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dunkle Materie und eine mögliche Quelle!?

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    #16
    Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Kaum, da gäbe es sicher bessere und erfahrenere...
    Bessere Wissenschaftler oder bessere Bohlens? Habt ihr da auf der Alm eigentlich keine eigene castingshow oder gönnst du dir das deutsche, weil es besonders übel ist?

    Zitat von Bernd Jaguste
    Somit ergeht er sich mal wieder darin, pausenlos Gift und Galle zu spucken.
    Ja, so kennen und schätzen wir unseren Bynaus.
    Republicans hate ducklings!

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      #17
      Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
      Die Masse / Energie der virtuellen Teilchen ist verschieden von Null. Bloss wird durch die Bildung von virtuellen Teilchen keine zusätzliche Masse / Energie generiert, wie Bernd Jaguste fälschlicherweise meint, das heisst, der Energiegewinn (für das Universum) durch die Bildung von virtuellen Teilchen ist = 0. Denn diese Teilchen entstehen ja nicht einfach aus dem Nichts (schon, aber nicht aus dem "energetischen Nichts"): diese Paarbildung erfolgt auf einen äusseren Energieimpuls, etwa ein Photon: dessen Energie wird spontan zu Teilchen und Antiteilchen (z.B. Elektron und Positron) umgewandelt, die bei der Annihilation kurz darauf wieder frei wird (ausser bei der Hawking-Strahlung, wo die Teilchen durch den Ereignishorizont des Schwarzen Lochs geteilt werden).
      Ich verstehe davon nur ca. 0.001%. Allerdings meinen Namen kann ich erkennen!!

      Der Versuch eine ernsthafte Frage zu stellen:
      Ist damit auch Hawkings Korrektur gemeint, dass sehr wohl etwas dem Schwarzen Loch entrinnen kann?

      Soviel ich weiss, hat er in seinem Buch (Das Universum in einer Nußschale) ja dieses getan.
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        #18
        Da verstehe ich etwas nicht, Bynaus. Ich dachte, die Paarbildung und Vernichtung geschieht mehr oder weniger von sich heraus, ein Photon sei nicht notwendig. Ein Photon bildet ein Elektron-Positron-Paar, höchstens die Impulserhaltung macht einem im Vakuum Sorgen, mit 2 Photonen als Wechselwirkungspartner gibt es sogar da keine Probleme, egal, ob die Teilchen hinterher wieder zerstrahlen. Das ganze ist ein normaler Vorgang, der den Energieerhaltungssatz nicht antastet und nicht innerhalb der Unschärfe ablaufen muss (Der Kanal mit 2 Photonen ist sehr selten).
        Weshalb sollte es die Hawking-Strahlung geben? Das schwarze Loch würde Impuls übernehmen, aber doch keine Masseenergie verlieren, da die vom Photon stammte?

        EDIT:
        Bei der Hawking-Strahlung sieht es nur so aus, als würde das schwarze Loch Teilchen emittieren.
        Nahe des Ereignishorizont entsteht ein Teilchenpaar, das eine Teilchen stürzt jetzt aber über den Ereignishorizont, das andere Teilchen entkommt. Somit kann es nicht zur Rekombination der beiden Teilchen kommen und der Energieerhaltungssatz wäre verletzt. Dem ist aber nicht so, da das schwarze Loch bei dem Vorgang Energie verliert, und zwar genau die Energie, die das hineingestürzte Teilchen hatte. Somit ist der Energiehaushalt wieder ausgeglichen, das schwarze Loch hat etwas seiner Masse verloren (auch wenn das widersinnig erscheint, weil ja ein Teilchen hineingefallen ist) und ein einzelnes Teilchen bewegt sich vom Ereignishorizont weg. Es sieht so aus, als würde dieses Teilchen direkt vom schwarzen Loch emitiert werden, sogar energetisch, da das Loch genau die Energie dieses Teilchens verliert.

        Hawkings Widerruf bezog sich, glaube ich, auf die Frage, ob Informationen in einem schwarzen Loch verloren gehen, oder erhalten bleiben. Er hatte postuliert, dass jegliche Information in einem schwarzen Loch verloren ginge, revidierte dann aber seine Meinung. Oder hat sich da noch etwas getan?

