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Ist die Unterteilung der Planetenklassen in Star Trek (Sternenatlas) sinnvoll?

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  • Ist die Unterteilung der Planetenklassen in Star Trek (Sternenatlas) sinnvoll?

    Durch die Diskussion http://www.scifi-forum.de/science-fi...-new-post.html ist mir die Frage gekommen, ob das von Star Trek Produzenten erdachte Planetenklassifikationssystem nach realen Maßstäben überhaupt Sinn macht, insbesondere im Bezug auf die Bewohnbarkeit eines Planeten.

    Es gibt noch eine ältere Diskussion dazu: http://www.scifi-forum.de/off-topic/...nensystem.html
    (Da ich jedoch über den allgemeinen Sinn einer solchen systematischen Aufstellung und nicht am Beispiel des Sonnensystem diskutieren möchte, habe ich neuen Thread dazu gemacht.)

    So nun zum Objekt der Diskussion:

    Phoenix - Fleet * Fachunterlagen
    Planetenklassifikation ? Star Trek Datenbank

    Ich untergliedere meine Fragen mal in Teilfragen.

    1.) Unterteilung der Planetenklasse nach mehr als einem Grundaspekt

    Ist es sinnvoll die Planetenklassen gleichzeitig in entwicklungshistorische Abfolgen und grundlegende Eigenschaften zu unterteilen?

    Beispielsweise ist es ja so, dass auch Gasriesen sich erstmal aus erdähnlichen Planetenkernen durch Gasansammlung entwickelt haben, daher verstehe ich den Automatismus nicht, mit der davon ausgegangen wird, dass sich eine bestimmte Grundkonfiguration zu einer bestimmten Planetenklasse entwickelt.

    2.) Unterteilung der Planetenklassen nach Größe.

    Sind "scharfe Grenzen" sinnvoll?

    z.B. Klasse A (Geothermal) 1.000-10.000 km

    Warum sollte es nicht auch Planeten mit über 10.000 km geben, die in der kalten Zone eines Planetensystem liegen und sich zu Klasse C "Geoinaktiv" entwickeln?

    3.) Superriesen (Klasse S und T)

    Kann es überhaupt Planeten mit 10-120 Mio km Durchmesser geben, die sich nicht automatisch zu braunen Zwergen oder "normalen" Sternen entwickeln?

    Ich persönlich halte diese Planetenklassen für sinnlos.

    4.) Unterteilung der Planetenklassen nach Position im Planetensystem (heiße, kalte und Lebenszone)

    Mich wundert, dass die Planetenklassenunterteilung unterstellt, dass sich ein Planet einer bestimmten Zone automatisch zu einer bestimmten Planetenklasse entwickelt.

    5.) Unterteilung der Planetenklassen nach Bewohnbarkeit

    Ist es sinnvoll soviele bewohnbare Planetenklassen zu haben?

    Im Endeffekt geht die Unteteilung davon aus, dass es auf Planeten der Klasse H, K, L, M, O und P automatisch Sauerstoff gibt.
    Sauerstoff ist jedoch ein relativ reaktives Element, was nur dort vorkommt wo es anaerobe Lebensformen gibt, die es als Abfallprodukt ausscheiden.

    6.) Klasse M = "erdähnlich"?

    Es ist ja allgemein bekannt, dass man den Mars als "erdähnlichen" Planeten bezeichnet, obwohl er weit weg von Bewohnbarkeit für Lebenwesen der Erde ist. "Erdähnlich" ist also ein sehr dehnbarer Begriff.
    Die Frage die sich daraus ergibt: Wie identisch muss ein Planet zur Erde sein, damit man von erdvergleichbar oder sogar erdidentisch reden kann, sodass dieser Planet die Klasse M aus Star Trek erfüllt, d.h. wo man ohne Schutzkleidung herumspazieren oder ihn sogar besiedeln kann.
    Mein Profil bei Memory Alpha
    Treknology-Wiki

    Even logic must give way to physics. / Sogar die Logik muss sich der Physik beugen. -- Captain Spock, 2293

