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Nachthimmel

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  • Nachthimmel

    Ein beeindruckendes Foto vom Standort des VLT in der chilenischen Atacama-Wüste zeigt, wie unser Nachthimmel aussehen könnte, wenn er nicht durch allgegenwärtiges Streulicht und Staub so vernebelt wäre:
    ESO: Der Himmel über dem VLT
    Bei der ESO gibt es noch größere Versionen davon:
    ESO 33/07 - The Planet, the Galaxy and the Laser - Associated Images
    "Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten." (Erwin Pelzig)

  • #2
    Hach was würde ich darum geben auch hier so einen Sternenhimmel zu sehen. Obwohl ich würde vor lauter in die Luft schauen ständig irgendwo gegen laufen oder umkippen.

    Wenn man das sieht kann man verstehen, warum unsere Vorfahren soviele Geschichten in die Sterne hineininterpretiert haben...
    Lieber eine Kerze anzünden, als über die Finsternis klagen.
    Schrimps und Krabben haben das Herz im Kopf.

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    • #3
      Naja, selbst wenn hier kein schmutz in der Luft wäre, so würde der Himmel trotzdem nicht so aussehen
      Das Bild ist nämlich eine Langzeitbelichtung von geschätzen 30 bis 50 Minuten. Wenn man das hier machen würde, kämen auch richtig tolle Bilder bei raus.
      "Wissenschaft ist die einzige Wahrheit, die reinste Wahrheit"

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      • #4
        Zitat von FirstBorg Beitrag anzeigen
        Naja, selbst wenn hier kein schmutz in der Luft wäre, so würde der Himmel trotzdem nicht so aussehen
        Das Bild ist nämlich eine Langzeitbelichtung von geschätzen 30 bis 50 Minuten. Wenn man das hier machen würde, kämen auch richtig tolle Bilder bei raus.
        Im Artikel steht 5 Minuten. [/Klugscheiss]
        Ich wurde schon als linkslinker Linksmarxistengutmenschlinker bezeichnet. Was soll das sein?

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        • #5
          Das ist schon klar, dass das nicht ganz so gewaltig aussehen würde. Ich kann mich aber noch an Zeiten erinnern, in denen es bei uns auf dem Dorf nicht so viel Streulicht gab und man nachts unglaublich viel mehr Sterne sehen konnte als heute. Auch das Band der Milchstraße sah imposanter aus.

          Sowas kann man heutzutage wohl nur noch im Hochgebirge oder in der Wüste erleben.
          "Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten." (Erwin Pelzig)

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          • #6
            Yep, die Lichtverschmutzung ist ein großes Thema in der astronomischen Gemeinde.

            Orte, an denen man Großteleskope aufstellen kann, sind sehr rar. Sie müssen viele Kriterien erfüllen.

            So muss ein solches Teleskop in großer Höhe stehen, damit es erstens nicht von der allgemeinen Wetterlage beeinträchtigt wird und zweitens um die Dicke der Atmosphäre, durch die das Teleskop hindurchsehen muss, zu minimieren.
            Dadurch wird das zwangsläufige Flimmern und Wabern, das durch atmosphärische Verwirbelungen, wenn Luftmassen verschiedener Temperatur aufeinandertreffen, erzeugt wird sowie die Luftbewegung durch Konvektion vermindert.
            In Zeiten der adaptiven Optik ist das aber zweitrangig geworden.

            Die Luftfeuchtigkeit am Teleskopstandort spielt jedoch immer noch eine wichtige Rolle.

            Wasserdampf absorbiert für astronomische Beobachtungen wichtige Wellenlängen des Lichts besonders gut, insbesondere Infrarot und Mikrowellen.
            Die monatsdurchschnittliche Luftfeuchtigkeit in der Atacama-Wüste in Chile liegt bei etwa (häufig sogar unter) 30% (Deutschland: 70 - 80%).

            Dies alles trägt dazu bei, dass selbst bei optimalen Lichtverhältnissen ein Bild der Milchstraße über Deutschland nie so gut werden würde wie auf dem Cerro Paranal oder auf dem Mauna Kea.
            Ever danced with the devil in the pale moonlight?
            -- Thug --

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            • #7
              Zitat von HiroP Beitrag anzeigen
              Wasserdampf absorbiert für astronomische Beobachtungen wichtige Wellenlängen des Lichts besonders gut, insbesondere Infrarot und Mikrowellen.
              Die monatsdurchschnittliche Luftfeuchtigkeit in der Atacama-Wüste in Chile liegt bei etwa (häufig sogar unter) 30% (Deutschland: 70 - 80%).
              Und Sub-mm, vergiss Sub-mm nicht ...

              Der ideale Standort für Teleskope aller Wellenlängen wäre die erdabgewandte Seite des Mondes. Leider zur Zeit noch Wunschdenken...