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          #19
          Ich dachte, die Paarbildung und Vernichtung geschieht mehr oder weniger von sich heraus, ein Photon sei nicht notwendig.
          Ich dachte lange auch, dass es sich bei der Paarbildung um die Bildung von einem Teilchen mit positiver und einem mit negativer Energie handelt. Dem ist aber nicht so. Positive Energie in Form von Strahlung (einem Photon) wird im Vakuum kurzzeitig in Teilchen umgewandelt, und diese wieder zurück in Strahlung. Photonen für diesen Prozess sind im Universum in Form der kosmischen Hintergrundstrahlung genügend vorhanden. In einem völlig photonenfreien Raum würde es aber wohl trotzdem zur Paarbildung kommen, wenn der um die "Nullpunktenergie" fluktuierende Grundzustand des Vakuums irgendwann genügend Energie (lokal) akkumulieren kann, um die Energie für die Paarbildung bereit zu stellen (so habe ich das zumindest verstanden). Man kann sich das so vorstellen, dass das Universum aus einem dichten Netz besteht, dessen Knotenpunkte schwingen. Durchläuft ein Teilchen das Feld, schlagen die Knotenpunkte entsprechend aus. Aber auch wenn "alles ruhig" ist, schwingen die Knotenpunkte schwach hin und her und bilden so einen "See" von "virtuellen Teilchen".

          höchstens die Impulserhaltung macht einem im Vakuum Sorgen
          Der Impuls der Teilchen ist so, dass er sich zusammengezählt zum Impuls des bildenden Photons addiert, also kein Grund zur Sorge.

          Ist damit auch Hawkings Korrektur gemeint, dass sehr wohl etwas dem Schwarzen Loch entrinnen kann?
          Darauf hat Floore schon richtig geantwortet. Hawking dachte, dass die Information, die in ein SL fällt, unwiderbringlich verloren sei, und vermutete deshalb, dass SLs eine Brücke in ein anderes Universum schlagen würden (um die "Erhaltung der Information" zu gewährleisten). Er hat sich jedoch überzeugen lassen, dass alle Information, die ins SL fällt, letztlich wieder in der Hawking-Strahlung, die das SL abgibt, enthalten ist, womit das Bedürfnis nach "anderen Universen" wieder entfällt.
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            #20
            Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
            In einem völlig photonenfreien Raum würde es aber wohl trotzdem zur Paarbildung kommen, wenn der um die "Nullpunktenergie" fluktuierende Grundzustand des Vakuums irgendwann genügend Energie (lokal) akkumulieren kann, um die Energie für die Paarbildung bereit zu stellen (so habe ich das zumindest verstanden).
            Ich auch. Ich hatte dich dann in deinem Post missverstanden, weil ich dachte, du forderst zwingend ein Photon für diesen Prozess der Vakuumfluktuation.
            Die Erklärung mit dem Netz gefällt mir.

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              #21
              Hallo Forum,

              ob es nun gut für mich war, den Link auf die Diskussion in AstroNews.com zu setzen oder nicht, ist sicherlich auch eine Frage des jeweiligen Standpunktes. Solange wie man mir nicht den Maulkorb umgebunden hatte (ich hatte wiederholt meine nicht lehrbuchgerechte Meinung geäußert), hatte Herr Matthias Meier (alias Bynaus) aus meiner Sicht keine Gegenargumente. Gut, zum Schluss kam er und wollte eine mathematische Formel sehen, die er letztendlich auch bekommen hat. Das macht der alte Pfadfinder aber immer, wenn er keine anderen Argumente mehr hat. Von daher steht es jedem Leser frei, sich eine eigene Meinung zu bilden. Und nur dafür habe ich den Link gesetzt.

