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Keine Angst vor Hornissen!

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  • Keine Angst vor Hornissen!

    Hornissen werden vielfach heute noch als gefährlich eingestuft und stoßen oft auf Ablehnung. Daran sind häufig falsche Vorstellungen über Verhaltensweisen der Hornissen und die Wirkung ihrer Stiche schuld. "Sieben Hornissenstiche töten ein Pferd, drei einen Erwachsenen und zwei ein Kind". Dieser Irrglaube hat sich seit Generationen gehalten und wohl dazu geführt, dass in manchen Gegenden die Hornissen durch gnadenlose Verfolgung leider recht selten geworden sind. In vielen Regionen Mitteleuropas ist die Hornisse mittlerweile sogar vom Aussterben bedroht!

    Wie alle anderen staatenbildenden Insekten verteidigen Hornissen nur ihr Volk und ihre Königin gegen tatsächliche oder vermeintliche Angriffe auf das Nest. Deshalb muss grundsätzlich zwischen zwei Verhaltensweisen unterschieden werden, dem Verhalten im unmittelbaren Nestbereich (Radius von 2-3m) und dem außerhalb des Nestbereiches. Selbstverständlich sind Störungen wie heftige Bewegungen, Blockieren der Flugbahn sowie Erschütterungen am Nest grundsätzlich zu vermeiden.

    Bei behutsamer Annäherung und ruhigem Verhalten ist es aber durchaus möglich, das rege Leben und die ständigen Flugbewegungen der Hornissen ganz aus der Nähe zu verfolgen, ohne gestochen zu werden. Hornissen verteidigen sich nur, wenn sie im unmittelbaren Nestbereich gestört werden, außerhalb dieser Zone sind Hornissen nie angriffslustig.

    Es ist viel zu wenig bekannt, dass Hornissen erstaunlich friedfertige Tiere sind, die nicht grundlos angreifen; sie sind sogar scheuer als Honigbienen und ziehen es immer vor, einem Konflikt durch Flucht auszuweichen. Wissenschaftlich ist längst erwiesen, dass Stiche von Hornissen nicht gefährlicher sind als die von Bienen und Wespen. Bedingt durch ihre beachtliche Größe und die lauten Fluggeräusche lösen Hornissen oft unbegründete Ängste aus. Wer dann, um die Tiere abzuwehren, um sich schlägt, könnte eventuell gestochen werden.

    Für den gesunden Menschen stellt ein Hornissenstich aber keine besondere Gefahr dar. Hornissengift ist nicht toxischer als Bienen- oder Wespengift!

    An dieser Stelle einige wissenschaftliche Fakten: Bienengift ist, da es leicht in größeren Quantitäten zu gewinnen ist, chemisch und toxikologisch sehr gut erforscht. Die LD50 (Giftmenge, die in 50% aller Fälle zum Tode führt) beträgt für Bienengift bei Versuchen an Ratten und Mäusen recht exakt 6 mg Gift je kg Körpergewicht (entspricht ca. 40 Stichen/kg Körpergewicht). Bei Hornissengift werden Zahlen von 10mg/kg (HABERMANN 1974) bis 90mg/kg (KULIKE 1986) genannt (entspricht ca. 154 - 180 Stichen/kg Körpergewicht). Das Bienengift hat demzufolge eine um den Faktor 1,7 -15 höhere Wirksamkeit als das Gift der Hornisse!

    Das Wespen- und Hornissengift ist nicht in erster Linie dafür bestimmt, gegen Wirbeltiere eingesetzt zu werden. Das mag verwunderlich erscheinen, ist es aber nicht: Der Verwendungszweck, für den die Stechapparate von Wespen und Bienen entwickelt worden sind, ist unterschiedlich! Bienen sind Nektar-Sammler, Wespen Insektenjäger. In einem Bienenstock lagern große Honigmengen und müssen gegen naschhafte und räuberische Feinde verteidigt werden. Solche waren und sind seit Urzeiten in erster Linie kleine und große Wirbeltiere, von der Spitzmaus über den Dachs bis hin zu Braunbären und Menschen. Wespen haben wesentlich weniger derartige natürliche Feinde.

    Das erklärt den Unterschied und noch einige Eigenheiten des Stechapparates der Honigbiene: Die Biene verliert ihren Stachel beim Stich eines Wirbeltieres. Dies bringt der Biene den Tod, erhöht aber die Wirksamkeit des Giftes, denn während eine stechende Biene leicht abgestreift werden kann, bleibt der Stachel stecken und gewährleistet dadurch, dass der Inhalt der Giftblase vollständig in die Wunde gelangt.

    Außer zur Verteidigung benützen Wespen und Hornissen ihren Stachel dagegen vorwiegend im Kampf gegen arteigene Rivalinnen und um große, sich heftig wehrende Beutetiere zu töten. Die Hornisse kann sich verschwenderischen Umgang mit ihrem Gift nicht leisten, da sie es bei der Jagd öfters benötigt. Ihre Giftblase enthält eine Giftmenge von etwa 0,5 mg Frischgewicht (entspricht 0,19 mg Trockensubstanz). Beim Stich wird in der Regel nur etwa 10-50% des Giftblaseninhaltes injiziert.

