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Wohin geht die Reise?

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  • Wohin geht die Reise?

    Ich stelle mir manchmal die Frage, was soll das ganze? warum machen wir das alles was wir machen? das Leben könnte doch auch ohne dem ganzen den es heute gibt funktionieren, ich behaupte, das es sogar schöner wäre. Keine Kriege, keine Autos, keine Giftwolken, kein Kapitalismus kein Beton.

    Und was machen die bekloppten Menschen? das intelligente Wesen? Stress, Kampf ums überleben, Arbeit Tag für Tag, und was ist dann das Ende vom Lied? ja genau der Tod, und wofür das ganze? das kann man auch ohne dem ganze haben und muss sich nicht totmalochen und durch Stress kaputt machen.

    Warum also machen wir das alles? wohin wollen wir? schaut euch doch mal die Tiere an, das nenne ich mal ein sorgloses Leben. Ich verstehe das nicht, man lebt doch nur EINMAL und was machen wir aus diesem Geschenk? anstatt die Zeit zu genießen malohen wir uns für andere Menschen zu tode alles für Profit. Regiert der Mensch oder das Papier? bzw. Kapital? sind wir bischen dumm? kann das sein?

  • #2
    Zunächst einmal möchte ich bezweifeln, dass ein Gnu-Kalb, welches gerade in der Serengeti von einer Löwenherde gerissen wird, Deiner These vom sorglosen Tierleben zustimmen würde.

    Dieses "Sie sähen nicht, sie ernten nicht, und der Herr ernährt sie doch!" ist doch Schotter. Natur heißt "Fressen und gefressen werden", und bevor der Mensch seinen Siegeszug begann, war nicht Ende, sondern ein Teil der Nahrungskette. Das ist ein bedeutsamer Unterschied.

    Dein "Natur"-Begriff ist zutiefst degeneriert und dekadent.

    Natur ist nichts sorgloses und unbeschwertes, sondern Natur ist hart, grausam, unerbittlich, rücksichtslos.

    Dieser harten Natur hat der Mensch etwas entgegengestellt: Kultur. Hier gedeihen Gesellschaft technischer Fortschritt, und mit ihnen soziale Regeln und Schutzräume. Sie sorgen dafür, dass Du morgens aus dem Haus gehen kannst, ohne befürchten zu müssen, dass der nächstbeste Fressfeind Dich zum Frühstück aufessen möchte (Bzw. der nächstbeste Rivale Dich wegen Deines Weibchens um die Ecke bringt). Unsere Kultur, unsere Gesellschaft, wirft uns nicht in ein täglichen Überlebenskampf, sondern im Gegenteil - sie befreit uns erst davon.

    Und gibt uns somit Zeit und Muße, die Frage zu stellen, was das ganze eigentlich soll.
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    • #3
      Ja, der Mensch ohne die ganzen Sorgen der Zivilisation...
      Chronisch unterernährt, Säuglings-Sterblichkeit von 70%, durchschnittliche Lebenserwartung 20 Jahre, und in der Nacht ist es arschkalt.

      Kann ich drauf verzichten, ehrlich gesagt.

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      • #4
        Dito. Es ist erstaunlich, dass sich diese absurden, naturromantischen Vorstellungen immer noch halten können.

        Ein Leben auf Steinzeit- oder Tierniveau wäre sicherlich viel, aber nicht angenehm. Angenehm ist es nur in Aussteiger-Dokus im Fernseher, wo man auch einfach abschalten kann bzw. der Teilnehmer jederzeit zu seiner warmen Dusche und dem fertigen Burger zurückkehren kann.

        Kultur wirft zwar sicherlich einige Probleme auf, die es ohne sie nicht geben würde, aber unter Stricht sind wir mit ihr sehr viel besser dran.

