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Warum Zeit nur in eine Richtung fließt

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    Warum Zeit nur in eine Richtung fließt

    Der Urknall könnte ein normales Ereignis in der Evolution des Universums sein und sich über unglaublich lange Zeiträume wiederholen, in denen der Weltraum expandiert, sich leert und auskühlt, behaupten zwei Physiker der Universät Chicago.

    Irgendwie klingt der Bericht für mich nicht sonderlich einleuchtend. Gehts euch auch so?
    Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
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  • #2
    Oh ja. Ich bin auch nicht ganz mitgekommen, allerdings schon beim englischen Original-Artikel, möglicherweise ist bei der deutschen Übersetzung noch eine Menge mehr vom Sinn untergegangen... wenn ich nur schon "helfender Professor" lese, sträuben sich mir dir Haare...

    Kurz gesagt heisst das ganze vermutlich folgendes: Das Universum hat eine unendliche Entropie, dh, die Gesamtentropie des Universums verändert sich nicht. Wenn sie zunimmt, muss sie irgendwo auch wieder abnehmen - in Form von lokalen Fluktuationen. Eine solche lokale Entropiefluktuation (regional stark erniedrigte Entropie) war das, was wir für gewöhnlich als "Urknall" bezeichnen, seither strebt unser Teil des Universum danach, seine Entropie wieder dem "Rest" des Universums anzugleichen, weshalb die Entropie in unserer Welt ständig ansteigt. So ungefähr würde ich das verstehen...
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    • #3
      OK, so klingt das ganze dann schon relativ verständlich. Irgendwie kommt man mit nur mal kurz überfliegen nicht wirklich weit
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      • #4
        Müßte es nicht genau umgekehrt sein? Die Entropie war doch zu Zeiten des Urknalls viel höher als jetzt. Es herrschte mehr Chaos und es war wärmer.
        Dadurch das unser Universum abkühlt, was man nachweisen kann, nimmt die Entropie doch ab oder nicht?

        Entropie

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        • #5
          Je mehr Struktur, desto geringer ist die Entropie. Je mehr "Gleichförmigkeit", desto grösser ist die Entropie. Wir beobachten, dass die Entropie ständig zunimmt: Strukturen können nur unter Energieaufwand wieder hergestellt werden, und jede Energieuwandlung ist zu weniger als 100% effektiv - folglich nimmt der Anteil an "Nicht-Struktur" und "nutzloser Energie" (in Form von Wärme) ständig zu - und damit auch die Entropie.

          Planeten mit komplexer "Lebens"-Chemie wie die Erde sind in diesem kosmologischen Konzept nichts weiter als "Niedrige-Entropie-Tumore", die nach einer gewissen Zeit wieder in der allgemein zunehmenden Entropie aufgehen.
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          • #6
            Zitat von Bynaus
            Je mehr Struktur, desto geringer ist die Entropie. Je mehr "Gleichförmigkeit", desto grösser ist die Entropie.
            Hmm, aber steht Entropie nicht für den Grad der Unordnung? Umso mehr Unordnung umso höher die Entropie?

            Also wenn das Universum gleichmäßiger wird, dann nimmt die Entropie doch ab. Oder ist das der Grad für Ordnung?

            Ich meine etwas anderes gelesen zu haben......

            Wir beobachten, dass die Entropie ständig zunimmt: Strukturen können nur unter Energieaufwand wieder hergestellt werden, und jede Energieuwandlung ist zu weniger als 100% effektiv - folglich nimmt der Anteil an "Nicht-Struktur" und "nutzloser Energie" (in Form von Wärme) ständig zu - und damit auch die Entropie.
            Verstehe jetzt gar nichts mehr - die Temperatur im gesamten Universum nimmt doch ab oder nicht?

            PS: Müsste nicht die "Negentropie" steigen?

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            • #7
              Die Temperatur im Universum nimmt nur ab, weil das Universum expandiert - sonst würde sie langsam ansteigen.

              "Unordnung" im physikalischen Sinne heisst eben "Gleichförmigkeit", während "Ordnung" für "Ungleichförmigkeit" steht. Also ist die Entropie einer homogenen chemischen Mischung grösser als jene einer inhomogenen. Ein Farbtropfen, der gerade erst in ein Glas Wasser gegeben wurde, ist eine Inhomogenität: Das Glas hat folglich eine geringere Entropie, als wenn er sich nach einer gewissen Zeit im ganzen Glas verteilt hat.
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              • #8
                Ok, dann werde ich das mal so hinnehmen.

