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Tornados als Energiequelle

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  • Tornados als Energiequelle

    "Katrinas" gute Schwestern
    Bei Wirbelstürmen werden unglaubliche Kräfte und Energien freigesetzt: Ein Hurrikan wie "Katrina" hat so viel Energie, dass er die gesamte Menschheit ein ganzes Jahr versorgen könnte.

    Selbst Tornados setzen ähnliche Energien wie große Kraftwerke frei. Bisher ist es Forschern noch nicht gelungen, die unglaublichen Kräfte zu bändigen und zu nutzen.

    Louis Michaud, Ingenieur bei einer großen Ölfirma, glaubt nun einen Weg gefunden zu haben, sich durch künstliche Wirbelwinde diese Energie zu Eigen zu machen. Er nennt seine Erfindung "Atmospheric Vortex Engine" ("Atmosphärische Wirbel-Maschine"), berichtet der "Economist" in seiner jüngsten Ausgabe.

    Ähnlich wie Thermikkraftwerke

    Seine Idee basiert auf einem ähnlichen Prinzip, das schon bei Thermikkraftwerken angewandt wird. Diese bestehen aus einem riesigen Kamin, um den ein Glashaus gebaut ist.

    Die Sonne wärmt den Boden unter dem Glas wie in einem Treibhaus auf. Die erhitze Luft steigt auf und wandert durch den Kamin. Es entsteht ein Aufwind, der über Turbinen in elektrische Energie umgewandelt wird.

    Projekte bereits erfolgreich umgesetzt

    Anfang der 80er Jahre wurde bereits erfolgreich ein Prototyp eines Aufwindkraftwerkes in Betrieb genommen. Das Projekt des Deutschen Jörg Schlaich lief mehrere Jahre ohne Probleme und konnte eine Leistung bis 100 Kilowatt erbringen.

    Das erste kommerzielle Kraftwerk soll 2008 in Australien ans Netz gehen. Die Firma EnviroMission plant einen 1.000 Meter hohen Kamin mit einem Kollektor, der sich über 39 Quadratkilometer erstreckt.

    Künstlicher Tornado statt Kamins

    Das Problem dieser Kraftwerke liege darin, dass ihre Leistung abhängig von der Höhe des Kamins ist, durch den die warme Luft strömt, so Michaud. Nach seinen Ideen würde der Kamin durch einen tornadoähnlichen Luftwirbel ersetzt werden, der sich mehrere Kilometer in den Himmel erstrecken könnte.

    Der Wirbel würde in einem hundert Meter hohen Zylinder mit einem Durchmesser von 200 Metern erzeugt werden. Warme Luft strömt durch auf dem Boden befindliche Öffnungen herein, zusätzlich wird Wasserdampf eingeleitet, um einen Wirbel in Gang zu bringen.

    Energien eines Hurrikans

    Sobald die warme Luft aufsteigt, sich dabei ausdehnt und abkühlt und der Wasserdampf kondensiert, wird noch mehr Hitze erzeugt. So gewinnt der Wirbel die gleiche Kraft, die auch natürliche entstandene Hurrikans bekommen.

    Michauds Wirbel würde ungefähr die Höhe eines Hurrikans erreichen, dabei aber seinen Standort nicht verlassen. Den künstlichen Tornado könnte man ganz einfach durch die Luftöffnungen auf dem Boden kontrollieren.

    Durch auf dem Boden befindliche Turbinen könnte die entstandene Energie umgewandelt werden. Michaud schätzt, dass eine "Atmospheric Vortex Engine" mit 200 Meter Durchmesser ungefähr 200 Megawatt erzeugen könnte.

    Tests haben begonnen

    Diesen Sommer hat Michaud begonnen, seine Ideen umzusetzen: Auf einem Gelände im US-Staat Utah hat er seine Tests mit einem Zylinder von zehn Meter Durchmesser gestartet.

    In erster Linie gehe es ihm darum, zu zeigen, dass man tatsächlich künstliche Tornados herstellen und kontrollieren kann, so Michaud Als Nächstes möchte er einen Kühlturm eines Kraftwerkes umbauen, sodass dieses einen Wirbel statt der herkömmlichen Windräder nutzen kann.

    Weg aus der Krise

    Die herkömmliche Energiegewinnung aus Kohle und Öl ist umweltschädlich und endlich. Anlagen, wie Michaud sie plant, könnten ganze Städte mit sauberem Strom versorgen.

    Länder ohne eigene Ressourcen könnten sich durch eigene Kraftwerke dieser Art unabhängig machen. Entwicklungsländer müssten durch Stromzukauf nicht noch mehr Schulden machen.

