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Crew Exploration Vehicle (CEV)

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  • Crew Exploration Vehicle (CEV)

    Die NASA ist ja gerade eifrig dabei, einen Nachfolger für die Space
    Shuttles zu entwickeln, der CEV heißen soll. Wenn alles glatt läuft, sollen die angeschriebenen Firmen schon im Januar 2005 Konzepte vorlegen, wie das Teil aussehen soll.

    2017 solls dann eine bemannte Landung auf dem Mond geben und 3 Jahre später soll eine permanente Mondstation eingerichtet werden, von der aus auch die Marsmissionen gestartet werden sollen.

    Wisst ihr auch schon nähere Details?
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  • #2
    Die sollten lieber parallel weiter an diesem 100000 km langem "Kabel" in den Weltraum forschen/bauen. Das würde die Raumfahrt erst wirklich drastisch billiger machen. (da kein Treibstoff benötigt wird).
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    • #3
      Jaja, das CEV.

      Ich prophezeihe mal folgende Zukunft für das Weltraumprogramm der NASA.

      Das Shuttle fliegt wieder, etwa drei Mal pro Jahr. Mit Müh und Not wird die ISS teilweise vollendet, dann ziehen sich die USA 2010 aus dem Projekt zurück - zuwenig Geld und (nachdem der Shuttle eingemottet ist) keine Infrastruktur. Die Europäer, Japaner und die Russen streiten ein wenig um die Station, halten sie mehr oder weniger aufrecht, bis sie dann in etwa zehn Jahren an einen privaten Investor verkauft wird.
      Unterdessen entwickeln die USA das CEV, alles verzögert und verspätet sich, das Programm wird immer teuerer, und auch fünf Jahre nach der Einstellung des Shuttles gibt es kein bemanntes Raumschiff. Eventuell wird dann doch noch ein Apollo-Kommandokapsel-ähnliches Ding zusammengeschustert, das noch paar mal fliegt. In der Zwischenzeit werden private Raumschiffe entwickelt, die günstiger und einfacher Waren in die Umlaufbahn befördern können. Es wird Unfälle geben, Rückschläge, aber irgendwann wird die NASA an den Punkt kommen, an dem sie sich sagen muss, dass die Investition ins CEV sinnlos war - und kauft sich von nun an auf den privaten Raumfahrzeugen ein. Das belebt das Geschäft, denn mit dem fehlenden Druck, ein bemanntes Raumschiff mit staatlichen Mitteln zu entwickeln, werden plötzlich jede Menge Mittel frei.
      So etwa um das Jahr 2020 herum gibt es vielleicht fünf private Anbieter, die Nutzlast in den Orbit befördern können, und Weltraumtouristen sowie die NASA sind die grössten Kunden. Irgendwann (vielleicht 2025) wird ein Wettbewerb ausgeschrieben, den ersten Menschen innerhalb eines Jahrzehnts privat zum Mond und wieder zurück zu befördern, was dann auch geschafft wird. Mitte des Jahrhunderts gibt es vielleicht 1000 Firmen, die im Cislunaren Raum aktiv sind (direkt oder indirekt), ein Orbitalseil wird gebaut und betrieben, und irgendwann in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts schreibt die NASA (und vielleicht auch andere Nationen) einen Preis aus für diejenige Firma, die es schafft, auf einer regulären Basis Menschen zum Mars und wieder zurück zu befördern.
      Diese Technik wird dann gegen Ende des Jahrhunderts ausgebaut, so dass sie auch Minenoperationen auf Asteroiden erlaubt sowie permanente Forschungsbasen auf dem Mars betrieben werden können. Die NASA ist zu diesem Zeitpunkt eine amerikanische Behörde, die drei Dinge tut: Preise für Pioniertaten aussetzen, Frachtraum für Forschungszwecke kaufen und unbemannte Raumsonden in die entlegensten Winkel des Sonnensystems zu schicken.

      Das CEV wird aus dieser Perspektive bloss ein längst vergessener Rohrkrepierer aus einer anderen Zeit sein.
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      • #4
        Irgendwie hoffe ich doch persönlich, dass es bis zum ersten Marsflug nicht mehr ganz so lange dauert. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass es reichlich private Investoren geben wird, die einiges daran setzen werden, die "Bodenschätze" der Asteroiden für sich nutzbar zu machen. Da denke ich auf jeden Fall, dass sie schneller sein werden, als die NASA.
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        • #5
          Um die Bodenschätze der Asteroiden abzubauen, braucht es eine Verarbeitungsgeschwindigkeit von rund 10'000 Tonnen pro Tag, sonst lohnt sich das ganze nicht. Ich denke, das wird noch eine Weile dauern.
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          • #6
            Zitat von Bynaus
            Um die Bodenschätze der Asteroiden abzubauen, braucht es eine Verarbeitungsgeschwindigkeit von rund 10'000 Tonnen pro Tag...
            Nur eine kleine Frage: Wie kommst Du auf diesen Wert??? Ist der einfach aus der Luft gegriffen, oder steckt da was hinter???
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            • #7
              Ich schätze mal er hat berechnet, wie lange sich ein uns bekannter Asteroid in "greifbarer Nähe" befindet, den Preis für die Mission und das Bruto Einkommen pro Tonne geschätzt, und dann daraus den Wert berechnet.

