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Wissenschaft und Ethik

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  • Wissenschaft und Ethik

    Wie weit darf der Mensch bei wissenschaftlicher Forschung gehen? Wo sind die Grenzen?

    Sollten sich Wissenschaftler wirklich Gedanken um Ethik machen? Hindert das sie nicht an bahnbrechenden Forschungen?

    Ist es Pflicht kritisch-moralisch zu denken?


    Z.B Tierversuche und Gentechnik. Kann man Tierversuche mitlerweile durch Computersimulationen umgehen?

    Oder ab wann ist Leben = Leben?

    Ist es legitim für Forschungen an Embryos ins Ausland zu gehen?


    Bestraft der Mensch sich irgendwann selber wenn er zu weit gehen sollte?


    Es sind erstmal alles nur Fragen... was meint ihr dazu?


    Ich bin gegen Tierversuche falls sie zu vermeiden sind. Und gegen Klonungen von Menschen. Bei einzelnen Organen würde ich dem zustimmen. Das würde vielen Menschen helfen. Und den schwarzen Organhandel eindämmen.

  • #2
    Ethische Grenzen sind auf jeden Fall wichtig, das zeigen schon alleine die ekelhaften Mengele-Versuche in Auschwitz. Wo man nun die Grenze legen sollte ist schwer zu sagen. Klar ist, dass Forschung den Menschen helfen soll und nicht schaden, aber oft ist die Grenze dazwischen eine Gratwanderung, die schwerlich zu meistern ist.
    Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
    endars Katze sagt: “nur geradeaus” Rover Over
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    • #3
      Die Ethik Frage ist eigentlich relativ leicht zu beantworten: Ein Wissenschaftler darf alles, was anderen Menschen nicht schadet. Blöderweise wirft das ein paar andere Fragen auf: Was ist ein Mensch (siehe Gentechnik)? Wie stehts mit Nichtmenschen (siehe Tierversuche)?
      können wir nicht?

      macht nix! wir tun einfach so als ob!

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      • #4
        Die Frage ist auch: Was schadet dem Menschen eigentlich? Bei physischen Fragen ist das kein Problem, aber wie siehts bei psychischen aus?

        Ganz wichtig finde ich noch: Ist es vertretbar, eventuell ethisch nicht ganz korrekte Experimente durchzuführen (auch an Menschen) um damit einer großen Anzahl von anderen Menschen zu helfen. (Bsp: Erprobung von Krebsmedikamenten an Krebskranken)
        But someday we'll catch a glimpse of eternity, as the world stands still for a moment.
        And I guess we will be making history, when we all join hands, just to watch the sky.
        For a moment...

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        • #5
          Sehr bedenklich finde ich die momentan sehr verbreitete Einstellung der Wissenschaftler, dass im Namen des Fortschrittes ALLES erlaubt ist. Dabei werden Konsequenzen gerne mal beiseite geschoben oder überhaupt nicht angedacht, weil man einfach von der Prämisse ausgeht: Fortschrit = Gut! Und das wars....:-/
          Jayne: "I'll be in my bunk."

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          • #6
            Ich schließe mich vollkommen Spocky an.

            Es ist seeehr schwer die Grenze zu finden. Das einzige, was man versuchen kann, ist nach bestem Wissen und Gewissen zu agieren... (Das klingt nun wieder so idealistisch, schammig. Verdammt.)

            Um mal nen Beispiel reinzubringen: Die Richtlinien in Sachen Stammzellenforschung sind in Deutschland total überzogen und schaden uns eher, als dass sie uns nützen. Zumal sie von Menschen getroffen wurden, die keine Ahnung von der Sache hatten. -> In diesem speziellen Fall war z.B. die Ethik (oder eher Angst?!) ein Hinderniss für Forschung und eventuellen Fortschritt.

            Ethik: Ja. Aber die Richtlinien und Vorgaben sollten immer von Menschen gemacht werden, die Ahnung haben (dazu zähle ich nicht Politiker, außer sie haben eine entsprechende wissenschaftliche Ausbildung).

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            • #7
              Zitat von elyc
              Sehr bedenklich finde ich die momentan sehr verbreitete Einstellung der Wissenschaftler, dass im Namen des Fortschrittes ALLES erlaubt ist. Dabei werden Konsequenzen gerne mal beiseite geschoben oder überhaupt nicht angedacht, weil man einfach von der Prämisse ausgeht: Fortschrit = Gut! Und das wars....:-/
              Bitte? Wo hast du die Weisheit denn her? Es ist zur Zeit eher so, das aktive Forschung größtenteils behindert wird, weil für jedes kleine Experiment erstmal die Genehmigung von 10 verschiedenen Ethikkommissionen eingeholt werden muss. Wie mein Vorredner schon sagt, sind daran größtenteils die Unwissenheit und Angst des größten Teils der Bevölkerung schuld, was durch die Medien (BILD) noch zusätzlich verschärft wird. Um der Öffentlichkeit gerecht zu werden, werden deshalb ständig neue Ethikkommissionen gegründet. Was da an Geld für draufgeht, könnte man auch in ordentliche Forschung stecken. Klar sind Ethikfragen in der Wissenschaft wichtig, aber man kann die ganze Sache auch übertreiben.
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              • #8
                Ich finde das gerade Leute aus anderen Bereichen da auch mit Einblick haben sollten. Und drüber entscheiden.

