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Gibt es in dem Raum zwischen 2 Galaxien irgendetwas etwas oder ist der leer?

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  • Gibt es in dem Raum zwischen 2 Galaxien irgendetwas etwas oder ist der leer?

    Gibt es zwischen 2 Galaxien Sterne oder gar Planeten oder ist der völlig leer, mal abgesehen von 1 Wasserstoff Atom / 100 m³ (oder so ähnlich, ganz leer soll das Vakuum im Weltraum ja nie sein, aber das meine ich nicht, ich meine schon etwas größeres als nur ein paar Atome & Staubpartikel).
    Ein paar praktische Links:
    In Deutschland empfangbare FreeTV Programme und die jeweiligen Satellitenpositionen
    Aktuelles Satellitenbild
    Radioaktivitätsmessnetz des BfS

  • #2
    Zitat von Cordess Beitrag anzeigen
    Gibt es zwischen 2 Galaxien Sterne oder gar Planeten oder ist der völlig leer, mal abgesehen von 1 Wasserstoff Atom / 100 m³ (oder so ähnlich, ganz leer soll das Vakuum im Weltraum ja nie sein, aber das meine ich nicht, ich meine schon etwas größeres als nur ein paar Atome & Staubpartikel).
    Zwischen manchen Galaxien gibts ein Reservoir aus ultraheißem Gas:

    Cooling flow - Wikipedia, the free encyclopedia
    AV-Fenster | BR

    Ansonsten gibts da bestimmt auch den ein oder anderen aus einer Galaxie herausgeschleuderten Einzelstern.

    Ansonsten dürfte das eine ziemlich leere Angelegenheit sein.
    Mein Profil bei Memory Alpha
    Treknology-Wiki

    Even logic must give way to physics. / Sogar die Logik muss sich der Physik beugen. -- Captain Spock, 2293

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    • #3
      Man stelle sich mal eine Zivilisation in so einem einsamen Sonnensystem in den großen Leerräumen vor.
      Der Himmel ist nachts fast völlig dunkel, die einzigen Lichter kommen von eventuellen anderen Planeten und Monden im System; lediglich einige blasse verwaschene Lichtflecke (je nach Entfernung zu anderen Galaxien) sind scheinbar positionsfest am Himmel.
      Wie sich da wohl die religiösen Systeme entwickeln?
      Später hat es die Astronomie sicher auch sehr schwer, passende Konzepte für die Enstehung des Universums zu entwickeln.

      In gewisser Weise droht zumindest allen Galaxien ein ähnliches Schicksal - in ferner Zukunft wird durch die andauernde Expansion des Universums nahezu jeder Hinweis auf den Urknall und andere Galaxien hinter dem Sichtbarkeitshorizont verschwinden.
      Die Astronomie einer Zivilisation in dieser Zukunft hätte große Probleme, sich über den Kenntnisstand Anfang des letzten Jahrhunderts hinaus zu entwickeln. Es gäbe nur eine einzige Galaxie zu beobachten (selbst die kleinen Begleitgalaxien sind dann vereinnamt) und die Sterne wären fast alle alt und würden immer weniger werden. Wie erklärt man das Vorhandensein einer einzelnen Galaxie, die scheinbar schon immer oder jedenfalls sehr lange da war, als ob sie aus dem Nichts entstanden wäre?
      "Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten." (Erwin Pelzig)

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      • #4
        Zitat von Mondkalb Beitrag anzeigen
        Man stelle sich mal eine Zivilisation in so einem einsamen Sonnensystem in den großen Leerräumen vor.
        Der Himmel ist nachts fast völlig dunkel, die einzigen Lichter kommen von eventuellen anderen Planeten und Monden im System; lediglich einige blasse verwaschene Lichtflecke (je nach Entfernung zu anderen Galaxien) sind scheinbar positionsfest am Himmel.
        Aber das Licht anderer Sterne würde man doch auch dort sehen oder schließlich breitet sich das Licht ja auch aus oder verstehe ich da was falsch.
        Sonst würden wir ja auch die alten Galaxien nicht nachweisen können. Es wäre doch wohl nur so das bei denen die Sterne einfach extrem weit weg wären.