        Und Tiere machen uns aus einem einzigen Grund nicht nach: weil sie es nicht können. Wenn Mikroben Atombomben bauen könnten, um andere Mikroben zu bekämpfen, dann würden sie es tun!
        Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
        Makes perfect sense.

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        • #5
          Zitat von Harmakhis Beitrag anzeigen
          Ein Leben auf Steinzeit- oder Tierniveau wäre sicherlich viel, aber nicht angenehm. Angenehm ist es nur in Aussteiger-Dokus im Fernseher, wo man auch einfach abschalten kann bzw. der Teilnehmer jederzeit zu seiner warmen Dusche und dem fertigen Burger zurückkehren kann.
          Aber man muss zu diesen Punkt immerhin sagen, dass es "Aussteiger" gibt. Ich spreche hier nicht von irgendwelchen Fernsehsendungen. Es gab und gibt durchaus Leute, sogar welche die im Lichte der Öffentlichkeit standen und "augestiegen" sind.
          Mag sein, dass dieser Lebenswandel für die meisten Leute keine Alternative wäre, aber für Einzele offenbar schon. Ob ihr Motiv jetzt eher die Suche nach Abgeschnittenheit, Zivilisationsflucht oder einfach der Wunsch etwas abzuschalten ist, weiss ich nicht.

          Aber in allgemeinen Stimme ich zu: Die Zivilisation hat deutliche Vorteile und ihre Nachteile sind, verglichen mit den Leben in rauer Natur, immernoch eher Gering.
          "Unterdrücke nie mit Gewalt Überzeugungen, die du für verderblich hälst, sonst unterdrücken diese Überzeugungen dich. " - B. Russell, 10 Gebote eines Liberalen.

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          • #6
            Zitat von Versus Beitrag anzeigen

            Warum also machen wir das alles? wohin wollen wir? schaut euch doch mal die Tiere an, das nenne ich mal ein sorgloses Leben.
            Stimmt. Ich wäre auch gern ein Tier. Und zwar ein Panda oder Eisbär oder eine andere gefährdete Spezies in einem modernen Zoo.

            Kein Stress bei der Nahrungsbeschaffung, immer das beste Futter, aus der ganzen Welt werden die schärfsten Bräute herangekarrt - nur damit ich mich mit ihnen paare, Yamba komponiert Klingeltöne über mich...

            ...Ach ja...

            Gruß, succo
            Ich blogge über Blogger, die über Blogger bloggen.

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            • #7
              Zitat von Pyromancer Beitrag anzeigen
              Ja, der Mensch ohne die ganzen Sorgen der Zivilisation...
              Chronisch unterernährt, Säuglings-Sterblichkeit von 70%, durchschnittliche Lebenserwartung 20 Jahre, und in der Nacht ist es arschkalt.
              Hört, hört! Sehe ich auch so.

              Man kann noch so lange über die Negativitäten unserer Zivilisation nörgeln,
              ich wette, dass keiner der Nörgler ohne Dusche und Supermarkt überleben könnte!
              Ever danced with the devil in the pale moonlight?
              -- Thug --

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              • #8
                Zitat von DragoMuseveni Beitrag anzeigen
                Aber in allgemeinen Stimme ich zu: Die Zivilisation hat deutliche Vorteile und ihre Nachteile sind, verglichen mit den Leben in rauer Natur, immernoch eher Gering.
                Wobei es aber sicherlich mehr Spaß machen dürfte, sein Wild selbst zu jagen als den ganzen Tag im Büro zu sitzen.

                Heute sucht sich der Mensch dann halt einen Ersatz für die Jagdt und das ist dann in der Regel der Sport und der Fußball ist nichts anderes als das Wild das man nach Hause (Tor) bringen muß.
                Ein paar praktische Links:
                In Deutschland empfangbare FreeTV Programme und die jeweiligen Satellitenpositionen
                Aktuelles Satellitenbild
                Radioaktivitätsmessnetz des BfS

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                • #9
                  Zitat von Cordess Beitrag anzeigen
                  Wobei es aber sicherlich mehr Spaß machen dürfte, sein Wild selbst zu jagen als den ganzen Tag im Büro zu sitzen.
                  Und schon wieder so eine unüberlegte Aussage. Wenn Dein Leben davon abhängt, daß Du tatsächlich was fängst, dann ist der "Spaß" nach ein paar erfolglosen Tagen schnell vorbei.

