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Warum eignen sich lichtstarke Dobson Teleskope nicht für Planeten oder in Stadtnähe?

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  • Warum eignen sich lichtstarke Dobson Teleskope nicht für Planeten oder in Stadtnähe?

    In folgendem Tutorial steht:
    Teleskope: Eine Einfhrung

    Dobson-Newtons
    ...
    Wer nicht ein zu lichtstarkes Gerät wählt, bekommt auch für Planeten ein perfektes Bild bei großen Öffnungen, das jeden Refraktor ins hinterste Glied zurücksetzt...
    und weiter unten:
    Was würde ich mir kaufen, wenn ich noch kein Gerät hätte?
    Dasselbe! Oder vielleicht einen dieser Lichtsauger, so ein richtig tierisches Dobson. Der taugt allerdings nur was bei Exkursionen unter einen völlig dunklen Himmel. In Stadtnähe kann man diese Lichteimer weitgehend vergessen.
    Warum sind lichtstarke Geräte hier ein Problem?
    Ist es nicht so, daß man bei einer höheren Lichtstärke auch stärker
    vergrößern kann und man vor allem auch farbig sieht?
    Warum sollte dann also ein Lichteimer negativ sein?

    Und wie sieht es in Stadtnähe aus?
    Warum sind da Lichteimer ein Problem?
    Gut, sie fangen viel mehr Umgebungslicht ein, aber wird ein wegen der Lichtverschmutzung kaum noch sichtbarer Stern dann nicht besser sehbar?



    Dann noch etwas.
    Zur Brennweite steht, daß eine kürzere Brennweite für den Transport und
    dank einer höheren Lichtintensitiät besser ist, aber haben kurze Brennweiten auch irgendwelche Nachteile?
    Wie sieht es z.b. mit der Schärfe aus?
    Ist ein Telelskop mit 2 m Brennweite schärfer als eines mit nur 1 m?
    Ein paar praktische Links:
    In Deutschland empfangbare FreeTV Programme und die jeweiligen Satellitenpositionen
    Aktuelles Satellitenbild
    Radioaktivitätsmessnetz des BfS

  • #2
    Zitat von Cordess Beitrag anzeigen
    In folgendem Tutorial steht:

    Warum sind lichtstarke Geräte hier ein Problem?
    Ist es nicht so, daß man bei einer höheren Lichtstärke auch stärker
    vergrößern kann und man vor allem auch farbig sieht?
    Warum sollte dann also ein Lichteimer negativ sein?
    Die Planeten zumindest bis zum Saturn sind selbst für das bloße Auge hell genug. Bei lichtstarken Geräten kann es sein das du bei sehr leuchtstarken Objekten einen Filter benutzen musst.
    Die maximale Vergrößerung (bei Newton-T.) wird vom Spiegeldurchmesser und der Brennweite bestimmt. Die Lichtstärke spielt da zumindest bei planetaren Objekten keine größere Rolle, da sie hell genug sind.
    Lichtstarke Dobson-Newtons sind für planetare Beobachtungen durchaus geeignet. Aber eigentlich sind sie für lichtschwache Objekte (Nebel, Galaxien) besser geeignet, eben wegen ihrer großen Lichtausbeute, für einen kleinen Preis. Wer hauptsächlich Planeten beobachten will, für den ist ein Refraktor besser geeignet, weil sie bei gleichen Preis eine größere Vergrößerung bieten und farbechter sind als Spiegelteleskope.

    Zitat von Cordess Beitrag anzeigen
    Und wie sieht es in Stadtnähe aus?
    Warum sind da Lichteimer ein Problem?
    Gut, sie fangen viel mehr Umgebungslicht ein, aber wird ein wegen der Lichtverschmutzung kaum noch sichtbarer Stern dann nicht besser sehbar?
    Damit sind Dobsons mit offenen Spiegel gemeint (also mit Rohrstrebenkonstruktion), bei diesen Konstruktionen ist das Umgebungslicht ein großes Problem. Es gibt aber auch Modelle mit geschlossenen Rohr, die haben das Problem nicht, sind dafür aber schwerer und teurer.

