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Komet Wild 2

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  • Komet Wild 2

    Komet Wild 2, der im Moment von der NASA-Sonde Stardust untersucht wird, hat offensichtlich andere Oberflächencharakteristika, als man bislang angenommen hat. Die Oberfläche ähnelt mit großen Klippen, Kratern und hohen Bergen eher der eines Mondes, als der eines überdimensionierten Schneeballs.

    Mich wundert ehrlichgesagt, dass man da nicht gleich logisch draufkam, da ein Körper dieser Größe im All ja immer einem Bombardement von Brocken und Trümmern heimgesucht wird

    Ebenfalls ungewöhnlich ist der Partikelstrom, der von ihm ausgeht, aber weniger von der Zusammensetzung, als viel mehr von der Art und Weise. Diese ist eher dem von Kometen ähnlich, die länger von der Sonne bestrahlt werden. Das bedeutet nun, dass Wild 2 entweder öfter in Sonnennähe ist, als bisher angenommen, oder dass die Wirkung der Sonnenstrahlung weiter hinausreicht, als bisher geglaubt.

    http://www.raumfahrer.net/news/astro...04160724.shtml
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  • #2
    Stardust kehrt am 15. Januar 2006 zur Erde zurück - also in 3 Tagen.

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    • #3
      Ich habe gerade nen Link dazu gefunden, aber da wurde erstmal ein Tabledance-Laden angezeigt

      Auf jeden Fall hab ich dann doch noch einen offiziellen NASA-Link dazu gefunden:

      http://stardust.jpl.nasa.gov/news/status/060112.html

      Zitat von NASA
      NASA's Stardust mission return capsule will land Sunday, Jan. 15, at approximately 2:12 a.m. Pacific time (3:12 a.m. Mountain time) on the Utah Test and Training Range. Stardust is completing a 2.88 billion mile round-trip odyssey to capture and return cometary and interstellar dust particles to Earth.
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      • #4
        STARDUST
        Kometenstaub kehrt zur Erde zurück
        astronews.com
        13. Januar 2006

        An diesem Sonntag sollen erstmals Proben eines Kometen zur Erde zurückkehren: Die NASA-Sonde Stardust befindet sich derzeit im Anflug auf die Erde und wird am Sonntagmorgen eine Kapsel mit Proben des Kometen Wild 2 abwerfen. Wenn alles klappt, soll die Kapsel an einem Fallschirm in der Wüste Utahs landen. Auch in Deutschland wartet man schon gespannt auf die Proben aus dem All.


        Wenn am kommenden Sonntag die Weltraumsonde Stardust nach einer fast siebenjährigen Reise auf die Erde zurück kehrt und in der Wüste von Utah in den USA landen wird, hat sie wertvolles Gepäck an Bord, das auch im fernen Münster sehnlich erwartet wird: Winzig kleine Staubteilchen vom Kometen Wild 2, die in den nächsten Monaten von Dr. Thomas Stephan im Institut für Planetologie der Westfälischen Wilhelms-Universität mit modernsten Methoden wissenschaftlich untersucht werden.

        Stardust ist die erste Weltraummission seit 33 Jahren, die Proben von einem Himmelskörper auf die Erde bringen wird. Zum ersten Mal überhaupt handelt es sich dabei nicht um Material vom Mond. Verständlich, dass Stephan deshalb der Landung der Weltraumsonde am Sonntagmittag mit einiger Spannung entgegen sieht. Der Wissenschaftler, der sich vor fünf Jahren in Münster für das Fach Planetologie habilitiert hat und seitdem hier als Hochschuldozent tätig ist, hofft auf eine möglichst weiche Landung der Sonde auf dem amerikanischen Wüstenboden, damit die wertvolle Fracht von vermutlich über 2.000 Staubteilchen vom Kometen Wild 2 nicht beschädigt oder schlimmstenfalls im Wüstensand verteilt wird. Die Sonde hatte die Staubpartikel beim Vorbeiflug am Kometen Wild 2 mit einer Art Käscher aufgefangen (astronews.com berichtete).

        Stephan gehört vier von insgesamt sechs Wissenschaftlerteams an, die im ersten halben Jahr von der NASA exklusiv Zugang zu den Kometenproben erhalten, um verschiedene Aspekte der Staubteilchen, wie ihre chemische Zusammensetzung oder den mineralogischen Aufbau, zu untersuchen. Jedes Team besteht aus einer Reihe renommierter Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern, die über geeignete Untersuchungsmethoden verfügen und Erfahrung mit der Analyse winziger kosmischer Staubpartikel haben.

        Für die anstehenden Arbeiten im Institut für Planetologie der Universität Münster, das in den kommenden Monaten das deutsche Zentrum für die Untersuchung der wertvollen Kometenproben sein wird, hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) erst vor wenigen Wochen Personal- und Sachmittel in Höhe von 120.000 Euro für das laufende Jahr 2006 bewilligt. Als Technik verwenden Dr. Thomas Stephan und seine Kollegen die so genannte "Flugzeit-Sekundärionen-Massenspektrometrie", die in Münster am Physikalischen Institut der Universität entwickelt wurde und inzwischen durch die münstersche Firma ION-TOF weltweit vermarktet wird.