  • #2
    Puh, reichlich sinnfrei. Jetzt weiß ich auch wieder, weshalb ich beim ST-Technogebabbel immer weghöre.
    Wie du schon ausgeführt hast, ist diese Einteilung viel zu ungenau um sinnvoll zu sein. Der Mars als Klasse M-Planet, das könnte nach dem Beamen böse enden.
    Aus der Sicht einer Raumfahrenden Zivilisation sollte man einen Planeten in je drei Kategorien einteilen:
    - Aufbau (Größe, Zusammensetzung, tektonische Aktivität).
    - Position (Entfernung zu der/n Sonne/n relativ zur dessen Strahlungsstärke, heiße, freundliche und kalte Zone).
    - Oberflächenbeschaffenheit (Atmosphäre, Temperatur, Strahlenbelastung, Fest/Flüssig/Gasförmig).
    Aber auch das, kann am Ende nur eine grobe Einteilung sein. Jeder Raumfahrer der seinen Verstand zusammen hat, wird über einen Planeten wesentlich mehr Details wissen wollen und sich das entsprechende Datenblatt durchlesen.
    Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
    Dr. Sheldon Lee Cooper

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    • #3
      Zitat von Enas Yorl Beitrag anzeigen
      Puh, reichlich sinnfrei. Jetzt weiß ich auch wieder, weshalb ich beim ST-Technogebabbel immer weghöre.
      Wie du schon ausgeführt hast, ist diese Einteilung viel zu ungenau um sinnvoll zu sein. Der Mars als Klasse M-Planet, das könnte nach dem Beamen böse enden.
      Aus der Sicht einer Raumfahrenden Zivilisation sollte man einen Planeten in je drei Kategorien einteilen:
      - Aufbau (Größe, Zusammensetzung, tektonische Aktivität).
      - Position (Entfernung zu der/n Sonne/n relativ zur dessen Strahlungsstärke, heiße, freundliche und kalte Zone).
      - Oberflächenbeschaffenheit (Atmosphäre, Temperatur, Strahlenbelastung, Fest/Flüssig/Gasförmig).
      Aber auch das, kann am Ende nur eine grobe Einteilung sein. Jeder Raumfahrer der seinen Verstand zusammen hat, wird über einen Planeten wesentlich mehr Details wissen wollen und sich das entsprechende Datenblatt durchlesen.
      Naja "vollkommen sinnfrei" ist die Einteilung ja nicht... wie du schon sagtest ist sie nur etwas grob.

      Vorallem orientiert sie sich vorallem an entwicklungshistorischen Aspekten wie Altern, Tektonik.
      Mir sind nur die Umgrenzungen zu grob formuliert.

      Der Mars ist sicherlich nicht "Klasse M"... zumindestens wurde er in ST erst im 22. Jh. terraformt bevor er bewohnbar wurde.

      Mich stört nur die relativ große Bandbreite an bewohnbaren Planeten gegenüber den unbewohnbaren. Die Klasseneinteilung suggeriert eine überproportional große Anzahl bewohnbarer Planeten, was der heutigen Lösung der Drake-Gleichung widerspricht.

      Im Prinzip braucht man für erdgleiche Planeten nur die Unterteilung in "zu kalt", "zu heiß", "genau richtig". Die anderen Parameter wie Größe, Schwerkraft, Wassergehalt und atmosphärische Zusammensetzung sind eh in einer engen Toleranz vorrausgesetzt.

      Ist die Schwerkraft zu gering, ist die Atmosphäre zu dünn und schon ist es fast egal wie kalt oder warm es ist, da dort humanoides Leben kaum zu erwarten wäre. Auch zu trockene Planeten kann man ausschließen, unabhängig von den restlichen Parametern.
      Die Größe spielt nur indirekt über die Schwerkraft eine Rolle.