              Nun möchte ich aber noch ein paar Worte zum eigentlichen Thema abgeben. Die Diskussion läuft aus meiner Sicht in eine völlig falschen Richtung. Es ist nicht meine Absicht, zum wiederholten Mal zu diskutieren, ob die Vakuumteilchen nun reell oder virtuell sind, bzw. ob die Summe der Vakuumenergie in einer Vakuumkammer gleich Null ist. Das möchte ich gern Eurer eigenen Phantasie überlassen. Ich bleibe lieber bei den Fakten. Im Vakuum entstehen Teilchen, die messbar Metallplatten verschieben PUNKT Am Rande sei aber doch noch erwähnt, dass Teilchen und Antiteilchen bei der gegenseitigen Vernichtung 2 Photonen aussenden. Aus 2 Photonen kann man wiederum ein Teilchen und sein Antiteilchen herstellen. Und Ihr habt es bestimmt schon erraten, die können sich wieder vernichten und senden dabei 2 Photonen ab. Naja, nun schreibe ich doch über Vakuumenergie. Entschuldigung. Also zurück zum Thema, die Teilchen, die da die Metallplatten messbar verschieben, müssen für ihre Lebenszeit ein Gravitationspotential haben. Es ist vielleicht nur klein und die Lebenszeit ist sehr kurz, auf der anderen Seite gibt es aber unendlich viel Vakuum. Wenn sich auf allen Seiten eines Körpers gleich viele Vakuumteilchen bilden, gibt es kein Gravitationsunterschied und man kann die Gravitation der Vakuumteilchen nicht nachweisen. Erst wenn sich an einer Stelle des Universum mehr Vakuumteilchen bilden, als an einer anderen Stelle, dann spürt man ein Gravitationspotential. Wenn sich beispielsweise in einer Galaxie mehr Vakuumteilchen bilden als außerhalb, dann besitzt die Galaxie ein Gravitationspotential, welches durch die sichtbare und uns bekannte Materie nicht gedeckt ist. Daher ist meine Vermutung, dass die Ursache der von der "Dunklen Materie" hervorgerufenen Gravitationswirkung, die Gravitation der Vakuumteilchen ist. Zu deutsch und schweizerisch (letzteres für meinen lieben Pfadfinder): Die gesuchte "Dunkle Materie" besteht aus Vakuumteilchen.

              Und darüber wollte ich mit Euch diskutieren.
              Viele Grüße sendet
              Bernd Jaguste

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                #22
                Also zurück zum Thema, die Teilchen, die da die Metallplatten messbar verschieben, müssen für ihre Lebenszeit ein Gravitationspotential haben.
                Gravitation zieht an Materie und drückt sie nicht weg?
                Loriot: Kraweel, kraweel. Taub-trüber Ginst am Musenhain, trüb-tauber Hain am Musenginst. Kraweel, kraweel.

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                  #23
                  Zitat von Floore Beitrag anzeigen
                  Hawkings Widerruf bezog sich, glaube ich, auf die Frage, ob Informationen in einem schwarzen Loch verloren gehen, oder erhalten bleiben. Er hatte postuliert, dass jegliche Information in einem schwarzen Loch verloren ginge, revidierte dann aber seine Meinung.
                  Danke Floore.
                  Also vestehe ich richtig, dass die von dir erwähnte Information etwas ist, was keinerlei Masse hat? Sorry, ich komme einfach mit diesem Begriff "Information" in diesem Zusammenhang nicht klar.

                  Zitat von Bynaus
                  Hawking dachte, dass die Information, die in ein SL fällt, unwiderbringlich verloren sei, und vermutete deshalb, dass SLs eine Brücke in ein anderes Universum schlagen würden (um die "Erhaltung der Information" zu gewährleisten). Er hat sich jedoch überzeugen lassen, dass alle Information, die ins SL fällt, letztlich wieder in der Hawking-Strahlung, die das SL abgibt, enthalten ist, womit das Bedürfnis nach "anderen Universen" wieder entfällt.
                  (Fett Markierung durch mich)


                  Also bedeutet das, dass nichts verloren gehen darf? Weil du ja schreibst, dass Hawking deshalb eine andere Erklärung suchte.
                  Gibt es eine Gesetzmäßigkeit, die ein endgültigen Verlust von "Dingen" (in dem Fall die Information), nicht erlaubt?