    Dadurch verschiebt sich das Gewicht der höheren Giftigkeit noch mehr auf die Seite der Honigbiene! Der Stechapparat der Biene ist für den Einsatz gegen Wirbeltiere perfektioniert, derjenige der Wespen- und Hornissen dagegen für die Insektenjagd.

    Wenn die Einstichstelle sofort ausgesaugt und gekühlt wird, tritt - wie nach einem Bienenstich - eine schnelle Linderung ein. In sehr seltenen Ausnahmefällen (nur bei etwa 2-3% der Bevölkerung) können Hornissenstiche, wie andere Insektenstiche auch, bei manchen Menschen mitunter allergische Reaktionen auslösen. Hierbei handelt es sich um Fehlschaltungen des Immunsystems. Diese Reaktionen beginnen mit Nesselsucht, Schwellungen und Rötungen an der Einstichstelle bis hin zur Atemnot; vorsichtshalber sollte man dann SOFORT einen Arzt kontaktieren.

    Besonderheit: Es muss jedoch grundsätzlich unterschieden werden zwischen einer Wespenstich- und der häufigeren Bienenstichallergie! Die Art der Allergie sollte durch eine fachärztliche Untersuchung nachgewiesen werden. Insektenstichallergie ist also nicht gleich Insektenstichallergie! Man unterscheidet verschiedene Schweregrade, u.a. schwere Lokalreaktionen (Stichstelle > 10 cm) sowie Allgemeinreaktionen vom Grad I-IV. Nur ein geringer Prozentsatz aller Betroffenen erleidet wirklich die schwerste Form (Allgemeinreaktion Grad IV, d.h. anaphylaktischer Schock).
    Also Leute. Nehmt euch das zu Herzen. Sie wollen sich WENN sie angreiffen, eigentlich nur verteidigen....

    Ich habe eine Besondere Liebe zu den Tierchen entwickelt.....also hört auf mich
    ~Burn the Land and boil the Sea, you can't take the Sky from me~

  • #2
    Biologie=Wissenschaft=entsprechendes Forum....
    Möp!

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    • #3
      Urgh... also ich muss ehrlich sagen: Vor Hornissen, Wespen und Bienen hab ich riesen Schiss. Die müssen nur in meine Nähe kommen und ich will schon abhauen. Furchtbar... Ich hatte mal im Deutschunterricht eine Wespe im Haar, das nicht gemerkt und als ich mir durchs Haar gefahren bin, hat sie mich in den Hals gestochen! Die Leute haben bedeppert geschaut, als ich aufgeschrien hab *lol*Na ja, war nicht wirklich schlimm, aber trotzdem hab ich total Angst vor denen

      Das älteste deutsche Stargate-Rollenspiel auf www.stargate-universe.de
      "Aber Josua sprach zu den zwei Männern, die das Land ausgekundschaftet hatten: Geht in das Haus der Hure und führt das Weib von dort heraus mit allem, was sie hat, wie ihr versprochen habt."

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      • #4
        Solange Du nicht wild um Dich schlägst, tun einem die Viecher doch nichts. Ist schon Jahre her, dass mich eine gestochen hat, und das war Notwehr, denn ich bin barfuß auf sie drauf gelatscht.

        Ok - bei einer Hornisse ziehe ich auch erstmal den Kopf ein, bis ich weiß, wo sie steckt, denn deren dunkles, bedrohliches Gebrumme hört sich an wie ein Tiefflieger, aber gestochen hat mich noch keine. Außerdem sind die wirklich schön und beeindruckend.
        *Behandle einen Stein wie eine Pflanze, eine Pflanze wie ein Tier und ein Tier wie einen Menschen.*
        *Alles was einmal war, ist immer noch, nur in einer anderen Form.*
        Indianische Weisheiten
        Ich bin nicht kaffeesüchtig, aber wenn ich irgendwann einmal verbrannt werde, werde ich vermutlich nicht zu Asche zerfallen, sondern zu Kaffeesatz! ;)

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        • #5
          *schnarch*

          is ja nicht unbedingt ne neugikeit das mit den Hornissen


          btw. ich hab seit nen paar Jahren auch ne allergie, Allerdings genau in der Mitte (also II)

          hab deswegen aber nicht mehr Angst vor den Viechern als früher
          Homepage

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          • #6
            Ja, solche Hornissen finde ich auch sehr beeindruckend, aber Angst habe ich keine vor Ihnen.
            Immer hin weiß man ja, dass man, je änglicher und hektischer man wird, leichter gestochen wird, weil die Hornissen, oder auch Wespen etc. sich durch hektische Bewegungen bedroht fühlen.
            Also warum Angst haben? Wenn man die Hornissen nicht in der Wohnung haben will kann man sie ja ganz ruhig und ohne Probleme nach draußen scheuchen.
            "We must question the story logic of having an all-knowing all-powerful god, who creates faulty humans, and then blames them for his own mistakes."
            Gene Roddenberry

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            • #7
              Ich habe auch überhaupt keine Angst vor Hornissen. Ich mag sie sogar sehr gerne, da sie nicht so aufdringlich sind, wie Wespen und ich weiß, wie ich mich richtig verhalten muss, damit sie mir nichts machen.