      Was ich vermisse ist analog zur Sternspektralklasseneinteilung die Unternummerierung.

      z.B.
      A1 -> 0-1 Mrd Jahre (geschmolzene Phase)
      A2 -> 1-2 Mrd Jahre (vulkanische Phase)
      A3 -> 2-5 Mrd Jahre (Auskühlungsphase 1, mit Vulkanismus)
      A4 -> 5+ Mrd Jahre (Auskühlungsphase 2, ohne Vulkanismus)
      A5 -> komplett ausgekühlt

      (Die Jahreszahlen sind jetzt nur so grob und man sollte sie nicht als starre Grenzen sehen.)
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      • #4
        Zitat von McWire Beitrag anzeigen
        Naja "vollkommen sinnfrei" ist die Einteilung ja nicht... wie du schon sagtest ist sie nur etwas grob.
        Das ist es ja gerade, welchen Zweck soll diese Einteilung den erfüllen? Ein Raumfahrer der sich über einen Planeten informieren will, wird sich das Datenblatt durchlesen. Und für eine Suche in einer Planetendatenbank ist diese Unterteilung bei weiten nicht differenziert genug.
        Für das Technogebabbel einer TV-Serie ist das ja ganz nützlich. Aber eine echte Raumfahrende Zivilisation hat für solch ein grobes System keinen Bedarf.

        Zitat von McWire Beitrag anzeigen
        Im Prinzip braucht man für erdgleiche Planeten nur die Unterteilung in "zu kalt", "zu heiß", "genau richtig". Die anderen Parameter wie Größe, Schwerkraft, Wassergehalt und atmosphärische Zusammensetzung sind eh in einer engen Toleranz vorrausgesetzt.

        Ist die Schwerkraft zu gering, ist die Atmosphäre zu dünn und schon ist es fast egal wie kalt oder warm es ist, da dort humanoides Leben kaum zu erwarten wäre. Auch zu trockene Planeten kann man ausschließen, unabhängig von den restlichen Parametern.
        Die Größe spielt nur indirekt über die Schwerkraft eine Rolle.

        Was ich vermisse ist analog zur Sternspektralklasseneinteilung die Unternummerierung.

        z.B.
        A1 -> 0-1 Mrd Jahre (geschmolzene Phase)
        A2 -> 1-2 Mrd Jahre (vulkanische Phase)
        A3 -> 2-5 Mrd Jahre (Auskühlungsphase 1, mit Vulkanismus)
        A4 -> 5+ Mrd Jahre (Auskühlungsphase 2, ohne Vulkanismus)
        A5 -> komplett ausgekühlt
        Damit hast du das grundsätzliche Problem schon umrissen. Für die Benutzung in einer Datenbank müsste man ein komplexes Beschreibungssystem entwickeln, das die vielen unterschiedlichen Kenngrößen der Planeten berücksichtigt.
        Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
        Dr. Sheldon Lee Cooper

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        • #5
          Zitat von McWire Beitrag anzeigen
          ... Die Frage die sich daraus ergibt: Wie identisch muss ein Planet zur Erde sein, damit man von erdvergleichbar oder sogar erdidentisch reden kann, sodass dieser Planet die Klasse M aus Star Trek erfüllt, d.h. wo man ohne Schutzkleidung herumspazieren oder ihn sogar besiedeln kann.
          Sehr identisch, würde ich annehmen. Der Planet müsste um die 13.000 km Durchmesser haben, einen großen Mond, in einer relativ ruhigen Gegend der Galaxie, in einem ziemlich langweiligen, beinahe als öde zu bezeichnenden Sonnensystem liegen und um eine völlig durchschnittliche Sonne kreisen. Ein Asteroiden-Wächter nach Art den Jupiter und dann noch ne Menge Glück ganz allgemein wären notwendig. Wasser-Land Verteilung cirka drei zu zwei oder höher. Schön breite Kontinentalsockel und schön viele 'Binnengewässer', bitte auch der gigantischen Art a la Schwarzes Meer...

          Um es kurz zu machen: Ein Klasse-M Planet müsste so beschaffen sein, das sich ein Besucher im Wald verlaufen könnte und trotzdem noch heimisch fühlt.

          Aber ohne FESTEN Schutzanzug würde ich da trotzdem nicht runterbeamen. Man stelle sich vor: 'Alien' trifft auf Grippevirus... oder: 'Alien' denkt, 'so eine süße Miau-Schnurr', Löwe denkt 'lecker' ...
          Ein kleines Land kann nicht mit einem großen wetteifern, wenige nicht mit vielen; die Schwachen nicht mit den Starken.