                  Im übrigen steht es jedem frei, den Beruf "Jäger" anzustreben. Ist ja nicht so als ob wir eine Bürojobpflicht hätten ...

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                  • #10
                    Zitat von Cordess Beitrag anzeigen
                    Wobei es aber sicherlich mehr Spaß machen dürfte, sein Wild selbst zu jagen als den ganzen Tag im Büro zu sitzen.
                    Tage- oder wochenlang hungrig hinter irgendwelchen Tierherden herzurennen, in der Hoffnung, dass endlich mal ein altes oder krankes Tier zurückbleibt, und immer in der Angst, dass genau in dem Moment ein größerer Jäger dazukommt und einem die Beute abnimmt, so dass man noch länger hinter dieser verdammten Herde herrennen muss; das ist nicht das, was ein geistig gesunder Mensch als "Spaß" bezeichnet.

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                    • #11
                      Naja, dennoch hat es sich als evolutionär als sinnvoll erwiesen, Indivduen hervorzubringen, die in der ganzen Situation zumindest eine motivierende Herausforderung sehen können.

                      Von den Mächtigen wurde diese Erbausstattung schon immer gerne genutzt, um junge Männer in den Krieg zu schicken. Er erleichtert die Sache einfach ungemein, wenn die meisten einen "Jagdtrieb" haben.

                      Was im Übrigen auch die Beliebtheit der Ego-Shooter erklärt...

                      Aber der "Spaßfaktoer" wird halt durch Sport und Ego-Shooter hinreichend abgedeckt. Auf die Entbehrungen der echten Jagd können wir doch alle sehr gut verzichten.
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                      • #12
                        Zitat von Cordess Beitrag anzeigen
                        Wobei es aber sicherlich mehr Spaß machen dürfte, sein Wild selbst zu jagen als den ganzen Tag im Büro zu sitzen.

                        Heute sucht sich der Mensch dann halt einen Ersatz für die Jagdt und das ist dann in der Regel der Sport und der Fußball ist nichts anderes als das Wild das man nach Hause (Tor) bringen muß.
                        Wieso?
                        Die Komepsation ist doch ausreichend; ausserdem kann man in ihren Rahmen auch spielerische Elemente unterbringen, während die Jagt etwas sehr ernstes ist.

                        Es ist nicht so, dass der Jagttrieb in der Zivilisation ganz unterdrückt würde.
                        "Unterdrücke nie mit Gewalt Überzeugungen, die du für verderblich hälst, sonst unterdrücken diese Überzeugungen dich. " - B. Russell, 10 Gebote eines Liberalen.

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                        • #13
                          Zitat von Versus Beitrag anzeigen
                          Ich stelle mir manchmal die Frage, was soll das ganze? warum machen wir das alles was wir machen? das Leben könnte doch auch ohne dem ganzen den es heute gibt funktionieren, ich behaupte, das es sogar schöner wäre. Keine Kriege, keine Autos, keine Giftwolken, kein Kapitalismus kein Beton.

                          Und was machen die bekloppten Menschen? das intelligente Wesen? Stress, Kampf ums überleben, Arbeit Tag für Tag, und was ist dann das Ende vom Lied? ja genau der Tod, und wofür das ganze? das kann man auch ohne dem ganze haben und muss sich nicht totmalochen und durch Stress kaputt machen.

