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Quoten! Wie entstehen sie und wie genau sind sie eigentlich?

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  • Quoten! Wie entstehen sie und wie genau sind sie eigentlich?

    Zitat von sven1310 Beitrag anzeigen
    Ich Persönlich halte das Ganze System für Totalen Schrott.
    Mal ehrlich wie Ungenau ist das Querschnitt hin oder her?
    Und hier zeigt sich, daß Du von Statistik keine Ahnung hast. Es liegt nämlich ausschließlich an der "Repräsentativität" dieses Querschnitts, ob man gute (= möglichst nahe an der Realität) oder völlig ungenaue oder gar falsche Ergebnisse bekommt.

    Es ist vielmehr so, daß dieses Forum hier alles andere als repräsentativ ist. Soll's ja auch gar nicht sein.

  • #2
    @Stormking: Ich habe ja nicht gesagt, dass ich Statistiken allgemein nicht vertraue. Wie Du schon sagst: Wenn man die Daten richtig auswählt, kann man mit 5500 Haushalten schon die richtigen Schlüsse auf das Sehverhalten von ganz Deutschland ziehen. Nur: Ich zweifle eben die Auswahl der Haushalte an, ich glaube nicht, dass die wirklich eine repräsentative Auswahl und ein genauer Querschnitt durch Deutschland sind. Wenn wirklich keine Singlehaushalte erfasst werden, dann ist es eben nicht wirklich repräsentativ, da es in Deutschland immer mehr (junge) Singlehaushalte gibt.

    @Drago: Also laut Amazon sollen die DVDs im März erscheinen, aber wer weiß, was Pro 7 nicht doch noch daran dreht...



    Wow, was für eine lebhafte Diskussion

    Das älteste deutsche Stargate-Rollenspiel auf www.stargate-universe.de
    "Aber Josua sprach zu den zwei Männern, die das Land ausgekundschaftet hatten: Geht in das Haus der Hure und führt das Weib von dort heraus mit allem, was sie hat, wie ihr versprochen habt."

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    • #3
      Zitat von Snobantiker Beitrag anzeigen
      @Stormking: Ich habe ja nicht gesagt, dass ich Statistiken allgemein nicht vertraue. Wie Du schon sagst: Wenn man die Daten richtig auswählt, kann man mit 5500 Haushalten schon die richtigen Schlüsse auf das Sehverhalten von ganz Deutschland ziehen. Nur: Ich zweifle eben die Auswahl der Haushalte an, ich glaube nicht, dass die wirklich eine repräsentative Auswahl und ein genauer Querschnitt durch Deutschland sind. Wenn wirklich keine Singlehaushalte erfasst werden, dann ist es eben nicht wirklich repräsentativ, da es in Deutschland immer mehr (junge) Singlehaushalte gibt.
      Das ist doch bloßes Hörensagen - wieso schaust du nicht einfach auf den entsprechenden seiten der AGF nach? Das Sample erfolgt als geschichtete Zufallsauswahl (d.h. bestimmten demographischen Daten der Gesamtbevölkerung gemäß) auf Basis des ADM-Mastersamples, daß für fast alle kommerziellen Umfragen verwendet wird. Die Auswahl einzelner Haushalte erfolgt nach dem "random-route"-Verfahren, d.h. an einem bestimmten zufälligen Startpunkt geht der Interviewer los und klingelt dann beim x-ten Haus links oder so. Der Haushalt füllt dann einen Fragebogen nach den demographischen Daten aus (natürlich nur wenn er einen Fernseher hat ) und kommt dann evtl. in die Stichprobe - selbstverständlich kann man sich da nicht selber bewerben... Weder werden Single-Haushalte systematisch ausgeschlossen noch Studenten - mit den GEZ-Daten hat die Erfassung nichts zu tun (zumal auch gebührenbefreite Studenten ja bei der GEZ erfasst sind). Wie bei jeder Erhebung gibt es natürlich Verzerrungen - aber diese sind eben kaum systematischer Natur. Die Repräsentativität des Panels wird beständig überprüft, ebenso wie seine Gültigkeit (d.h., ob die gemessenen Ergebnisse auch stimmen) - und die ist, verglichen mit einer unabhängigen Stichprobe per Telefonbefragung ziemlich genau (siehe http://ard-werbung.de/uploads/tx_mpp...ofsuemmer.pdf).