          - Mencius

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          • #6
            "Well, it's a type-M planet, so it should at least have Roddenberries. "

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            • #7
              Zitat von Enas Yorl Beitrag anzeigen
              Das ist es ja gerade, welchen Zweck soll diese Einteilung den erfüllen? Ein Raumfahrer der sich über einen Planeten informieren will, wird sich das Datenblatt durchlesen. Und für eine Suche in einer Planetendatenbank ist diese Unterteilung bei weiten nicht differenziert genug.
              Für das Technogebabbel einer TV-Serie ist das ja ganz nützlich. Aber eine echte Raumfahrende Zivilisation hat für solch ein grobes System keinen Bedarf.
              In Star Trek ist der Zweck der Planetenklassenunterteilung, darzustellen inwieweit ein anderer Planet für humanoides Leben geeignet ist.

              Für mich als Hobbyastronom wäre der Sinn einer Planetenklassifikation sämtlichen denkbaren Planeten mit allen kombinierbaren Eigenschaften darzustellen... von einem 100 Mio Jahre alten Gasriesen in der heißen Zone eines Sterns über einen 5 Mrd Jahre alten trockenen Wüstenplaneten in der Lebenszone, auf dem noch vulkanische Aktivität herrscht bishin zu einem ca 1 Mrd Jahre alten eisbedeckten Zwergplaneten mit minmaler Schwerkraft in der kalten Zone.

              Was ich brauche ist also eine Datenindize für jeden Zustand:

              1. Alter (siehe obiges Beispiel)
              2. Größe (Volumen, Durchmesser, Umfang), Masse (Dichte), daraus folgend die Oberflächenschwerkraft
              3. Oberflächenbeschaffenheit (fest, flüssig, tektonische Aktivität, Wasser vorhanden)
              4. Dichte und chemische Zusammensetzung der Atmosphäre
              5. Eigenrotation (Geschwindigkeit, gebundene Rotation)
              6. Sekundäre Eigenschaften (Abstand zum Stern (heiße, gemäßigte und kalte Zone), Parameter der Umlaufbahn (elliptisch, Kreisbahn, interstellarer Wanderer))
              7. Tertiäre Eigenschaften (Monde vorhanden. selbst ein Mond eines anderen Körper)
              8. Magnetfeld vorhanden?

              Aus diesen Parametern müsste sich die Klassifikation ergeben.

              Abstand zum Stern würde ich etwa so definieren:

              A, B, C, D, E, F, G -> heiße Zone
              H, I, J, K, L, M, N -> Lebenszone
              O, P, Q, R, S, T, U -> kalte Zone
              V, W, X, Y, Z -> interstellarer Wanderer oder variable Zone

              Größe:

              A, H, O, V -> brauner Zwerg oder Superriese (mehr als 5 Jupitermassen, mehr als 100.000 km)
              B, I, P, W -> Gasriese (jupiterähnlich, 0,1-5 Jupitermassen, 50.000-150.000 km)
              C, J, Q, X -> Gasriese (neptunähnlich, 0,01-0,1 Jupitermassen (3,3 bis 33,3 Erdmassen), 15.000-50.000 km)
              D, K, R, Y -> erdähnlich (Erde, Venus) oder mars- und merkurähnlich (0,0005-0,01 Jupitermassen (0,15 bis 3,3 Erdmassen), 3.000-15.000 km)
              E, L, S , Z -> Zwergplanet oder Asteroid (weniger als 0,15 Erdmassen, weniger als 3000 km)
              F,G, M,N, T,U -> Sonderklassen

              Alter über eine arabische Ziffer von 1 bis 5


              Oberflächenbeschaffenheit wird im wesentlichen schon durch Alter, Abstand zum Stern und Schwerkraft definiert.

