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Bewusstseinübertragung

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  • Bewusstseinübertragung

    Was haltet ihr von diesem Wunsch, wird dies einmal Wirklichkeit?
    Es sollte einmal möglich sein, wenn Alter und Krankheit das Leben beschwerlich machen, das Bewusstsein auf ein virtuelles (Computer, Internet) oder physisch-reales Leben (Roboter) zu übertragen.

    Siehe auch: http://www.ideenwiki.de/index.php/Be...insübertragung

  • #2
    Ein Thema reicht ja wohl oder ?
    Das andere im Kinofilme & TV-SerienForum habe ich gelöscht.
    Banana?


    Zugriff verweigert
    - Treffen der Generationen 2012
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    • #3
      @ Miles
      Danke. Das Thema war dort versehentlich an der falschen Stelle.

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      • #4
        Man müßte die Körperinteraktionen mitsimulieren. Nur so ist das Bewußtsein lebensfähig. Also Rückmeldungen und Gefühle. Weil über diese Interaktionen ist es erst entstanden. Im Laufe der Evolution. Als auch seit unserer Geburt.

        Schwierig ist es außerdem alle Teile und Verbindungen zu erfassen und als Datensatz zu speichern, sie in Software zu reorganisieren. Das wird wohl noch sehr lange dauern.

        Multible Persönlichkeiten sind längst wieder verworfen und umstritten. An Seelenwanderung glaube ich nicht.

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        • #5
          Abgesehen von technischen „Schwierigkeiten“:

          Will man überhaupt sein Bewusstsein übertragen? Ich persönlich kann mir nicht vorstellen in einen PC transferiert zu werden. Selbst wenn es ein perfekter Roboter wäre habe ich nicht das Bedürfnis unendlich lang zu leben. Würde es nicht irgendwann langweilig werden? Natürlich soll man am Leben festhalten, doch es wird ein gewisser Punkt kommen, an dem das Leben zu ende geht - darüber sollte man sich im Klaren sein.
          Irgendwann geht alles zu ende; nichts ist für die Ewigkeit!
          "Viele Menschen wissen, dass sie unglücklich sind. Aber noch mehr Menschen wissen nicht, dass sie glücklich sind."
          [Albert Schweitzer]

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          • #6
            Naja das Bewusstsein ist ja auch von der Komplexität des Organismus abhängig. Und noch ist es natürlich bei derzeitigen technischen Mitteln nicht möglich so etwas zu realisieren. Aber ich denke irgendwann im Zeitalter der Nanobots kann es doch möglich sein. Diese kleinen Maschinchen könnten sich an synapsen ankoppeln ihre Funktion "erlernen" und dann immitieren, dann stirbt irgendwann die echte synapse ab und die künstliche bleibt weiter erhalten. Und nach einer Weile könnte so das Ganze gehirn mit Nanobots reproduziert sein und die Bots geben dann ihr Information an einen Computer (mit unvorstellbar hoher Rechenkraft) weiter, der dann die Information aufnimmt und selbst imitiert. Naja dann sollte es zwar zweimal das selbe Bewusstsein geben, aber möglich wärs doch, oder?

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            • #7
              Man könnte ein künstliches Paradies, eine "Matrix" schaffen.

              Für die verstorbenen Seelen....


              PS: Warum muß ich mich jetzt mit Anakin Skywalker identifizieren....naja ich kenne meine (Schatten)Seite.

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              • #8
                Zitat von Xaver Beitrag anzeigen
                Abgesehen von technischen „Schwierigkeiten“:

                Will man überhaupt sein Bewusstsein übertragen? Ich persönlich kann mir nicht vorstellen in einen PC transferiert zu werden. Selbst wenn es ein perfekter Roboter wäre habe ich nicht das Bedürfnis unendlich lang zu leben. Würde es nicht irgendwann langweilig werden? Natürlich soll man am Leben festhalten, doch es wird ein gewisser Punkt kommen, an dem das Leben zu ende geht - darüber sollte man sich im Klaren sein.
                Irgendwann geht alles zu ende; nichts ist für die Ewigkeit!
                Dieses Argument hört man immer wieder - geht es um genetische Möglichkeiten zur Lebensverländerung oder eben bei Bewusstseins-Speicher-Dingen - nur warum? Ich will nicht ganz einsehen weshalb das Leben in einem für menschliche Begriffe unendlichen Universum irgendwann langweilig werden sollte. Schon auf der Erde gibt es genug Dinge die man tun und sehen könnte um tausende von Jahren beschäftigt zu sein. Allein was an verschiedenen Berufen ausprobieren könnte, die Sprachen und Kulturen kennenzulernen, alle Naturwunder dieser Welt zu bestaunen... und währenddessen kommt ja immernoch neues Wissen hinzu, dass man da auch wieder zur Verfügung hat. Ich glaube kaum, dass es jemanden wirklich langweilig werden würde.
                Ich für meinen Teil würde eine Lebens-verlängernde-Maßnahme sofort in Anspruch nehmen, solange wirklich das Leben und die Möglichkeit zur Interaktion mit der Umwelt verlängert wird und nicht nur das Dahinsiechen im hohen Alter.
                Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
                Makes perfect sense.

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                • #9
                  Ich sehe das wie Harmakhis. Ich sehe nicht, warum es nicht wünschenswert sein sollte, sein Leben so lange verlängern zu können, wie man gerne will (gesetzt, dass man dabei geistig und körperlich fit bleibt...). Wenn es einem dann irgendwann todlangweilig ist, kann man ja seinem Leben immer noch ein Ende setzen, was sollte einen daran hindern?

                  Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir eines Tages in der Lage sein werden, Bewusstsein auf eine Maschine zu übertragen: das Bewusstsein ist keinesfalls an das Gewachsene, Biologische gebunden! Dies könnte geschehen, indem langsam das Gehirn durch künstliche Implantate ersetzt wird, also einer Art künstlicher Neuronen (die können auch deutlich grösser als Nanobots sein), die genau gleich wie die natürlichen funktionieren, aber die natürlichen langsam ablösen, bis das Gehirn und das Nervensystem nur noch aus künstlichen Neuronen bestehen. Danach lässt sich rund um dieses Nervensystem ein künstlicher, ewig haltender Körper "bauen". Die Alternative wäre, den Quantenzustand eines Gehirns per Quantenteleportation direkt auf ein künstliches System zu übertragen: das scheint mir aber wegen der grossen Zahl der involvierten Atome und Quantenzustände komplizierter zu sein als der erste Fall.
                  Planeten.ch - Acht und mehr Planeten (neu wieder aktiv!)
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                  • #10
                    Ich stimme Bynaus und Harmakhis (ich muss bei diesem verflixten Namen immer wieder nachschauen, wo das R und wo das zweite h hinkommt !) vollkommen zu. Sowohl was die Machbarkeit als auch was die Wünschbarkeit einer Bewusstseinsübertragung angeht. Allerdings würde ich eher von einer Übertragung der "Psyche" oder des "Geistes" sprechen. Das Bewusstsein ist ja nur ein bestimmter Zustand und macht nicht die gesamte Psyche aus.

                    Jedenfalls wäre eine solche Übertragung prinzipiell definitiv möglich. Wer das anders sieht, der muss schon irgendeine immaterielle Seele oder etwas ähnliches postulieren, das dann natürlich nicht übertragen werden könnte. Aber sofern man davon ausgeht, dass unser Geist nichts anderes ist als eine große Anzahl von Algorythmen, die in unserem Gehirn wie auf einem Computer ablaufen, spricht nichts gegen eine Übertragung, denn Algorythmen sind ja grundsätzlich "muiltibel realisierbar" und lassen sich von einem Medium auf ein anderes übertagen. Es muss lediglich die funktionale Struktur erhalten bleiben - also etwas eigentlich ganz abstraktes. Aus welchem Material der Träger, das "Substrat" besteht, spielt keine Rolle.

                    Das passt übrigens, nebenbei bemerkt, auch hervorragend zu der Theorie, die in der Philosophie des Geistes seit Jahrzehnten dominant ist: Dem Funktionalismus. Funktionalisten vertreten nämlich auch den Standpunkt, dass es für mentale Zustände nicht entscheidend ist, dass sie im Gehirn angesiedelt sind, sondern sie meinen, dass mentale Zustände ausschließlich über ihre kausale Rolle definiert sind, d.h. darüber, auf welche Inputs ein mentaler Zustand mit welchen Outputs reagiert. Deshalb sagt man, mentale Zustände seien "multibel realisierbar", d.h. auf den Stoff komme es gar nicht an, sondern nur darauf, dass dieselben kausalen Rollen, dieselben funktionalen Zustände vorliegen. Derselbe Geist kann daher ebenso gut in einem Gehirn wie auch auf einem Computerprozessor realisiert sein.