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        • #5
          Es hat aber sehr lange gedauert, bis man Teleskope hatte, die z. B. im Andromedanebel Einzelsterne nachweisen konnten (Anfang des 20. Jahrhunderts). Man hielt bis dahin den Nebel auch immer für einen Bestandteil der Milchstraße.
          Darüberhinaus sind nur wenige Galaxien mit bloßem Auge sichtbar.
          "Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten." (Erwin Pelzig)

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          • #6
            Naja, die Chance, dass ausgerechnet auf einem Planeten eines Sterns zwischen den Galaxien eine Zivilisation entsteht, dürfte recht klein sein... Aber in einem unendlichen Universum kommt natürlich auch das unendlich oft vor Eine solche Zivilisation würde ziemlich sicher zur Auffassung kommen, dass Galaxien für Leben ungeeignet sind und nur Sterne zwischen den Galaxien überhaupt erst Leben tragen können. Sie würden sicherlich nach anderen Sternen zwischen den Galaxien Ausschau halten, aber ihre Chancen, irgendwann dorthin zu kommen, wären natürlich noch sehr viel kleiner als unsere, zu einem Nachbarstern zu kommen. Eine solche Zivilisation könnte weniger Astronomie & Astrophysik, dafür aber mehr Kosmologie betreiben.

            Die Astronomie einer Zivilisation in dieser Zukunft hätte große Probleme, sich über den Kenntnisstand Anfang des letzten Jahrhunderts hinaus zu entwickeln. Es gäbe nur eine einzige Galaxie zu beobachten (selbst die kleinen Begleitgalaxien sind dann vereinnamt) und die Sterne wären fast alle alt und würden immer weniger werden. Wie erklärt man das Vorhandensein einer einzelnen Galaxie, die scheinbar schon immer oder jedenfalls sehr lange da war, als ob sie aus dem Nichts entstanden wäre?
            Man wäre wohl wieder beim Steady-State Universum angelangt. Man würde vermuten, dass in einem unendlich grossen, leeren, statischen Universum irgend ein spontaner Prozess plötzlich eine Galaxiemasse an Wasserstoff und Helium produziert, der sich dann zu einer Galaxie verklumpt, die dann Leben hervorbringt und schliesslich langsam stirbt bzw. in einem Schwarzen Loch verschwindet.
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            Final-frontier.ch - Kommentare vom Rand des Universums

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            • #7
              Zitat von Mondkalb Beitrag anzeigen
              Man stelle sich mal eine Zivilisation in so einem einsamen Sonnensystem in den großen Leerräumen vor.
              Der Himmel ist nachts fast völlig dunkel, die einzigen Lichter kommen von eventuellen anderen Planeten und Monden im System; lediglich einige blasse verwaschene Lichtflecke (je nach Entfernung zu anderen Galaxien) sind scheinbar positionsfest am Himmel.
              Wie sich da wohl die religiösen Systeme entwickeln?
              Hmm...ist die Frage, ob es überhaupt noch wahrscheinlich ist, dass sich in solchen Gebieten Leben ansammelt. Schließlich liegt es doch näher, bei mehr Sternen, sprich, mehr Energie, mehr Potential für die Bildung biologischen Lebens vorzufinden. Natürlich, Sonneneinstrahlung erfolgt immer noch, auch von ferneren Sternen... aber nicht ganz so intensiv, oder?

              Später hat es die Astronomie sicher auch sehr schwer, passende Konzepte für die Enstehung des Universums zu entwickeln.
              Das ist natürlich eine Möglichkeit, besonders, wenn man in seiner näheren Umgebung nichts findet, was man untersuchen könnte.

              In gewisser Weise droht zumindest allen Galaxien ein ähnliches Schicksal - in ferner Zukunft wird durch die andauernde Expansion des Universums nahezu jeder Hinweis auf den Urknall und andere Galaxien hinter dem Sichtbarkeitshorizont verschwinden.
              Mmm... nun ja, wenn man nun wirklich von einem inflationärem Universum ausgeht, was ja momentan die Theorie unseres Universums zu sein scheint. Dementsprechend würde eine fortwährende Expansion des Universums letztendlich zu einer Einzelverteilung von Sternen führen. Was das für Konsequenzen hat, lässt sich ausmalen...

              Man wäre wohl wieder beim Steady-State Universum angelangt. Man würde vermuten, dass in einem unendlich grossen, leeren, statischen Universum irgend ein spontaner Prozess plötzlich eine Galaxiemasse an Wasserstoff und Helium produziert, der sich dann zu einer Galaxie verklumpt, die dann Leben hervorbringt und schliesslich langsam stirbt bzw. in einem Schwarzen Loch verschwindet.
              Ähm? In wie fern spielt denn für dich das Schwarze Loch hier eine Rolle?
              Bajoranische Ohrringe ^^
              lol
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              • #8
                Natürlich, Sonneneinstrahlung erfolgt immer noch, auch von ferneren Sternen... aber nicht ganz so intensiv, oder?
                Das spielt keine Rolle: die Strahlung der Sterne kannst du vernachlässigen. Wäre die Sonne im intergalaktischen Raum, wir würden keinen Unterschied merken...

