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Singende Eisberge

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    Wirklich abgefahren!

    Habe diesen Artikel bei Spiegel gelesen und auch gehört (da gibt es die Unterwasselaute) und bin baff.

    Es zeigt sich wohl, so laut diesem Bericht, dass die Vulkanologen nun vor einem wirklichen Durchbruch stehen und evtl. an Hand der in diesem Bericht geschilderten Erkenntnisse, die Gesetzmäßigkeiten der Prozesse in einem Vulkan besser erforschen können. Die Eisberge dienen da quasi als eine Art günstiges Modell, da die Erforschungen der Prozesse bei dem Kollidieren der Eisberge mit Kontientalplatten gzeit haben sollen, dass die dadurch entstandenen Geräusche fast identisch mit denen von Vulkanen.
    Es lohnt sich wirklich diesen Bericht zu lesen!

    --Zum Artikel--

    @ Spocky und Bynaus, bin gespannt auf eure Kommentare.

    Auf andere natürlich auch!!
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  • #2
    Interessant.

    Dennoch frage ich mich ob das Strömungsverhalten in Eisbergen das selbe ist wie in Magmakammern.

    Auch wenn sie sich de Geräusche fast gleich anhören.

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    • #3
      So wie ich es vertanden habe, kennen die Wissenschaftler die Viskosität des Wassers und auch des Magmas. Schätze mal, dass das einfach eine rein mathematische Umrechnungsache bedeutet und man somit einen evt. guten Einblick in diese Materie erhält. Aber OK, ich bin da kein Fachmann.

      Heftig finde ich, dass so ein Eisgigant mal ebend so ein Beben der Stärke 3.6 hervorrufen kann. Was da für Kräfte wirken müssen!!
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      • #4
        Ich habe auch schon von den Geräuschen von Eisbergen gehört, nicht aber, dass sie den Vulkantremoren so ähnlich sein sollen

        Zitat von Spiegel
        Die Geräusche waren von einem Vulkantremor nicht zu unterscheiden
        Wundert mich aber erstmal nicht, zumal ja auch ein kleineres Erdbeben von 3,6 ausgelöst wurde und der Vulkantremor ja die seismischen "Hintergrundgeräusche" eines Vulkanes sind, also seinerseits leichte Erdbeben, wobei diese durch die Bewegung des Magmas im Untergrund ausgelöst werden, was jetzt nicht ganz dasselbe ist, wie bei der Eisbergsache.

        Dass das wirklich was zur Vorhersagbarkeit von Vulkanausbrüchen beiträgt glaube ich aber nicht.
        Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
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        • #5
          Zitat von EREIGNISHORIZONT
          So wie ich es vertanden habe, kennen die Wissenschaftler die Viskosität des Wassers und auch des Magmas. Schätze mal, dass das einfach eine rein mathematische Umrechnungsache bedeutet und man somit einen evt. guten Einblick in diese Materie erhält. Aber OK, ich bin da kein Fachmann.
          Ja schon. Die Viskosität von Wasser wird wohl geringer sein. Aber ich meine Zirkulationen im Erdinnern. Weil die innere Struktur wohl doch ein wenig anders ist.

          Heftig finde ich, dass so ein Eisgigant mal ebend so ein Beben der Stärke 3.6 hervorrufen kann. Was da für Kräfte wirken müssen!!
          Der Eisberg muß wohl auch eine unheimliche Masse haben. Kann man(ich jetzt nicht ) ja ausrechnen. Härte sowieso wenn man bedenkt das normale Schiffe aufgeschlitzt werden.

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          • #6
            Es kommt ja nicht nur auf die Härte an, sondern auch auf die Masse, den Impuls und die Energie. Mit Holz verkratzt zu auch kein Auto, aber fahr mal damit mit hoher Geschwindigkeit gegen einen Baum...

            On Topic:
            Eisberge werden ja durch die Meeresströmung angetrieben, also rein durch Kräfte von außen. Das Magma bewegt sich nach oben, weil es weniger dicht ist, als das umgebende Gestein. Ich wüsste nicht, wie sich das vergleichen lassen sollte. ICh denke mal, der Grund, weshalb beides sich gleich "anhört" ist der, dass auch im Magma nicht alles flüssig ist, sondern auch feste Bestandteile (Xenolithe und Einsprenglinge) mittransportiert werden, die am festen Umgebungsgestein reiben, wie dies auch die Eisberge am Fels tun.