                    Übrigens hat der Funktionalismus auch einige seltsame, kontraintuitive Konsequenzen. Z.B. gibt es da das "chinese-nation"-Gedankenexperiment: Angenommen man stattet die gesamte chinesische Bevölkerung mit Funkgeräten aus und gibt jeder einzelnen Person spezifische Anweisungen darüber, dass er beim Eingang bestimmter Funksignale andere Funksignale weiterschicken soll. Auf die Weise könnte man eventuell für kurze Zeit ein System erzeugen, das sich, was die funktionalen Zustände angeht, nicht von einem menschlichen Geist unterscheidet. Hätte aber deshalb die chinesische Nation wirklich Geist und Bewusstsein?

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                    • #11
                      Ach, das ist doch alles Kokolores, sagt der endar.

                      Ich werde aber jetzt hier nicht auf eine Grundsatzdiskussion über Seele & Zeugs einsteigen, sondern gebe unseren "Ich kann auch als Toaster die chinesische Mauer bewundern"-Freunden eines zu bedenken.

                      Selbst angenommen, man könnte das Gehirn gewissermaßen vedekbaraillisieren und das Bewußtsein Stück für Stück in einen Computer überführen, so würde die Person wohl nicht lange weiterexistieren, denn ein solcher Eingriff würde die Psyche des Bewußtseins derart beeinflussen, dass man nicht mehr dieselbe Person ist wie vorher, sondern sich zu etwas anderem entwickelt. Und ob das dann noch die Person ist, die es mal war, glaube ich nicht und ich weiß auch nicht, ob ich es ausprobieren würde.
                      Republicans hate ducklings!

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                      • #12
                        Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
                        Allerdings würde ich eher von einer Übertragung der "Psyche" oder des "Geistes" sprechen. Das Bewusstsein ist ja nur ein bestimmter Zustand und macht nicht die gesamte Psyche aus.
                        Das Bewußtsein ist doch nur ein anderes Wort für die menschliche Psyche. Im Zusammenspiel mit dem Unterbewußtsein, so in der Psychologie.

                        Es beinhaltet Persönlichkeit und kognitive Prozesse.

                        Psychologisch und medizinisch ist das Bewußtsein ein Dauerprozess.



                        Das passt übrigens, nebenbei bemerkt, auch hervorragend zu der Theorie, die in der Philosophie des Geistes seit Jahrzehnten dominant ist: Dem Funktionalismus. Funktionalisten vertreten nämlich auch den Standpunkt, dass es für mentale Zustände nicht entscheidend ist, dass sie im Gehirn angesiedelt sind, sondern sie meinen, dass mentale Zustände ausschließlich über ihre kausale Rolle definiert sind, d.h. darüber, auf welche Inputs ein mentaler Zustand mit welchen Outputs reagiert. Deshalb sagt man, mentale Zustände seien "multibel realisierbar", d.h. auf den Stoff komme es gar nicht an, sondern nur darauf, dass dieselben kausalen Rollen, dieselben funktionalen Zustände vorliegen. Derselbe Geist kann daher ebenso gut in einem Gehirn wie auch auf einem Computerprozessor realisiert sein.
                        Jo. Die Quantität, Funktionalität und Anordnung des Netzwerkes ist wohl entscheidend.

                        Übrigens hat der Funktionalismus auch einige seltsame, kontraintuitive Konsequenzen. Z.B. gibt es da das "chinese-nation"-Gedankenexperiment: Angenommen man stattet die gesamte chinesische Bevölkerung mit Funkgeräten aus und gibt jeder einzelnen Person spezifische Anweisungen darüber, dass er beim Eingang bestimmter Funksignale andere Funksignale weiterschicken soll. Auf die Weise könnte man eventuell für kurze Zeit ein System erzeugen, das sich, was die funktionalen Zustände angeht, nicht von einem menschlichen Geist unterscheidet. Hätte aber deshalb die chinesische Nation wirklich Geist und Bewusstsein?
                        Wobei das nicht annhähernd an die Komplexität heranreicht. Vom Prinzip aber wohl ähnlich ist.

