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Astronomen im Forum?

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  • Astronomen im Forum?

    Ich wollte einfach mal fragen, wer von euch Astronomie als Hobby betreibt, was für Teleskope ihr habt, mit welchen Phänomenen ihr euch beschäftigt und ob jemand Interesse hätte gemeinsam an einem STF-Observationsprojekt teil zu nehmen.

    mfg d14

  • #2
    *meld*

    Allerdings hab ich mir erst vor kurzem ein kleines Teleskop (60mm, 700mm) kaufen können. Daher hab ich mich auch noch nicht wirklich auf ein bestimmtes Objekt festgelegt, sondern schau immer wieder auf die verschiedensten. (Mond, Saturn, Jupiter, Gürtel des Orion (den Nebel seh ich durch das kleine Ding nicht wirklich), NGC 1973-75-77 ("dicht" überm Orionnebel). Für den Sommer muß ich mir jetzt erst wieder was neues suchen.)
    Doch beschäftigen mit dem Thema tue ich mich schon seit Jahren.

    Gruß
    Leen

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    • #3
      Wenn ich mal Zeit habe (was in letzter Zeit leider recht selten ist) widme ich mich gerne der Astronomie. Als "Werkzeug" habe ich ein 8" Meade LX50 (müsste so um die 2000mm Brennweite sein, die anderen Daten habe ich nicht im Kopf Sorry. Auf alle Fälle ist das ein Schmidt-Cassegrain Teleskop). Damit beobachte ich manchmal stundenlang den Himmel. Vorlieben habe ich keine.

      Grüße

      Reg
      "Ich weiß das klingt albern aber darf ich Ihnen die Hand schütteln?" - Reg Barclay ST 8

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      • #4
        2004: Im Zeichen der Venus

        Hab hier ne "Kleinigkeit", die euch vielleicht interessieren könnte (für alle, die es noch nicht wissen):


        Planeten, ein Komet und zwei Finsternisse sind am Himmel über Kiel zu beobachten

        Kein heute lebender Mensch hat jemals beobachten können, wie unser innerer Nachbarplanet Venus als schwarzer Punkt über die Sonne wandert. Am 8. Juni 2004 findet erstmals seit knapp 122 Jahren wieder ein solcher Venus-Transit statt. Bei gutem Wetter wird er auch von Kiel aus zu beobachten sein. Weitere himmlische Höhepunkte des vor uns liegenden Jahres sind zwei totale Mondfinsternisse – und wahrscheinlich wird auch ein Komet mit bloßen Augen sichtbar werden.