              Die Atmosphäre würde ich in römischen Ziffer und Kleinbuchstaben gefolgt von Zahl festlegen:

              I = Gasriesenatmosphäre
              II = sehr dichte Atmosphäre
              III = venusähnliche Atmosphäre
              IV = erdähnliche Atmosphäre
              V = marsähnliche Atmosphäre
              VI = sehr dünne Atmosphäre
              VII = Spuratmosphäre
              VIII = temporäre Atmosphäre
              IX = keine Atmosphäre

              a1 = Wasserstoffdominiert (>95%)
              a2 = Wasserstoff-Helium (zusammen > 95%)
              a3 = Wasserstoff-Helium-Kohlenwasserstoff (Methan)
              (nächsten Klassen beschreiben nächstes Hauptelement)
              a4 = a3 + Sulfide, Sulfite oder Sulfate (schwefelsauer)
              a5 = a3 + Ammoniak (basisch)
              a6 = a4 + Stickstoff (neutral)
              a7 = a5 + schwere Edelgase
              a8 = a6 + CO2 (kohlensauer)

              b1 = Stickstoffdominiert
              b2 = Stickstoff - Edelgas
              b3 = Stickstoff - Schwefelgase
              b4 = Stickstoff - Ammoniak
              b5 = Stickstoff - CO2
              b6 = Stickstoff - Sauerstoff

              c1 = CO2-dominiert
              c2 = CO2 + Edelgase
              c3 = CO2 + Stickstoff
              c4 = CO2 + Schwefelgase

              Nach meinem System hätte die Erde also die Planetenklassenformel:

              K3 IVb6

              Also 2-5 Mrd Jahre alter ca 10.000-15.000 km großer Planeten mit ca 1bar Oberflächendruck und einer Atmosphäre die vorwiegend aus Stickstoff und Sauerstoff besteht.

              Mars:

              R3 Vc3

              Mond:

              L3 IX


              .
              EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

              McWire schrieb nach 4 Minuten und 53 Sekunden:

              Zitat von Admiral Ahmose Beitrag anzeigen
              Sehr identisch, würde ich annehmen. Der Planet müsste um die 13.000 km Durchmesser haben, einen großen Mond, in einer relativ ruhigen Gegend der Galaxie, in einem ziemlich langweiligen, beinahe als öde zu bezeichnenden Sonnensystem liegen und um eine völlig durchschnittliche Sonne kreisen. Ein Asteroiden-Wächter nach Art den Jupiter und dann noch ne Menge Glück ganz allgemein wären notwendig. Wasser-Land Verteilung cirka drei zu zwei oder höher. Schön breite Kontinentalsockel und schön viele 'Binnengewässer', bitte auch der gigantischen Art a la Schwarzes Meer...

              Um es kurz zu machen: Ein Klasse-M Planet müsste so beschaffen sein, das sich ein Besucher im Wald verlaufen könnte und trotzdem noch heimisch fühlt.

              Aber ohne FESTEN Schutzanzug würde ich da trotzdem nicht runterbeamen. Man stelle sich vor: 'Alien' trifft auf Grippevirus... oder: 'Alien' denkt, 'so eine süße Miau-Schnurr', Löwe denkt 'lecker' ...
              Es ist die Frage in wie weit die Größe das Ganze bestimmt.

              Was wäre z.B. passiert, wenn man vor 4,5 Mrd Jahren Erde und Mars oder Venus und Mars oder Erde und Venus vertauscht hätte?
              Die dichtere Atmosphäre der Venus hätte z.B. in der Marsumlaufbahn durchaus mehr Wärmeenergie halten können.
              Die Erde anstelle des Mars wäre womöglichen zu einem Eisplaneten mit Eispanzer geworden, mit etwas höherer Durchschnittstemperatur (vielleicht 5°C mehr) als heute auf dem Mars.
              Der Mars hätte sich anstelle von Venus oder Erde vermutlich zu einem merkurähnlichen Objekt entwickelt, da die Wärme und Strahlung den Verdampfungsprozess von Wasser und CO2-Atmosphäre beschleunigt hätte.
              Andererseits wäre nach dem Vertauschen von Venus und Erde es trotzdem ähnlich verlaufen wie jetzt, d.h. Erde als Treibhaushölle und Venus als lebender Planet.

