nicht hoch.

            Also steht dem ganzen ja nix im Wege.
            Planung ist die Ersetzung des Zufalls durch den Irrtum!
            Bilder vom 1. und 4.Treffen

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            • #7
              Beide Kritikpunkte weist die NASA entschieden zurück. So sollen die Atomantriebe nicht beim Start von Raketen eingesetzt werden, sondern erst in der Umlaufbahn.

              Einige Wissenschaftler favorisieren sogar die Idee, die Raumschiffe in der Umlaufbahn zusammenzubauen und auch erst dort den Atomantrieb einzusetzen.
              Na super, aber egal, wie, der Antrieb muss so oder so ins All befördert werden. Bei welchem Teil das Ding explodiert ist unerheblich.
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              • #8
                Nun ja, man muss den Antrieb selbst halt auch im Weltall zusammen bauen und die Brennstäbe alleine transportieren. Die Verstrahlung, die von diesen Dingern ausgehen könnte, ist ja wahrscheinlich nicht so schlimm wie wenn es, wie Noulder schrieb, Plutonium wäre. (Ich erinnere mich noch an das Gezeter im Sommer 1999, als die Cassini Sonde nahe an der Erde vorbeizog und alle befürchteten, dass die Sonde mit ihrer Plutonium-Zelle auf die Erde stürzen könnte...)

                Man könnte das ganze ja in Baikonur starten, die Umgebung dort ist ja so verseucht, dass es auf ein paar Brennstäbe mehr oder weniger nicht mehr ankommt... :-)
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                • #9
                  Original geschrieben von Bynaus
                  Man könnte das ganze ja in Baikonur starten, die Umgebung dort ist ja so verseucht, dass es auf ein paar Brennstäbe mehr oder weniger nicht mehr ankommt... :-)
                  loliges Argument. Ist eh schon dreckig, also Schütt ich meinen Müll dazu. Ich denke, Hauptargument für den Startstandort sollte sein, dass man ihn so wählt, dass möglichst wenig zu Schaden kommt.
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                  • #10
                    Ist schon klar, das war auch nicht wirklich ein ernst gemeinter Satz. Vielleicht sollte man warten, bis man ein Orbitalseil hat, das wäre dann wesentlich risikoloser...
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                    • #11
                      Vielleicht sollte man warten, bis man ein Orbitalseil hat, das wäre dann wesentlich risikoloser...
                      Bis dahin werden hoffentlich etwas risikolosere Antriebe entwickelt.

                      Mal abgesehen von der Gefahr einer Verseuchung beim Start (z.B. ist eine kontrollierte Sprengung à la Ariane 5 neulich kompleziert), ist ein Reaktor wegen der Schutzeinrichtungen auch sehr schwer. Keine Ahnung, ob dies den Start zusätzlich erschwert, im Weltall sollte es ein geringeres Problem sein.

                      Aber es liegt schon genügend Müll im Orbit herum, da ist Atommüll mehr als unnötig.
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                      • #12
                        ist es nicht eigentlich so. das man den schub mit kontrollierten atomsprenungen erzeugen will?

                        na ja und das eigentliche problem ist die Strahlung! dieser antrieb ist nur perfekt für sonden, weil die sieht eh niemand mehr wieder

                        aber damit leute zu befördern.. meine Güte, ich will das nicht tun, wenn ich weiss, das ich verstrahlt werde.... auf den Mars ankommen und braucht kein licht mehr

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                        • #13
                          Nun ja, sooo schlimm ist es nicht: Aber es stimmt, ein solcher Antrieb braucht eine gewaltige Abschirmung, was die Effizienz des Antrieb wieder mindert (die Abschirmung als träge Masse muss ja doch beschleunigt werden). Ausserdem überlegt man sich, den Atomantrieb am Ende eines langen Gerüstes am Raumschiff zu befestigen. Dann wäre die Strahlenbelastung vielleicht so gross, wie wenn man in Sichtweite eines Atomkraftwerkes wohnt.

                          Die Sache mit den Explosionen ist der sogenannte "Orion"-Antrieb, nach einer Projektstudie aus den sechziger Jahren. Doch man muss ihn klar von einem "echten" Atomantrieb abgrenzen. Ein Orion-Antrieb wäre noch viel gefährlicher als ein "gewöhnlicher" Atomantrieb...
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                          • #14
                            Original geschrieben von Bynaus
                            Dann wäre die Strahlenbelastung vielleicht so gross, wie wenn man in Sichtweite eines Atomkraftwerkes wohnt.

                            ist nicht in dem Kraftwerk nen paar cm dicker Stahl und stahlbeton? ( schutzpanzer abgezogen)

                            der antrieb ist AFAIR viel zu schwer um den heute schon einsetzen zu können..

                            alleine 4-5 Tonnen nur strahlenschuss nach oben zu feuern für nen paar 100 Mio US-Dollar...

                            10-20 jahren wo der Weltraumstart billiger ist. okay möglich..

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                            • #15
                              Also, die gefahr einer Atomaren verseuchung besteht schon und ich bin sicher diese steht nicht 1: 1000000.

                              Ich würde lieber den Deppen (sorry fü den ausdruck) raten sich mehr auf die massenherstellung von Anti-Materie zu konzentrieren als an sowas rumzuarbeiten. Nujna, aber wenn es sicher ist dass wir auf unserem Schönem Planten nicht verseucht werden, könnte ich es willkommenheißen !
                              /* life would be much easier if I had the source code */

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