                  (puuuh...mein Kopf raucht, würd´s so gerne verstehen)

                  @ Bernd Jaguste

                  Deine Anmerkungen zu und über Bynaus hier in diesem Forum finde ich deplatziert und mehr als überflüssig.
                  Kann von meiner Seite aus nur sagen, dass Bynaus mir noch nie in diesem Forum aufgefallen ist durch Rechthaberei oder ähnlichem.
                  Zuletzt geändert von EREIGNISHORIZONT; 26.03.2008, 22:07. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!
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                    #24
                    EREIGNISHORIZONT: Sorry, ich komme einfach mit diesem Begriff "Information" in diesem Zusammenhang nicht klar.
                    Da ich meine, etwas hoffentlich Befriedigendes und Zutreffendes dazu sagen zu können, versuche ich es mal.

                    Wenn ein physikalisches System zum Zeitpunkt 1 in einem bestimmten Zustand A ist, dann entwickelt es sich allmählich und ist schließlich zum Zeitpunkt 2 im Zustand B. Beispiel: Eine Kerze brannte (A), am Ende hat sie sich in eine große Menge von Gas- und Rußteilchen verwandelt, die sich weit in der Atmosphäre verteilt haben (B). Diese Entwicklung ist vorhersehbar - abgesehen von Quantensprüngen im Detailbereich. Abgesehen von manchen Quantenprozessen könnte man also prinzipiell aus dem Zustand A den Zustand B berechnen.
                    Es geht aber auch umgekehrt. Diese Rückrichtung könnte man anschaulicherweise die Sherlock-Holmes-Richtung nennen, da man aus einem späteren Zustand B auf den früheren Zustand A schließen möchte. Tatsächlich ist es prinzipiell möglich, A aus B zu berechnen (allerdings bei Vernächlässigung der Quantensprünge).
                    Übrigens sind die Naturgesetze bis auf wenige Ausnahmen symmetrisch, d.h. das Berechnen von A aus B funktioniert (im Prinzip) fast genauso wie das Berechnen von B aus A.

                    Da man im Prinzip (und unter Vernachlässigung nicht vorhersehbarer Quantenprozesse) B aus A und umgekehrt A aus B berechnen kann, könnte man sagen, dass keine Information verloren geht.

                    Allerdings gilt dies alles nur im Prinzip. Erstens weiß ich nicht, wie man die Unvorhersehbarkeit durch Quantensprünge umgehen kann. Zweitens funktioniert das praktisch überhaupt nicht; bereits kurz nach dem Niederbrennen einer Kerze könnte man aus dem Vorliegen von Verbrennungsprodukten in der Atmosphäre nicht mehr auf die spezifische Kerze zurückschließen - nur im Prinzip ginge das (vielleicht).
                    Information in diesem Sinne ist also nur ein sehr theoretischer und akademischer Begriff.

                    Was hat das nun mit schwarzen Löchern zu tun? Man nahm früher Folgendes an: Wenn etwas in ein schwarzes Loch fällt, wird es zermalmt und verliert seine individuellen Eigenschaften; daher geht dabei Information verloren.
                    Neuerdings nimmt man an, dass über die Hawking-Strahlung die Information doch erhalten bleiben könnte. Meines Wissens nach gilt dies jedoch noch als Spekulation.

                    EREIGNISHORIZONT: Gibt es eine Gesetzmäßigkeit, die ein endgültigen Verlust von "Dingen" (in dem Fall die Information), nicht erlaubt?
                    Möglicherweise geht Information im obigen Sinne kaum verloren, aber dennoch können Dinge insofern verloren gehen, als sie ihre Struktur verlieren.

                    Wenn z.B. eine Kerze niedergebrannt ist, ist ihre Energie nicht verloren. Ebenso sind ihre Bestandteile noch vorhanden, nur verteilt. Auch ihre Information (im obigen, theoretischen Sinne) mag noch erhalten sein. Dennoch ist sie niedergebrannt, ihre Struktur zerstört.

                    Es gibt sogar ein physikalisches Gesetz, dessen etwas vereinfachte Interpretation besagt, dass mit der Zeit alle Struktur in einem abgeschlossenen Systemen zerstört wird. Etwas philosophisch ausgedrückt: Wenn man Sterben als Strukturverlust auffasst, dann ist Sterblichkeit in der Physik etwas ganz Natürliches.