      So traurig es ist - die deutschen Fernsehhaushalte schauen tatsächlich der Quote gemäß, da steckt keine böse Verschwörung dahinter...
      Zuletzt geändert von Jack Crow; 06.02.2008, 16:36.

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      • #4
        Zitat von Stormking Beitrag anzeigen
        Bei sorgfältiger Auswahl der repräsentativen Gruppe ist es problemlos möglich, mit 5000 Stichproben ziemlich gute Aussagen über 80 Millionen Zuschauer zu machen.
        Ich muss ja auch viel mit Statistik hören und laufend wird einem das erzählt... glauben tue ich es trotzdem nicht. Ist die zu untersuchende Menge nicht so riesig und die Stichprobe verhältnismäßig ausreichend groß trifft das sicher zu, aber 5000 Leute sind 0,00625% der Gesamtmenge.
        Da soll mir bitte mal jemand verlässliche, empirische Daten zeigen, dass man von diesen 5000 Hansel wirklich auf die restlichen 79 995 000 Menschen schließen kann.
        Der Mensch ist doch viel zu individualistisch, als das man hier solche Pauschalisierungen machen könnte. Allein innerhalb einer Bevölkerungsgruppe sind die Menschen, die Interessen, usw. so divers...

        ... letztlich wird doch gesagt, wenn in den 5000 die paar repräsentativen Mitte-40er aus der Bildungsoberschicht kein Doctor Who schauen, dann schauen alle Mitte-40er aus der Bildungsoberschicht in Deutschland kein Doctor Who.
        Und das ist keine Statistik und keine Wissenschaft, sondern Kaffeesatz lesen. Die Kriterien für die Quotenerfassung sind IMO völlig willkürrlich und sagen kaum etwas differenziert über das wirkliche Sehverhalten aller Bürger in diesem Land aus.

        So eine Aktion wie in "Free Rainer" wäre wohl wirklich mal von Nöten.
        Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
        Makes perfect sense.

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        • #5
          Zitat von Harmakhis Beitrag anzeigen
          Ich muss ja auch viel mit Statistik hören und laufend wird einem das erzählt... glauben tue ich es trotzdem nicht. Ist die zu untersuchende Menge nicht so riesig und die Stichprobe verhältnismäßig ausreichend groß trifft das sicher zu, aber 5000 Leute sind 0,00625% der Gesamtmenge.
          Da soll mir bitte mal jemand verlässliche, empirische Daten zeigen, dass man von diesen 5000 Hansel wirklich auf die restlichen 79 995 000 Menschen schließen kann.
          Da gibt es nix zu glauben - das sind die Gesetze der Wahrscheinlichkeitsrechnung - du bist doch Naturwissenschaftler Die Repräsentativität einer Stichprobe hängt (mathematisch gesehen) fast ausschließlich an dem Auswahlverfahren - dies muss zufällig sein. Natürlich ist eine gewisse Mindeststichprobengröße notwendig, aber die bewegt sich im Bereich von ein paar Tausend (Wahlumfragen werden ja tlw. mit viel weniger Befragten gemacht). Natürlich ist diese Repräsentativität nicht 100% genau, aber die Verzerrungen sind erstens nicht systematisch und zweitens berechenbar. Und die Fehlerquoten bei großen Umfrageinstituten sind sogar noch geringer, weil diese jahrzehntelange Erfahrung haben und wissen, wen sie befragen müssen.
          Der Mensch ist doch viel zu individualistisch, als das man hier solche Pauschalisierungen machen könnte. Allein innerhalb einer Bevölkerungsgruppe sind die Menschen, die Interessen, usw. so divers...

          ... letztlich wird doch gesagt, wenn in den 5000 die paar repräsentativen Mitte-40er aus der Bildungsoberschicht kein Doctor Who schauen, dann schauen alle Mitte-40er aus der Bildungsoberschicht in Deutschland kein Doctor Who.
          Ja - eben weil die für die Stichprobe ausgewählten Mitt-40er repräsentativ sind . Und zwar weil die Abfragepersonen zufällig ausgewählt wurden. Das klingt erstmal merkwürdig, geb ich gern zu, aber es ist nunmal einfach so.
          Und das ist keine Statistik und keine Wissenschaft, sondern Kaffeesatz lesen.
          Das ist einfach reine Mathematik.

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          • #6
            Zitat von Harmakhis Beitrag anzeigen
            Ich muss ja auch viel mit Statistik hören und laufend wird einem das erzählt... glauben tue ich es trotzdem nicht.
            Tja sorry, das ist jetzt aber Deine persönliche Verschwörungstheorie.

