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Neues subatomares Teilchen

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    Forscher entdecken neues subatomares Teilchen

    "Ds (2317)" ist aus einer bisher unbekannten Kombination von möglicherweise sogar vier Quarks zusammengesetzt


    Eine internationale Forschergruppe hat durch Kollisionen von Elektronen und deren Antiteilchen ein neuartiges subatomares Teilchen entdeckt. Dieses könnte im Gegensatz zu den herkömmlichen Kernteilchen – den Protonen und den Neutronen – nicht aus drei, sondern aus nur zwei oder gar vier Quarks zusammengesetzt sein. Die Entdeckung verspricht auch neue Einblicke in die Natur der starken Kraft. Darüber berichten die Wissenschaftler in einer auf dem Los Alamos Preprint-Server vorab veröffentlichten Arbeit.

    Der an der Universität von Pisa beschäftigte Forscher Marcello Giorgi entdeckte zusammen mit seinen Kollegen das neue Teilchen beim Durchforsten der Endprodukte von Zusammenstößen zwischen Elektronen und Positronen. Diese wurden an einem Linearbeschleuniger in Stanford in Kalifornien auf hohe Geschwindigkeiten beschleunigt und prallten dann zentral aufeinander.

    Bei derartigen Zusammenstößen entstehen in der Regel Dutzende exotischer Teilchen. Aufgrund von experimentellen Unsicherheiten kann deren Masse allerdings in der Regel nur sehr ungenau bestimmt werden – die Masse ist "verschmiert", wie die Forscher sagen. Umso größer war die Überraschung, als Giorgi ein unbekanntes Teilchen mit einer relativ genau festgelegten Masse von 2.317 Giga-Elektronenvolt fand. Das auf den Namen "Ds (2317)" getaufte Teilchen ist damit mehr als viertausendmal schwerer als ein Elektron.

    Die Wissenschaftler spekulieren, dass Ds (2317) aus einem schweren, unter dem Namen "charm" bekannten Quark besteht, das von einem leichteren "anti-strange" Quark umkreist wird. Allerdings könnte es auch aus einem größeren "Quark-Molekül" mit insgesamt vier Quarks bestehen.

    Um den genauen Aufbau des neuen Teilchens zu klären, sind daher noch weitere Datenanalysen erforderlich. Die Forscher haben bereits begonnen, die in Datensätzen katalogisierten Zerfallsprodukte älterer Zusammenstöße auf das Vorkommen von Ds (2317) zu untersuchen. Dieses könnte dann als ein interessantes neues Modellsystem zur Untersuchung von Wechselwirkungen zwischen Quarks dienen und zugleich einen Test für herkömmliche Modelle der starken Kernkraft darstellen.
    Aritkel auf wissenchaft.de - fand ich interessant.
    Die Wahrheit ist das Licht, das uns zum Pfad der Weisheit führt...

  • #2
    Hm, Also Teilchen mit nur 2 Quarks sind ja schon seit langem bekannt. Das sind die Mesonen. Dazu gibt es hier im Forum sogar schon einen Thread: http://www.scifi-forum.de/showthread...threadid=12836

    Im 20. Beitrag findest du auch einen Link zu allen möglichen Kombinationen. Charm und Antistrange dürfte das 4. von unten sein, wenn ich die Buchstabencodierung richtig deute. Dessen Masse wird allerdings mit 2140 ± 60 MeV/c², liegt also außerhalb des zumindest dort angegebenen Fehlers.

    Teilchen mit 4 Quarks waren mir bis dato allerdings unbekannt.
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    • #3
      Hm, in dem Zitat heißt es, die genauen Massen seien "verschmiert" und nur sehr schwer zu bestimmen. Dafür scheint mir aber der von Spocky gepostete Fehler sehr gering zu sein. das sind ja nicht mal 3 %. In Stochastik hatten wirs meist immer mit 5 % Fehlern zu tun.
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      • #4
        Original geschrieben von Zoran
        Hm, in dem Zitat heißt es, die genauen Massen seien "verschmiert" und nur sehr schwer zu bestimmen. Dafür scheint mir aber der von Spocky gepostete Fehler sehr gering zu sein. das sind ja nicht mal 3 %. In Stochastik hatten wirs meist immer mit 5 % Fehlern zu tun.
        3% sind schon ein recht hoher Fehler. Die Geräte hier haben einen Fehler von meist nur 1% oder noch weniger und das ist ja nur Geologie . In der Physik muss das ganze sicher noch genauer sein.

        Hm, insofern ist der Unterschied zu dem anderen Wert dann doch recht groß, wenn man jetzt die Werte vergleicht...
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