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Diamonds are not forever...

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  • Diamonds are not forever...

    ...und Kratone auch nicht!

    Älteste Gesteine der Erde verändern sich doch

    Kratone galten in der Geologie bisher als unveränderlich und das seit dem Archaikum. Neueste Forschungsergebnisse zeigen jetzt, dass dem nicht so ist und sie tatsächlich noch Veränderungen unterliegen. An Kratone gebunden ist auch das Auftreten von Diamanten (mal von Impaktereignissen abgesehen), da sie nur unter diesen Bedingungen gebildet werden, aber nicht nur zur damaligen Zeit, sondern unabhängig von der Kratonbildung.

    Der Artikel ist ganz interessant, vor allem für mich, da ich schon in der erwähnten Venetia-Mine war und ich das Gestein auf den Fotos auch aus meiner Diplomkartierung und -arbeit kenne
    Sand River Gneiss (zwischen 3,41 und 3,85 Ga alt, je nach Datierung)
    Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
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  • #2
    Aus wissenschaftlicher Sicht mit Sicherheit interessant aber hat jetzt diese Entdeckung auch Einfluss auf andere Bereiche? Müssen deswegen wichtige Theorien revidiert werden?
    Und natürlich was mich am meisten interessiert; Hat diese neue Erkenntnis auch Einfluss auf Erdbeben oder hat es damit nichts zu tun, da die Kratone nicht in unmittelbarer Nähe der Plattenberührebene sind?
    Loriot: Kraweel, kraweel. Taub-trüber Ginst am Musenhain, trüb-tauber Hain am Musenginst. Kraweel, kraweel.

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    • #3
      Natürlich sind auch Diamanten nicht für die Ewigkeit, genügend Strahlung genügt und
      schon wandelt sich der Kohlenstoff um.


      Ganz interessant ist dazu auch der eine Typ der Angehörigen anbietet aus der Asche der Verstorbenen Diamanten zu pressen.
      http://www.welt.de/vermischtes/artic...en_werden.html
      Wenn man jetzt etwas Physik kann, dann weiß man, das Lebewesen in ihrem Leben mehr als genug C14 aufnehmen und diese C14 Atome zerfallen nach einiger Zeit und werden zu Stickstoff.
      D.h. ein vorwiegend aus C14 Atomen gepresster Diamant kann gar nicht lange bestehen bleiben.

      Genauso töricht ist es übrigens, seine Diamanten mit dem Flugzeug um die Welt zu fliegen, denn durch die Kosmischen Strahlung kann es passieren, daß sich die stabilen C12 Atome durch Neutroneneinfang und Protonenabspaltung in Bor verwandeln, dieser zerfällt dann zwar nach 20 ms wieder in C12, aber es könnte ja sein, daß in der Zeit die kubische Kristallstruktur wegen dem Bor Atom kaputt geht und dann hat man bei ausreichend hoher Strahlung am Ende keinen Diamanten mehr, sondern bestenfalls Graphit.
      Ein paar praktische Links:
      In Deutschland empfangbare FreeTV Programme und die jeweiligen Satellitenpositionen
      Aktuelles Satellitenbild
      Radioaktivitätsmessnetz des BfS

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      • #4
        Zitat von bozano Beitrag anzeigen
        Aus wissenschaftlicher Sicht mit Sicherheit interessant aber hat jetzt diese Entdeckung auch Einfluss auf andere Bereiche? Müssen deswegen wichtige Theorien revidiert werden?
        Und natürlich was mich am meisten interessiert; Hat diese neue Erkenntnis auch Einfluss auf Erdbeben oder hat es damit nichts zu tun, da die Kratone nicht in unmittelbarer Nähe der Plattenberührebene sind?
        Plattenberührebene ist ja eine interessantes Wort, richtig heißt es aber einfach Plattengrenzen.