            Zitat von Harmakhis Beitrag anzeigen
            Der Mensch ist doch viel zu individualistisch, als das man hier solche Pauschalisierungen machen könnte.
            Wunschdenken. So furchtbar individuell sind die Menschen nicht. Sie wären's nur gerne.

            Nachtrag: Die Diskussion hatten wir doch schonmal, oder?

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            • #7
              Zitat von Peter R. Beitrag anzeigen
              Wir werden immer als Individuen angepriesen,
              Weil es uns schmeichelt.

              Zitat von Peter R. Beitrag anzeigen
              aber ein solcher Querschnitt soll unser aller Sehgewohnheiten ermitteln können.
              Weil so die Realität aussieht.

              Zitat von Peter R. Beitrag anzeigen
              Das ist lachhaft. Mathematik hin oder her!
              Zweifelst Du auch die Gravitation an, weil es Dir lieber wäre, fliegen zu können?

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              • #8
                Jetzt streitet Euch doch nicht untereinander. Wir sollten lieber unsere Kräfte nutzen, um gemeinsam auf Pro7 herumzuhacken.

                Es ist wirklich schade. Ich hatte mich schon so darüber gefreut, endlich wieder eine schöne Samstagnachmittag-Serie zu haben. Gefallen hat es mir wirklich gut.
                Wer weiß, was nun schon wieder auf diesem Sendeplatz recycelt wird.

                Möglicherweise wird ja "Doctor Who" jetzt auch irgendwann im Nachtprogramm von Kabel 1 versendet.

                Gruß, succo
                Ich blogge über Blogger, die über Blogger bloggen.

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                • #9
                  Zitat von Stormking Beitrag anzeigen
                  Zweifelst Du auch die Gravitation an, weil es Dir lieber wäre, fliegen zu können?
                  Nein, aber nur weil die Gravitation empirisch belegt ist. Nur weil etwas mathematisch modellierbar ist, muss es nicht real sein.
                  Ich bin schon davon überzeugt, dass rein mathematisch bei dieser ganzen Geschichte alles in Ordnung ist, aber das sagt IMO noch nichts aus, solange man diese Modellierungen nicht empirisch überprüft und bestätigt hat.

                  Ich meine, hat denn jemand schon mal den Versuch gemacht empirisch solche Hochrechnungen zu belegen, so richtig systematisch und wissenschaftlich?
                  Zumindest deutet jede Wahl darauf hin, dass Hochrechnungen nicht das Papier wert sind auf das sie gedruckt werden... eben vielleicht, weil die Mathematik zwar stimmt, dies aber noch lange nichts über die Anwendbarkeit auf die Realität aussagt.

                  Man kann ja auch ein in sich mathematisch korrektes Universum aufstellen, in dem ... Kühe fliegen können. Mit der Realität hat das trotzdem nichts zu tun.
                  Das passiert doch in der Physik und Kosmologie jeden Tag, tolle mathematische Konstrukte, die dann aber leider aufgegeben werden, weil sie viel korrekt beschreiben, aber nicht die Realität.

                  Aber das ist wirklich offtopic, man könnte ja mal ein Thema zu Quotenboxen & Co. eröffnen.
                  Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
                  Makes perfect sense.

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                  • #10
                    Zitat von Harmakhis Beitrag anzeigen
                    Nein, aber nur weil die Gravitation empirisch belegt ist. Nur weil etwas mathematisch modellierbar ist, muss es nicht real sein.
                    Ich bin schon davon überzeugt, dass rein mathematisch bei dieser ganzen Geschichte alles in Ordnung ist, aber das sagt IMO noch nichts aus, solange man diese Modellierungen nicht empirisch überprüft und bestätigt hat.