        Nachdem im Jahr 2003 unser äußerer Nachbar Mars für Schlagzeilen gesorgt hat, steht 2004 im Zeichen der Venus. Sie ist der mit Abstand hellste Planet und zieht innerhalb der Erdbahn in 225 Tagen einmal um die Sonne herum. Zurzeit steht sie östlich von der Sonne und ist als Abendstern nach Sonnenuntergang tief im Westen sichtbar. Täglich verbessert sich ihre Sichtbarkeitsbedingungen: Am 29. März erreicht sie ihren größten Winkelabstand zur Sonne, die größte östliche Elongation, und am 2. Mai ihre maximale Helligkeit, den so genannten größten Glanz. Manche Menschen werden im Frühjahr bei ihrem Anblick an ein UFO denken.
        Schon im kleinen Fernrohr zeigt Venus Phasen wie unser Mond. So wird sie Ende März genau zur Hälfte beleuchtet erscheinen.
        Bereits Mitte Mai wandert Venus auf die Sonne zu und wird zunächst unsichtbar. Aber am 8. Juni, wenn sie zwischen Sonne uns Erde in „unterer Konjunktion“ steht, macht sie sich als schwarzer Punkt vor der Sonnenscheibe bemerkbar. Um dieses äußerst seltene Ereignis beobachten zu können, benötigt man einen professionellen Schutzfilter, beispielsweise eine „Sofi-Brille“ von der totalen Sonnenfinsternis des Jahres 1999. Ein ungeschützter Blick zur Sonne führt zu schwersten Augenschäden. Ganz wichtig sind gute Objektivfilter bei der Beobachtung mit Fernrohr oder Fernglas. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, das Bild der Sonne auf eine weiße Fläche (Papier, Hauswand) zu projizieren.
        Deutlich wird man dann sehen können, wie Venus um 7.19 Uhr morgens den Rand der Sonne berührt, sich ganz langsam über die Sonnenscheibe bewegt und sie gegen 13.23 Uhr wieder verlässt. Zuletzt trat Venus im Jahr 1882 vor die Sonne. Venus-Transite treten meist paarweise im Abstand von acht Jahren auf. Der nächste Transit im Jahr 2012 wird allerdings in Europa nicht sichtbar sein. Von Kiel aus wird man dieses Schauspiel erst wieder im Jahr 2125 verfolgen können.
        Bereits im kommenden Juli geht Venus als Morgenstern vor der Sonne auf und bleibt uns bis Jahresende als Glanzpunkt in der Morgendämmerung erhalten. Die übrigen Planeten sind vor allem in der ersten Jahreshälfte gut zu sehen: Der rote Mars schimmert bis Anfang Juni abends in Richtung Westen. Im Sommer verschwindet er in den Strahlen der Sonne. Zum Jahresende macht er sich wieder am Morgenhimmel bemerkbar. Ende Mai zieht er am Ringplaneten Saturn vorbei, der momentan noch die ganze Nacht über im Sternbild Zwilling sichtbar ist. Auch Saturn wird im Juni unbeobachtbar, ab August erscheint er am Morgenhimmel. Jupiter geht jetzt spät abends in Osten auf. Am 4. März steht er am Himmel der Sonne gegenüber, in „Opposition“, und leuchtet die ganze Nacht hindurch. Bis Mitte August ist er abends sichtbar, ab Mitte Oktober wieder morgens. Der flinke Merkur gibt sich abends Ende März/Anfang April und morgens Mitte September sowie Ende Dezember für jeweils kurze Zeit die Ehre.
        Am Abend des 4. Mai und am Morgen des 28. Oktober verfinstert sich der Mond am Himmel über Kiel. Die beiden Finsternisse lassen sich in ihrem gesamten Verlauf verfolgen. Der Mond schiebt sich Stück für Stück in den Schatten der Erde hinein, bis er nur noch in einem matten, rötlichen Licht glimmt. Die Totalität dauert jeweils etwa 80 Minuten.
        Nach längerer Pause könnte im Mai 2004 mal wieder ein Komet am Kieler Abendhimmel auftauchen, der mit bloßem Auge gut wahrgenommen werden kann. Er trägt die Bezeichnung C/2001 Q4 (NE-AT) und wurde im August 2001 von dem automatischen Überwachungssystem NEAT (Near Earth Asteroid Tracking) entdeckt. Mitte Mai wird er sein Perihel, den sonnennächsten Punkt seiner langgestreckten Bahn, durchlaufen und kann dann zu einer hellen Erscheinung werden. Wie auffällig er leuchten wird, lässt sich vorher schwer sagen, da das vor allem von seiner inneren Zusammensetzung abhängt. Kometen sind riesige „schmutzige Schneebälle“ vom Rande unseres Sonnensystems. Nähern sie sich der Sonne, bilden sie oft einen schönen Schweif aus. Der letzte Komet, der alle Blicke auf sich zog, war Hale-Bopp im Jahr 1997.


        Quelle: Kieler Nachrichten vom 3. Januar 2004


        Das mit der Venus gilt für ganz Europa, ich denke, das mit der Mondfinsternis auch. Aber da erkundigt euch lieber nochmal bei eurer Sternenwarte, die wissen das genau.


        Gruß
        Leen

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        • #5
          Bevor ichs vergesse: Mein Equipment:
          10-Zoll (25.4cm) Newton-Teleskop, Dobsen-Montierung, Leitfernrohr 8x50, Telrad, 10 und 25mm Okulare, 3x-Barlowlinse, Fotoadapter (der nicht passt), Spiegelreflex-Kamera, und (selbstgebauten) Spektrograph.

          Interessen: diverse, aber v.a. Nebel und Mond

          mfg d14

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