                    @ Bernd Jaguste: Grundsätzlich bin ich dafür, möglichst viele Daten und fundierte Theorien zu berücksichtigen; einer der Hauptunterschiede zwischen Wissenschaft und Religion ist ja, dass Wissenschaft nicht dogmatisch ist.
                    Kannst Du mit Deiner Theorie spezifische, überprüfbare Vorhersagen machen? Wenn die Zahlenwerte, die Deine Theorie vorhersagt, mit Messungen gut übereinstimmen, wäre das ein guter Hinweis.
                    Zuletzt geändert von Hornblower; 27.03.2008, 10:41.
                    "Wenn man mir sagt, es gebe Dinge, die über unsere Vernunft hinausgehen, so kann mich das nicht veranlassen, Unsinn zu glauben. Zweifellos gibt es Dinge, die über unsere Vernunft gehen; aber ich verwerfe kühn alles, was ihr widerstreitet, und alles, was gegen sie verstößt." (Denis Diderot) http://youtube.com/watch?v=J6b_vVNP4nM

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                      #25
                      Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
                      Oh nein, nicht schon wieder...

                      Weisst du, wenn es sowas gäbe wie eine "Deutschland sucht den Super Scientist"-Show, du wärst der Freak, der kein Casting verpasst und doch jedes Mal von der Jury vorgeführt wird... Etwa so wie der hier: YouTube - DSDS Menderes Menderez Bagci Deutschland sucht den Superstar
                      Zitat von EREIGNISHORIZONT Beitrag anzeigen
                      @ Bernd Jaguste

                      Deine Anmerkungen zu und über Bynaus hier in diesem Forum finde ich deplatziert und mehr als überflüssig.
                      Kann von meiner Seite aus nur sagen, dass Bynaus mir noch nie in diesem Forum aufgefallen ist durch Rechthaberei oder ähnlichem.
                      Wenn schon, hat Bynaus ebenso sich unkorrekt verhalten. Das beste ist, dass beide Personen ihren persönlichen Streit hier nicht austragen und die Häme gegenüber dem anderen auslassen.

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                        #26
                        Zitat von EREIGNISHORIZONT Beitrag anzeigen
                        Also bedeutet das, dass nichts verloren gehen darf? Weil du ja schreibst, dass Hawking deshalb eine andere Erklärung suchte.
                        Gibt es eine Gesetzmäßigkeit, die ein endgültigen Verlust von "Dingen" (in dem Fall die Information), nicht erlaubt?
                        Ich habe es auch nicht wirklich verstanden. Ich denke mal, das Postulat mit der Informationserhaltung hängt eng mit dem Energieerhaltungssatz zusammen. Information braucht in irgendeiner Weise einen Träger, Materie oder Licht. Du kannst die Masse, den Impuls usw bei einem Teilchen bestimmten, bei Licht Frequenz usw. Du weist genau, wo es herkommt, wenn du seinen Weg zurückverfolgst. Also ist Information an irgendetwas gekoppelt, was Energie trägt, und da die eigentlich nicht so einfach verloren gehen kann, muss auch die Information irgendwo hin. Wie gesagt, das ist meine Überlegung, ob das allgemein so gesehen wird, weis ich nicht.

                        In der Theorie kann man ein schwarzes Loch vollständig durch Masse, Drehimpuls und Ladung beschreiben. Man kann keine Aussage mehr darüber machen wann und von wo mit welcher Quantität Masse in es hineingefallen ist. Man kommt einfach nicht an diese Information heran, denn aus dem schwarzen Loch kann ja nichts entweichen, was Informationsträger sein kann.
                        Bis 2004 hat Hawkings diese Theorie auch vertreten, dann hat er sie soweit geändert, das wohl doch Informationen aus der Hawkingsstrahlung gezogen werden können. Welche und warum? Keine Ahnung. Er hat das wohl mit dem Pfadformalismus begründet, das ist ein Formalismus in der Quantenmechanik.