        Ich würde eher sagen, diese Entdeckung hat keinen Einfluss auf Erdbeben, da Kratone - auch wenn sie vielleicht nicht unveränderlich sind - trotzdem tektonisch recht stabil sind und auch typischerweise nicht in Bebengebieten liegen. Aber sicher wissen wird man es wahrscheinlich erst in ein paar Jahren wissen, wenn es jemand mal genauer untersucht hat. Es gibt ja im Moment noch regelmäßig neue Erkenntnisse über das Erdinnere, da gibt es trotz allem Wissen noch viel unbekanntes.
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        • #5
          @ Cordess: So hoch ist der C14-Gehalt auch wieder nicht und schon gar nicht wird "vorwiegend" C14 eingebaut. Es ist sogar so, dass sogar weniger C13 bei Lebewesen eingebaut wird, als bei normalem anorganischem Kohlenstoff, da dieses wegen der höheren Masse träger reagiert.

          Wenn der Kohlenstoff in Stickstoff umgewandelt ist, dann gibt es ein paar kleine Kristallfehler, die in dem Fall zu einer Gelbfärbung führen, genauso als wenn Stickstoff aus der Atmosphäre beim Pressen zugegen war (das war das Problem bei der künstlichen Herstellung der ersten Diamanten überhauptt, die alle gelb wurden).
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          • #6
            Zitat von Spocky Beitrag anzeigen
            Wenn der Kohlenstoff in Stickstoff umgewandelt ist, dann gibt es ein paar kleine Kristallfehler, die in dem Fall zu einer Gelbfärbung führen, genauso als wenn Stickstoff aus der Atmosphäre beim Pressen zugegen war (das war das Problem bei der künstlichen Herstellung der ersten Diamanten überhauptt, die alle gelb wurden).
            Wie hat man dieses Problem gelöst?
            Durch eine Vakuumkammer in der dann der Graphit gepresst wurde?
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            • #7
              Meines Wissens nach hat man einfach die Atmosphäre ersetzt und (ich glaube) irgend ein Edelgas eingeleitet.

              Heutzutage kann wohl nur noch de Beers ermitteln, ob ein Diamant echt oder künstlich ist - so zumindest mein letzter Stand, aber sie verraten nicht, woran sie das noch merken.
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              • #8
                Zitat von Wes Jansen
                Plattenberührebene ist ja eine interessantes Wort, richtig heißt es aber einfach Plattengrenzen.
                Wenn man nicht weiter weiss muss man eben mit Kreativität glänzen
                Zitat von Spocky
                Heutzutage kann wohl nur noch de Beers ermitteln, ob ein Diamant echt oder künstlich ist - so zumindest mein letzter Stand, aber sie verraten nicht, woran sie das noch merken.
                Einmal habe ich einen Mineralienverkäufer gefragt, wie man den Unterschied zwischen einem Swarowsky-Stein und einem echten Diamanten erkennt. Die Antwort war, dass man als laie das gar nicht könnte und man für die Feststellung die Wärmeleitfähigkeit ermitteln müsste und dabei handelt es sich bei Swarowsky-Steinen nur um Glas (soweit ich weiss).
                Loriot: Kraweel, kraweel. Taub-trüber Ginst am Musenhain, trüb-tauber Hain am Musenginst. Kraweel, kraweel.

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                • #9
                  Svarovski-Steine sind aus Glas, ja. Gut, mit Laie ist wohl wirklich ein extremer Laie gemeint. Diamanten sind wesentlich härter und haben auch eine deutlich höhere Lichtbrechung. Das sind schon mal 2 Dinge, an denen ich auch den Unterschied erkennen würde, ohne dass ich den Stein zerstören müsste