              Planeten sind sehr dynamische Objekte, die sich im Laufe des Alterns verändern, das muss man bei der Klassifikation berücksichtigen.
              Zuletzt geändert von McWire; 29.11.2008, 02:06. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!
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              • #8
                Mich stört nur die relativ große Bandbreite an bewohnbaren Planeten gegenüber den unbewohnbaren. Die Klasseneinteilung suggeriert eine überproportional große Anzahl bewohnbarer Planeten, was der heutigen Lösung der Drake-Gleichung widerspricht.
                Aus menschlichem Interesse heraus ist eine relativ "feine" Aufgliederung der irgendwie noch möglicherweise bewohn- oder besiedelbaren Planeten durchaus sinnvoll. Daher würde es durchaus Sinn machen, halbwegs untötliche Planeten nochmals zu differenzieren, bezüglich Schwerkraft, Wasservorkommen, Wärmegrad, Klimazonen, atmosphärischem Druck, atmosphärischer Zusammensetzung, Eigenrotation und, und, und.

                Das wäre aus menschlicher Sicht viel interessanter, als zu wissen, ob bei einem jupiterähnlichen Planeten nun 1000 Bar mehr, 3 G weniger oder 100 Tage unterschiedlicher Umlaufzeit herrschen.

                Daher ist es nicht unsinnig, unbewohnbare Planeten wesentlich gröber zu rastern.

                Dadurch entsteht zwar der Anschein (wenn man von einer gleichmäßigen Verteilung auf alle Klassen ausinge), es gäbe mehr bewohnbare Planeten, als es die Drake-Gleichung aussagt (wobei die Lösung der Drake-Gleichung ja von den Ausgangswerten ausgeht, und die sind eh alle nur geschätzt. ).

                Aber das spiegelt eben das Kerninteresse des menschlichen Erkenntnisstrebens wider. Die Drake-Gleichung selbst z.B. interessiert sich ja nicht für Jupiterähnliche.
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                • #9
                  @McWire

                  - Das Alter des Planeten würde ich nicht in Jahren einteilen, sondern ausschließlich an geologischen Zustand. Je nach Größe, Zusammensetzung und externen Einflüssen (Trabant) können sich beim Zeitablauf große Unterschiede auftun. Eventuell sollte man noch eine Sonderklasse für Planeten in der Wachstumsphase einführen.
                  - Wie sieht es mit Trabanten oder einem Doppelplaneten aus. Sicher kleine eingefangene Asteroiden (wie z.B. Phobos) könnte man ignorieren. Aber größere Trabanten wie der Erdmond können einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf den Planeten haben (Rotationsachse, Gezeiten, gebundene Rotation), ganz zu schweigen von Beispiel Pluto/Charon.
                  - Man sollte sich auch Gedanken um ein Gefahrensymbol machen. Vielleicht unterschieden nach externen (veränderliche Sonne, Kometen/Asteroiden oder einen Neutronenstern in der Nachbarschaft) oder rein planetaren Gefahren (besondere biologische oder chemische Risiken, vulkanische oder tektonische Aktivität).
                  - Als letztes trägt der Planet Leben? Wenn Ja, ist dieses Intelligent oder auf den Weg dahin.

                  Ansonsten gefällt mir deine Einteilung recht gut, tolle Arbeit.
                  Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
                  Dr. Sheldon Lee Cooper

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                  • #10
                    Die Einteilung ist sehr gut.

                    Meiner Meinung nach müsste eine grobe Klassifizierung aber einfacher sein. Man müsste auf den ersten Blick erkennen können wo der Planet ist, wie groß er ist und ob er bewohnbar sein könnte.