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              • #8
                Das ist ein schönes Bild.... den Nachthimmel in der Wüste zu sehen muss auch wunderschön sein... wenn man sich dort hinsetzt und einfach nur den Himmerl in der Nacht beobachtet vergisst man sicher alle Sorgen...

                Der Blick aus nem Shuttle muss auch atemberaubend sein.. besonders der Blick auf die Erde
                Scotty Tribute muss man gesehen haben Motobi in Graz
                Graz Autowerkstatt

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                • #9
                  Zitat von Floore Beitrag anzeigen
                  Und Sub-mm, vergiss Sub-mm nicht ...

                  Der ideale Standort für Teleskope aller Wellenlängen wäre die erdabgewandte Seite des Mondes. Leider zur Zeit noch Wunschdenken...
                  Sub-mm ist lediglich eine Zusammenfassung von allen Wellenlängen < 1mm, also inkl. dem sichtbaren Licht
                  .
                  Ich bezog mich speziell auf die Absorptionsfähigkeit des Wasserdampfs in der Atmosphäre.
                  Die Atmosphäre absorbiert natürlich auch kurze Wellenlängen wie UV teilweise und Röntgen und Gamma fast vollständig.
                  Ever danced with the devil in the pale moonlight?
                  -- Thug --

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                  • #10
                    Also für das unbewaffnete auge und das sichtbare Spektrum kann ich als Rhein Main Bewohner (Frankfurter City, Flughafen etc...)
                    Sagen 50km in den Taunus wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen und dann nachts direkt nach einem starken Regenguß raus. Da denkt man schon man ist woanders und nicht mehr zuhause.
                    hatte ich Sommer 2004 bei nem Grillabend. Sonst kann ich auch nur sagen was ich als Kind sehen konnte ist heute nur noch im Fehrnsehen möglich.
                    Wir verschmutzen wirklich alles und in allen Arten.(auf allen Frequenzen)

                    Ich nutze zwar auch die Segnungen des 21 Jahrhunderts wie den Compi an dem ich das gerade tippe, aber nachher arbeite ich auch wieder an meinem Langbogen aus dem 12 Jahrhundert. Ich könnte also auch so eine Weile Auskommen. Ob der Anblick aber den dauerhaften Verzicht wert ist wage ich zu bezweifeln.
                    Alleine ohne meine Teatanus Impfungen währe ich im Mittelalter vermutlich schon längst ein paar hundert mal an Blutvergiftung gestorben.
                    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.
                    Ein umtausch eines Fehlers impliziert kein allgemeines Umtauschrecht.
                    Wem auffällt das Posts von mir noch nachträglich editiert werden: Fehler die ich finde, tausche ich unaufgefordert um.

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                    • #11
                      Das ist der Hammer.
                      Ich bin froh zu denen zu gehören der so einen Himmel schon mal gesehen hat.
                      In Australien im Outback. Unbeschreiblich. Nur aus dem All kann er besser aussehen.

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                      • #12
                        Hier war schon einige Male die Rede davon, dass der Himmel aus dem Weltall am spektakulärsten aussieht.

                        Nun, vom LEO aus betrachtet, ist der Himmel zunächst einmal schwarz wie reiner, amorpher Kohlenstoff. Die Erde überstrahlt alles mit Ausnahme natürlich der Sonne.

                        Irgend wo zwischen Erde und Mond wird man vermutlich einen überwältigenden Himmel zu sehen bekommen, wenn man sich gegen Erde und Sonne abschirmt.
                        Für die perfekte Sicht würde ich persönlich mich auf die Rückseite des Mondes begeben, wenn ich könnte...
                        Ever danced with the devil in the pale moonlight?
                        -- Thug --

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                        • #13
                          Im All überstrahlt die Erde gar nichts, man könnte sie einfach mit der Hand abdecken (wenn man weit genug entfernt wäre) - oder in die andere Richtung schauen. Wegen fehlender Atmosphäre gibt es kein Streulicht und demnach auch nur eine Überstrahlung wegen der Empfindlichkeit unserer Augen, wenn wir die Erde im Blickfeld haben.
                          "Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten." (Erwin Pelzig)

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                          • #14
                            Zitat von Mondkalb Beitrag anzeigen
                            Im All überstrahlt die Erde gar nichts, man könnte sie einfach mit der Hand abdecken (wenn man weit genug entfernt wäre) - oder in die andere Richtung schauen. Wegen fehlender Atmosphäre gibt es kein Streulicht und demnach auch nur eine Überstrahlung wegen der Empfindlichkeit unserer Augen, wenn wir die Erde im Blickfeld haben.
                            Ich denke, das ist ja nun eigentlich genau das, was ich gesagt habe.
                            Ever danced with the devil in the pale moonlight?
                            -- Thug --

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                            • #15
                              Na gut, so gesehen.
                              "Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten." (Erwin Pelzig)

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