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Silanöle

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  • Silanöle

    Nachdem es ja vor kurzem eine kleine Diskussion in einem anderen Thread zum Thema Silizium als Treibstoff gab, habe ich mich mal ein klein wenig im Web dazu umgesehen und bin dabei auf folgenden Artikel gestoßen:

    http://home.arcor.de/flugdiskus/text/kap3/text.htm

    Offensichtlich eignen sich silanöle besonders gut als Raketentreibstoff, weil sie nicht nur mehr Energie liefern, sondern sie auch eine höhere Molekülmasse haben, weshalb sie laut Impulserhaltung auch mehr Rückstoß liefern.

    Das Hauptproblem dürfte wohl sein, dass es 2000 °C braucht, um sie aus Sand zu gewinnen, aber wenn man dazu regenerative Energiequellen nutzbar machen kann, dann sollte doch einiges dabei herausspringen.
    Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
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  • #2
    Is ja ne coole Sache!

    Wie heisst schon das Sprichwort: Sand gibt es wie Sand am Meer ^^

    Jetzt mal ernst:
    Ist ja fast ein Kreislauf und die "Abfallstoffe" sind auch nicht mehr so schädlich wie die heutigen.

    Welchen Aggregatzustand hat eigentlich das Silan?
    Schwäbisches Sprichwort: Schau lieber durch a Mikroskop als durch a Zielfernrohr, do kommt mehr dabei raus.
    Die Unwissenheit des einen, ist die Wissenschaft des anderen.
    Es gab nur einen Gott, der lebte 10^-43s.

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    • #3
      Nunja, nachdem von Silan"ÖL" die Rede ist, würde ich mal auf flüssig tippen.

      http://de.wikipedia.org/wiki/Silan

      Hm, es ist wohl wie bei den Kohlenwasserstoffen. Die einfachsten Verbindungen sind gasförmig, die komplexeren flüssig und die langen Moleküle fest.
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      • #4
        Diese Öle eignen sich dann aber nur als Träger, nicht nicht als Quellen für Energie. Das heisst, man kann zwar damit energiereiche Raketentreibstoffe herstellen, aber die Energie, die man reingesteckt hat, ist grösser als die, die man rausbekommt. Nur, wenn diese Umwandlung effektiver ist (d.h, der Verlust geringer ist) als beim Wasserstoff, haben Silane eine Chance auf eine Rolle in der künftigen Wirtschaft.
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        • #5
          Dass sie lediglich als Träger von energie dienen ist mir schon klar. Ich denke aber nicht, dass sie nur dann wirtschaftliche Bedeutung erlangen, wenn ihre Erzeugung effizienter ist, als beim Wasserstoff. Wasserstoff hat letztlich den Nachteil, dass das bei der Verbrennung entstehende Wasser ein noch stärkeres Treibhausgas ist, als Kohlendioxid. Zudem würde eine große Anzahl an Wasserstofftriebwerken extremen Einfluss auf die Niederschlagsmengen haben, da Wolken ja direkt gebildet werden.

          Und eben wie gesagt haben Silane durch ihr Molekülgewicht mehr Rückstoß, als Wasserstoff, oder Kohlenwasserstoffe.
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          • #6
            Wasserstoff hat letztlich den Nachteil, dass das bei der Verbrennung entstehende Wasser ein noch stärkeres Treibhausgas ist, als Kohlendioxid.
            Naja, das Reservoir ist aber auch viel grösser. Der relative anthropogene Anteil wäre viel geringer als beim CO2.

            Klar, für Raketen-Treibstoffe ist das höhere Gewicht eine gute Sache. Aber gerade für Fahrzeugantriebe ist es eher ein Hinderniss: ein schwerer Treibstoff muss so viel effizienter sein, dass er zumindest den Transport seines zusätzlichen Gewichts rausschlägt.
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            • #7
              Abgesehen davon, dass ich ohnehin der Ansicht bin, dass bis ein Silanölgetriebe Serienreife erhielte ein Großteil der Fahrzeuge möglicherweise bereits mit Solarantrieb fährt denke ich, dass der Silanantrieb bei einem gesteigerten Umweltbewusstsein mehr Anhänger finden würde. In den USA würde das Teil also ein Ladenhüter bleiben

              Lässt sich irgendwie berechnen, wie viel Energie sich rausholen lässt?
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              • #8
                Also daß nun gerade der Wasserdampf bei der Verbrennung des Wasserstoffes das Problem ist glaub ich auch nicht - letztendlich wird etwas mehr ausgestoßener Wasserdampf vermutlich einfach wieder abregnen

                Eher schon die geringe Energiedichte.

                Ich denk mal für einige Anwedungen könnte das Silanöl interessant werden aber generell favorisiere ich immer noch die möglichst direkte Nutzung des Stromes für den Antrieb um die ganzen Umwandlungsverluste zu umgehen

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                • #9
                  Zitat von MRM
                  Also daß nun gerade der Wasserdampf bei der Verbrennung des Wasserstoffes das Problem ist glaub ich auch nicht - letztendlich wird etwas mehr ausgestoßener Wasserdampf vermutlich einfach wieder abregnen
                  Gerade darin liegt doch das Problem. Es sagt sich so einfach "das regnet einfach ab", aber wenn es regnet, wenn es nicht regnen sollte, dann nennt sich das Klimaveränderung
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                  • #10
                    Zitat von Spocky
                    Gerade darin liegt doch das Problem. Es sagt sich so einfach "das regnet einfach ab", aber wenn es regnet, wenn es nicht regnen sollte, dann nennt sich das Klimaveränderung
                    Naja aber zum einen entsteht Wasserdampf auch schon bei der Verbrennung von Erdgas oder Erdöl zum anderen schau dir mal die gewaltigen Mengen an Wasserdampf an die durch Sonneneinstahlung auf Ozeane und andere Gewässer in die Athmosphäre gelangen - da müßten wir uns aber schon gewaltig ins Zeug legen um da nennenswert mitzuhalten