                    1. Entferung zum Zentralstern in AE, angegeben in Zahlen
                    2. Größe, angegeben in Buchstaben (jeder Buchstabe steht für eine Größenklasse, A = 1.000 km, B = 2.000 usw)
                    3. geologischer Zustand, wieder in Zahlen, etwa 0-9, wobei 9 sehr aktiv ist, 0 gar nicht aktiv
                    4. Atmosphäre / Temperatur (röm. Zahlen, I = erdähnlich, II = venusähnlich, III = marsähnlich, IV = keine, V = Gasriese, VI = usw / Temp. in Zahlen 1 = kalt, 99 = heiß)
                    5. Gefahrensymbol, Zahl von 0-9, zeigt mögliche Gefahren an, davor x, y oder xy (planetar od. stellar)

                    Für die Erde wäre das in etwa:

                    1M3I25Y7

                    1 = 1AE zum Zentralstern
                    M = ~ 13k Durchmesser
                    3 = geologisch aktiv
                    I = erdähnliche Atmosphäre
                    25 = warm genug
                    Y7 = sehr gefährlich, Gefahr geht vom Planeten aus
                    Ein kleines Land kann nicht mit einem großen wetteifern, wenige nicht mit vielen; die Schwachen nicht mit den Starken.

                    - Mencius

                    Kommentar


                    • #11
                      Zitat von Admiral Ahmose Beitrag anzeigen
                      Meiner Meinung nach müsste eine grobe Klassifizierung aber einfacher sein. Man müsste auf den ersten Blick erkennen können wo der Planet ist, wie groß er ist und ob er bewohnbar sein könnte.
                      Weshalb den? Wenn sich ein Raumschiff einen Sonnensystem nähert, kann man guten Gewissens davon ausgehen, das man sich Daten des Systems genau anschaut. Sich nur auf ein paar Kürzel zu verlassen, klappt vielleicht in einer TV-Serie hat aber mit Realismus nichts mehr zu tun. Eine solche Klassifizierung ist für jemanden der sich speziell über einen Planeten/Sonnensystem informieren will, viel zu grob. Denn einzigen Sinn den solch ein System haben kann, ist die vergleichende Suche in einer Datenbank. Und dafür ist ein stark differenziertes System, viel besser geeignet.

                      Zitat von Admiral Ahmose Beitrag anzeigen
                      1. Entferung zum Zentralstern in AE, angegeben in Zahlen
                      Ohne Kenntnis des oder der Zentralsterne bzw. der genauen Umlaufbahn, sagt die Entfernung leider gar nichts darüber aus in welcher Lebenszone sich der Planet befindet.
                      Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
                      Dr. Sheldon Lee Cooper

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                      • #12
                        Die Einteilung bzw. die StarTreksche Planetenklassifikation ist grösstenteils grober Unfug. Ich habe vor Jahren, als Star Trek noch eine wichtigere Rolle in meinem Leben spielte vesucht, etwas Ordnung in den Katalog zu bringen, hier ist mein damaliger Vorschlag (hatte gar nicht gewusst, dass diese Seite noch online ist...):

                        Star Trek Welten - Planetenklassen

                        Aber wie gesagt, das war nur ein Versuch.

                        Natürlich spiegelt die Klassifikation auch das begrenzte Wissen jener Zeit wieder. So spielt z.B. die Exzentrizität der Umlaufbahn keine Rolle - weil alle damals bekannten Planeten kreisförmige Umlaufbahnen hatten. Heute wissen wir, dass genau diese Eigenschaft die Dynamik von ganzen Planetensystemen beherrscht, und dass man einen Planeten wohl kaum vernünftig klassifizieren kann, wenn man nicht die Exzentrizität seiner Umlaufbahn kennt. Was auch weitgehend fehlt sind die "Hot Jupiters" und die vielen denkbaren Formen von "Supererden". Planeten mit vielen Millionen km Durchmesser sind natürlich kompletter Unsinn (die Sonne hat 1.3 Mio km Durchmesser, Objekte, die so gross sind und aus Atomen, MÜSSEN Kernfusion betreiben und sind damit per Definition keine Planeten mehr).