              Im übrigen war mein Opa Imker und er hat mich immer direkt mit zu den Bienenstöcken genommen. Ich bin direkt vor den Stöcken rumgelaufen ohne jegliche Schutzkleidung. Nur wenn er den Honig geerntet hat musste ich in ein separates Zimmer gehen.

              Ich bin mit den fliegenden Insekten aufgewachsen und von daher fehlt mir wohl auch die Grundangst der meisten Menschen.
              Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
              endars Katze sagt: “nur geradeaus” Rover Over
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              Der süßeste Mensch der Welt terra.planeten.ch

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              • #8
                Groß sind Hornissen, echt groß! Angst habe ich vor denen eigentlich nicht, sind eigentlich friedliebender als Wepen Bei den Wespen sieht das schon anders aus Die Viecher sind so was von aufdringlich und Aggressiv...
                O'Neill: Wenn es nur mir so ginge wäre der Fall klar. Aber was ist mit Teal'c? Im ernst, ist das dass Gesicht eines verrückten?... Ok, schlechtes Beispiel...
                Aus der Folge Kein Ende in Sicht.

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                • #9
                  Aufdringliche Hornissen? Hab ich noch keine Erlebt. Das trifft in meinen Beobachtungen immer nur auf Wespen zu.

                  Die Hornissen, die ich bisher gesehen habe haben sich nie um mich gekümmert.
                  Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
                  endars Katze sagt: “nur geradeaus” Rover Over
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                  • #10
                    Zitat von Spocky Beitrag anzeigen
                    Aufdringliche Hornissen? Hab ich noch keine Erlebt. Das trifft in meinen Beobachtungen immer nur auf Wespen zu.

                    Die Hornissen, die ich bisher gesehen habe haben sich nie um mich gekümmert.
                    Ich habe aufdringliche Wespen gesagt (Sorry, habe mich nicht deutlich genug ausgedrückt)
                    O'Neill: Wenn es nur mir so ginge wäre der Fall klar. Aber was ist mit Teal'c? Im ernst, ist das dass Gesicht eines verrückten?... Ok, schlechtes Beispiel...
                    Aus der Folge Kein Ende in Sicht.

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                    • #11
                      Ich hab Höllenangst vor Wespen, absolut übel. Und bei Hornissen rutscht mir erst mal das Herz in die Hose wenn ich sehe, speziell wegen ihrer Erscheinung. Aber es stimmt schon, nervige Erlebnisse hatte ich bisher nur mit Wespen. Aufdringliche Hornissen sind mir noch nie begegnet.

                      Insekten mag ich im Prinzip generell nicht so - Ausnahme: Schwebfliegen. Die werden leider oft mit Wespen verwechselt. Das würd ich gar nicht über's Herz bringen, eine kaputtzuhauen.
                      Mein Review zu Star Trek XI im Kino

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                      • #12
                        Oh, irgendwie bin ich grad zu sehr abgelenkt gewesen *zuNinalischiel*

                        OK, ich ziehe meine obige Aussage zurück und behaupte das Gegenteil
                        Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
                        endars Katze sagt: “nur geradeaus” Rover Over
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                        • #13
                          Angst habe ich vor Hornissen und den anderen vielleicht stechenden "Verwandten" nicht, aber Respekt. Man sollte schon aufpassen. Ich suche nicht die Nähe und entferne mich in einigen Situation auch (das fliegen wird ja irgendwann nervig), aber sonst nichts.

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                          • #14
                            In meiner Kindheit wurde ich mindestens 5 Mal jedes Jahr gestochen...Einmal hat mein Vater mit Spray ein Wespennest ausgeräuchert, er war 30 cm von dem Ding entfernt, ich dagegen 10 m...jetzt ratet mal wer gestochen wurde?

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                            • #15
                              Hornissen und ungefährlich? Meine Tante ist letzten Sommer nach einem Stich fast ums Leben gekommen: Der ganze Körper schwoll an. Und von einer Allergie war und ist nichts bekannt. Der Stich erfolgte folgendermaßen: Eine dieser strunzdämlichen Hornissen flog mal wieder planlos durch die Gegend und volle kanne gegen einen Sonnenschirm von dem sie abprallte und dann meine Tante traf und stach. Wenn man in der Nähe eines Hornissenbaus wohnt erlebt man dauernd sone Sachen. Ist auch nicht schön, wenn man sein Auto einparkt und sich am Garagenlicht innerhalb von 5min. 10-12 von den Biestern versammeln. Wenn man in der Einflugschneise von den Viechern sein Zimmer hat, darf man im Sommer weder Fenster öffnen noch süße Kaltgetränke trinken.
                              können wir nicht?

                              macht nix! wir tun einfach so als ob!

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