                    Ich meine, hat denn jemand schon mal den Versuch gemacht empirisch solche Hochrechnungen zu belegen, so richtig systematisch und wissenschaftlich?
                    Zumindest deutet jede Wahl darauf hin, dass Hochrechnungen nicht das Papier wert sind auf das sie gedruckt werden... eben vielleicht, weil die Mathematik zwar stimmt, dies aber noch lange nichts über die Anwendbarkeit auf die Realität aussagt.
                    Wahrscheinlichkeitstheorie wurde in zahlosen Versuchen bestätigt (z.B. das Kerrich-Experiment) - und Wahlen sind eigentlich der Idealfall eines empirischen Tests für Hochrechnungen, da man zunächst die Prognose hat und dann die Vollerhebung. Und dabei zeigt sich eben, daß die aus einer kleinen Stichprobe berechneten Ergebnisse fast immer ziemlich genau mit den tatsächlichen Werten übereinstimmen. Ich sage bewußt "ziemlich genau" - natürlich gibt es eine Fehlermarge (die berühmten "3%") - und diese ist auch in der Theorie vorgesehen (es wird ja immer nur Wahrscheinlichkeiten gesprochen - 98% innerhalb zweier Standardabweichungen etc.). Ob z.B. die Linkspartei in ein Parlament kommt oder nicht hängt aber tlw. an Prozentanteilen hinter dem Komma - so genau kann eine Prognose halt nicht sein (und muss es zu Marktforschungszwecken z.B. auch nicht). Dazu kommt: Bei Wahlen werden Prognosen auf der Grundlage von Befragungen VOR der Wahl mit dem Ergebnis WÄHREND der Wahl verglichen - natürlich ist eine Stichprobe immer nur für den Zeitpunkt ihrer Erhebung repräsentativ, insbesondere bei kurzfristigen Entscheidungen wie Wahlen.
                    Was ganz anderes sind dagegen die Hochrechnungen während des Wahlabends, denn dabei wird ja aus den vorliegenden Ergebnissen (= Stichprobe - allerdings nicht zwangsläufig eine zufällige) auf die Gesamtheit hochgerechnet - und die erzielten Ergebnisse sind doch nach kurzer Zeit schon sehr genau. Wenn Repräsentativität nicht funktionieren würde müssten Forschungsgruppe Wahlen und Co dabei regelmäßig um Prozentdezile daneben liegen - tun sie aber nicht, sondern nur um wenige Prozentpunkte.

                    Aber das ist wirklich offtopic, man könnte ja mal ein Thema zu Quotenboxen & Co. eröffnen.
                    Und dann diese Beiträge da rein verschieben - leider kann ich das hier nicht

                    Aber um den Anschluß ans Thema zu schaffen: Quoten sind keine Phantasieprodukte - sie stimmen sicherlich nicht 100%ig genau, aber die Tendenz stimmt bis auf wenige Prozentpunkte überein (das weist z.B. die von mir verlinkte Untersuchung nach) und das reicht für den Zweck sicher aus. Doctor Who wurde bei der Erstausstrahlung, ohne nennenswerte Werbung udn zu einem ungünstigen Sendeplatz, sicher nicht von Massen gesehen (welches Interesse hätte Pro7 auch die Quote schlechtzureden - die haben schließlich Geld dafür bezahlt?) - IMO trotzdem kein Grund, der Serie nicht den Hauch einer Chance zu geben, da sind wir uns einig.

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                    • #11
                      Zitat von Jack Crow Beitrag anzeigen
                      Aber um den Anschluß ans Thema zu schaffen: Quoten sind keine Phantasieprodukte - sie stimmen sicherlich nicht 100%ig genau, aber die Tendenz stimmt bis auf wenige Prozentpunkte überein (das weist z.B. die von mir verlinkte Untersuchung nach) und das reicht für den Zweck sicher aus.
                      Ich denke es hat auch niemand behauptet dass sie der Phantasie entspringen, aber gerade bei den vielen Variablen, welche die verschiedenen TV-Sender und deren Programme darstellen, bin ich nicht 100 prozentig überzeugt ob man wirklich den Geschmack von 80 Mio. Menschen mit 5000 feststellen kann. Außerdem werden wohl auch bei uns nicht die Aufzeichungen in Betracht gezogen, oder? Ich habe mir die letzten Doctor Who Folgen z.B.: von einem Online-Portal aufzeichnen lassen. Ich wäre also auch trotz Box nicht erfasst worden. Wenn ich mich recht erinnere gibt es in den Zusammenhang ja auch größere Kritikpunkte in den USA gegenüber Nielsen Media Research.

                      Und es ist sicherlich auch nichts Schlechtes daran Prozesse in Frage zu stellen. Denn dafür sind Erörterungen, wie sie in diesem Forum stattfinden, schließlich da.

                      @stormking: Dir würde ich empfehlen deinen Agro-Level etwas herunterzufahren. Die gehst manche User immer gleich an, als ob sie deine Mutter beleidigt hätten oder ähnliches. Und das fällt mir nicht zum erstenmal auf. Ein umgänglicherer Ton (Schreibstil) würde sicher nicht schmerzen!
                      <<I brought back a little surprise for the Dominion.>> (Benjamin Sisko)

                      Die Erde ist das einzige Irrenhaus, das von seinen Insassen verwaltet wird.
                      (René Wehle)

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                      • #12
                        Quoten! Wie entstehen sie und wie genau sind sie eigentlich?