                Dementsprechend würde eine fortwährende Expansion des Universums letztendlich zu einer Einzelverteilung von Sternen führen. Was das für Konsequenzen hat, lässt sich ausmalen...
                Es kommt ein bisschen darauf an, welchem Modell man folgt. Bei den meisten führt es nur zur Trennung der Galaxien, die aber für sich erhalten bleiben - Sterne etc. trennen sich nie. Nur die Modelle, die zum "Big Rip" führen, dh, Modelle, in denen der Raum unabhängig von der Materiedichte exponentiell expandiert, trennen sich schliesslich erst Sterne, am Ende sogar Atome etc. voneinander.
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                • #9
                  Zitat von elfcrystal Beitrag anzeigen
                  Hmm...ist die Frage, ob es überhaupt noch wahrscheinlich ist, dass sich in solchen Gebieten Leben ansammelt. Schließlich liegt es doch näher, bei mehr Sternen, sprich, mehr Energie, mehr Potential für die Bildung biologischen Lebens vorzufinden. Natürlich, Sonneneinstrahlung erfolgt immer noch, auch von ferneren Sternen... aber nicht ganz so intensiv, oder?
                  ...
                  Ich sage ja auch nicht, dass es wahrscheinlich ist, es ist aber auch nicht unmöglich.
                  Wir reden ja hier von ganzen Sonnensystemen, die aus einer Galaxis geschleudert werden.
                  Wenn z. B. in ein paar Milliarden Jahren der Andromedanebel mit der Milchstrasse zusammenstößt, wird das sicher auch passieren.
                  Zuletzt geändert von Mondkalb; 07.09.2008, 15:53.
                  "Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten." (Erwin Pelzig)

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                  • #10
                    Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
                    Es kommt ein bisschen darauf an, welchem Modell man folgt. Bei den meisten führt es nur zur Trennung der Galaxien, die aber für sich erhalten bleiben - Sterne etc. trennen sich nie. Nur die Modelle, die zum "Big Rip" führen, dh, Modelle, in denen der Raum unabhängig von der Materiedichte exponentiell expandiert, trennen sich schliesslich erst Sterne, am Ende sogar Atome etc. voneinander.
                    Mmm... ist das erste Mal, dass ich davon höre, interessant. Man lernt ja nie aus. In wie weit ist denn der "Big Rip" wahrscheinlich? Schließlich müsste doch dann auch eine Untersuchung im mikrokosmischen Bereich geben, ob sich an der struktuellen Integrität der Atome was verändert hat, oder?
                    Bajoranische Ohrringe ^^
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                    • #11
                      Über die Wahrscheinlichkeit kann man nur spekulieren, da man über die zugrunde liegenden Mechanismen zu wenig weiß. Z. B. wodurch die Inflation verursacht wird und ob sie sich steigert oder nicht, und was die Dunkle Energie ist und wie sie sich verhält.
                      Sicher ist: Auf jeden Fall liegt diese Möglichkeit in einer weit weit entfernten Zukunft (einige zig-Milliarden Jahre).

                      Auf atomarer Ebene gibt es dazu bisher nichts zu beobachten.
                      "Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten." (Erwin Pelzig)

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                      • #12
                        Zur Zeit ist es eher unwahrscheinlich, dass im Halo der Galaxis eine Zivilisation existiert, weil dort meist Sterne von der metallarmen Population II und RR Lyrae Sterne vorhanden sind. Die einzelnen Sterne, die herausgeschleudert wurden (sog. Schnellläufer) kommen meist aus dem Zentrum der Galaxis, wo eine Entstehung von Leben ebenfalls eher unwahrscheinlich ist.

                        In der nähe der Galaxien befinden auf alle Fälle noch Hochgeschwindigkeitswolken aus Wasserstoff, große Ansammlungen an Dunkler Materie sowie Sterne, die durch das Einverleiben von Zwerggalaxien auf eine Halobahn geworfen wurden.

                        In Zukunft (ca. 4 Mrd. Jahre) wenn die Andromedagalaxie mit der Milchstraße kollidieren wird, könnte es sehr gut möglich sein, dass unser Sonnensystem aus der Galaxis herausgeschleudert wird. Allerdings steht die Sonne dann kurz vor ihrem Rote Riesen Stadium und Leben auf der Erde ist dann sowieso nicht mehr möglich.
                        R.I.P. SGU // R.I.P. STARGATE™
                        ***
                        "Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt." Albert Einstein

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