                Das mag zwar den einen oder anderen Weg verhindern aber ist eine kritische Distanz. Diese Distanz kann doch nur bei Wissenschaftlern gar nicht so gegeben sein.

                Die einen wollen mehr als die anderen. Geld spielt auch noch eine große Rolle. Und schon ist etwas was man vorher taburisiert hat vergessen.

                Politiker sollten weiterhin darüber entscheiden. Sie können ja Komissionen mit Fachleuten dazu einberufen. Und vielleicht manche Entscheidungen überdenken. Aber wenn dann auch nachhaltig und mit Besonnenheit.

                Gewisse Grundprinzipien sollten weiter eingehalten werden.

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                • #9
                  Ich glaube du machst dir da zu viele Sorgen, was Wissenschaftler so treiben... In der Ausbildung eines jeden Wissenschaftlers spielen auch Ethikfragen eine große Rolle. Das heißt, schon bei der Planung eines Experiments müssen bestimmte Richtlinien eingehalten werden. Natürlich spielt Geld immer eine große Rolle bei solchen Sachen und manche werden vielleicht schonmal ans Limit gehen, um ein bestimmtes Ergebnis zu erreichen. Allerdings sind wissenschaftliche Experimente ja nichts, was irgendwo in Hinterzimmern oder geheimen Forschungslaboratorien abläuft. Studien werden nach ihrer Durchführung ja publiziert und repliziert. Und spätestens dann müssen sich die Leute dafür verantworten. Das unterschlagen und bestochen wird, daran ändern auch Ethikkommissionen nichts, denn die werden genauso bestochen - siehe Lipobay.
                  Zuletzt geändert von Kithomer2346; 08.04.2006, 16:31.
                  But someday we'll catch a glimpse of eternity, as the world stands still for a moment.
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                  • #10
                    @ AL Freak: Normalerweise sollten die Politiker ja ihre wissenschaftlichen Berater haben, aber in dem Fall schaut es in der Tat nicht so aus, als seien diese sonderlich kompetent gewesen
                    Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
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                    • #11
                      Zitat von Kithomer2346
                      Ich glaube du machst dir da zu viele Sorgen, was Wissenschaftler so treiben... In der Ausbildung eines jeden Wissenschaftlers spielen auch Ethikfragen eine große Rolle. Das heißt, schon bei der Planung eines Experiments müssen bestimmte Richtlinien eingehalten werden. Natürlich spielt Geld immer eine große Rolle bei solchen Sachen und manche werden vielleicht schonmal ans Limit gehen, um ein bestimmtes Ergebnis zu erreichen. Allerdings sind wissenschaftliche Experimente ja nichts, was irgendwo in Hinterzimmern oder geheimen Forschungslaboratorien abläuft. Studien werden nach ihrer Durchführung ja publiziert und repliziert. Und spätestens dann müssen sich die Leute dafür verantworten. Das unterschlagen und bestochen wird, daran ändern auch Ethikkommissionen nichts, denn die werden genauso bestochen - siehe Lipobay.
                      Das ist aber sdchon ein bisschen sehr Optimistisch!
                      Ob das so zutrifft :?

                      Da bin ich eher Skeptisch!
                      "Unterdrücke nie mit Gewalt Überzeugungen, die du für verderblich hälst, sonst unterdrücken diese Überzeugungen dich. " - B. Russell, 10 Gebote eines Liberalen.

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                      • #12
                        Zitat von Kithomer2346
                        Ich glaube du machst dir da zu viele Sorgen, was Wissenschaftler so treiben... In der Ausbildung eines jeden Wissenschaftlers spielen auch Ethikfragen eine große Rolle. Das heißt, schon bei der Planung eines Experiments müssen bestimmte Richtlinien eingehalten werden. Natürlich spielt Geld immer eine große Rolle bei solchen Sachen und manche werden vielleicht schonmal ans Limit gehen, um ein bestimmtes Ergebnis zu erreichen. Allerdings sind wissenschaftliche Experimente ja nichts, was irgendwo in Hinterzimmern oder geheimen Forschungslaboratorien abläuft. Studien werden nach ihrer Durchführung ja publiziert und repliziert. Und spätestens dann müssen sich die Leute dafür verantworten. Das unterschlagen und bestochen wird, daran ändern auch Ethikkommissionen nichts, denn die werden genauso bestochen - siehe Lipobay.
                        100 % sicher ist nichts! Das ist schon mal klar.

