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Energie aus dem Erdinneren

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  • Energie aus dem Erdinneren

    Heut abend 22.45 SAT-1 Plantopia
    Vorbericht aus der HÖRZU : 99 Prozent der Erde sind heißer als 1000 Grad !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Damit müßte doch eine wissenschaftliche Lösung der Erschließung der Erdwärme in GROSSEM Stile alle Prioritäten genießen !

    Wenn man alle Mittel konzentrieren würde (solar , Wind , gas , atom usw.)
    Alle Mittel konzentrieren auf Erdwärme !!!!

    Wäre da nicht die sauberste , sicherste und vor allem unendliche lösung unserer energieprobleme zu finden ??????????

  • #2
    Die Idee den Erdkern anzuzapfen ist nicht neu, nur ergeben sich da enorme Technische Hindernisse die wir heute noch nicht überwinden können.

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    • #3
      Bis zum Kern muss man ja nicht vordringen... Aber selbst die tieferen Schichten der Erdkruste werden nur mit vergleichsweise grossem Aufwand angezapft. Verschiedene Verfahren, die getestet wurden, haben alle ihre Probleme.

      Die typische Erdsonde reicht zu wenig tief herab, um wirklich "erneuerbar" zu sein, denn der Boden kühlt dann langsam aus. Nach 20, 30 Jahren musst du eine neue bauen, etwas seitlich davon.

      Das "Hot Dry Rock" Verfahren, das in der Nähe von Basel (CH) ausprobiert wurde, bei dem Wasser in eine Tiefe von 2.5 km gepresst wird und dann als "künstlicher Geysir" zu Stromproduktion genutzt werden kann, hat offenbar einige Erdbeben ausgelöst - seither liegt das Projekt auf Eis.

      Das Problem ist auch, dass die Energiedichte der Erdwärme nicht sehr gross ist: bei gleichem Material- und Geldaufwand holt man aus der Sonnenenergie mehr raus.
      Planeten.ch - Acht und mehr Planeten (neu wieder aktiv!)
      Final-frontier.ch - Kommentare vom Rand des Universums

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      • #4
        Ich glaube in Island versuchen sie auch zu bohren.Geht da wohl um sehr heisses Wasser, welches sich über Magmablasen angesammelt hat. "Super-Liquid"(?) oder so ähnlich schimpft sich das wohl.

        Problem soll nur der imense Druck und die Zusammensetzung des Wassers sein, welche die Bohrgeräte zersetzen könnte durch den hohen Säuregehalt.
        Behauptet wurde, wenn es gelingen würde dieses Liquid zu fördern, könnte ein sehr großer Teil der Weltenergie damit abgedeckt werden.

        Meine Frage:

        Ist das übertrieben?

        Habe jetzt leider keine Quellen dazu. Hab das irgendwo letztens im Fernsehen gesehen.
        "Education is the most powerful weapon which you can use to change the world."Nelson Mandela
        DEUTSCHE AIDS-HILFE-DRK
        ÄRZTE OHNE GRENZEN-AMNESTY INTERNATIONAL DEUTSCHLAND

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        • #5
          Also 20,30 Jahre heizen ist mit einer Erdsonde schonmal eine tolle Investition: Immerhin wird die Technik im Gegensatz zu Erdöl/Gas nie verschwinden können.
          Wieviel Prozent des Primärenergieverbrauchs könnte man wohl durch Flächendeckenden Einsatz von Erdwärme gewinnen?
          Und ich glaube auch nicht, dass der Boden sich wirklich ganz abkühlt, eher nimmt die Temperaturdifferenz mit längerer Nutzung ein wenig ab.
          können wir nicht?

          macht nix! wir tun einfach so als ob!

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          • #6
            Wieviel Prozent des Primärenergieverbrauchs könnte man wohl durch Flächendeckenden Einsatz von Erdwärme gewinnen?
            Heizenergie (und das ist das deutlich meiste des Gesamtverbrauchs) sollte eigentlich zu annähernd 100% drin sein. Die Bodenabkühlung sollte eigentlich kein Problem sein. Im Sommer kann man den Kreislauf ja auch umkehren und das ganze als Klimaanlage benutzen, dann fließt die Wärme wieder zurück.

            Bei Erdwärmekollektoren (das sind die die in 1,5m Tiefe vergraben werden) braucht es wohl derzeit für 10kw Wärme 300m² Platz (entspricht ungefähr 2500l Heizöl pro Jahr, was für einen 150m² Neubau ausreicht). Dafür braucht es also etwas Garten sollte auf dem Land und auch in der Vorstadt kein Problem sein. Die Kollektoren kosten rund 3000€ (mein Bruder hat sowas in seinem Neubau, klappt hervorragend), dazu kommt dann noch die Wärmepumpe, etc... Der Anschaffungspreis war nur unwesentlich höher als bei einer Ölheizung.

            Es gibt da wohl auch noch ein System (Name fällt mir einfach nicht ein), was in 5m Tiefe vergraben wird. Sieht aus wie eine große Drahtkugel, etwa 1m breit und tief. Davon muss man für ein durchschnittliches Einfamilienhaus wohl 8-10 Stück vergraben. Braucht also sehr viel weniger Fläche.

            Die richtige Tiefenbohrung geht wohl bis auf 200m runter. Eine Bohrung reicht wohl für ein Einfamilienhaus. Flächenbedarf ist dann wirklich minimal. Bei einem Neubau macht man das wohl direkt unter dem Haus. Nachteil ist hier der Preis für die Bohrung.