            Ob man daraus nun ein Modell für einen Eisberg machen kann halte ich aber nach wie vor für fraglich.
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            • #7
              Ich hab den gleichen Artikel bei NewScientist gelesen... sehr faszinierend, die Umsetzung der Geräusche...

              Was die "Übersetzung" dieser Erkenntnisse in die Vulkanologie angeht, da überrascht es mich schon teilweise, dass da Ähnlichkeiten bestehen, aber ich bin auch kein Experte auf diesem Gebiet. Anderseits, wie Spocky schon sagte, ein Eisberg ist zu einem grossen Teil fest, eine Magmakammer würde ich mir zumindest teilweise flüssig vorstellen.

              @Sky: Die Masse kannst du einfach über die Dichte (=900 kg/m^3) und das Volumen (wählst du dir selber) berechnen... M = D * V
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              • #8
                Also da wage ich doch einmal Einspruch gegen unsere beiden Experten zu erheben! *Räusper*

                Zitat von Spiegel Online
                [...]"Wie ein Tremor in einem Vulkan entsteht, ist weitgehend unverstanden", sagt Schlindwein. Wissenschaftler haben etwa Gassäulen in den Schloten oder Eigenschwingungen der Magmablasen unterhalb der Vulkane verdächtigt. "Aber diese Theorien können nicht alle Beobachtungen erklären", so Schlindwein.[...]
                und

                Zitat von Spiegel Online
                Ausgerechnet die Eisberge könnten nun helfen, das Rätsel zu lösen und möglicherweise auch die Vorhersage von Vulkanausbrüchen präziser zu gestalten. Denn die deutschen Forscher sind überzeugt, dass die seismischen Signale das Resultat elastischer Vibrationen sind: Wasser wird mit hohem Druck durch die Tunnel und Risse im Innern des Eisbergs gepresst und versetzt die Wände in Schwingung.[...]
                Ich entnehme diesen Zeilen, dass es mehr um Schall und Vibrationen geht. Der Eisberg stellt so ein günstiges Modell dar, am welchen man evtl. mehr Theorien anhand neuer Parameter erstellen kann.
                Das dabei ungerechnet werden muss, wird ja nicht unerwähnt gelassen.

                Zitat von Spiegel Online
                [...]Dass die Geräusche denen von Vulkanen so ähnlich sind, ist laut Schlindwein ein "extrem starkes" Indiz dafür, dass bei den Feuerbergen ein ähnlicher Mechanismus am Werk ist. Eisberge aber sind bei weitem leichter zu studieren als ihre steinernen Brüder an Land. "Ein Eisberg ist wesentlich leichter zugänglich, das ganze System ist besser zu erforschen", betont die Forscherin. Bei Vulkanen etwa könne man nie genau wissen, wie zäh das Magma im Innern des Berges ist. "Die Viskosität von Wasser kennen wir dagegen genau."[...]
                Also wie gesagt, für mich klingt das nach dem Versuch, neue Beobachtungskriterien oder neue Parameter zu entdecken, anhand derer man dann weitere Einblicke in den Vorgängen des Vulkanismus erhalten will.
                Komisch finde ich es, dass für die Zukunft keine weiteren Expeditionen vorgesehen sind. Man betrachtet das ja als ein Langzeitexperiment.