                        Aber ich denke das eine Kontrollinstanz gerade hier sehr wichtig ist. Und die kann nur sinnvoll sein, wenn sie von aussen und nicht von innen kommt.

                        Natürlich ist das Problem das die Wissenschaftler dann abwandern wenn sie hier irgendwo eingeschränkt werden. Aber dann wandern sie nur aus Geld und Profitgründen ab und blenden in meinen Augen die moralischen Hintergedanken aus. Zumindest bei der Stammzellen und Embryonalforschung.

                        Leben kann einfach nicht relativ sein. Entweder ist es oder nicht.

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                        • #13
                          Zitat von Skymarshall
                          Aber ich denke das eine Kontrollinstanz gerade hier sehr wichtig ist. Und die kann nur sinnvoll sein, wenn sie von aussen und nicht von innen kommt.
                          Da hast du natürlich Recht. Unabhängige Kommissionen sind schon wichtig, gerade bei Experimenten, die nicht ohne Verstöße gegen ethische Richtlinien auskommen (z.B. Stressforschung). Aber es ist eine Frage des Aufwands. Wenn allein die Überwachung eines Experiments sehr viel mehr Ressourcen verschlingt, als das Ergebnis des Experiments jemals einbringt, wird niemand ein solches Unterfangen finanzieren. Das trifft leider auch auf Studien zu, die einen bemerkenswerten Beitrag zur Grundlagenforschung leisten würden. Das meinte ich damit, dass Forschung be- und sogar verhindert wird. Forschung ist im Moment leider zu sehr von wirtschaftlichen Interessen abhängig.

                          Aber um mal auf das eigentliche Thema zurückzukommen: Findet ihr es in Ordnung, das ethische Richtlinien gebrochen werden, um damit die Forschung voranzutreiben und evtl. vielen anderen Menschen mit den Ergebnissen zu helfen?
                          But someday we'll catch a glimpse of eternity, as the world stands still for a moment.
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                          • #14
                            Zitat von Kithomer2346
                            Da hast du natürlich Recht. Unabhängige Kommissionen sind schon wichtig, gerade bei Experimenten, die nicht ohne Verstöße gegen ethische Richtlinien auskommen (z.B. Stressforschung). Aber es ist eine Frage des Aufwands. Wenn allein die Überwachung eines Experiments sehr viel mehr Ressourcen verschlingt, als das Ergebnis des Experiments jemals einbringt, wird niemand ein solches Unterfangen finanzieren. Das trifft leider auch auf Studien zu, die einen bemerkenswerten Beitrag zur Grundlagenforschung leisten würden. Das meinte ich damit, dass Forschung be- und sogar verhindert wird. Forschung ist im Moment leider zu sehr von wirtschaftlichen Interessen abhängig.
                            Deswegen wird es ja auch über Gesetze reguliert.

                            Natürlich muß kontrolliert werden ob diese eingehalten werden.

                            Aber um mal auf das eigentliche Thema zurückzukommen: Findet ihr es in Ordnung, das ethische Richtlinien gebrochen werden, um damit die Forschung voranzutreiben und evtl. vielen anderen Menschen mit den Ergebnissen zu helfen?
                            Schwierig darauf zu antworten. Einerseits geht die Masse klar vor. Andererseits sollte kein Geschöpf gequält werden.

                            Dann müßte man erstmal wieder definieren was Leben eigentlich ist und ab wann Leben als Leben anzusehen ist.

                            Deswegen sagte ich ja das es nicht relativ sein darf. Es ist von Land zu Land verschieden. So gibt es immer Schlupflöcher und relative Auslegungen der Ethik.

                            Generell bin ich für die Einhaltung der Richtlinien. Kein fühlendes Geschöpf(egal ob Mensch oder Tier) sollte für andere leiden müssen. Man hat nicht das Recht dazu.

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                            • #15
                              In unserem Grundgesetz steht, das die Forschung frei ist. Damit hat sich für mich die Frage eigentlich selbst beantwortet - man darf, wie schon gesagt, alles das machen, was nicht gegen sonstige Gesetze, grundlegende Moral etc. verstößt.

                              Diese ganzen Ethikkomissionen und diese IMO doch schon sehr starke Reglementierung der Wissenschaft durch die (uninformierte) Gesellschaft, vor allem über die Finanzierung, finde ich eigentlich nicht in Ordnung.
                              Natürlich muss man kontrollieren, dass bei irgendwelchen Versuchen keine Gesetze gebrochen werden, aber das kann man IMO auch auf subtileren Wegen schaffen und den Forschern mehr Freiraum lassen, denn nur freie Geister haben gute Ideen.
                              Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
                              Makes perfect sense.

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