                        Ein anderes kollektives "Bewußtsein" ist wohl Kultur, Kunst und Zeitgeist. Genauso wie ein universelles Weltbild welches Schnittmengen der subjektiven Induviduen beeinhaltet und mit jedem einzelnen Bewußtsein kommuniziert.

                        Das wären teilbewußte Kollektive welche funktionell kein "geschlossenes" System bilden sondern offen und jederzeit (von außen) änderbar.

                        Total unbewußte Kollektive sind z.B. Insektenstaaten.

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                        • #13
                          Es kann sein, dass ich etwas falsch verstanden wurde…:
                          Ich habe absolut nix dagegen, dass mein Leben durch technische Hilfsmittel verlängert wird. Ich würde es sogar begrüßen, wenn ich noch mit 200 Jahren topfit bin! Ich will nur nicht irgendwann in eine Maschine transferiert werden, sondern in meinen Körper leben.
                          Das Transferieren des Bewusstseins in einen anderen Körper wird aber vermutlich eine nächste Evolutionsstufe darstellen - so wie aus Affen die Menschen geworden sind, so könnten aus Menschen eines Tages Roboter werden.

                          Ich denke aber auch, dass sehr viel verloren geht, wenn die Menschen unsterblich werden. Etwas, was uns - ja sogar jedes Lebewesen - definiert geht verloren; wir sind nicht mehr sterblich. Ist das Leben dann genauso kostbar? Wenn wir unseren Geist in eine Maschine transferieren können, dann könnte man doch regelmäßig ein Backup machen… wird die eine Maschine zerstört drückt man die Reset-Taste und läd das Backup! Die Probleme von Klonen und Überbevölkerung lass ich jetzt mal außen vor.
                          Das spannende am Leben könnte verloren gehen, wenn wir wissen, dass wir einfach (wie in einem PC-Spiel) wieder von vorne beginnen können.
                          Sicherlich hat das ganze auch Vorteil: wie Harmakhis sagt, könnte man die Welt bereise, neue Sprachen lernen; man hätte einfach viel mehr Zeit alles auszuprobieren!

                          Im Grunde sehe ich das aber wie endar....
                          "Viele Menschen wissen, dass sie unglücklich sind. Aber noch mehr Menschen wissen nicht, dass sie glücklich sind."
                          [Albert Schweitzer]

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                          • #14
                            Dann sag mir doch mal, endar, was genau sind denn die Kriterien dafür, dass man sagen kann, eine bestimmte Person zum Zeitpunkt 1 ist identisch mit einer Person zum Zeitpunkt 2.

                            Warum z.B. gelte ich als dieselbe Person wie der 3of5, der vor fünf Jahren über den Planeten gewandert ist, obwohl ich mich ja auch in vieler Hinsicht verändert habe? Z.B. wurde nahezu die gesamte Materie meines Körpers ausgetauscht; in rein "stofflicher Hinsicht" kann also auch zwischen mir und meinem früheren Ich keine Identität mehr bestehen.

                            Wenn nun diese Veränderungen (Austausch aller Atome) nicht ausreichen, um die personale Identität zu beeinträchtigen, warum dann die Übertragung des Bewusstseins auf ein künstliches Gehirn? Warum sollte letzteres eine ganz andere Geschichte sein?

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                            • #15
                              Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
                              Wenn nun diese Veränderungen (Austausch aller Atome) nicht ausreichen, um die personale Identität zu beeinträchtigen, warum dann die Übertragung des Bewusstseins auf ein künstliches Gehirn? Warum sollte letzteres eine ganz andere Geschichte sein?
                              Das ist überhaupt nicht mein Ansatz und auf diese Diskussion habe ich auch keine Lust. Ihr wartet ja nur darauf.
                              Ich bin halt nur der Meinung, dass ein menschliches Bewußtsein ohne menschlichen Körper nicht mehr lange ein menschliches Bewußtsein sein wird, sonder sich zu etwas anderem verändert. Und das hat mit der Frage der Übertragungsmöglichkeit gar nichts zu tun - es schließt diese sogar mit ein.
                              Republicans hate ducklings!

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