        Von der aufwändigen Analyse des Kometenstaubs erhoffen sich die Wissenschaftler weitere Rückschlüsse auf die Entstehung unseres Sonnensystems vor 4,6 Milliarden Jahren. Kometen haben nämlich den Urzustand dieser Entstehung von allen Körpern des Sonnensystems am besten konserviert. Dr. Thomas Stephan: "Hier kann man direkt die Bausteine untersuchen, aus denen unser Sonnensystem einschließlich der Erde und letztlich auch wir selbst entstanden sind".

        Bei der NASA dürfte man noch aus einem anderen Grund mit Spannung der Ankunft von Stardust entgegensehen: Wie berichtet war 2004 die Probenkapsel der Sonnenwind-Sonde Genesis, die auch wie die Stardust-Kapsel an einem Fallschirm in der Wüste von Utah niedergehen sollte, spektakulär abgestürzt. Wie sich später herausstellte, hatten sich der Fallschirm wegen eines falsch eingebauten Schalters nicht wie geplant geöffnet und die Kapsel war ungebremst in den Wüstensand gestürzt.

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        • #5
          STARDUST

          Sonntag, 15. Januar

          12:57 a.m. EST (06:57 CET) - Die Kapsel löst sich von Stardust
          04:30 a.m. EST (10:30 CET) - NASA TV-Übertragung beginnt
          04:57 a.m. EST (10:57 CET) - Kapsel tritt in die Erdatmosphäre ein
          05:05 a.m. EST (11:05 CET) - Hauptfallschirm öffnet sich
          05:12 a.m. EST (11:12 CET) - geplante Landung
          05:22 a.m. EST (11:22 CET) - Helicopter und Crew landet nahe der Kapsel




          NASA TV

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          • #6
            Stardust: Rückkehrkapsel erfolgreich gelandet

            Nach gut sechsjähriger Reise durch das Sonnensystem einschließlich einem Vorbeiflug an dem Kometen "Wild 2" ist heute Vormittag genau um 11:11 Uhr (MEZ) die Rückkehrkapsel der amerikanischen Raumsonde Stardust auf einem Gelände der U.S. Air Force gelandet.


            Der erste Helikopter hat die Kapsel augenscheinlich geprüft. Sie scheint in gutem Zustand zu sein. Der zweite Helikopter ist eben an der Landestelle angekommen und konzentriert sich jetzt auf den Hüllenzustand der Kapsel. Ersten Meldungen zu Folge ist die Hülle absolut intakt.

            Die erste Untersuchung der Kapsel ist abgeschlossen. Sie ist dicht. Bevor man die Kapsel aber ins U.S. Army Dugway Proving Ground fliegt, wird noch eine Untersuchungen der Kammern mit den Staub durchgeführt. Man könnte sagen, die Kapsel wird transportfähig gemacht.

            Quelle: raumfahrer.net

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            • #7
              Hey, das ist doch schon mal ne gute Nachricht. Weiß man denn schon, wie lange es dauern wird, bis erste wissenschaftliche Ergebnisse des Projektes vorliegen werden?
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              • #8
                Der Helikopter ist vor dem Hangar gelandet. Nun wird die Kapsel in den Reinigungsraum gebracht, und geöffnet. Die NASA plant eine Pressekonferenz um 15 Uhr aus Utah.

                Ich glaube bei der PK wird höchstwahrscheinlich deine Frage beantwortet.

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                • #9
                  Gestern war ja jede Menge zu diesem Thema in den NAchrichten zu sehen. U.a. wurde die Vermutung geäußert, der Komet könnte sogar Material von anderen Sonnensystemen enthalten. Fragt sich nur, wie man das nachweisen will

                  Hier noch ein Link von SpaceImages.com
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                  • #10
                    Fragt sich nur, wie man das nachweisen will
                    Das dürfte keine so grosse Sache sein. Da andere Sternsysteme mutmasslich in anderen stellaren Umgebungen geboren sind (ein bisschen mehr oder weniger Supernovae, ein bisschen mehr oder weniger Riesensterne, eine grössere oder kleinere Entfernung dazu, etc.), weisen sie andere mittlere Isotopenverhältnisse auf - in unserem Sonnensystem ist etwa die Verteilung zwischen den drei Sauerstoffisotopen recht typisch - präsolare Körner in Meteoriten, die aus anderen Sternsystemen stammen (etwa in den abgestossenen Hüllen einer Nova gebildet wurden), haben (im Vergleich zu uns) völlig verstellte Sauerstoffisotopenverhältnisse. Daran könnte man extrasolare Materie erkennen.
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                    • #11
                      Aber man kann dann nicht zufällig auch schon direkt sagen, aus welchem System sie stammen, besipielsweise, weil man das exakte Iotopenverhältnis ja schlecht aus dem Absorptionsspektrum rauslesen kann, da es sich dort um ein chemisches Phänomen handelt und es nur physikalische Unterschiede bei Isotopen gibt, seh ich das richtig?
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                      • #12
                        Ach so, nein, das kann man nicht. Wenn man dann eines Tages Daten von interstellaren Raumsonden zur Verfügung hätte, dann könnte man vermutlich jeden Stern einem Sternentstehungsgebiet zuordnen und dann jedes Isotopenverhältnis einer Sterngruppe aus diesem Gebiet. Aber bis dahin dienen die Isotopenverhältnisse bloss als Indikatoren für eine extrasolare Herkunft.
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                        • #13
                          STARDUST
                          Kometenstaub-Probe übertrifft Erwartungen
                          von Rainer Kayser
                          24. Januar 2006