                          Warum also machen wir das alles? wohin wollen wir? schaut euch doch mal die Tiere an, das nenne ich mal ein sorgloses Leben. Ich verstehe das nicht, man lebt doch nur EINMAL und was machen wir aus diesem Geschenk? anstatt die Zeit zu genießen malohen wir uns für andere Menschen zu tode alles für Profit. Regiert der Mensch oder das Papier? bzw. Kapital? sind wir bischen dumm? kann das sein?
                          Wie alt bist du? 12?

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                          • #14
                            Liebe Leute,

                            irgendwie bin ich gerade ein wenig enttäucht und verwundert über eure Reaktion. Das ein totales Aufgeben der Zivilisation und zurück zur Natur nicht wünschenswert und anstrebenswert ist - ich denke das ist nicht die Frage. Trotzdem hat sich scheinbar keiner von euch die Mühe gemacht, mal über die Frage ein bißchen nachzudenken, anstatt das ganze sofort als Spinnerei abzutun. Denn die Frage ist doch eigentlich ganz interessant: "Stress, Kampf ums überleben, Arbeit Tag für Tag, und was ist dann das Ende vom Lied? ja genau der Tod, und wofür das ganze?"
                            Gibt es denn für euch wirklich nur Schwarz oder weiss? Darf man nicht mal über einen gesunden Mittelweg nachdenken? Macht es wirklich Sinn, 16 Stunden am Tag zu arbeiten, um sich ein Haus zu leisten, dass man vor lauter Arbeit überhaupt nicht geniessen kann? Natürlich wird sich die Menschheit nicht von Heute auf Morgen ändern, und manche wollen es auch sicherlich nicht. Aber soll es denn nicht mehr erlaubt sein, über eine andere Gesellschaft nachzudenken. Ich finde ehrlich gesagt, dass jemand, der sich diese Fragen mal stellt reifer ist, als manche, die jede Überlegung dieser Art sofort als Kinderei abtun. Also von daher lasst uns doch mal spinnen, wie die Gesellschaft der Zukunft aussehen könnte - es ist doch schließlich ein SciFi-Forum. (Dabei muss ich übrigens an Picards Aussage denken, dass sich die Menschheit der Zukunft weiterentwickelt hat und nicht mehr nur aus egoistischen Motiven arbeitet, sondern zum Dienst der Allgemeinheit - ist das so eine schlechte Vision?)

                            Also, tut nicht jede Idee gleich als Spinnerei ab, manchmal lohnt es sich auch, über vermeintliche Spinner nachzudenken
                            Für einen Euro durch die Spree, nächstes Jahr am Wiener See. - Treffen der Generationen 2013

                            Das offizielle "Wer ist Wes" im SciFi-Forum!

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                            • #15
                              "Stress, Kampf ums überleben, Arbeit Tag für Tag, und was ist dann das Ende vom Lied? ja genau der Tod, und wofür das ganze?"
                              Das, was du in der industrialisierten Zivilisation an Stress, Kampf und Arbeit zu bewältigen hast, ist ein Bruchteil von dem, was dich in dem gerne idealisierten "Naturzustand" erwarten würde.

                              Und die Reaktionen in diesem Thread sind vollkommen berechtigt. Die Natur hat nichts mit der harmonischen Idylle zu tun, die Rousseau, die Romantiker und vielleicht Hollywood aus ihr gemacht haben. Das Leben in der Natur bedeutet in erster Linie Unfreiheit, Kampf, Armut und einen frühen Tod, und hat wirklich nichts paradiesisches an sich.

                              Macht es wirklich Sinn, 16 Stunden am Tag zu arbeiten, um sich ein Haus zu leisten, dass man vor lauter Arbeit überhaupt nicht geniessen kann?
                              Wer zwingt dich denn, 16 Stunden am Tag zu arbeiten? Ich habe nicht vor, irgendwann in meinem Leben - für längere Zeit - so viel zu arbeiten

                              Unnötig zu sagen, dass die 40-Stunden-Woche eine Erfindung der industrialisierten Moderne ist.

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