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Woher kommt die Masse eines Baumes?

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  • Woher kommt die Masse eines Baumes?

    Hi!
    Als ich neulich über das Energiedefizit eines Lebewesens nachgedacht habe (es war eine Abnehmdiskussion ) kam eine Frage auf... Ein Baum fängt ja auch nur als kleiner Samenkorn an... vielleicht Faustgroß? Keine Ahnung wie groß, aber verglichen mit dem ausgewachsenen Baum doch sehr klein. Nun, am Ende hat der Baum ja bestimmt seine paar Hundert Kg. wo nimmt der Baum all diese Masse her? Lässt sich so viel Masse an Mineralien im Boden finden? Und wenn dem so ist, warum sinkt der Boden nicht ab? Wenn die ganze Masse aus dem Boden in den Baum geht, fehlt das ja zwangsläufig darunter und der baum müsste absinken...
    Biologen an die Front!
    "Wissenschaft ist die einzige Wahrheit, die reinste Wahrheit"

  • #2
    Hallo,
    der Baum besteht größtenteils aus Holz. Holz ist größtenteils aus Kohlenstoffketten aufgebaut. Dieser Kohlenstoff stammt aus der Photosynthese die jede Pflanze betreibt um Energie zu gewinnen und substanzen (Kohlenstoff Wasserstoff Sauerstoff) die sie zu eigenen Stofffen umwandeln können.
    Ich hoffe ich konnte dir mit dieser antwoert helfen

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    • #3
      Zitat von Capt.Braxton Beitrag anzeigen
      Hallo,
      der Baum besteht größtenteils aus Holz. Holz ist größtenteils aus Kohlenstoffketten aufgebaut. Dieser Kohlenstoff stammt aus der Photosynthese die jede Pflanze betreibt um Energie zu gewinnen und substanzen (Kohlenstoff Wasserstoff Sauerstoff) die sie zu eigenen Stofffen umwandeln können.
      Ich hoffe ich konnte dir mit dieser antwoert helfen
      Kurzum gesagt, die Masse des Baumes stammt bestimmt zu 33-50% aus der Erdatmosphäre, um genau zu sagen aus dem CO2 der Atmosphäre.
      Ein weiterer großer Masseanteil bezieht der Baum aus Wasser, da dies die zweite große Photosynthese-Grundkomponente ist.

      Die paar Minaralien aus dem Boden und auch der Stickstoff, Phosphor und Schwefel dürften nicht mehr als 15-20% Masseanteil an einem Baum ausmachen.
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      Even logic must give way to physics. / Sogar die Logik muss sich der Physik beugen. -- Captain Spock, 2293

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      • #4
        Zitat von Capt.Braxton Beitrag anzeigen
        Hallo,
        der Baum besteht größtenteils aus Holz. ...
        lol...der war gut

        und genauso kann man sich fragen wo bekommt der mensch seine masse her...

        Zitat FirstBorg :Ein Baum fängt ja auch nur als kleiner Samenkorn an

        der mensch fast ähnlich (Samenzelle+Eizelle) und wächst im laufe seines lebens heran,zwar in unterschiedlich langen zeitspannen,aber im grunde ist es bei Holz prinzipiell genauso wie bei allen anderen Lebensformen,egal ob fauna oder Flora.Durch die Absorbtion von bestimmten Nährstoffen und Elementen welche bestandteil der umittelbaren umgebung des heranwachsenden Embyos/baumes sind wächst der Sprössling.

        genaueres kannst du in der Wykipedia unter dem Suchgriff"Holz" nachlesen.

        Nochwas FirstBorg...du schreibst das der boden absinken müsste durch die entnahme seiner Nährstoffe durch den Baum,aber das ist ein Vorgang der sehr lange dauert und nicht innerhalb von sekunden sich abspielt und der boden deshalb evtl.zusammenfällt.Im laufe der zeit wird auch durch Errosion,Bodenverschiebung,u.a. durch Lebvewesen (Insekten,Würmer) der Boden regelrecht in Bewegung gebracht,so das die durch den Baum enzogenen Elemente kein Vakuum bilden das die umgebende Erde zusammenfallen lässt....die Wurzeln wachsen ja auch kontinuierlich und sind somit in Bewegung,so das auch die erde drumherum sich anpasst.Also alles im einen sinkt ein Baum nicht einfach so durch sein Gewicht...zwar nur minimal aber die verdichtung des Bodens durch ebend diesen Absicnkvorgang verhindert schlimmeres.Der Boden ist auch durch Pilzsporen,Gräser und andere Pflanzen alles im allem ein geflecht das genug stabilität bietet um Bäumen genügend halt zu bieten.

        geht mal zu einem grossen Baum und versucht gleich neben seinem Stamm mit einem Spaten erde herauszuschaufeln....20 meter weiter,gemäss dem Fall das dort eine Baumfreie Zone ist,wird der Spaten viel leichter in die Erde dringen....
        "Eines Tages wird alles gut sein, das ist unsere Hoffnung. Heute ist alles in Ordnung, das ist unsere Illusion." Voltaire

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        • #5
          Die Antwort wurde schon geliefert: Die Pflanze baut sich aus dem Wasser und aus dem Luft-CO2 auf. Die Kohlenstoffatome müssten so ziemlich alle aus der Luft gewonnen worden sein.