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                    • #11
                      Nachdem am 11. September 2001 die Flugzeuge ins WTC gecrasht wurden, wurde für mehrere Tage der gesamte Flugverkehr über den USA eingestellt. Folge war, dass es ein für die Jahreszeit ungewöhnlich sonniges Wetter gab mit dem blauesten Himmel seit Jahrzehnten. Man hat dann erkannt, dass es weit weniger Wolkenbildung in der Atmosphäre gab, weil durch den fehlenden Flugverkehr keine Kondenzstreifen entstanden, die eine Wolkenbildung beeinträchtigen hätten können.

                      Nun stelle man sich mal vor, alle Flugzeuge würden mit Wasserstoff fliegen und die Wolkenbildung noch weiter intensivieren. Meinst du nicht, dass das vielleicht doch einen gar nicht so gravierenden Einfluss haben würde?
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                      • #12
                        Zitat von Spocky
                        Nachdem am 11. September 2001 die Flugzeuge ins WTC gecrasht wurden, wurde für mehrere Tage der gesamte Flugverkehr über den USA eingestellt. Folge war, dass es ein für die Jahreszeit ungewöhnlich sonniges Wetter gab mit dem blauesten Himmel seit Jahrzehnten. Man hat dann erkannt, dass es weit weniger Wolkenbildung in der Atmosphäre gab, weil durch den fehlenden Flugverkehr keine Kondenzstreifen entstanden, die eine Wolkenbildung beeinträchtigen hätten können.

                        Nun stelle man sich mal vor, alle Flugzeuge würden mit Wasserstoff fliegen und die Wolkenbildung noch weiter intensivieren. Meinst du nicht, dass das vielleicht doch einen gar nicht so gravierenden Einfluss haben würde?
                        Nun - das spräche ja nicht unbedingt gegen den Wasserstoffeinsatz am Boden oder ?

                        davon abgesehen zum einen denk ich nicht daß hier Wasserstofflugzeuge so einen großen unterschied machen würden, sondern wenn dann eher die Menge der Flüge zum anderen glaun ich auch nicht so recht an Wasserstofflugzeuge, da sie ein recht großes Wasserstoffvolumen transportieren müßte - hab irgendwo mal ein konzept für ein solches Flugzeug gesehen - das halbe Flugzeug müßte in einen Tank umgewandelt werden ... da dank ich eher daß der Flugverkehr rückläufig sein wird - wenn kein Ozean überquert werden muß solten Züge ( welcher Art auch immer ) es ja ansich auch tun. Ansonsten könnte dein Silanöl für diesen Fall hilfreich sein - btw macht der Sandstaub der dann aus den Düsen rieselt in der Höhe keine Probleme ???

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                        • #13
                          Zitat von Spocky
                          Das Hauptproblem dürfte wohl sein, dass es 2000 °C braucht, um sie aus Sand zu gewinnen, aber wenn man dazu regenerative Energiequellen nutzbar machen kann, dann sollte doch einiges dabei herausspringen.
                          Warum dann nicht gleich das CO2 aus der Luft nehmen - und dort jede Menge Energie reinpumpen und abhydrieren, sodass man daraus wieder Erdgas bekommt ?

                          Und MRM hat Recht. Hier wird über zuviel Wasser in der Atmosphäre geklagt, und der ganze Sand, der frei wird, völlig ignoriert. Wenn man die Toxizität von feinverteiltem SiO2 mit gasförmigen H2O vergleicht, dann wird schnell klar, dass das Vorhaben unhaltbar ist.

                          Und auch kann ich die Logik mit dem Impuls dabei nicht verstehen: Schwerere Austrittsgase mit schwererem Brennstoff an Bord versus leichtere Austrittsgase mit leichterem Brennstoff an Bord = keine Änderung des Impulses ...

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                          • #14
                            Nachtrag:

                            Ich höre schon die Sätze: Dass Sand doch in Massen existiert und einfach rangeschafft werden könne - ohne die höheren Kosten der CO2-Gewinnung aus der Luft.

                            Man beachte die finanzielle Förderung und das okölogische Ansehen das man erhielte, wenn man einen Schadstoff, ein Treibhausgas aus der Atmosphäre entfernt und als Rohstoff verwendet.

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                            • #15
                              Naja, erhitzen auf 2000° ist mit Sonnenöfen kein Problem, aber die Gewinnung eines Gases aus der Luft, das nur gerade 0.04% ausmacht, ist da doch viel schwieriger und energieaufwändiger.

                              Wenn man die Toxizität von feinverteiltem SiO2 mit gasförmigen H2O vergleicht, dann wird schnell klar, dass das Vorhaben unhaltbar ist.
                              Es ist ja nicht gesagt, dass man den "Sand" danach in die Atmosphäre entweichen lässt. Man könnte ihn auch gut sammeln. Da er bei Raumtemperatur fest (und eben nicht gasförmig) ist, dürfte das nicht so schwierig sein.

                              Und auch kann ich die Logik mit dem Impuls dabei nicht verstehen: Schwerere Austrittsgase mit schwererem Brennstoff an Bord versus leichtere Austrittsgase mit leichterem Brennstoff an Bord = keine Änderung des Impulses ...
                              Mit schwererem Brennstoff kann man eine höhere Beschleunigung erreichen (und damit eine höhere Endgeschwindigkeit bei gleicher Treibstoffmasse).
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