                        Ein echter Planetenkatalog müsste verschiedene Aspekte berücksichtigen, und ich weiss nicht, ob "Klassen" der richtige Ansatz dafür sind - nur allzuoft wird man Objekte finden, die sich mehreren solcher Klassen zuordnen liessen. Wichtige Eigenschaften, die berücksichtigt werden müssten, wären meiner Ansicht nach Masse, chemische Zusammensetzung, Eigenschaften der Umlaufbahn (Exzentrizität, Umgebung gravitativ dominierend oder nicht), planetologisches Entwicklungsstadium (z.B. Strahlung durch Schrumpfung für junge Gasriesen, Erkalteter Mantel für späte terrestrische Planeten etc.) und vielleicht noch, wenn man in der SciFi bleiben will, die "lebensfreundlichkeit" für irdisches Leben.
                        Planeten.ch - Acht und mehr Planeten (neu wieder aktiv!)
                        Final-frontier.ch - Kommentare vom Rand des Universums

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                        • #13
                          Zitat von Enas Yorl Beitrag anzeigen
                          Ohne Kenntnis des oder der Zentralsterne bzw. der genauen Umlaufbahn, sagt die Entfernung leider gar nichts darüber aus in welcher Lebenszone sich der Planet befindet.
                          Macht Sinn.
                          Ergo sollte man Admiral Ahmoses Kurzform noch die Spektralklasse des Sterns voranstellen:

                          G2V 1 M 3 I 25 Y7
                          Ever danced with the devil in the pale moonlight?
                          -- Thug --

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                          • #14
                            Zitat von Enas Yorl Beitrag anzeigen
                            Weshalb den? Wenn sich ein Raumschiff einen Sonnensystem nähert, kann man guten Gewissens davon ausgehen, das man sich Daten des Systems genau anschaut.
                            Stell dir mal eine Datenbank mit mehreren Milliarden Einträgen vor. Und dann gibt es da eine komplizierte Klassifizierung. Diese Datenbank wäre schlicht nutzlos.

                            Auch ein Planetenkatalog braucht eine einfach Einteilung. Daher macht die Star Trek Klassifizierung schon Sinn, obwohl sie auch für den ersten Eindruck zu ungenau ist.

                            Die Klassifizierung soll einen groben Überblick geben. Sie muss einfach und schnell zu verstehen sein.


                            Zitat von Enas Yorl Beitrag anzeigen
                            Ohne Kenntnis des oder der Zentralsterne bzw. der genauen Umlaufbahn, sagt die Entfernung leider gar nichts darüber aus in welcher Lebenszone sich der Planet befindet.
                            Stimme ich zu. Also wie schon HiroP schrieb: Erde = G2V1M3I25Y7.
                            Ein kleines Land kann nicht mit einem großen wetteifern, wenige nicht mit vielen; die Schwachen nicht mit den Starken.

                            - Mencius

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                            • #15
                              Zitat von Admiral Ahmose Beitrag anzeigen
                              Stell dir mal eine Datenbank mit mehreren Milliarden Einträgen vor. Und dann gibt es da eine komplizierte Klassifizierung. Diese Datenbank wäre schlicht nutzlos.
                              Wieso, noch nie etwas von Suchmaschinen gehört? Besteht den die Brückenbesatzung bei der Sternenflotte aus Amateuren, oder beschäftigen die jetzt vielleicht nur noch Beuteterraner (Worf ). Da hat man interstellare Raumfahrt, kann aber noch nicht mal mit Softwareunterstützung eine Datenbank durchsuchen. Versuch mal eine Datenbank mit Milliarden Einträgen mit Hilfe eines solch groben Musters zu durchsuchen, viel Spaß.

                              Zitat von Admiral Ahmose Beitrag anzeigen
                              Auch ein Planetenkatalog braucht eine einfach Einteilung. Daher macht die Star Trek Klassifizierung schon Sinn, obwohl sie auch für den ersten Eindruck zu ungenau ist.
                              Nochmal, wozu soll der den gut sein? Wie wäre es mit ein paar praktischen Anwendungsbeispielen.

                              Zitat von Admiral Ahmose Beitrag anzeigen
                              Die Klassifizierung soll einen groben Überblick geben. Sie muss einfach und schnell zu verstehen sein.
                              Aha, Planetenkatalog auf Hauptschulniveau. Ich hoffe das spiegelt nicht den Ausbildungsdurchschnitt der Sternenflotte wieder.
                              Zuletzt geändert von Enas Yorl; 02.12.2008, 21:44.
                              Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
                              Dr. Sheldon Lee Cooper

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