          Zitat von kosmoaffe Beitrag anzeigen
          und genauso kann man sich fragen wo bekommt der mensch seine masse her...
          Nicht aus der Luft - im Gegenteil, da verliert er Masse direkt.

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          • #6
            Zitat von McWire Beitrag anzeigen
            Kurzum gesagt, die Masse des Baumes stammt bestimmt zu 33-50% aus der Erdatmosphäre, um genau zu sagen aus dem CO2 der Atmosphäre.
            Ein weiterer großer Masseanteil bezieht der Baum aus Wasser, da dies die zweite große Photosynthese-Grundkomponente ist.

            Die paar Minaralien aus dem Boden und auch der Stickstoff, Phosphor und Schwefel dürften nicht mehr als 15-20% Masseanteil an einem Baum ausmachen.
            Sticht.
            Es sei noch erwähnt, dass sie Energiequelle für den Massenzuwachs von Pflanzen natürlich die Sonne ist.
            Ever danced with the devil in the pale moonlight?
            -- Thug --

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            • #7
              Das ist auch der Grund, warum Bäume so klimafreundlich sind, wenn wir mal sagen, dass ein Baum zu 80% aus Cellulose besteht (was ich jetzt der Einfachheit halber mal als C6H12O6 annehme), dann hat der Kohlenstoff an diesem einen Gewichtsanteil von 40% [72 von 180u], eine ausgewachsene Eiche bringt mit Wurzel leicht 20 Tonnen auf die Waage, ziehen wir das Wasser ab (was ich jetzt einfach mal als 50% annehme ) nehmen wir eine Masse von 10 Tonnen als Holzmasse an - davon sind dann alleine 4 Tonnen Kohlenstoff aus Kohlenstoffdioxid der Athmosphäre - das sind rund 333.333 mol, d.h. wir brauchen auch 333.333 mol CO2, das sind wiederum 14,6 Tonnen, d.h. ein Baum entzieht der Athmossphäre fast sein Trockengewicht an CO2 (den klimaneutralen Sauerstoff gibt er wieder ab).


              Allerdings produziert schon mein kleiner Seat diese 14,6 Tonnen CO2 nach ca. 112.000 Kilometern, d.h. schon ich als Wenigfahrer mit kleinem Auto müsste pi mal Daumen alle 10 Jahre eine Eiche pflanzen (und 200 Jahre warten), damit nur das CO2, das ich als Autofahrer produziere einmal fest gebunden wird.
              Also, wer klimaneutral leben möchte, sollte wohl lieber einen kleinen Wald pflanzen - oder einfach mal überlegen, ob das wirklich der richtige Weg ist
              "Je mehr sich unsere Bekanntschaft mit guten Büchern vergrößert, desto geringer wird der Kreis von Menschen, an deren Umgang wir Geschmack finden." - Ludwig Feuerbach

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              • #8
                Zitat von Cor Beitrag anzeigen
                Allerdings produziert schon mein kleiner Seat diese 14,6 Tonnen CO2 nach ca. 112.000 Kilometern, d.h. schon ich als Wenigfahrer mit kleinem Auto müsste pi mal Daumen alle 10 Jahre eine Eiche pflanzen (und 200 Jahre warten), damit nur das CO2, das ich als Autofahrer produziere einmal fest gebunden wird.
                Also, wer klimaneutral leben möchte, sollte wohl lieber einen kleinen Wald pflanzen - oder einfach mal überlegen, ob das wirklich der richtige Weg ist
                Tja, bei meinem momentanen Energieverbrauch kann ich noch ein paar Jahrhunderte weitermachen, bis meine persönliche CO2-Bilanz negativ wird. Was so ein in der Kindheit gepflanztes Wäldchen alles ausmacht...

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                • #9
                  Im Prinzip könnten erheblich mehr Pflanzen und mehr leistungsfähigere Pflanzen das CO2 Problem beheben. Aber dazu müsste erstmal die Gier nach Holz bzw. Grund und Boden abgestellt werden.

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                  • #10
                    Zitat von Marvek Beitrag anzeigen
                    Im Prinzip könnten erheblich mehr Pflanzen und mehr leistungsfähigere Pflanzen das CO2 Problem beheben. Aber dazu müsste erstmal die Gier nach Holz bzw. Grund und Boden abgestellt werden.
                    Wenn du aber wiederrum so "leistungsfähige" CO2 Verbraucher nur aussähst, tust du der Umwelt such nichts gutes. Dieses CO2 Problem ist viel schwerer, wenn nicht unmöglich, in den Griff zu bekommen als man denken mag.
                    Ich bin ein Synchronstimmen Gutfinder!

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                    • #11
                      Ja das stimmt natürlich, da muss man auf das Gleichgewicht achten.
                      Und man müsste das alles mal durchrechnen, wohl unter der Annahme dass der CO2 Ausstoss irgendwann mal konstant gehalten werden kann trotz steigender Bevölkerungszahlen.
                      Denn für immer mehr Menschen und viel mehr nötige Pflanzen ist dann womöglich kein Platz mehr auf der Erde, und dann müsste man mit den Ozeanen arbeiten, wo man aber erstnochmal viel nachdenken müsste.

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