                Ich frage mich manchmal eh, ob die Forschungen an den Polen und Grönland nicht eh sträflich vernachlässigt werden. Ich lese oder höre auf jeden Fall wenig.
                Wenn einer gute Quellen zu dieser Materie(Klimaforschung und Glaciologie vor allem!) hat, wäre ich sehr erfreut!
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                • #9
                  Also da wage ich doch einmal Einspruch gegen unsere beiden Experten zu erheben!
                  Immer erlaubt! Ich hab mich ja vorhin selber als Nicht-Experte bezeichnet. Deine Zitate hören sich sehr vernünftig an... Wichtig scheint also der Effekt des "Flüssigkeiten durch festes Material pressen" zu sein.
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                  • #10
                    Mich würde an dieser Stelle mal interessieren, wie weit die geologischen Prozesse auf der Erde eigentlich gekommen sind? Damit meine ich also die Intensität und den zu erwartenden Grad an geologischer Dynamik?
                    Der Mars ist ja inzwischen sehr ruhig geworden. Wie sieht es da im Vergleich mit der Erde aus?
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                    • #11
                      Damit meine ich also die Intensität und den zu erwartenden Grad an geologischer Dynamik?
                      Huh? Was meinst du damit? Zu erwarten aufgrund von was? Der Mars ist ruhig, weil er klein und damit schnell ausgekühlt ist, zudem hat er insgesamt weniger radioaktive Elemente, die ihn aufheizen könnten.
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                      • #12
                        Ich meinte die zukünftigen Stadien der Erde, was die geologische, oder präziser die vulkanische Aktivität betrifft.
                        Die war ja nicht immer gleich und in der Vorzeit weitaus stärker.
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                        • #13
                          Ja, die Erde kühlt aus: früher war sie heisser und aktiver, in ferner zukunft wird sie kälter und weniger aktiv sein. Da die Wärme des Inneren quasi für Gebirge und Kontinente verantwortlich ist, werden diese Dinge in Zukunft gegenüber den Erosionskräften weniger bestand haben (bzw. weniger schnell erneuert werden), so dass die Erde in ferner Zukunft immer flacher werden wird. Die Zeit reicht aber nicht, um alle Kontinente zurück in den Ozean zu schwemmen, der Planet wird noch vorher von der Sonne eingeäschert...
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                          • #14
                            Da wird mir wieder die zeitliche Perspektive bewusst!
                            Wie wird der Himalaya in einigen Millionen Jahren aussehen? So wie ein riesiger Tafelberg, es gibt ja solche Strukturen auf dem Mars.
                            Lese gerade das Buch "Die Regenbögen des Mars"(Aus der Rocheworld-Trilogie) von Robert L. Forward der ja als SF-Autor und Physiker seine Geschichten versuchte so realistisch wie möglich zu schreiben.
                            In dem o.g. werden diese Tafelberge erwähnt. Ich habe noch den Spruch von einem der Protaganisten im Kopf: "Der Planet ist so viel kleiner als die Erde, aber die Strukturen um so größer".

                            Zurück zum Topic (und ein wenig darüber hinaus)

                            Seid ihr auch der Meinung, dass in den polaren Forschungen zu wenig investiert wird, oder bilde ich mir das nur ein?
                            Gerade was die Klimatologie angeht und auch das mit den Eiskernbohrungen. Letztens gab´s da eine schöne Doku auf Phoenix. "Grönland-Gefrorene Zeit".
                            Schon spannend, was die Forscher da alles rauslesen können aus diesen Eiskernen.
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                            • #15
                              Zitat von EH
                              Schlindwein
                              QWer ist eigentlich Schlindwein? Die drei größten deutschen Vulkanologen heißen Schmincke (Kiel), Lorenz und Zimanowski (beide Würzburg) - in der Reihenfolge und bei Lorenz und Zimbo hab ich Kurse besucht. Die sagen beide, dass der Tremor im Zusammenhang mit Magmenbewegungen stehen soll, also geh ich mal nicht davon aus, dass es soooooooo unbekannt sein soll, wo der herkommt.

                              Was den Himalaya angeht, so lässt sich der schwer mit dem Mars vergleichen. Der Himalaya ist ja eigentlich schon zu groß für die Erde, das heißt, dass er schon zerfließt, was die Bildung der tibetanischen Hochebene bewirkt. Ein Tafelberg ist aber keine normale Erosionsform, sondern kommt nur dann vor, wenn du eine nicht verkippte oder um exakt 180 ° Verkipte Gesteinsschicht hast, bei der die oberste Lage härter ist, als das darunter. Dadurch wird das weichere Gestein unter der harten Lage schneller erodiert und die obere Lage bricht praktisch nur an den Rändern immer wieder ab, wenn der Überhang zu groß wird. Im Himalaya wirst du das ganz sicher nicht finden, das hast du ja auch nicht in den deutschen Mittelgebirgen
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