    Zitat von Cordess Beitrag anzeigen
    Dann noch etwas.
    Zur Brennweite steht, daß eine kürzere Brennweite für den Transport und
    dank einer höheren Lichtintensitiät besser ist, aber haben kurze Brennweiten auch irgendwelche Nachteile?
    Wie sieht es z.b. mit der Schärfe aus?
    Ist ein Telelskop mit 2 m Brennweite schärfer als eines mit nur 1 m?
    Kurze Konstruktionen sind natürlich leichter zu Transportieren, und auch wesentlich stabiler. Eine kürzere Brennweite führt bei einem Newton zu einer geringeren max. Vergrößerung.
    Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
    Dr. Sheldon Lee Cooper

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    • #3
      Zitat von Enas Yorl Beitrag anzeigen
      Die Planeten zumindest bis zum Saturn sind selbst für das bloße Auge hell genug. Bei lichtstarken Geräten kann es sein das du bei sehr leuchtstarken Objekten einen Filter benutzen musst.
      Wie hoch wäre die Lichtleistung bei einem 14" Schmidt-Cassagrain Teleskop, wenn man dieses direkt auf den Vollmond richtet?
      Könnte man daran ohne Filter so wie bei der Sonne auch erblinden oder wird man nur geblendet?

      Oder anders gefragt, mit wievielen Lumen Lichtleistung müßte man da rechnen?



      Die maximale Vergrößerung (bei Newton-T.) wird vom Spiegeldurchmesser und der Brennweite bestimmt. Die Lichtstärke spielt da zumindest bei planetaren Objekten keine größere Rolle, da sie hell genug sind.
      Danke, aber wird mit dem Spiegeldurchmesser nicht auch die Auflösung gesteigert, so daß man dennoch einen größeren Spiegeldurchmesser benötigt wenn man sehr stark vergrößern will?
      (z.b. 600-fache Vergrößerung bei ausgezeichnetem Seeing)




      Lichtstarke Dobson-Newtons sind für planetare Beobachtungen durchaus geeignet. Aber eigentlich sind sie für lichtschwache Objekte (Nebel, Galaxien) besser geeignet, eben wegen ihrer großen Lichtausbeute, für einen kleinen Preis. Wer hauptsächlich Planeten beobachten will, für den ist ein Refraktor besser geeignet, weil sie bei gleichen Preis eine größere Vergrößerung bieten und farbechter sind als Spiegelteleskope.
      Ich schätze mal du beziehst dich auf den besseren Kontrast bei Refraktoren, richtig?
      D.h. wenn ich Planeten beobachten wollen würde, dann wäre ein ED / Apochromat am besten geeignet, wegen den Farbsäumen bei normalen Refraktor Teleskopen.


      Damit sind Dobsons mit offenen Spiegel gemeint (also mit Rohrstrebenkonstruktion), bei diesen Konstruktionen ist das Umgebungslicht ein großes Problem. Es gibt aber auch Modelle mit geschlossenen Rohr, die haben das Problem nicht, sind dafür aber schwerer und teurer.
      Ok, wußte ich nicht.
      Würde es da nicht einfach genügen wenn man etwas schwarze Teichfolie um
      so ein Dobson herumwickelt?


      Eine kürzere Brennweite führt bei einem Newton zu einer geringeren max. Vergrößerung.
      Vielen Dank, das wollte ich wissen.

      Wie sieht es im Vergleich zu einem normalen Newton mit 2 m Brennweite und einem Schmidt Cassagrain Teleskop mit gleicher Brennweite aber geringerer Teleskoplänge aus?
      Das man für ersteres ne Leiter braucht und letzteres besser transportierbar ist, ist ja klar, aber welches macht die besseren Bilder?
      Ein paar praktische Links:
      In Deutschland empfangbare FreeTV Programme und die jeweiligen Satellitenpositionen
      Aktuelles Satellitenbild
      Radioaktivitätsmessnetz des BfS

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