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                          #27
                          @Makaan: du kennst eben die Vorgeschichte nicht... Bernd Jaguste tingelt seit Jahren merkbefreit durch die Foren und tut genau das, was er hier auch getan hat: er schreibt ellenlange Ergüsse über seine "Raumwellentheorie", ist aber nicht bereit, ernsthaft darüber zu diskutieren oder auch nur einen Punkt seiner verqueren Vorstellungen kritisch zu hinterfragen. Wenn es konkret werden soll, also wenn er Aufforderungen wie jene von Hornblower bekommt, dann windet und drückt er sich oder ignoriert dich einfach. Seine Webseite strotzt vor Fehlern und Missverständnissen, und es ist nicht so, dass er auch nur einen einzigen hilfreichen Hinweis, die er in all den Foren erhalten hat, darauf berücksichtigt hätte. Solche Typen gehen mir mit der Zeit einfach auf die Nerven. Um die DSDS-Analogie nochmals zu bemühen: ich habe kein Problem damit, wenn jemand falsch singt aber meint, er sei der geborene Superstar. Aber beim zehnten, zwanzigsten Mal wird es einfach langsam mühsam...

                          @EREIGNISHORIZONT:

                          Also bedeutet das, dass nichts verloren gehen darf?
                          Ja, auf eine Art scheint es ein Naturgesetz der "Informationserhaltung" zu geben. Wie die anderen beiden schon angedeutet haben, kommt dieses letztlich davon, dass Naturgesetze deterministisch sind. Es dürfte also eigentlich nichts geben, was Information vernichtet, weil die Natur nur Information "verarbeitet", aber keine Information schafft oder zerstört. Allerdings ist das alles nicht ganz so einfach, denn die Frage stellt sich, was denn überhaupt Information ist... Hawking hatte sich SL als Brücke in andere Universen vorgestellt, für den Fall, dass es wirklich so etwas wie ein "Informationserhaltungsgesetz" geben sollte, womit die Information der einfallenden Materie dann in das andere Universum hätte entkommen können. Jemand hat ihn überzeugt, dass die Information doch in der Hawking-Strahlung "gespeichert" ist, womit die Sache mit den anderen Universen überflüssig geworden ist.

                          @Bernd Jaguste:

                          Solange wie man mir nicht den Maulkorb umgebunden hatte (ich hatte wiederholt meine nicht lehrbuchgerechte Meinung geäußert)
                          Komm jetzt nicht mit scheinheiligen Klagen. Du hast die speziellen Benutzungsbedingungen des Astronews-Forums verletzt, die besagen, dass man "Gegen-den-Mainstream"-Ideen wie deine nur im entsprechenden Unterforum diskutieren soll. Du hattest dieser Regel bei deiner Anmeldung zugestimmt, diese Zustimmung war eine Vorbedigung für die Teilnahme am Forum. Du hast wiederholt dagegen verstossen - da ist es ganz normal, dass du wegen wiederholter Verletzung der Forumsregeln gesperrt wurdest. Das ist überall, in jedem Forum auf der Welt so. Aber natürlich behagt dir die Rolle des verkannten Genies, dem ein Maulkorb umgebunden wurde, sehr...

                          Am Rande sei aber doch noch erwähnt, dass Teilchen und Antiteilchen bei der gegenseitigen Vernichtung 2 Photonen aussenden. Aus 2 Photonen kann man wiederum ein Teilchen und sein Antiteilchen herstellen. Und Ihr habt es bestimmt schon erraten, die können sich wieder vernichten und senden dabei 2 Photonen ab.
                          Das ist eben falsch - der Prozess ist keine Kaskade - dies würde die Energieerhaltung verletzen und wird so nicht beobachtet. Einmal mehr: befasse dich mit den Grundlagen.