                          Am vorvergangenen Sonntag landete eine besondere Fracht in der Wüste des US-Bundesstaates Utah: eine Probe vom Kometen Wild 2. Eine erste Untersuchung ergab nun, dass die Probenbehälter die Rückkehr zur Erde unbeschadet überstanden haben und sogar mehr Material enthalten als erwartet. In dieser Woche soll nun der Versand der Proben an beteiligte Institute beginnen.



                          Links: Einschlag eines Staubteilchens in das Aerogel (Mitte). Foto: NASA
                          Rechts: Erste Untersuchung des Inhalts des Probenbehälters im Reinraum. Foto: NASA

                          Die am vergangenen Sonntag zur Erde zurückgekehrte Weltraumkapsel Stardust übertrifft die Erwartungen der Wissenschaftler. Die in der Kapsel enthaltenen zerbrechlichen Detektoren haben den Aufprall unbeschadet überstanden. Zur Überraschung der Forscher sind in dem Material hunderte von Spuren eingefangener Teilchen, sowie einige große Staubpartikel sogar mit bloßem Auge zu erkennen.

                          Als einen "magischen Moment" bezeichnet Donald Brownlee, der Chefwissenschaftler der Stardust-Mission, die Öffnung der Kapsel. "Wir sind die ersten Menschen, die Kometenstaub vor uns sehen konnten." Über eine Million Teilchen größer als ein Mikrometer, so Brownlee, habe Stardust eingefangen. Ein Mikrometer ist der tausendste Teil eines Millimeters.

                          Stardust war am 2. Januar 2004 in nur 236 Kilometern Abstand am Kern des Kometen Wild 2 vorbei geflogen (astronews.com berichtete). Dabei hat die Sonde mit einem speziellen Kollektor Materie aus der so genannten Koma des Kometen, also seiner Gas- und Staubhülle, einfangen, ohne die Staubkörner und Moleküle dabei zu zerstören. Für diesen Zweck entwickelten die NASA-Experten ein spezielles Aerogel, ein hochporöses, schwammartiges Glas, welches zu 99 Prozent aus Hohlräumen besteht. Dieses Aerogel bremst eindringende Partikel so langsam ab, dass sie sich nicht durch Erhitzung verändern oder gar verdampfen.

                          In dieser Woche beginnen die Stardust-Forscher damit, Teile der Proben an 150 Wissenschaftler in aller Welt zu verschicken. Die Forscher erhoffen sich neue Erkenntnisse über die Entstehungszeit unseres Sonnensystems. Von besonderem Interesse für die Wissenschaftler sind dabei die in der Kometenmaterie enthaltenen organischen Moleküle, die teilweise zu komplex strukturierten Partikeln verklumpen. Diese Körnchen könnten in der Frühphase des Sonnensystems auch auf die Erde niedergeregnet sein und so eine wichtige Rolle bei der Entstehung des Lebens gespielt haben.

                          Quelle: astronews.com

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                          • #14
                            Hey, klingt doch gut, dass es so viel Material gibt. Jetzt müssen sich die Institute wenigstens nicht drum kloppen, wer nun wie viel kriegt

                            Bin echt schon wahnsinnig auf die Ergebnisse gespannt
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                            • #15
                              Zitat von Spocky
                              Bin echt schon wahnsinnig auf die Ergebnisse gespannt
                              Die ersten Ergebnisse wurden nun vorgestellt. Demnach hat Stardust 45 mit bloßen Augen sichtbare Einschläge erhalten. Beim größten soll man sogar beinahe den kleinen Finger durchstecken können.

                              Die Minerale sollen wohl Hochtemperaturvarietäten sein, die zeigen, dass das Material unter sehr hoher Hitze entstand, obwohl es sich jetzt in riesiger Kälte befindet.

                              Entweder sind sie also bei Kollisionen mit hoher Wärmeentwicklung entstanden, oder - was wohl wahrscheinlicher ist, denn anscheinend sollen die Minerale so alt sein, wie das Sonnensystem - die Staubscheibe, aus der die Planeten entstenden sind war damals extrem heiß.

                              Tagesschau.de
                              ORF.at

                              Laut zweitem Link ist Olivin unter den Mineralen. Olivin ist eines der häufigsten Minerale des Erdmantels und entsteht bei großem Druck (die Hitze ist hierbei nicht das entscheidenste). Dass Olivin das häufigste Mineral sein soll ist aber falsch
                              Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
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