    Doch noch ist es schwer, Investoren für die alternativen Stromprojekte zu finden, da die Forschungs- und Baukosten immens hoch sind.
    Quelle
    Klingt ziemlich fantastisch.. wenn sich das umsetzen lässt wär das natürlich eine hübsche Alternative
    Was meinen unsere Forenfachleute zu dieser Idee?
    Ich wurde schon als linkslinker Linksmarxistengutmenschlinker bezeichnet. Was soll das sein?

  • #2
    Kein Kommentar dazu?
    Ich wurde schon als linkslinker Linksmarxistengutmenschlinker bezeichnet. Was soll das sein?

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    • #3
      Ich hab heute mit einem Arbeitskollegen darüber geredet, der meinte das is eh scho länger im gespräch. Nur gabs da bis jetzt immer probleme wie man die Energie effizient nutzen soll. Mit dem Kamin entsteht ja das Problem das die Energie Entladungszonen des künstlichen Tornados Quer im ganzen Kamin verstreut sind. Jetzt kannst aber nichts in den Kamin stellen, da sonst die Aerodynamik versagt und die Teile natürlich vieeel schneller abgenutzt sind und die Wartungskosten steigen.

      All zu neu kann der Artikel ned sein? Oder der Artikel schon, aber die Story ned
      Rechtschreibfehler sind mein Markenzeichen ;)

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      • #4
        ja kann schon sein dass es älter ist, mir war das konzept neu, und der Artikel ist erst vor wenigen tagen auf orf.at erschienen.. und die sind nicht immer die schnellsten wenns um neue Meldungen geht
        Ich wurde schon als linkslinker Linksmarxistengutmenschlinker bezeichnet. Was soll das sein?

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        • #5
          Ich glaube nicht, dass es jemals gelingen wird, die Kräfte eines Tornados wirksam zu bändigen. Erstenskommen sie an einer bestimmten Stelle nur sehr selten vorbei, also müsste man die Generatoren zu ihnen hinbringen. Das würde wiederum deren Größe einschränken, was wiederum dazu führen würde, dass sie nicht schwer genug wären, um der Kraft zu widerstehen. Außerdem dauern Tornados in der Regel auch nicht lange genug. In dem Fall würden die Ausgaben die Kosten nie decken können.
          Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
          endars Katze sagt: “nur geradeaus” Rover Over
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          • #6
            Da schließe ich mich Spockys Argumentation an.

            Tornados sind zu "chaotisch" und kurzlebig. Das Aufwand/Nutzen Verhältnis ist nicht ausgewogen. Man müßte viel zuviel reinstecken falls es überhaupt machbar ist.

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            • #7
              @ Spocky und Skymarshall
              Es ging ja nicht darum natürliche Tornados einzufangen, sondern künstliche zu erzeugen - somit zählt euer Einwand nicht wirklich ...

              Ist das nicht im Grunde das klassische Aufwindkraftwerk ?

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              • #8
                Ok, sorry. dann hatte den Artikel zu schnell überflogen.

                Naja, 1km hoch? Wenn der mal nicht auseinandergerissen wird.

                Und sonst wird keine Energie reingesteckt? Außer für die Klimatisierung?

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                • #9
                  Das ist das Aufwindkraftwerk das vorher erwähnt wird.. im Artikel steht drinnen, ein Zylinder von 200 Metern durchmesser und 100 Metern Höhe würde etwa 200 MegaWatt Leistung bringen.. im inneren wird quasi ein künstliches Klimasystem erzeugt dass im inneren einen Tornado hervorbringen soll - und die Energie des Tornados soll durch Turbinen / Windräder / Was auch immer nutzbar gemacht werden
                  Ich wurde schon als linkslinker Linksmarxistengutmenschlinker bezeichnet. Was soll das sein?

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                  • #10
                    Ok, wenn nicht mehr Energie für die Klimatisierung reingesteckt wird.

                    Stabil genug wird der Zylinder dann wohl sein.

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                    • #11
                      Hm, Tornados erzeugen? Da gäbe es wohl einige, die was dagegen hätten, weil sie einfach Angst davor haben, wenngleich mir klar ist, dass man die schon bändigen kann, ich hab sowas mal im TV gesehen.

                      Allerdings habe ich so meine Zweifel, dass die Energiebilanz da aufgeht. MAn muss ja erstmal die Luft mit Propellern in Drehung versetzen, bevor man mit einem weiteren Energie rausholen kann und ich denke mal, dass man da mehr reinstecken muss, als man rausholen könnte...
                      Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
                      endars Katze sagt: “nur geradeaus” Rover Over
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