              Oder aber er hat's irgendwo gelesen (was ich wahrscheinlicher finde !)

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              • #8
                Es kommt nicht darauf an, wie lange ein solcher Asteroid in der Nähe der Erde ist. die Erde kommt ja immer mal wieder an der Stelle vorbei und man könnte dementsprechend die Lieferungen so legen, dass sie am günstigsten sind. Dennoch kostet ein solcher Flug eben sein Geld (alleine der Treibstoff). Man kann leicht ausrechnen, wann der reine Materialwert die Kosten übersteigt.
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                • #9
                  Nur eine kleine Frage: Wie kommst Du auf diesen Wert??? Ist der einfach aus der Luft gegriffen, oder steckt da was hinter???
                  Ich hab eine Semesterarbeit zum Thema Asteroidenbergbau geschrieben. Das ist etwa der Wert, der dabei rausgekommen ist und der sich in etwa auch in "richtigen" Publikationen zum Thema finden lässt. Ganz kurz gesagt ist dieser Wert recht einfach zu berechnen: Aufwand der Mission in $ muss = Ertrag der Mission in $ sein, letzerer hängt von Konzentration der Elemente (bekannt) * Abbaumenge ab. Folglich lässt sich die notwendige Abbaumenge ziemlich genau berechnen, falls die entsprechenden Werte (Aufwand in $, Konzentration etc.) bekannt sind. Wenn du willst, kann ich dir die Semesterarbeit mal schicken, dann kannst du alles in Ruhe nachvollziehen...
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                  • #10
                    @Bynaus

                    Ich muss sagen das ist wohl die realistischste Betrachtungsweise zur Zukunft der Raumfahrt die ich seit langem gelesen habe.
                    Nur möchte ich sagen das China zur Zeit mächtig aufbaut, und in den kommenden Jahren die Chance hat sich mehr als nur positiv zu entwickeln, sollte dann jemals ein vom dortigen Staat bezahltes Weltraumprogramm an den Start gehen dann denke ich wird das Hand und Fuss haben, und wärend die westliche Welt noch Finanzierungspläne ausarbeitet und auf die Privatisierung setzt könnte China auf staatlicher Basis und nach vorne ausgerichtet in den Weltraum starten.

                    Und sobald sich eine staatliche Macht in den Weltraum traut, werden die USA von staatlicher Seite bestimmt nicht hinterher hinken.
                    Ich hab schon mal geküsst. ;)

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                    • #11
                      Passt zwar nicht mehr zu den letztgenannten Postings, aber eben noch zum Eingang:
                      Bemannte Mondstation 2024
                      Führende Forscher rufen zu einer internationalen Koalition aller Raumfahrtagenturen auf, um eine bemannte Mondstation bis 2024 zu realisieren.
                      In einem neuen Schreiben der führenden und einflussreichsten Forscher weltweit an alle Raumfahrtagenturen heißt es, dass der Mond mehr genutzt werden müsse - nicht nur in der Forschung, sondern auch als Lebensraum. So könnten das menschliche Verhalten auf anderen Planeten gezeigt und Rohstoffe auf dem Mond abgebaut werden. Als Fernziel ist sogar eine Startrampe auf dem Mond geplant, sodass alle Raumsonden und Raumschiffe der Menschheit vom Mond starten können.
                      "Es ist ein Fernziel, das vorher noch einen wichtigen Zwischenschritt haben muss, nämlich eine unbemannte Raumsonde, die auf dem Mond landet", mein Bernard Foing, Direktor der internationalen Mond-Arbeitsgruppe. Alle führenden Raumfahrtmächte, ausgenommen Russland (das ja jetzt nicht mehr als führende Raumfahrtmacht anzusehen ist), planen Flüge zum Mond. China, Europa, USA, Japan und sogar Indien. "Der nächste Schritt sind 'Mars-Rover' am Mond. Diese sollen um 2010 verwirklicht werden. Wenn alle zusammenarbeiten, können wir eine vereinte Basis am Mond bauen, mit modernster Robotik am Werk." Die meisten Länder planen den Mond als eine Art Zwischenstation auf dem Weg zu weiter entfernten Planeten, speziell dem Mars.
                      Die nächsten Treffen der Mond-Arbeitsgruppe im September 2005 in Kanada und im darauf folgenden Jahr in China sollen zeigen, dass man mit jeder Raumfahrtnation Gespräche führen will.
                      (mo - Quelle: SpaceDaily)