                  Künstliche und natürliche Diamanten sind aber chemisch identisch und verfügen beide über ein identisches Kristallgitter. Ich denke nicht, dass da die Wärmeleitfähigkeit einen Unterschied macht.
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                  • #10
                    Zitat von Spocky
                    Gut, mit Laie ist wohl wirklich ein extremer Laie gemeint. Diamanten sind wesentlich härter und haben auch eine deutlich höhere Lichtbrechung. Das sind schon mal 2 Dinge, an denen ich auch den Unterschied erkennen würde, ohne dass ich den Stein zerstören müsste
                    Ja, ich bin wirklich extremer Laie Wie kann man aber die Härte feststellen, ohne das Material zu zerstören?
                    Künstliche und natürliche Diamanten sind aber chemisch identisch und verfügen beide über ein identisches Kristallgitter. Ich denke nicht, dass da die Wärmeleitfähigkeit einen Unterschied macht.
                    Da bin ich auch deiner Meinung. Es sollte gar nicht möglich sein, bei gleichem Kristallgitter und gleichen chemischen Elementen einen Unterschied zu erkennen aber wenn de Beers einen Unterschied erkennt, dann kann wohl nicht alles identisch sein.
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                    • #11
                      Zitat von bozano Beitrag anzeigen
                      Wie kann man aber die Härte feststellen, ohne das Material zu zerstören?
                      Mit einem einfachen Ritztest. Versuche einfach, mit dem Stein eine Glasscheibe zu zerkratzen. Siehst du hinterher eine Ritzspur auf dem Glas ist das Material, das du in der Hand hältst härter als Glas, also ein Diamant, siehst du keine Spur ist es Glas.
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                      • #12
                        Zitat von Wes Jansen
                        Mit einem einfachen Ritztest. Versuche einfach, mit dem Stein eine Glasscheibe zu zerkratzen. Siehst du hinterher eine Ritzspur auf dem Glas ist das Material, das du in der Hand hältst härter als Glas, also ein Diamant, siehst du keine Spur ist es Glas.
                        Wenn es aber nicht Hart ist, wird das Probestück selbst beschädigt, nehme ich mal an. Darum kann man diesen Test nur dann ausführen, wenn das Probestück beschädigt werden darf.(?)
                        Loriot: Kraweel, kraweel. Taub-trüber Ginst am Musenhain, trüb-tauber Hain am Musenginst. Kraweel, kraweel.

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                        • #13
                          Zitat von Wes Jansen Beitrag anzeigen
                          Mit einem einfachen Ritztest. Versuche einfach, mit dem Stein eine Glasscheibe zu zerkratzen. Siehst du hinterher eine Ritzspur auf dem Glas ist das Material, das du in der Hand hältst härter als Glas, also ein Diamant, siehst du keine Spur ist es Glas.
                          Das ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Man kann mit einem Großteil der Minerale Glas ritzen. Glas liegt in seiner Härte irgendwo zwischen 5 und 6, was die Mohs-Härte angeht. Du kannst sogar ein Stück Granit hernehmen, das enthält Quarz (7) und Feldspat (6) - Außerdem Glimmer, aber das ist nur 3.

                          Ich hab mir früher auch immer einen Scherz damit gemacht, ein Stück Quarz zu nehmen und damit vor Leuten Glas zu ritzen. Die haben dann immer riesige Augen gekriegt

                          Aber ich geh einfach mal davon aus, du meintest den Unterschied zwischen Diamanten und Svarovskis?

                          @ bozano: Ja, eine kleine Abnutzung ist da natürlich dabei, deshalb untersucht man Dinge, die man gar nicht beschädigen darf am besten unter einer Mikrosonde. Da wird das Material zwar auch beschädigt, aber eben nur mit einer Größe von 1 µm.
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                          • #14
                            Zitat von Spocky Beitrag anzeigen
                            Das ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Man kann mit einem Großteil der Minerale Glas ritzen. Glas liegt in seiner Härte irgendwo zwischen 5 und 6, was die Mohs-Härte angeht. Du kannst sogar ein Stück Granit hernehmen, das enthält Quarz (7) und Feldspat (6) - Außerdem Glimmer, aber das ist nur 3.

                            Ich hab mir früher auch immer einen Scherz damit gemacht, ein Stück Quarz zu nehmen und damit vor Leuten Glas zu ritzen. Die haben dann immer riesige Augen gekriegt

                            Aber ich geh einfach mal davon aus, du meintest den Unterschied zwischen Diamanten und Svarovskis?
                            Ja, ich meinte jetzt nur die von Bozano angesprochene Unterscheidung zwischen Glas/Svarovski und Diamant.
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                            • #15
                              Ja, ich meinte jetzt nur die von Bozano angesprochene Unterscheidung zwischen Glas/Svarovski und Diamant.
                              Was oben steht gilt auch für Glas. Wenn Kraft auf eine sehr kleine Fläche ausgeübt wird, gibt eines der Materialien nach und wenn man Glas mit Glas ritzt, gehen möglicherweise auch beide kaputt.
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