                Obwohl das doch ein wenig verwirrend ist. Gleichförmigkeit ist Unordnung - aha!

                Ein System mit Entropie 0 ist perfekt geordnet. Ein physikalisches System, das diesem Zustand nahe kommt, ist das Bose-Einstein-Kondensat, da sich alle Teilchen im selben Zustand befinden. Ein informationstechnisches System mit Entropie 0 ist ein Speicher, der nur Nullen oder nur Einsen enthält. Sobald ein System diesen Zustand der "totalen Gleichschaltung" verlässt, steigt die Entropie auf einen von 0 verschiedenen Wert.
                Diese Erklärung war bei Wikipedia zu finden. Deine Behauptung ist aber genau umgekehrt.

                Ja was denn nun?

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                • #9
                  Wieso? stimmt doch:
                  Wenn die unordnung steigt, steigt die Entropie... je gleicher das universum wird (und es will ja immer gleicher werden) desto höher die unordnung, desto höher die Entropie
                  "Wissenschaft ist die einzige Wahrheit, die reinste Wahrheit"

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                  • #10
                    Ok, mich verwirrt einfach das Ordnung und Gleichmäßigkeit nicht als proportional angesehen werden. Ist für mich unlogisch. Hätte ich umgekehrt gemacht. Aber vielleicht kenne ich noch ein paar Hintergründe nicht....

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                    • #11
                      @ Skymarshall: Stells dir doch einfach so vor:

                      Wenn beim Urknall wirklich alles in einem Punkt vereinigt war, dann gabs wenig durcheinander, denn ordentlicher verstaut kann ja nichts sein
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                      • #12
                        Zitat von Spocky
                        @ Skymarshall: Stells dir doch einfach so vor:

                        Wenn beim Urknall wirklich alles in einem Punkt vereinigt war, dann gabs wenig durcheinander, denn ordentlicher verstaut kann ja nichts sein

                        Nur um auch mal ne dumme Frage gestellt zu haben, hieße das nicht, daß in einem schwarzen Loch die Zeit rückwärts fließen müßte ( wird ja alles so schön ordentlich "verstaut" )

                        bzw wenn die Physiker recht haben, die meinen, daß das Universum eines fernen Tages wieder kollabiert, daß dann ebenfalls die Zeit rückwärts läuft ??

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                        • #13
                          @Spocky:... DAS ist auch mal ne geile & sinnvole zusammenfassung
                          "Legends may sleep, but they will never die"

                          Das Star Trek Rollenspiel im Paralleluniversum:
                          www.alpha-universe.de/

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                          • #14
                            bzw wenn die Physiker recht haben, die meinen, daß das Universum eines fernen Tages wieder kollabiert
                            Diese Physiker sind angesichts des beschleunigt expandierenden Universums längst in den Ruhestand getreten...
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                            • #15
                              Zitat von Spocky
                              @ Skymarshall: Stells dir doch einfach so vor:

                              Wenn beim Urknall wirklich alles in einem Punkt vereinigt war, dann gabs wenig durcheinander, denn ordentlicher verstaut kann ja nichts sein
                              Hmmm, meinste?

                              Die Singularität wird auch oft als Unendlichkeits-Chaos beschrieben...

                              Zumindest soll alles kurz nach dem Urknall chaotisch gewesen sein und nach und nach als die Temperatur nachgelassen hat geordneter.

                              Aber mal zum Thema mit der Zeit: Die Entropie selber hat doch nichts mit der Zeitrichtung zu tun oder?

                              Und die Entropie kann sich eigentlich nur auf Energie beziehen. Bzw Systeme die durch Veränderungen von Energieniveaus gestört werden. Diese Fluktuationen müsse Einfluss auf die Entropie haben. Und nicht auf Geometrie. Bei der Geometrie müsste es im Gegenteil sein. Als Ordnung und Gleichförmigkeit proportional. Weil durch gleichmäßige Anordnungen von Atomen symmetrischen Formen entstehen. Wären sie ungeordet dann wäre es eine Asymmetrie.

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