                      Quelle: DailyTrek #1906
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                      • #12
                        Zitat von Bynaus
                        Ich hab eine Semesterarbeit zum Thema Asteroidenbergbau geschrieben.... .... Wenn du willst, kann ich dir die Semesterarbeit mal schicken, dann kannst du alles in Ruhe nachvollziehen...
                        Daran hätte ich sogar wirklich Interesse. Ich sende Dir noch mal meine email Adresse als PM.
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                        • #13
                          Die Betrachtungsweise von Bynaus ist ja auch schoN "beruflich" bedingt relativ realistisch, wobei ich glaube, dass er die Marktdynamik noch ein wenig überschätzt... so schnell werden es wohl auch private Anbieter nicht hinbekommen, auch wenn jetzt langsam die ersten "Beweise" erbracht werden, dass es auch mit nichtstaatlicher Förderung möglich ist, entsprechende Projekte zu starten.

                          Zwar wird bei sowas meist betont wie unsicher und unerprobt die "Near Orbit" Kapseln usw sind... allerdings vergisst man dabei meistens, dass auch die Mercury Kapseln nicht gerade der Traum eines heutigen Sicherheitsingenieurs waren und beim Apollo Programm drei Menschen starben und drei fast gestorben wären (das erst nachträglich so genannte "Apollo I" und natürlich "Apollo XIII" bekannt aus Rundfunk und Fernsehen ) bei ner Quote von 10 bemannten Gefährten und darum maximal 30 Beteiligten eine sehr hohe "Fehlerrate"... und auch 2 Totalausfälle auf knapp 100 Starts beim Space Shuttle sind alles andere als traumhaft sicher...

                          Es wird also mehr oder weniger so kommen wie Bynaus prophezeit hat, jedoch würde ich persönlich 3 Jahrhunderte für realistischer halten als 1es
                          Im erdnahen Raum ist einfach mehr Geld zu verdienen als jenseits der Mondbahn... und die Wirtschaft konzentriert sich darauf wo das Geld zu machen ist... bei Multimilliardendollar/europrojekten mehr noch als für gewöhnlich schon.
                          »We do sincerely hope you'll all enjoy the show, and please remember people, that no matter who you are, and what you do to live, thrive and survive, there are still some things that make us all the same. You, me, them, everybody!«

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                          • #14
                            Es wird also mehr oder weniger so kommen wie Bynaus prophezeit hat, jedoch würde ich persönlich 3 Jahrhunderte für realistischer halten als 1es
                            Darüber lässt sich vorzüglich streiten.
                            Ich könnte zum Beispiel einbringen, dass sich neue Industriezweige meist exponentiell entwickeln... wäre hätte am Anfang des 20.Jahrhunderts gedacht, dass die Luftfahrt so eine Entwicklung durchmachen würde? Ein Jahrhundert ist eine SEHR lange Zeit für eine junge Industrie... Natürlich kann man hier einwenden, dass es auch viel einfacher sei, ein Flugzeug in die Luft zu bringen als ein Raumfahrzeug in den Orbit - doch auf der anderen Seite wissen wir heute einfach viel mehr...
                            Ausserdem gibt es noch andere Faktoren, die den Vorstoss in den Raum vorantreiben könnten und die ich noch gar nicht angesprochen habe: Der mögliche Abbau von Rohstoffen (wie He3) auf dem Mond, der Abbau von Metallen auf erdnahen Asteroiden (bei genügend grosser Fördermenge schnell ein sehr einträgliches Geschäft, ein Asteroid von 1000 m Durchmesser hat bereits einen (preiszerfallkorrigierten) Wert von rund 4000 Milliarden Dollar.

                            Aber insofern stimme ich dir zu: die nächsten zwei, drei Jahrhunderte wird die Menschheit vor allem im erdnahen Raum (=Cislunarraum + erdnahe Asteroiden) aktiv sein und in die Welt dahinter vor allem einige einzelne Exkursionen unternehmen, die sehr wohl bemannt sein können - aber die Gründung "autarker" Kolonien wird wohl erst mit dem massiven Einsatz von Nanomaschinen & Kernfusion möglich werden.
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                            • #15
                              @Bynaus, also mit Bergbau im Weltraum, da bin ich noch etwas skeptisch, weniger wegen den technischen unwägbarkeiten, als vielmehr wegen den Erschließungskosten. Apollo hätte ja nicht einmal Gewinn gemacht, wenn sie die Goldbarren nur hätten einladen müssen, ....

                              Klat, die Kosten für die raumfahrt werden vermutlich sinken, aber derart ???

                              Da gibts noch genügend Erzarme Lagerstätten auf der Erde die Gegenwärtig unrentabel sind und bei steigenden Rohstoffpreisen oder verbresserten Abbaumethoden viel eher wirtschaftlich ausbeutbar sind. Außnahme vielleicht das He3, weil das wohl tatsächlich nicht auf der Erde vorkommt ( oder doch ? )

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