                          Es ist vielleicht nur klein und die Lebenszeit ist sehr kurz, auf der anderen Seite gibt es aber unendlich viel Vakuum. Wenn sich auf allen Seiten eines Körpers gleich viele Vakuumteilchen bilden, gibt es kein Gravitationsunterschied und man kann die Gravitation der Vakuumteilchen nicht nachweisen.
                          Siehst du, an dieser Stelle müsste eine Formel hin. Viele Prozesse sind sehr klein und spielen keine Rolle. Andere sind sehr klein und spielen eine. Nur mit Hilfe einer Formel lässt sich abschätzen, ob sich die involvierten Kräfte zu einer spürbaren Kraft addieren oder nicht. Die Casimir-Kraft lässt sich berechnen und mit den Beobachtungen vergleichen, und es kommt in etwa das gleiche raus. Das ist die Grundvoraussetzung dafür, dass die Sache mit den Vakuumteilchen als Erklärung in Frage kommt.

                          Wenn sich beispielsweise in einer Galaxie mehr Vakuumteilchen bilden als außerhalb, dann besitzt die Galaxie ein Gravitationspotential, welches durch die sichtbare und uns bekannte Materie nicht gedeckt ist.
                          Das Problem ist, dass du nie über die Idee hinaus gehst und sie mathematisch überprüfst oder zumindest versuchst, zumindest mathematisch abzuschätzen, ob die Idee sinnvoll ist oder nicht.

                          So lang du dich nicht mit Mathematik beschäftigen willst, ist jede Idee, die dir plausibel erscheint, gleich bedeutungslos. Erst Zahlen bringen dir ein Gefühl dafür, ob du richtig liegen könntest oder nicht.
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                            #28
                            @ Hornblower und Bynaus

                            Vielen Dank für die gute Erklärung!
                            Ich meine nun einen wesentlichen Teil verstanden zu haben, dank der gut und wirklich vereinfacht geschilderten Fakten. (Obwohl ich anmerken muss, dass "vereinfacht" hier nur für euch gültig ist!!)
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                              #29
                              Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
                              ...
                              Ja, auf eine Art scheint es ein Naturgesetz der "Informationserhaltung" zu geben. Wie die anderen beiden schon angedeutet haben, kommt dieses letztlich davon, dass Naturgesetze deterministisch sind. Es dürfte also eigentlich nichts geben, was Information vernichtet, weil die Natur nur Information "verarbeitet", aber keine Information schafft oder zerstört....
                              Ich äußere jetzt mal die kühne Vermutung, dass eine "Informationserhaltung" von der Energieerhaltung herrührt.

                              Information ist doch nichts anderes als eine spezielle Strukturierung von Energie. Könnte man nicht aus dem Energieerhaltungssatz auch so etwas wie Informationserhaltung folgern?
                              Ever danced with the devil in the pale moonlight?
                              -- Thug --

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                                #30
                                @ Bernd Jaguste
                                Ich wollte sagen, das ich deine Argumente in dem anderen Forum nicht überzeugend fand und denke, dass es vielen so geht. Ich wollte dich nicht beleidigen.

                                Aber nun zum Thema. Ich habe versucht mich über den Quantenschaum schlau zu machen. In einer Beziehung scheinst du recht zu haben, die virtuellen Teilchen üben doch so etwas wie Gravitation aus, sie sind in der Lage die umgebende Raumzeit zu krümmen. Durch das ständige Entstehen und Vergehen dieser Teilchen wird die Raumzeit zerkrisselt und ist nicht mehr glatt, dadurch lässt sie sich in diesen kleinen Größenskalen auch nicht mehr durch die ART beschreiben. Das nennt man den Quantenschaum. Aber das alles findet auf der Größenskala der Planck-Länge von 10^-35 m statt, und zwar überall, es gibt da keine Einschränkungen hinsichtlich Materie oder Vakuum. Daraus die dunkle Materie ableiten zu wollen, geht so einfach erst mal nicht.

                                Du hast auch noch das Problem, die Verteilung der DM zu erklären. Nach deiner Meinung folgt die DM der baryonischen Materie, dem ist aber nicht so.

                                Schau dir mal das hier an: 1E 0657-558 – Wikipedia
                                Mit deiner Theorie dürftest du erhebliche Schwierigkeiten haben, zu erklären, warum die DM nicht da ist, wo sich der Großteil der baryonischen Masse findet.
                                Dieser Bullet-Cluster hat übrigens auch der MOND oder MOG oder was es da noch so gibt, erst einmal den Wind aus den Segeln genommen.

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