            Die Wärmepumpe braucht natürlich auch wieder Strom, derzeit ist die Ausbeute wohl 1:6, man muss also 1kw Strom reinstecken um 6kw Wärme rauszubekommen.

            Wie es mit Stromerzeugung in Privathaushalten aussieht weiß ich nicht. Kann mir aber nicht vorstellen, dass sich die notwendige Technik wirklich rechnet. Das ist wohl eher etwas für die Städte (siehe z.B. Landau).
            "Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht ist zu Recht ein Sklave"
            (Aristoteles 384 v.Chr. - 322 v.Chr.)

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            • #7
              Die Wärmepumpe braucht natürlich auch wieder Strom, derzeit ist die Ausbeute wohl 1:6, man muss also 1kw Strom reinstecken um 6kw Wärme rauszubekommen.
              Da drängt sich mir dann doch gleich die Frage auf, ob nicht Wärme in Strom mit einem Wirkungsgrad besser als 3:1 umgewandelt werden könnte.
              können wir nicht?

              macht nix! wir tun einfach so als ob!

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              • #8
                Zitat von blueflash Beitrag anzeigen
                Da drängt sich mir dann doch gleich die Frage auf, ob nicht Wärme in Strom mit einem Wirkungsgrad besser als 3:1 umgewandelt werden könnte.
                Nicht bei den geringen Temperatur-Unterschieden.

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                • #9
                  das problem mit jedweder form der geothermie ist der technische aufwand.
                  die jemals tiefste bohrung der welt wurde mit reichlich 12,200 m vor vielen jahren in der sowjetunion durchgeführt. zwölf kilometer!

                  das erdinnere ist wesentlich lebensfeindlicher & technologiefeindlicher als bspw. der weltraum.

                  umgekehrt muß man der energiepolitik der letzten jahrzehnte allerdings vorhalten, daß man heute mit geothermie lichtjahre weiter wäre, hätte man solche mittel in die technologie gepumpt, wie man es einst bei der atomkraft tat.
                  in anbetracht der klimadebatte und dem absehbaren ende der fossilen energieträger müßte auch die ökonomiedebatte beendet werden. nur weil die kaufleute stets behaupten, zukünftige energietechnik müsse sich grundsätzlich wirtschaftlich rechnen, ist das aus sicht des ingenieurs nicht automatisch eine intelligente aussage.

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                  • #10
                    Ob man Geothermie flächendeckend nutzen kann, hängt hauptsächlich von der geographischen Lage ab.

                    Hier in Mitteleuropa ist es thermisch viel zu ruhig um Geothermie in großem Stil auszubauen.

                    Für vulkanisch sehr aktive Regionen gilt das nicht. Island sitzt auf einem Hot Spot und bezieht 73% seines Primärenergiebedarfs aus Geothermie.

                    Also: Flächendeckend wird man Geothermie nie nutzen können. Starke lokale Nutzungen gibt es abhängig von der geographischen Lage heute schon.
                    Ever danced with the devil in the pale moonlight?
                    -- Thug --

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                    • #11
                      genau das ist aus technischer betrachtung her unsinn. geothermie ist deswegen auf geoaktive gebiete beschränkt, da nie ausreichend in diese technologie investiert wurde. ansonsten wäre man in der lage, heute an jedem punkt der welt so tief zu bohren, daß eine nutzung in den bereich des möglichen rückte.

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                      • #12
                        Stimmt schon.

                        Es ist aber so, wie es ist. Auf den Prioritätslisten der großen Energiekonzerne steht diese Art der Energiegewinnung noch weit unten. Zu wenig Profit ist zu machen bei zu hohen Investitionen.
                        Ever danced with the devil in the pale moonlight?
                        -- Thug --

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                        • #13
                          Hier in Mitteleuropa ist es thermisch viel zu ruhig um Geothermie in großem Stil auszubauen.

                          Für vulkanisch sehr aktive Regionen gilt das nicht. Island sitzt auf einem Hot Spot und bezieht 73% seines Primärenergiebedarfs aus Geothermie.
                          Wie sieht es den in der Vulkaneifel aus? Laut wikipedia gibts da eine 1.000 bis 1.400°C heiße Zone, sollte doch eigentlich ausreichen.

                          Also: Flächendeckend wird man Geothermie nie nutzen können. Starke lokale Nutzungen gibt es abhängig von der geographischen Lage heute schon.
                          Zur Stromversorgung glaube ich das auch nicht, zum Heizen wie oben geschrieben aber schon und das überall. Wenn man dann bedenkt, dass der Anteil der Wärmeenergie am Gesamtenergieverbrauch ganze 80% sind ist das doch schonmal garnicht so schlecht. Die 20% Strom müssen dann halt anders Erzeugt werden, den Co2 Ausstoss um diese 80% zu senken (wird etwas weniger sein, wenn man den zusätzlichen Verbrauch durch die Wärmepumpe einberechnet, aber da kann man ja auch mit ein paar Solarzellen auf dem Dach gegensteuern) ist jedenfalls schonmal nicht schlecht. Gekoppelt mit diesen neuen Wasserstoffsolarzellen (siehe heise online - Solaranlage zur Treibstoffproduktion ) für die Fahrzeuge sieht es doch ganz gut aus. Es bräuchte nur den politischen Willen und ordentlich Geld um das ganze zu fördern und da sehe ich leider schwarz.
                          "Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht ist zu Recht ein Sklave"
                          (Aristoteles 384 v.Chr. - 322 v.Chr.)

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