                        Ich eröffne diesen Thread eigentlich nur weil wir mit dieser Grundsatzdiskussion bis jetzt in einem Thread führten, welcher dafür völlig ungeeignet ist!

                        Wer also begeistert über ein solches Themen reden will kann es hier tun!
                        <<I brought back a little surprise for the Dominion.>> (Benjamin Sisko)

                        Die Erde ist das einzige Irrenhaus, das von seinen Insassen verwaltet wird.
                        (René Wehle)

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                        • #13
                          Soll es jetzt hier auch um Quoten allgemein gehen, oder um TV-Einschaltquoten, wie in diesem ungeeigneten Thread.

                          Also, mich würde da speziell mal interessieren, wie genau für die TV-Quote nun der Bevölkerungsschnitt ermittelt wird.

                          "Überwacht" bzw, registriert man da bestimmte Gemeinden, die man als repräsentativ einstuft sind, oder sind das Leute, die über das ganze Land verteilt sind, aus allen Schichten kommen und die man dann zu einem "Gesamtbild" zusammenfasst?

                          Gruß, succo
                          Ich blogge über Blogger, die über Blogger bloggen.

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                          • #14
                            @ succo: wikipedia hilft wie immer
                            1975 führten die Fernsehanstalten in der Bundesrepublik Deutschland ein Teleskopieverfahren mittels eines speziellen Gerätes durch. Der mit dem TV-Gerät verbundende „Teleskomat“ (40 cm breit, 10 cm hoch) wurde in 1.200 repräsentativ ausgewählten Haushalten eingesetzt. Das Gerät verfügte über 6 Programm- und 7 Personentasten, eine Zeituhr und ein elektronisches Aufzeichnungsgerät, das alle eingedrückten Daten der Fernsehzuschauer speicherte und nachts per Telefon an einen Zentralrechner in Bad Godesberg sendete.

                            Die so genannte Teleskopie findet in Deutschland heute im Auftrag der Sender über die Gesellschaft für Konsumforschung statt. Die Quotenerhebung kostet bis zu 20 Millionen Euro jährlich. Das geplante „Telecontrol Score“ wird die Erhebung um rund ein Viertel verteuern, da das System auch Fernsehen über Computer sowie zeitversetzte Nutzung via Festplatte berücksichtigen soll.

                            Durch 5.640 Haushalte (davon 140 mit Hauptverdiener ohne deutsche Staatsbürgerschaft, aber mindestens mit EU-Pass[1]) mit ca. 13.000 Bewohnern wird für über 34 Millionen deutschsprachige Fernsehhaushalte mit insgesamt zirka 73 Millionen Zuschauern repräsentativ gemessen, welche Teile der Bevölkerung welche Sendungen auf welchen Programmen sehen.

                            Die Haushalte zur Erhebung der Einschaltquote sind nach dem Zufallsprinzip ausgewählt, telefonisch kontaktiert und bekamen zur Erhebung der Daten eine sogenannte „Quotenbox“, offiziell GfK-Meter, zugesandt.

                            Die GfK in Deutschland stellt dem Endverbraucher keine Messdaten zur Verfügung, die meisten Sender liefern eine vereinfachte Auswertung (pro Sendung, oder pro Tag) auf ihren Videotext-Seiten.

                            Im Radiobereich gibt es in der Schweiz eine vergleichbare Methode mit der sogenannten Radiowatch.
                            Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Multi-MIlliardenschwere Werbeindustrie da nicht längst was gegen unternommen wäre, wenn man ernsthaft davon ausgehen könnte, dass die Zahlen evtl. unpräzise wären. Oder sie hätten schon längst ein eigenes System auf die Beine gestellt.
                            Daher kurz und knapp: Die Zahlen stimmen, wenn man mal nachkommastellen vernachlässigt, ganz sicher.

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                            • #15
                              Es ist schon schwer zu glauben das 13000 Personen für 73 Millionen repräsentativ sein können. Aber die Zahl selber ist wohl nicht so wichtig sondern eher wie sie zusammengesetzt ist. Welche Anteile aufgegriffen werden. Der Rest läßt sich extrapolieren.

                              Allerdings darf sich auch nicht zu klein sein denke ich.

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